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Veröffentlicht am 08.12.2019

Wieder eine Achterbahnfahrt der Gefühle

CATCHING BEAUTY 2
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Da sich meine Rezension auf den zweiten Band der Catching Beauty Reihe bezieht, kann sie Spoiler zum ersten Teil enthalten.

Band 2 setzt genau da an, wo Band 1 aufgehört hat. Das gefällt mir so gut an ...

Da sich meine Rezension auf den zweiten Band der Catching Beauty Reihe bezieht, kann sie Spoiler zum ersten Teil enthalten.

Band 2 setzt genau da an, wo Band 1 aufgehört hat. Das gefällt mir so gut an den Büchern von J.S. Wonda – und gleichzeitig kann vermutlich genau das zur Qual werden, wenn man nicht alle Teile einer Reihe zu Hause hat. Die Bücher sind so konzipiert, dass sie wie ein Film ineinander übergehen, den man natürlich nicht unterbrechen will. Es geht also genauso spannend, nervenaufreibend und düster weiter wie bisher.

Der Schreibstil der Autorin ist natürlich wieder super. Klar, hier kann man keine netten Umschreibungen erwarten – schon gar nicht in den vielen erotischen Szenen. Aber trotzdem schafft sie es immer wieder, einen mit ihren Worten so in den Bann zu ziehen, dass man gar nicht anders kann, als das Buch in einem Rutsch durchzulesen – oder besser gesagt durchzusuchten. Ich glaube, das ist die beste Beschreibung dafür. Bisher habe ich jedes ihrer Bücher innerhalb weniger Stunden verschlungen und so war es auch bei Catching Beauty 2 der Fall. Man wird wieder in diese völlig andere und brutale Welt entführt, die gleichermaßen erschreckend und faszinierend ist.

Was mir in diesem Teil besonders gut gefallen hat, ist, dass man vor allem Wres und Ly besser kennenlernt. (Auch wenn ich letzteren natürlich schon sehr viel besser kenne, da ich vorher Hunting Angel gelesen habe.) Es ist wirklich toll zu sehen, wie sich die beiden von einfachen Nebenfiguren zu komplexen und vielschichtigen Charakteren entwickeln. Ich liebe die Dynamik und die Freundschaft dieser drei Kerle einfach so sehr. Der Humor und die Sprüche, die sie immer wieder von sich geben, sind einfach extrem witzig. Vor allem aber gefällt mir ihr Zusammenhalt, ihre Freundschaft – ihre Familie – und wie sie trotz dem rauen Umgangston für den jeweils anderen eine Kugel einstecken würden.
Dass jetzt plötzlich eine Frau auftaucht, die auch nicht daran denkt, wieder zu verschwinden, sorgt für einige amüsante Situationen.

Außerdem erhält man natürlich vor allem auch in Cracks Gefühlswelt und seine Vergangenheit sehr viele neue Einblicke, die dafür gesorgt haben, dass ich ihn immer besser verstehen und einschätzen konnte.

Trotzdem muss ich leider auch ein bisschen Meckern. Irgendwie hat mich das ständige Hin und Her zwischen C und Amber irgendwann ein wenig genervt. Manchmal hatte ich das Gefühl, als würden da zwei Kinder miteinander sprechen – oder eher aneinander vorbei sprechen. Das war ab einem gewissen Punkt ein wenig anstrengend.
Und so gut ich komischerweise Wres, Ly und Crack und die Dinge, die sie tun, verstehen kann, fiel es mir in diesem Band doch deutlich schwerer, Amber und ihre Handlungen wirklich nachvollziehen zu können. Sie kennt die Jungs noch nicht sehr lange – schließlich erstrecken sich die Bände nur über wenige Wochen – und trotzdem lässt sie all das mit sich machen und sich so behandeln – nicht nur körperlich, sondern auch emotional. Ich weiß auch nicht. Irgendwie kam ich in diesem Band nicht so ganz mit ihrer Art und ihrer Naivität klar. Trotzdem hatte natürlich auch sie ihre Badass-Momente, die ich – wieder auf den knappen Zeitrahmen bezogen, in dem sich ihr Leben so plötzlich auf so eine Art und Weise verändert hat – auch wieder etwas unrealistisch fand, die aber immerhin auch ihre Stärke gezeigt haben.

C, Ly und Wres sind so interessante Charaktere und ich hoffe, dass ich im dritten Teil wieder mehr mit Amber warm werde. Catching Beauty 2 erhält von mir also noch knapp 4 Sterne und ich bin wahnsinnig gespannt, wie die Geschichte von C und Amber nun ausgehen wird.

  • Einzelne Kategorien
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.11.2019

Geister, Geister und noch mehr Geister!

City of Ghosts - Die Geister, die mich riefen
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Cassidy Blake ist nur knapp dem Tod entronnen. Seit sie beinahe in einem Fluss ertrunken wäre, kann sie Geister sehen und die Welt der Toten betreten. In den Sommerferien soll der Dreh der neuen Geisterjäger-Fernsehshow ...

Cassidy Blake ist nur knapp dem Tod entronnen. Seit sie beinahe in einem Fluss ertrunken wäre, kann sie Geister sehen und die Welt der Toten betreten. In den Sommerferien soll der Dreh der neuen Geisterjäger-Fernsehshow von Cassidys Eltern beginnen. Gemeinsam mit ihrem besten Freund Jakob – der ebenfalls ein Geist ist! - heißt es für Cassidy: auf nach Edinburgh! Dort wimmelt es nur so von Geistern und Cassidy muss sich einer Dunkelheit stellen, die es auf sie abgesehen hat.

Vermutlich bin ich eigentlich zu alt um Kinderbücher zu lesen, aber ich liebe es einfach so sehr und war demnach ganz gespannt auf den Auftakt dieser neuen Reihe von Victoria Schwab, deren Erwachsenen-Bücher mir bereits total gut gefallen haben. Ich habe City of Ghosts im November gelesen – also in der perfekten Jahreszeit für ein paar unheimliche Geistergeschichten.

Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt super, wobei er sich natürlich etwas von ihren anderen Büchern unterscheidet. Natürlich ist das alles hier etwas leichter verständlich und der Zielgruppe angepasst. Ich habe also überhaupt nichts zu meckern. Das Buch ließ sich sehr einfach und schnell lesen, sodass ich es innerhalb von ein paar Stunden durch hatte. Eine perfekte Nacht-Lektüre auch für Ältere!

Die Grundidee der Story ist eventuell nicht die originellste – ein Mädchen, dass knapp dem Tod entronnen ist kann von diesem Moment an Geister sehen, gerät in allerlei Schwierigkeiten und versucht einige Geheimnisse aufzudecken – aber trotzdem hat mir das Buch in der Umsetzung wirklich gut gefallen.

Cassidy und ihr bester Freund Jakob bilden natürlich den Mittelpunkt des Buches. Die Freundschaft der beiden ist so niedlich und hat mich immer wieder zum Grinsen gebracht. Vor allem Geist Jakob war herrlich und ich hoffe so sehr, dass man in den nächsten Teilen noch mehr über ihn und seine Vergangenheit erfährt, da dort nach dem ersten Teil so gut wie nichts aufgedeckt wurde. Demnach bleibt es in dem Punkt spannend und ich freue mich auf das nächste Abenteuer von den beiden!
Cassidy war soweit eine gute Protagonistin. Sie war mir sehr sympathisch und auch ihre Beziehung zu ihren Eltern hat mir gut gefallen. Vor allem ihre Mutter hat mit ihrer Begeisterung für Geister und Legenden nochmal frischen Wind in die Geschichte gebracht.

Anfangs hat es ein bisschen gebraucht, ehe ich richtig in die Geschichte hineingefunden hatte. Die ersten 50 Seiten haben sich zwar nicht wirklich gezogen, aber so richtig spannend waren sie auch noch nicht. Erst als in Edinburgh die ersten mysteriösen Vorfälle passieren, steigt die Spannung. Das Ende war allerdings richtig fesselnd und hat direkt neugierig auf den zweiten Teil gemacht!

Neben der Spannung muss ich ansonsten ein wenig die Atmosphäre kritisieren. Vermutlich war die im Grunde völlig in Ordnung und ich hatte einfach zu hohe Erwartungen an die Geschichte. Mir persönlich hat hier ein wenig der „Grusel-Faktor“ gefehlt. Natürlich weiß ich, dass es sich um ein Kinderbuch handelt und demnach nicht extrem unheimlich sein darf und kann, aber trotzdem hat mir hier ein bisschen etwas gefehlt – und das sage ich, obwohl ich selbst mit 22 Jahren noch ein riesiger Angsthase bin. Ich finde einfach, man hätte hier spannungstechnisch und atmosphärisch noch einiges mehr rausholen können, als es letztendlich der Fall war. Aus diesem Grund erhält das Buch von mir 4/5 Sterne. Trotzdem kann ich es nur empfehlen, weil es wirklich interessant und unterhaltsam war und ich mich auch als Erwachsene nicht gelangweilt habe. City of Ghosts war ein tolles Kinderbuch, welches einfach perfekt in den Herbst passt und für ein paar geisterhafte Lesestunden sorgt. Wer also gerne Kinderbücher liest – egal in welchem Alter – sollte sich auf ein Abenteuer mit Cassidy und Jakob einlassen. Ich freue mich schon sehr auf Band 2 der Reihe!

Veröffentlicht am 18.11.2019

Eine sehr interessante Idee für eine Geschichte!

The One - Finde dein perfektes Match
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Seit Wissenschaftler einen bis dahin verborgenen genetischen Code entdeckt haben, ist sich verlieben einfacher als je zuvor. Dank eines Gentests wird der „Seelenverwandte“ durch Einsenden einer Speichelprobe ...

Seit Wissenschaftler einen bis dahin verborgenen genetischen Code entdeckt haben, ist sich verlieben einfacher als je zuvor. Dank eines Gentests wird der „Seelenverwandte“ durch Einsenden einer Speichelprobe ermittelt, der laut der DNA am besten zu einem passt – zumindest sofern beide bei MatchyourDNA.com registriert sind. Das bedeutet viele glückliche Paare, aber auch gleichzeitig einige Probleme und Geheimnisse.

In „The One – finde dein perfektes Match“ liest man fünf Geschichten über Paare, die völlig unabhängig voneinander spielen. Erst dachte ich, dass das irgendwie ein bisschen komisch ist. Normalerweise wenn man aus der Sicht von mehreren Charakteren liest, haben sie schließlich in irgendeiner Art und Weise miteinander zu tun oder begegnen sich im Laufe des Buches. Hier ist das nicht der Fall. Allerdings stört das überhaupt nicht den Lesefluss – eher im Gegenteil. Tatsächlich fand ich jede einzelne Geschichte wahnsinnig spannend und da man nach einem Kapitel immer erstmal einige Kapitel zu den anderen Paaren lesen „musste“, ehe man wieder zum ersten Pärchen kam, war das Buch wie eine Sucht. Natürlich hat mir die ein oder andere Geschichte besser gefallen, aber trotzdem war ich dadurch gezwungen schnell weiterzulesen, damit ich wieder zu meiner „Lieblingsgeschichte“ kam. Das hatte ich so auch noch nie in einem Buch und dieses Konzept hat mir überraschend gut gefallen.

Die Verbindung zu den einzelnen Paaren stellt natürlich MatchyourDNA.com dar. Sie alle machen den Test unter jeweils ganz unterschiedlichen Voraussetzungen und mit ganz unterschiedlichen Erwartungen und werden genauso wie der Leser total überrascht. Jeder von ihnen erhält ein Match – wobei manche mit dem Ergebnis zufriedener als andere sind. Jeder muss von nun an mit anderen Geheimnissen, Intrigen und Problemen kämpfen. Ich kann hier leider gar nicht allzu genau auf die einzelnen Paare eingehen, weil es sonst zu sehr spoilern würde.

Mandy beispielsweise sehnt sich nach ihrer gescheiterten und kinderlosen Ehe mehr denn je danach, schwanger zu werden und einen liebevollen Partner zu haben. Als sie dann den Namen ihres Matches geschickt bekommt, ist sie sofort Feuer und Flamme. Doch sie erwartet eine böse Überraschung.

Christopher hätte gut auch aus einem Thriller stammen können. Ich war total überrascht, dass es in diesem Roman auch so eine Storyline gegeben hat. Er ist ein Serienkiller und Psychopath, der aus reiner Neugier den Test macht. Sein Wesen und seine Handlungen waren natürlich erschreckend, aber gleichzeitig auch unglaublich interessant und es war wirklich spannend zu beobachten, wie er sich im Laufe der Geschichte entwickelt hat.

Nicks Geschichte hat mir auch sehr gut gefallen und war einfach schön umgesetzt. Er hat sich gerade mit seiner Freundin verlobt, als diese darauf besteht, dass sie den Test machen, um zu schauen, ob sie wirklich zusammen gehören. Und dann stellt sich heraus – Nicks Match ist ein Mann. Für ihn im ersten Moment unverständlich – bis er ihn kennenlernt.

Jade ist total unzufrieden mit ihrem Leben – der Job ist nicht das, was sie machen möchte und mit ihrer Familie läuft es auch nicht sonderlich gut. Schließlich beschließt sie nach einigen Monaten Kontakt mit ihrem Match, dass sie ihn besuchen will. Doch Kevin wohnt am anderen Ende der Welt! Dort erwarten sie und den Leser sehr überraschende Wendungen. Auch dieser Teil hat mir gut gefallen.

Ellie ist eine Businessfrau und wird auch von der Presse ständig belagert. Deswegen hat sie sich emotional abgeschottet – bis MatchyourDNA.com ihr eine E-Mail mit ihrem Match schickt und sie sich daraufhin wieder auf einen Mann einlässt. Doch auch dieser hat seine Geheimnisse.

Die einzelnen Geschichten haben mir also größtenteils wirklich gut gefallen und die erste Hälfte des Buches war wie ein Rausch und ich konnte es überhaupt nicht aus der Hand legen. In der zweiten Hälfte haben mich einige sehr dramatische und zum Teil auch überraschend brutale Ereignisse etwas enttäuscht. Meiner Meinung nach hätte das ganze ruhig etwas realistischer bleiben können und hätte diese Dramatik gar nicht benötigt. Zwischenzeitlich waren es dann doch relativ viele kleinere Thriller-Elemente. Es gab richtig gute und überraschende Wendungen, aber eben auch einiges, was mir persönlich dann zu viel für dieses tolle Buch war.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Ich könnte mir vorstellen, dass manche eventuell anfangs etwas durcheinander kommen durch die verschiedenen Personen, aber für mich hat das alles wunderbar gepasst.

Das Buch bekommt von mir 4/5 Sterne für eine grandiose erste Hälfte, interessante Charaktere, überraschende Wendungen und spannende verschiedene Hauptthemen bei den einzelnen Paaren. Ein bisschen weniger Dramatik und das Buch hätte 5 Sterne bekommen. Trotzdem ist es wirklich ein Highlight und nur zu empfehlen!

Veröffentlicht am 27.10.2019

Eine Kleinstadt mit vielen Geheimnissen ...

Two can keep a secret
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Die malerische Kleinstadt Echo Ridge beherbergt dunkle Geheimnisse. Vor vielen Jahren verschwand Ellerys Tante spurlos und niemand weiß, was damals mit ihr geschah. Und dann wurde vor fünf Jahren Lacey, ...

Die malerische Kleinstadt Echo Ridge beherbergt dunkle Geheimnisse. Vor vielen Jahren verschwand Ellerys Tante spurlos und niemand weiß, was damals mit ihr geschah. Und dann wurde vor fünf Jahren Lacey, die Homecoming Queen der Schule, in dem Halloween-Freizeitpark „Murderland“ tot aufgefunden.
Gerade als Ellery und ihr Zwillingsbruder Ezra zu ihrer Großmutter zurück nach Echo Ridge ziehen müssen, beginnen Morddrohungen gegen die zukünftige Homecoming Queen die Runde zu machen. Gemeinsam mit Malcolm, dem jüngeren Bruder des damaligen Hauptverdächtigen im Fall der ermordeten Lacey, beginnt sie gegen den Killer zu ermitteln und hinter die Geheimnisse der Kleinstadt zu kommen.

Ich liebe solche Mystery-Geschichten, in denen man mitraten und rätseln kann, wer denn nun hinter den Morden steckt. Diese Bücher sind immer wieder voller Spannung und Nervenkitzel und so war auch „Two can keep a secret“ ein tolles Buch, das mich aus meiner Leseflaute gerissen hat.
Die ganze Geschichte und das Setting haben mich ein bisschen an die Serie Pretty little liars erinnert. (Und immer wenn ich den Titel des Buches lese, habe ich direkt das Opening der Serie im Ohr. Schon irgendwie witzig.) Auf jeden Fall mag ich solche Geschichten und auch das neue Buch von Karen M. McManus hat mir wie schon ihr erstes Buch „One of us is lying“ wirklich gut gefallen. Hier und da gibt es ein paar kleinere Kritikpunkte, aber insgesamt hat mich das Buch sehr gut unterhalten und ließ sich sehr schnell lesen, da die Spannung gut aufrecht gehalten wurde.

Ich fand von Anfang an ziemlich schnell in die Geschichte rein und konnte auch direkt mit den Protagonisten und Nebencharakteren sympathisieren. Vor allem Malcolm ist zu meinem kleinen Liebling geworden, weil er so authentisch und niedlich war. Sein Leben lang liegt ein Schatten auf ihm und seiner Familie, da sein Bruder Declan als Hauptverdächtiger im Mordfall seiner damaligen Freundin Lacey galt. Und obwohl es nie irgendwelche Beweise gab und Declan nicht schuldig gesprochen und verurteilt wurde, haben doch alle in Echo Ridge ihn für den Mörder gehalten und das auf die gesamte Familie übertragen.
Besonders gut erkennt man in dem Buch Malcolms Zerrissenheit. Denn auch er ist sich nicht zu 100% sicher, dass sein Bruder unschuldig ist. Und dieser Zwiespalt, die Unsicherheit und die Angst, als alles von vorne beginnt, kann man sehr gut nachempfinden.
Die zweite Protagonistin ist Ellery, die auf eine ganz andere Art mit den Geschehnisse verbunden ist. Neben familiären Problemen und Uneinigkeiten, versucht sie herauszufinden, was damals mit ihrer Tante Sarah passiert ist. Sie ist sehr taff und vor allem ihr kleiner Tick bezüglich Kriminalfällen und wie man sie aufdeckt, hat sie sehr sympathisch gemacht.
Auch die Nebencharaktere haben mir gut gefallen – beispielsweise Ellerys Zwillingsbruder Ezra, von dem ich mir allerdings irgendwie noch ein bisschen mehr erhofft hätte. Und auch Mia, Malcolms beste Freundin hatte einen tollen Humor und war sehr sympathisch.

Die Spannung wurde über die gesamte Geschichte aufrecht gehalten und die mysteriöse Atmosphäre hat mir wirklich gut gefallen. Ein Kritikpunkt meinerseits wäre, dass mir eigentlich fast schon zu wenige Hinweise auf den wahren Mörder in der Geschichte verteilt wurden. Das darf man jetzt nicht falsch verstehen – die Autorin schafft es wunderbar, den Verdacht immer wieder auf andere Personen zu lenken und den Leser (und die Protagonisten) immer wieder an der Nase herumzuführen. Das hat mir auch im ersten Teil schon total gut gefallen. Das Ende beziehungsweise die Aufklärung war auch insgesamt schlüssig, auch wenn ich es etwas überdramatisch fand. Aber ich weiß auch nicht. Irgendwie hätte ich mir mehr Hinweise gewünscht, sodass es nicht gänzlich überraschend kam. Zumindest ging es mir so, aber vielleicht bin ich auch einfach nicht besonders gut darin, solche Dinge hervorzusehen.

Trotzdem hat mir die Geschichte wieder wirklich gut gefallen, was natürlich neben den Charakteren auch an der Atmosphäre und dem tollen Schreibstil von Karen M. McManus lag. Ich vergebe 4/5 Sterne und kann die Bücher der Autorin nur empfehlen. Sie passen einfach perfekt in den Herbst und zu Halloween!

Veröffentlicht am 05.09.2019

Eine niedliche Geschichte

My Second Chance
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Lorn ist ein Ass beim Basketball – in Liebesdingen dagegen ist sie völlig unerfahren. Sie ist in ihren besten Freund Theo verliebt, der davon natürlich nicht die leiseste Ahnung hat. Und dann fragt er ...

Lorn ist ein Ass beim Basketball – in Liebesdingen dagegen ist sie völlig unerfahren. Sie ist in ihren besten Freund Theo verliebt, der davon natürlich nicht die leiseste Ahnung hat. Und dann fragt er sie auch noch, ob sie sein Date für den Schulball wird – allerdings nur, um ihm die anderen Mädchen vom Hals zu schaffen. Dabei versucht sie doch alles, um ihn endlich aus dem Kopf zu bekommen, um ihre Freundschaft nicht zu gefährden!
Doch mit der Zeit werden aus den oberflächlichen Albereien ernstere Gespräche und zwischen ihnen verändert sich etwas …

Das war meine erstes Buch von Tanja Voosen und ich muss sagen, dass ich gern mehr von ihr lesen möchte. „My Second Chance“ ist theoretisch der zweite Teil der Reihe, da sich der erste Band „My First Love“ um Lorns beste Freundin Cassidy und Colton dreht. Allerdings kann man die Bücher durchaus auch unabhängig voneinander lesen. Genau das habe ich nämlich getan, da Band 1 bisher noch nicht bei mir einziehen konnte. Trotzdem hatte ich keine Probleme, in die Geschichte hineinzufinden. Die Beziehungen zwischen den Charakteren waren auch ohne Vorwissen klar und gut verständlich.

Der Schreibstil von Tanja Voosen ist wirklich locker-flockig leicht und sehr angenehm. Die Geschichte lässt sich sehr schnell lesen und die 400 Seiten sind schnell beendet. Obwohl die Charaktere im Teenageralter sind, wurde zum Glück nicht übermäßig auf Jugendsprache zurückgegriffen – was mich persönlich sehr erleichtert hat, da ich das einfach nicht so mag.

Besonders gut gefallen hat mir die Protagonistin Lorn. Ich konnte mich sehr gut mit ihr identifizieren, da ich auch immer mehr der sportliche Typ war. Sie ist von Anfang an total sympathisch und wächst einem mit der Zeit immer mehr ans Herz. Einerseits ist sie in ernsten Gesprächen sanft und manchmal auch etwas schüchtern und unsicher, wenn es um ihre Freunde oder ihre Familie geht aber gleichzeitig total taff und beschützend. Mit ihrer impulsiven Art hat sie mich bei der ein oder anderen Aktion sehr zum Lachen und Grinsen gebracht. Ihre Sprüche, vor allem auch wenn sie mit Cassidy unterwegs ist, und der leichte Sarkasmus haben mir wahnsinnig gut gefallen und Lorn zu einer tollen Persönlichkeit gemacht. Vor allem wie sie für die Menschen und Dinge kämpft, die ihr etwas bedeuten, war einfach liebenswert – selbst wenn sie sich dadurch öfter selbst in die Bredouille bringt und Ärger bekommt.

Theo war wirklich niedlich, auch wenn ich ihn zwischenzeitlich manchmal ein wenig blasser gezeichnet fand als Lorn. Es war leider kein männlicher Protagonist, in den ich mich sofort selbst Hals über Kopf verliebt habe, aber er war definitiv nicht unsympathisch. Vor allem gegen Ende hin wurde aus dem einfach nur beliebten ruhigen Mädchenschwarm ein toller Charakter mit tiefgründigeren Gedankengängen.

Auch die Nebencharaktere haben mir ganz gut gefallen, auch wenn diese natürlich nicht allzu sehr im Vordergrund standen. Cassidy und Colton haben mich neugierig auf den ersten Teil gemacht, sodass ich diesen eventuell auch noch lesen werde – selbst wenn ich natürlich inzwischen weiß, wie dieser ausgegangen ist, da man doch etwas auf Band 1 gespoilert wird, da „My Second Chance“ zeitlich nach „My First Love“ spielt. Die Dynamik und der Zusammenhalt der Mädchen aus Lorns Basketballteam waren wirklich schön. Ich als kleiner Sportfan hätte mir tatsächlich noch ein bisschen mehr Informationen und Szenen zum Thema Basketball gewünscht.

Leider konnte mich die Geschichte aber erst so richtig ab der Hälfte des Buches packen. Dann habe ich es auch ziemlich schnell durchgelesen, aber der Anfang war für mich irgendwie etwas schwieriger. Allerdings liegt das glaube ich nicht wirklich am Buch selbst, sondern eher an mir. Es war doch sehr jugendlich/kindlich manchmal und ab und zu musste ich bei bestimmten Aktionen und Gesprächen ein bisschen die Augen verdrehen. Ich schätze einfach mal, dass ich momentan nicht so in der Stimmung für Young Adult Highschool Liebesgeschichten bin. Aber wie gesagt – das lag nicht am Buch, sondern an mir. Von der Story her hat mir irgendwie ein bisschen was gefehlt, aber ich kann leider nicht genau sagen, was. Trotzdem hat mir das Buch insgesamt gut gefallen und erhält von mir 4/5 Sterne. Leser, die solche Romanzen lieben, können mit dem Buch definitiv nichts falsch machen und ich kann die niedliche Geschichte von Lorn und Theo nur empfehlen, selbst wenn es mich aus genannten Gründen nicht vollends vom Hocker gehauen hat.