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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.04.2020

Ermittlungen

Die Maske der Schuld
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Die Wohnwagen auf dem Cover lassen auf den Ort der neuen Handlung schließen. Wir sind in einem Zirkus in Wien.

Beim vorliegenden Buch handelt es sich um den zweiten Band Reihe um den LKA- Ermittler Richard ...

Die Wohnwagen auf dem Cover lassen auf den Ort der neuen Handlung schließen. Wir sind in einem Zirkus in Wien.

Beim vorliegenden Buch handelt es sich um den zweiten Band Reihe um den LKA- Ermittler Richard Schwarz. Um die Abläufe richtig gut zu verstehen, ist es sinnvoll den ersten Band " Maske der Gewalt" vorweg zu lesen.

Jennifer B. Wind schreibt eine bild - und farbenreiche Sprache. Das Tempo der Handlung ist hoch. Die Spannung bleibt gleichmäßig hoch. Neben den durch die Selbsthilfegruppe vor allem, vermittelten bedrückenden Erfahrungen, gibt es witzige und lustige Elemente.
Der vorliegende Band spielt in Österreich. Richard Schwarz Ziehschwester Sarah gastiert mit einem Zirkus in Wien. Deshalb nutzt er die Gelegenheit Sarah und ihre Familie zu besuchen. Das ist der erste Schritt in einen neuen Fall....

Jennifer B. Wind startet gleich temporeich und spannend. Dabei nutzt sie verschiedene rhetorische Mittel wie aus unterschiedlichen Perspektiven die Thematik aufgreifen, auch die Retroperspektive wird eingesetzt. Dabei erzählt sie in erster Linie von Richards Biografie. Der Mord seiner Mutter spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle.
Besonders herausgestellt (kursiv gedruckt) ist der Einblick in die Psyche des Täters.Wir lernen Mitglieder der Gruppe um den Ermordeten näher kennen, usw.
Die Handlungsstränge ergeben zum Schluss ein schlüssiges Gesamtbild.
Grundsätzliches Thema ist neben Tierschutz und Zirkussterben der Blick auf die Rolle der Pharmaindustrie.

Die einzelnen Figuren wirken vielschichtig und facettenreich. Richard, als Protagonist, kämpft immer noch mit verschiedenen "Elementen" seiner Vergangenheit. Zusammen mit Sarah kommt er der Lösung auf die Spur.
Frau Wind verblüfft die Leser mit großartigen Wendungen und versucht sie auf andere Fährten zu locken. Die einzelnen Elemente ergeben erst zu Ende hin ein vollständiges Bild. Der Cliffhanger am Schluss macht neugierig auf den nächsten Band.

Fazit:

Ein spannender Krimi mit nachdenklich machenden Elementen, der Lust auf die Fortsetzung macht.


Veröffentlicht am 13.04.2020

Käthes Weg ins Leben

Vergiss das mit der Liebe
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Das Cover des Buches stimmt auf die Zeit des Romans ein. Vornehm gekleidete Damen, eine schöne Straßenfront.

Käthe steht am Beginn ihres Berufsleben. Sie möchte Verkäuferin werden, und hat schon konkrete ...

Das Cover des Buches stimmt auf die Zeit des Romans ein. Vornehm gekleidete Damen, eine schöne Straßenfront.

Käthe steht am Beginn ihres Berufsleben. Sie möchte Verkäuferin werden, und hat schon konkrete Pläne. Doch ihre Eltern haben etwas anderes mit ihr vor. Wie die älteren Schwestern soll sie in Amsterdam Hauswirtschaft lernen. Sie könne dann auch ihre etwas kränkliche Schwester Änne unterstützen. Traurig und frustriert beugt sich Käthe dem Willen der Eltern und reist nach Amsterdam. Käthe überwindet ihre Trauer und packt ihre neue Aufgabe an.

Der erste Weltkrieg kommt mit Macht. Schnell verebbt der anfängliche Jubel der Soldaten. Hunger, Gewalt und Kälte bestimmen ihren Alltag. Die kriegerischen Auseinandersetzungen enden für viele tödlich.

Der Autorin Emma Peters ist mit diesem Roman ein ganz besonders Werk gelungen.Sie lässt ihre Leser am einfachen Leben im Ruhrpott teilhaben. Dabei beschreibt sie die Enge des kleinbürgerlichen Daseins ohne etwas zu beschönigen.Der damalige Zeitgeist wurde sehr gut eingefangen. Es machte mir Spaß in das Geschehen einzutauchen.

Ebenso beschreibt sie das Leben in Amsterdam.Es wird deutlich, was es heißt einem großen Haushalt vorzustehen.Sehr schön ist der Blick auf die emotionale Seite des Settings. Das breite Spektrum der Emotionen wird sehr gut wiedergegeben. Die Welt stand durch den Krieg vor einem großen Umbruch. Nicht zu vergessen der damalige Zeitgeist.

Das Buch hat mich mit auf eine Zeitreise genommen. Vieles davon war mir aus Gesprächen mit älteren Menschen vertraut. Das Buch gab mir die Möglichkeit einiges anders und besser zu verstehen.

Veröffentlicht am 12.04.2020

Zufrieden

In eigener Sache
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Das Cover zeigt einen dunklen Untergrund auf dem viele Kristalle liegen. Der erste Hinweis, in welches Milieu das Buch führt. Ich bin auf die Ermittlungen gespannt.

Die Protagonistin des Buches arbeitete ...

Das Cover zeigt einen dunklen Untergrund auf dem viele Kristalle liegen. Der erste Hinweis, in welches Milieu das Buch führt. Ich bin auf die Ermittlungen gespannt.

Die Protagonistin des Buches arbeitete als Kriminalermittlerin in Alaska bevor sie Agentin im amerikanischen Nachrichtendienst wurde. Anlass für die Ermittlungen ist der Autounfall eines Onkels in Deutschland. Hier galt es Unstimmigkeiten aufzuklären. Karen wird in die Ermittlungen einbezogen. Sie hat wenige Erinnerungen an den Bruder ihres Vaters. In jungen Jahren galt er als Sprachgenie. Er handelte, im Glauben an die gute Sache, für sein Heimatland mit Waffen in Krisengebieten. Als die Bezahlung mit Drogen erfolgen soll, zieht er sich zurück, und verschwindet in die Versenkung nach Deutschland.

Der illegale Waffenhandel mit der Bezahlung in Drogen wird zum Anlass für die Jagd auf die Dealer. Es entspannt sich eine rasante Jagd mit verschiedenen Verwicklungen. Am Ende steht wieder ein spannender Showdown.

Die zeitliche Schiene des Romans reicht über mehrere Jahrzehnte. Sie greift zurück in den aktiven Dienst des Onkels und seiner verschworenen Mittäter.

"In eigener Sache" ist mitreißender, rasanter Fall der Reihe um die Agentin Karen Mulladon. Der Autor besticht durch die exakte Milieustudie und die gute Recherche. Aus diesen Bausteinen erstellt er einen Krimi, der von der ersten Seite für mich zum Pageturner wurde. Die Ermittlungen in eigener Sache bestechen durch den sich aufbauenden Spannungsbogen und die gute Rhetorik.

Veröffentlicht am 12.04.2020

meine Lebenszeit

Brav kann ich auch, bringt aber nix
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Das Cover des Buches zeigt eine junge Frau im Mini vor einem Fahrrad. Damals war das noch etwas Besonders.

Frau Metz Neun nimmt die Leser mit in eine Zeit, die viele von uns aus eigener Erfahrung kennen. ...

Das Cover des Buches zeigt eine junge Frau im Mini vor einem Fahrrad. Damals war das noch etwas Besonders.

Frau Metz Neun nimmt die Leser mit in eine Zeit, die viele von uns aus eigener Erfahrung kennen. Ihre Protagonistin Maja ist eine freiheitsliebende, alleinerziehende Mutter eines Sohnes. Neben der Betreuung ihres Kindes sucht sie die GROßE LIEBE für sich.

Mit einer der jeweiligen Situation angebrachten Sprache beschreibt die Autorin Stationen des Lebensweges ihrer Protagonistin. Man spürt beim Lesen ihre rhetorische Gewandheit, wenn sie von der lockeren Alltagssprache zu ernsten Worten oder lustigen Sprüchen wechselt.

Maja sucht die große Liebe. Das ist ein Weg mit verschiedenen Fallstricken der zum Ziel führen soll. Es ist auch ein Weg der inneren Entwicklung, der hilft nach vorne zu schauen.

Frau Metz Neun hat mit ihrem Büchlein ein eigentlich ernstes Thema in eine Geschichte gepackt.Mir machte es Spaß mit Maja ihren Weg zu gehen und dabei zu überlegen, wo das Thema mein Leben berührt.

Veröffentlicht am 05.04.2020

Lebensprinzip Hoffnung

Hoffnung leuchtet
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Das Cover entspricht dem Titel - Hoffnung leuchtet auf unseren Wegen.

„Ich spüre, dass ich immer die Wahl habe. Ich kann Bitterkeit wählen. Oder Dankbarkeit.“ (S. 18)

Ich habe das Buch als Einladung ...

Das Cover entspricht dem Titel - Hoffnung leuchtet auf unseren Wegen.

„Ich spüre, dass ich immer die Wahl habe. Ich kann Bitterkeit wählen. Oder Dankbarkeit.“ (S. 18)

Ich habe das Buch als Einladung verstanden, das Prinzip Hoffnung mit in den Alltag zu nehmen. Sie kann in verschiedensten Lebenslagen Veränderung herbeiführen.

Veronica Smor hat das Prinzip Hoffnung unter vier verschiedenen Schwerpunkten beleuchtet. Die Aufteilung der Kapitel ist entsprechend der Schwerpunkte sehr ansprechend bebildert, kurze literarische Impulse runden die unterschiedlichen Geschichte ab.

Frau Smor verwendet sehr lebensnahe Beispiele aus ihrem persönlichen Umfeld. Dabei wird schnell klar, dass nicht das Allheilmittel gegen Probleme gefunden hat. Sie selbst versucht das Prinzip Hoffnung in ihrem Alltag zu leben. Die dargelegten Beispiele zeigen auf, wo die Hoffnung wirklich leuchten konnte. Die Autorin verwendet eine leichte, gut eingängige Sprache. Es ist, als würde ich ihr einfach zuhören. Dann ist es an mir, was ich daraus mache...........
Es ist ein Buch, dass einlädt die eigene Hoffnung zu leuchten zu bringen. Deshalb lohnt es sich immer mal wieder in das Buch hineinzuschauen, um neue Impulse auf dem Weg der Hoffnung zu bekommen.