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Veröffentlicht am 19.06.2021

Das Leben ist zu kurz für ....

Das Leben ist zu kurz für irgendwann
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Das Leben ist zu kurz für …. Ich habe den Satz schon häufiger, auch in der Trauerarbeit gehört. Spannend fand ich die Ergänzunungen, die Schwerkranke oder sterbende Menschen als Eränzung fanden. Diese ...

Das Leben ist zu kurz für …. Ich habe den Satz schon häufiger, auch in der Trauerarbeit gehört. Spannend fand ich die Ergänzunungen, die Schwerkranke oder sterbende Menschen als Eränzung fanden. Diese Sätze begleiten mich teilweise heute noch. Wahrscheinlich war das auch ein Grund, mir das Buch von Ciara Geraghty genauer anzuschauen. Terry von Beruf Hausfrau, Mutter und ehrenamtlich engagierte Frau, entdeckte dass ihre beste Freundin Iris aus dem Leben gehen wollte. Mit ihrer MS wollte sie niemandem zur Last fallen. Sie wollte in die Schweiz reisen und dort Sterbehilfe in Anspruch nehmen. Spontan entschließt sich Terry ihre Freundin zu begleiten. Dem dementiell veränderten Vater nimmt sie mit auf diese Reise. Es ist der Autorin gelungen, die einzelnen Charaktere sehr facettenreich, lebendig und eindrucksvoll darzustellen. Man/Frau könnte sie glatt ins eigene Leben hineinziehen und mit ihnen reisen.
Sehr angenehm war auch der feine Humor mit dem die Autorin das schwere Thema würzte, ohne dabei die Tiefgründigkeitkeit aus dem Blick zu verlieren.
Zusammenfassend möchte ich sagen, es ist ein warmherziges, gefühlvolles Buch, dass auch den persönlichen Kontakt mit der Problematik fördern will.

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Veröffentlicht am 08.06.2021

Lebenswege gehen

Unter Wasser Nacht
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Unter Wasser Nacht Kristina Hauff

Das Wendland, diese recht urtümliche Landschaft am Rand der Lüneburger Heide ist durch die Anti-AKW-Bewegung mit ihren Protesten vielleicht manchem Leserin noch vertraut. ...

Unter Wasser Nacht Kristina Hauff

Das Wendland, diese recht urtümliche Landschaft am Rand der Lüneburger Heide ist durch die Anti-AKW-Bewegung mit ihren Protesten vielleicht manchem Leserin noch vertraut. Auf einem alten Bauernhof in den Elbauen leben hier die beiden Paare Sophia und Thies, sowie Inga und Bodo. Die feste Freundschaft der Frauen hatte die Paare nach ihrem Studium hierher geführt. Hier wollen sie in der bürgerliches Idylle des Ortes ihr Leben aufbauen. Dazu gehören auch die Kinder. Jella und Lasse, die Kinder von Inga und Bodo entwickeln sich gut, und machen ihren Eltern Freude.
Aaron, der Sohn von Sophia und Thies, hat sich immer mehr zu einem Problemkind entwickelt. Besonders an Sophia testet er immer wieder seine Grenzen aus. Dann verschwindet er und wird nach einigen Tage tot aus der Elbe gefischt.
Diese Erfahrungen , nagende Schuldgefühle und die Trauer läßt das Paar immer mehr auseinanderdriften. Die Stimmung kippt langsam. Daneben erleben sie „glückliche Familie“ bei Bodo und Inga.
Die Stimmung ändert sich, als ein Jahr später eine geheimnisvolle junge Frau ins Dorf kommt. Sie freundet sich mit beiden Paaren an und wirbelt deren Leben gehörig durcheinander.Es ist als halte sie ihnen einen Spiegel vor, in dem sich Verdrängtes, Verlorenes und nicht kommuniziertes zeigt. Alle müssen sich dem stellen.
Eigentlich ist die Sprachlosigkeit und die daraus resultierende mangelnde Bereitschaft Konflikte auszutragen das zentrale Thema des Romans. Kristina Hauff führt ihre Leser
innen durch geschickte Perspektivwechsel immer weiter in das Zentrum ihrer Protagonisten. Dabei entstehen auch einige Längen und Sprünge. Die Lebensgeschichte einer Randfigur rückt in den Focus und beinhaltet stückweise die Auflöung des Geheimnisses. Meinem Eindruck nach, war es eine eher unspektakuläre Lösung für die Protagonisten.

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Veröffentlicht am 03.06.2021

Töchter und Mütter

Darling Rose Gold
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„Darling Rose Gold“ - das Buch ist von der Gestaltung her ein Eyecatcher. Übrigens sagt es wenig über den Inhalt. Die Inhaltsangabe machte mich sehr neugierig – ich musste unbedingt erfahren, wie es weiterging.
Am ...

„Darling Rose Gold“ - das Buch ist von der Gestaltung her ein Eyecatcher. Übrigens sagt es wenig über den Inhalt. Die Inhaltsangabe machte mich sehr neugierig – ich musste unbedingt erfahren, wie es weiterging.
Am Anfang scheint Rose Gold krank und körperlich eingeschränkt. Sie ist auf die Betreuung durch die Mutter, Patty, angewiesen. Die Mutter lässt sie viele Jahre in dem Glauben. Bis irgendwann die Bombe platzt und Rose herausfindet, dass es nicht an dem ist. Patty wird angezeigt und verurteilt.
Nach fünf Jahren im Gefängnis hat Patty angeblich den Wunsch sich mit Rose zu versöhnen. Rose kennt ihre Mutter jedoch besser. Sie weis, dass diese nicht ruhen wird, bis sie wieder die Zügel in der Hand hält. Aber Patty hat ihre Rechnung ohne Rose gemacht. Sie bietet ihrer Mutter zwar an, vorübergehen bei ihr zu wohnen. In der Hinterhand hat sie einen anderen Plan. Fest steht Rose ist nicht mehr das kleine hilflose Mädchen. Sie will die Mutter für immer los werden. Damit nimmt nimmt das Psychodrama seinen Lauf.
Stephanie Wrobel schreibt einen mitreißenden, spannenden Stil. Ich war sofort in der Geschichte gefangen. Die Autorin setzt die ihr zur Verfügung stehenden Stilmittel geschickt ein. So bleibt die Spannung durchgehend auf einem hohen Niveau. Zudem werden die Protagonistinnen breit gefächert dargestellt.
Zu Beginn gab es noch eine scheinbar klare Rollenverteilung, die sich im Lauf der Geschichte immer deutlicher veränderte. Beide Frauen sind sich ähnlicher als sie dachten.

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Veröffentlicht am 31.05.2021

Freya´s Weg

Das Erbe der Päpstin
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Im Jahr 837 überfallen die Dänen Dorstadt. Sie hausen dort fürchterlich. Die junge Gisla wird als Sklavin in den Haushalt des Wikingeroberhaupts Björn verschleppt. Sie bringt ihm in den Jahren zwei Töchter, ...

Im Jahr 837 überfallen die Dänen Dorstadt. Sie hausen dort fürchterlich. Die junge Gisla wird als Sklavin in den Haushalt des Wikingeroberhaupts Björn verschleppt. Sie bringt ihm in den Jahren zwei Töchter, Freya und Asta, zur Welt. Beim Versuch die Töchter vor ihm zu schützen, wird Gisla von Björn ermordet. Freya muss den Tod der Mutter mit ansehen. Sie ersticht Björn in Notwehr.
Zusammen mit Asta flieht sie. Sie wollen zu ihrer Familie nach Dorstadt. Dort kennt man den Großvater Gerold schon nicht mehr. Zuviel Zeit ist ins Land gezogen. Während Asta in Dorstadt bleibt will Freya nach Rom ziehen.
Hier trifft sie auf den Großvater, der Superista bei der päpstlichen Garde ist. Sie ist dem gewählten Papst Johannes treu ergeben. Der Papst selbst hat ein Geheimnis zu tragen. Dahinter verbirgt sich die Päpstin Johanna. Sie schließen ein Bündnis. Der Fluchtplan scheitert allerdings. Der Kommandant Aristid hilft Freya zu entkommen. Dann muss Freya fliehen, denn Hugo Abbas, ein brutaler Attentäter ist hinter ihr her.
Die Flucht führt sie über das Frauenkloster im Chiemsee bis nach Paris. Das Verhältnis zu Aritid wird immer vertrauter, während Hugo Abbas immer mal wieder ihren Weg kreuzt.
Ich denke die Wikinger waren nicht grundlos wegen ihrer Brutalität gefürchtet. Das wird gleich in den ersten Kapiteln deutlich. Helga Glaesener, die Autorin, beschreibt die Ereignisse schon recht plastisch. Trotzdem konnte ich, als Leserin, nicht wirklich in die Geschichte eintauchen. Das lag m.E. an der sehr sachlichen Sprache. Sie gibt wenig über die Charaktere preis, und verhindert so die Annäherung an diese Charaktere. Z.B. wird die Flucht der Mädchen in einigen kurzen Sätzen behandelt. Da bleibe ich, als interessierte Leserin, mit meinen Fragen, außen vor. Z.B. Wieso läßt Aristid Freya unbeaufsichtigt im päpstlichen Palst zurück?
Manche der beschriebenen Szenen stehen einfach im Raum, ohne dass ihnen eine Bedeutung zugeschrieben wird. Z.B. Bei einer bedeutenden Rede Aristids betritt ein Mädchen die Bühne. Alle halten die Luft an. Erwartungen liegen in der Luft. Aber NICHTS geschieht. Die Stimmung verpufft ungenutzt.
Freyas Lernwille und ihre Eigensinnigkeit sind bewunderswert. Sie sind die Basis für Freyas späteres Geschenk an die Menschheit, wenn es um medizinische Belange und ihren Kampf gegen Aberglaube und Mißtrauen geht.

Das Erbe der Päpstin kann nicht an die inspirirenden Vorlage „Die Päpstin“ von „Donna W, Cross“ heranreichen. Es gibt zwar spannende Momente und faszinierende Szenen, besonders wenn Freya als Medizinerin ist. Dabei kommen die Handlung und die Charaktere zu kurz. Mehr Details, um die Personen begreifbarer und einschätzbar zu machen, wären mir sehr hilfreich gewesen.

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Veröffentlicht am 11.04.2021

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Der Kontakt mit den Ahnen und welche Bedeutung er für uns heute haben kann, beschäftigt mich seit ich angefangen habe, mich mit dem indianischen Shamanismus zu beschäftigen. In verschiedenen Gesprächen ...

Der Kontakt mit den Ahnen und welche Bedeutung er für uns heute haben kann, beschäftigt mich seit ich angefangen habe, mich mit dem indianischen Shamanismus zu beschäftigen. In verschiedenen Gesprächen und während einiger Rituale wurde mir der Kontakt zu den Ahnen nahe gebracht. Plötzlich konnte ich erfahren und begreifen was es bedeutet in der Reihe meiner Ahnen zu stehen. Eine Erfahrung, die meine Sinne schärfte, die in mir auch ein neues Bewusstsein für das Eingebunden sein in die Natur und ihren Lebensrythmus weckte.
Diese Erfahrungen kamen beim Einstieg in das Buch wieder zum tragen. Ich konnte der Autorin gut folgen als sie über die Erfahrungen mit dem Auflösen alter Lasten sprach. Ja es wirkt weiter duch die Geschichte, wenn eine alte Last verschwindet. Ich könnte auch sagen:“Die Ahnen bedanken sich für die Hilfe!“
Die Autorin bietet im Buch unterschiedliche Rituale als Hilfen bei der Arbeit mit den Ahnen an. Ich denke, es ist vielleicht auch Typsache, wie ich damit umgehe.Ich habe teilweise erlebt, das die Ahnen bestimmte Wünsche äusserten. Sie geiserten dann durch meine Gedanken,. Wenn ich sie aufgriff spürte ich Veränderung wachsen,
Die Arbeit mit den Ahnen ist ein Prozess, der das weitere Leben begleitet.
Neben den vielfältigen Impulsen und Ideen für die Arbeit mit den Ahnen schreibt die Autorin eine sehr angenehm zu lesenden Stil. Die Leserinnen und Leser sind eingeladen sich auf eine spannende Reise zu begeben. Es ist wie ein Aufbruch zu neuen Ufern.
Sicher ist es kein Buch, dass sich einfach liest. Wenn ich mich darauf einlasse, brauche ich Zeit für mich und meine Gefühle.
Als Arbeitsbuch ist es ein Schatz, aus dem ich immer wieder schöpfen kann.

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