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Veröffentlicht am 20.06.2023

Französisches Flair

Das romantische Château in Frankreich – Ein Neuanfang für Élodie
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Ein sehr lebensnaher Schreibstil, der sich flüssig lesen lässt, hat mir den Einstieg in die Geschichte leicht gemacht. Die handelnden Personen sind sehr „französisch“, aber das gefällt mir. Die Hauptfigur, ...

Ein sehr lebensnaher Schreibstil, der sich flüssig lesen lässt, hat mir den Einstieg in die Geschichte leicht gemacht. Die handelnden Personen sind sehr „französisch“, aber das gefällt mir. Die Hauptfigur, Èlodie, kommt mir manchmal ein wenig „lebensuntüchtig“ vor, ist aber durchweg sympathisch.

Überhaupt lebt die Story vom französischen Flair und den eingestreuten französischen Sätzen. Es ist keine reine Liebesgeschichte, sondern es gibt auch einige Ungereimtheiten aufzuklären.

Ich hatte den Eindruck, dass die Autorin ein wenig zu viel im Buch unterbringen wollte – vom französischen Dorfleben, über Erbschaftsangelegenheiten bis hin zu Mobbing im Filmbusiness. Nichtsdestotrotz fühlte ich mich gut unterhalten, wenngleich ich nicht glaube, dass ich den im September erscheinenden Folgeband lesen werde.

Fazit: unterhaltsame Story, speziell für Frankreichliebhaber

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Veröffentlicht am 15.05.2023

Unbedingt lesen!

Glück ist da, wo man es hinträgt
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Wie immer schafft es die Autorin, dass ich sofort in der Geschichte drin bin und mit den Protagonisten fühle. Der Schreibstil liest sich sehr flüssig und die Story beginnt gleich mit einem „großen Knall“. ...

Wie immer schafft es die Autorin, dass ich sofort in der Geschichte drin bin und mit den Protagonisten fühle. Der Schreibstil liest sich sehr flüssig und die Story beginnt gleich mit einem „großen Knall“. So will man als Leser unbedingt wissen, wie es weitergeht.

Insgesamt die die Figuren sehr authentisch und real beschrieben. Sie haben ihre Ecken und Kanten sowie einige „Macken“ und das macht sie so lebendig. Die Handlungen sind stimmig und irgendwie passen auch die auftretenden Probleme ins Gesamtbild. Ich bin immer wieder von der guten Beobachtungsgabe von Kristina Günak beeindruckt. Sie versteht es, Alltagssituationen so in ihre Bücher einzuarbeiten, dass man das Gefühl hat „ja, das ist mir (oder Freund xy) auch schon passiert“.

Frau Günak schreckt auch vor schweren Themen nicht zurück, aber geht damit behutsam um. Auch hier ist sicher einiges an Recherchearbeit notwendig gewesen. Dennoch halten sich Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit hervorragend die Waage.

Es gab viele Stellen, die ich hätte zitieren können; entschieden habe ich mich für:
„… In etwas so Einfachem wie Joghurt sollten wohl keine Dinge sein, deren Namen ich nicht aussprechen konnte. …“

Kurzum: mit Büchern von Kristina Günak liegt man nie falsch, aber dieses empfehle ich besonders gern weiter

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Veröffentlicht am 20.05.2022

Kristina Günak at its best

Mit dir ist alles schöner
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Zum Inhalt:
Franziska ist nach ihrem Umzug nach Hannover nie in ihr kleines Heimatdorf an der Ostsee zurückgekehrt, welches sie nach dem Tod ihrer Mutter verlassen hatte. Doch nun ist ihr Vater gestorben ...

Zum Inhalt:
Franziska ist nach ihrem Umzug nach Hannover nie in ihr kleines Heimatdorf an der Ostsee zurückgekehrt, welches sie nach dem Tod ihrer Mutter verlassen hatte. Doch nun ist ihr Vater gestorben und hat ihr einen Campingplatz hinterlassen, was sie dazu zwingt, zurückzukehren. Leider lässt sich ihr Plan des schnellen Verkaufs des Platzes nicht umsetzen, denn der Platz liegt zwar idyllisch, aber ist in einem maroden Zustand. Und dann sind da auch noch die Dauercamper, die nichts von Franziskas Plänen wissen ...

Meine Meinung:

Kristina Günak hat es wieder geschafft, dass ich von der ersten Seite an mitten in der Geschichte war. Dazu kommt, dass sie den Campingplatz quasi direkt vor dem inneren Auge der Leserschaft bildhaft entstehen lässt.

Neben der Hauptprotagonistin Franziska tummeln sich viele Nebencharaktere im Buch, die wundervoll herausgearbeitet sind. Diese gute Beobachtungsgabe hätte ich auch gern. Und irgendwie erkennt man an der einen oder anderen Stelle Wesenszüge aus dem eigenen Umfeld wieder.

Wie in den meisten Büchern der Autorin macht die Hauptfigur im Verlaufe der Geschichte eine persönliche Wandlung durch. Das wird behutsam und dadurch sehr glaubwürdig beschrieben.

Auch gehe ich davon aus, dass Kristina Günak diverse eigene Campingerfahrungen hat, denn sonst könnte sie nicht alles so authetisch beschreiben. Und ich weiß wovon ich rede, nach eigenen Campingerfahrungen (Zelt und Wohnwagen, Ausland und Dauerstellplatz – alles dabei gewesen).

Mein Lieblingszitat ist:
„Alles wurde besser, wenn man Lippenstift dazu trug."
Denn das passt zur Autorin, die ich noch nie ohne Lippenstift angetroffen habe.

Lediglich der Titel passt für mich nicht ganz zur Story.

Fazit: ein Wohlfühlroman, den ich nicht aus der Hand legen konnte, und für mich eines des besten Bücher von Kristina Günak

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Veröffentlicht am 14.05.2022

Die Geschichte bietet mehr als erwartet

Der Duke und die unbeugsame Witwe
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Zum Inhalt:
Der Duke of Elmsley genießt sein Leben als Junggeselle, braucht jedoch einen Erben.
Die Viscountess Daventry muss als junge Witwe erneut heiraten, wenn sie nicht will, dass man sie von ihrem ...

Zum Inhalt:
Der Duke of Elmsley genießt sein Leben als Junggeselle, braucht jedoch einen Erben.
Die Viscountess Daventry muss als junge Witwe erneut heiraten, wenn sie nicht will, dass man sie von ihrem Sohn trennt.
So erscheint eine arrangierte Ehe für beide das Beste zu sein. Doch dann kommen Gefühle ins Spiel ...

Meine Meinung:

In diesem Regency-Roman gibt es alles, was man dort erwartet: jede Menge Adelige, viele Bälle, schöne Kleider und viele Bedienstete. Da passt auch mein Lieblingszitat hervorragend:
„… Die Zeitung, die für ihn bereitlag, war frisch gebügelt, damit die Druckerschwärze nicht abfärbte. …“

Abgesehen davon war der Schreibstil erfrischend und die Geschichte bot mehr als ich erwartet hatte; nämlich ein wenig Aufregung durch kriminelle Handlungen.

Auch in diesem Buch hat mich wieder erschüttert, wie wenig Eigenständigkeit den Frauen zu dieser Zeit zugestanden wurde. Wenn sie nicht wohlwollende, männliche (!) Familienmitglieder um sich hatten, waren sie nicht mehr als Marionetten, an deren Fäden andere zogen.

Fazit: eine Liebesgeschichte, die sich langsam entwickelt und gleichzeitig das damalige Zeitbild gut widerspiegelt

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Veröffentlicht am 10.10.2020

Geht ans Herz

Unsere Jahre in Miller's Valley
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Zum Inhalt lt. Klappentext:
Seit Generationen leben die Millers in Miller‘s Valley. Doch jetzt soll das Tal geflutet werden, und die elfjährige Mimi wächst in dem Wissen auf, dass der Ort, den sie Heimat ...

Zum Inhalt lt. Klappentext:
Seit Generationen leben die Millers in Miller‘s Valley. Doch jetzt soll das Tal geflutet werden, und die elfjährige Mimi wächst in dem Wissen auf, dass der Ort, den sie Heimat nennt, nicht mehr lange existieren wird. Während die Dorfgemeinschaft noch gegen die drohende Veränderung ankämpft, muss Mimi den Mut finden, ihren eigenen Weg zu gehen.

Meine Meinung:

Der Klappentext wird m.E. dem Inhalt nicht gerecht und hätte mich in der Buchhandlung ganz sicher nicht dazu gebracht, mich näher mit dem Buch zu befassen. Doch dann hätte ich etwas verpasst.

Die Autorin erzählt hier eine Geschichte, die irgendwie unspektakulär ist, aber in ihrer Einfachheit doch berührt. Es ist eigentlich „nur“ die Beschreibung einer Familie und ihrem Leben in einem kleinen Ort. Aber mich hat sie dennoch gefesselt – oder vielleicht gerade deswegen?

Obwohl alles aus der Perspektive von Mimi erzählt wird, schafft es die Autorin, mir als Leser vielfältige Eindrücke der Beziehungen von Familie und Freunden zu vermitteln.
Mir hat auch sehr gefallen, wie in kleinen, unbedeutenden Nebensätzen Einblicke in Mimis Leben gegeben werden, ohne dass sie selbst davon berichtet.

Am Ende sind nicht alle offenen Fragen geklärt; aber komischerweise hat mich das in diesem Buch nicht gestört. Im „echten“ Leben klärt sich schließlich auch nicht alles auf.

Fazit: ein unaufgeregtes Buch, welches bei mir aber noch nachhallen wird

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