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Veröffentlicht am 27.07.2019

Idol - Gib mir deine Liebe

Idol - Gib mir deine Liebe
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Mit „Idol – Gib mir deine Liebe“ ist der 3. Band der „VIP“-Reihe von Kristen Callihan erschienen.

Ich habe schon die ersten zwei Bände der Reihe gern gelesen und war nun sehr auf die Geschichte von Jax ...

Mit „Idol – Gib mir deine Liebe“ ist der 3. Band der „VIP“-Reihe von Kristen Callihan erschienen.

Ich habe schon die ersten zwei Bände der Reihe gern gelesen und war nun sehr auf die Geschichte von Jax gespannt.

Jax Blackwood ist Mitglied und Frontmann einer der erfolgreichsten Rockbands der Welt und dieses liegt ihm im übertragenen und wortwörtlichen Sinn zu Füßen. Und doch fühlt sich John, wie er eigentlich heißt, viel zu oft einsam, hoffnungslos und glaubt in einem dunklen Loch zu versinken.

Beim Einkaufen vor einem Schneesturm greift John im Supermarkt nach der letzten Packung Minzeis mit Schokosplittern und das passt einer jungen Frau so gar nicht, die es auch auf die Eispackung abgesehen hat.

Stella Grey kann es nicht fassen…da schnappt ihr im Supermarkt ein Typ die letzte Eispackung vor der Nase weg. Das kann sie sich auf keinen Fall gefallen lassen, den nach einem richtigen miesen Tag braucht sie dieses Eis zum Überleben. Doch der attraktive Fremde denkt nicht daran ihr die Eispackung abzutreten. Mit einem Kuss überrascht Stella nicht nur den Mann sondern auch sich selbst, aber das Minzeis ist ihr nach der Aktion sicher.

Als Stella kurze Zeit später einen Job als Haustiersitterin antritt rechnet sie nicht im Traum damit, dass ihr neuer Nachbar ausgerechnet der Fremde aus dem Supermarkt ist. Und auch John ist überrascht – geht ihm die junge Frau doch nicht mehr aus dem Kopf.

Wie schon bei den vorherigen Geschichten hat mir auch bei diesem Teil der Reihe gut gefallen, wie die Autorin ihren Charakteren Leben einhaucht. Die Figuren sind sympathisch, liebenswert und zugleich facettenreich gestaltet.

Ein großer Teil des Fokus der Geschichte liegt bei John/Jax und auf dem Thema psychische Gesundheit bzw. psychische Krankheiten und dem Umgang damit. Die emotionale Annäherung zwischen den beiden Hauptprotagonisten – die sich Beide zu dem mit Vertrauen schwer tun - verläuft vor diesem Hintergrund und für Geschichten aus diesem Genre recht gemächlich. Aber gerade diese Zeit und der Raum, den die Autorin ihren Figuren dabei gibt, macht das Ganze für mich so glaubhaft und authentisch.
Mir haben dieser Schwerpunkt und die Ausarbeitung in der Geschichte wirklich gut gefallen und ich fand es überwiegend glaubhaft beschrieben. Schön, wenn sich ein Autor auch ein Mal an solche „Tabu“-Themen wagt.

Ein weiteres Highlight war für mich in der Geschichte das Wiedersehen mit den anderen Charakteren aus den vorherigen Büchern der Reihe. Alle Figuren sind mir mittlerweile so ans Herz gewachsen, dass sich jedes Wiedersehen wie „nach Hause kommen“ anfühlt und das macht einfach Spaß.

„Idol – Gib mir deine Liebe“ ist eine sehr emotionale Lovestory, die sich auch nicht scheut schwierige Themen aufzugreifen und dabei dennoch sehr unterhaltsam bleibt. Das Ganze hat mir ausgesprochen gut gefallen und so gibt es 5 Bewertungssterne von mir!

Veröffentlicht am 12.07.2019

Mein Herz hört deine Worte

Mein Herz hört deine Worte
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Im Rahmen einer Leserunde des Brunnen-Verlags durfte ich das Buch „Mein Herz hört deine Worte“ von Joanne Bischof entdecken.

Da ich schon eine ganze Weile mit den Werken von Joanne Bischof liebäugle, ...

Im Rahmen einer Leserunde des Brunnen-Verlags durfte ich das Buch „Mein Herz hört deine Worte“ von Joanne Bischof entdecken.

Da ich schon eine ganze Weile mit den Werken von Joanne Bischof liebäugle, habe ich mich sehr gefreut, dass ich mein erstes Buch der Autorin auf diesem Weg entdecken durfte.

Ava tritt nach dem viel zu frühen Tod ihres Ehemanns im Jahr 1890 eine Reise nach Virginia an. Die Reise bedeutet für die junge Frau einen Schritt ins Ungewisse und als sie dann bei ihrer Ankunft auf der Apfelplantage der Familie Norgaard sieht, dass die drei „Jungen“, um die sie sich kümmern soll, ausgewachsene Männer sind und Dorothee, auf deren Einladung hin sie die Reise angetreten hat, verstorben ist, ist sie völlig verunsichert.
Aber Jorgan, Haakon und Thor nehmen Ava jeden Zweifel und heißen sie herzlich bei sich willkommen.

Der große und zuweilen ungestüme Thor schüchtert Ava anfangs mächtig ein und sie muss sich erst an den Umgang mit dem gehörlosen jungen Mann gewöhnen.

Vom ersten Augenblick an ist Ava für Thor etwas ganz Besonderes, aber er hat harte Kämpfe zu bestehen und muss sich selbst überwinden, um den Mut und die Kraft für neue Wege zu finden.

Bereits mit den ersten Sätzen hat mich die Autorin in den Bann ihres Romans gezogen und ich konnte mich zwischendurch nur mit Schwierigkeiten aus dem Sog der Geschichte lösen.

Mit einem gehörlosen Protagonisten hatte ich bisher noch nie zu tun und schon zu Beginn des Buches, wo der Verlag und die Autorin einige Anmerkungen zur Darstellung der Gehörlosigkeit von Thor und der von ihm verwendeten Gebärdensprache im Rahmen des Romans machen, wurde mein Interesse geweckt und ich war sehr gespannt.

Man merkt der Geschichte die ausführlichen Recherchen und die intensive Auseinandersetzung der Autorin mit dem Thema an und ich muss sagen, dass ich die Umsetzung für ausgesprochen gelungen halte und das Ganze für mein Empfinden auch absolut authentisch beschrieben wurde.

Auch das Thema Alkoholmissbrauch und ein Entzug werden in der Handlung bei einer Figur beschrieben und ebenso wie schon bei der Gehörlosigkeit wird auch hier für mich alles sehr realistisch beschrieben.

Alle Protagonisten sind facettenreich gezeichnet, haben Stärken und Schwächen, die sie menschlich und für mich als Leserin greifbar machen.

Das Thema christlicher Glaube wird stimmig in die Handlung eingebunden und wirkt zu keinem Zeitpunkt aufdringlich oder aufgesetzt.

Emotional wird die Handlung von Ava und Thor getragen, aber ihre Liebesgeschichte steht nie aufdringlich im Vordergrund und so ergibt sich aus allen Komponenten der Geschichte ein wunderbar zu lesendes Buch, dass ich begeistert gelesen habe.

Vom Genre her würde man „Mein Herz hört deine Worte“ sicherlich als historischen Liebesroman bezeichnen, aber für mich ist der Roman viel mehr…eine mitreißende Mischung aus Abenteuer, Liebesgeschichte, Drama, Familiengeschichte, erzählt vom Mut & Glauben daran neue Wege zu gehen, der Kraft Grenzen zu überwinden, vom Scheitern, zusammen halten und hat ganz viel Tiefgang. Besser geht es eigentlich nicht und deshalb kann es dafür nur 5 Bewertungssterne geben!

Veröffentlicht am 12.06.2019

Zwei Versprechen

All In - Zwei Versprechen
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Nachdem mich der erste Teil „Tausend Augenblicke“ des „All In-Duett“ von Emma Scott lesemäßig völlig fertig gemacht hat – wenn auch im positiven Sinne, war klar, dass ich den zweiten Teil „Zwei Versprechen“ ...

Nachdem mich der erste Teil „Tausend Augenblicke“ des „All In-Duett“ von Emma Scott lesemäßig völlig fertig gemacht hat – wenn auch im positiven Sinne, war klar, dass ich den zweiten Teil „Zwei Versprechen“ unbedingt lesen muss.
Und glücklicherweise hat die Geschichte auch schon auf dem Reader auf mich gewartet.

Kacey trauert um Jonah und die Gefühlsgewalt droht sie innerlich und äußerlich zu zerreißen. Alles in Las Vegas erinnert sie an Jonah und ihre viel zu kurze Zeit miteinander. Die Gesellschaft von Jonahs Freunden und Familie sind Kacey kein Trost sondern verstärken den ohnmächtigen Schmerz eher noch.

So flüchtet sie vor den allgegenwärtigen Erinnerungen nach New Orleans. Hier singt sie an mehreren Abenden in verschiedenen Bars/Clubs und betäubt ihre Emotionen mit viel zu viel Alkohol.

Theo hat seinem Bruder Jonah ein Versprechen gegeben: Er kümmert sich um Kacey! Seit Kaceys spurlosem Verschwinden aus Las Vegas fühlt er sich als vollkommener Versager. Seinen kranken Bruder konnte er nicht retten und auch um Kacey hat er sich nicht richtig gekümmert.

Eine Nachricht aus New Orleans bringt ihn auf Kaceys Spur und so kommt es zu einem Wiedersehen zwischen den Beiden. Dieses Mal will Theo verhindern, dass ihm Kacey erneut entgleitet und ist trotz aller Gegenwehr hartnäckig an ihrer Seite. Die gemeinsame Trauer verbindet sie, doch bald mischen sich noch andere Gefühle darunter und bald brauchen Beide brauchen mehr Mut als je zuvor in ihrem Leben.

Ich bin ganz ehrlich, wenn ich sage, dass ich keine Mehrteiler mag und selbst nach dem bewegenden Ende von „Tausend Augenblicke“ war ich kurzzeitig am überlegen, ob ich weiterlesen soll. Allerdings habe ich auch genau gespürt, dass Kaceys Geschichte nach der Begegnung mit Jonah noch nicht zu Ende ist und so war es mir dann doch ein großes Bedürfnis „Zwei Versprechen“ zu lesen. Und ich kann auch sagen, dass es gut war, dass ich Kaceys Geschichte weitergefolgt bin.

Die Autorin lässt ihren Figuren in „Zwei Versprechen“ viel Raum für ihre Trauerbewältigung und jeder Charakter geht damit ganz unterschiedlich um. Natürlich steht Kacey im Fokus der Geschichte und die Handlung wird im Wechsel aus ihrer und aus der Sicht von Theo erzählt. Gerade am Anfang des Buches, waren bei mir die Emotionen vom Ende des vorherigen Buches noch frisch und ich musste bei der Erinnerung an Jonah die ein oder andere Träne weg wischen und gegen manchen Kloß im Hals ankämpfen.

Man kann dieser Geschichte – vielleicht sogar noch mehr als dem ersten Buch – den Vorwurf machen, dass sie vorhersehbar ist und das ist tatsächlich so, aber der mitreißende Schreibstil der Autorin, die liebgewonnenen Protagonisten und die fast mit Händen greifbaren Emotionen lassen dieses Detail schnell wieder vergessen. Man will einfach wissen, wie es mit den Charakteren weitergeht und auch wenn das Ende vorhersehbar ist, ist es der Weg dorthin nicht immer und es macht einfach Freude mit den Figuren ihren Weg zu gehen.

Mich hat die Autorin mit dem zweiteiligen „All In-Duett“ auf jeden Fall überzeugt und sich einen neuen Fan erobert – die kommenden Bücher von ihr sind schon vorbestellt

5 Bewertungssterne gibt es für die Geschichte!

Veröffentlicht am 11.06.2019

Tausend Augenblicke

All In - Tausend Augenblicke
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Mit "All In - Tausend Augenblicke" habe ich den ersten Band des "All-In-Duetts" von Emma Scott gelesen. Es war mein erstes Buch der Autorin.

Der Verlag hat mir das Buch über Netgalley netterweise als ...

Mit "All In - Tausend Augenblicke" habe ich den ersten Band des "All-In-Duetts" von Emma Scott gelesen. Es war mein erstes Buch der Autorin.

Der Verlag hat mir das Buch über Netgalley netterweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.


Kacey lebt als Mitglied in einer aufstrebenden Rockband ein Leben auf der Überholspur und die Kontrolle scheint ihr mit jedem Tag mehr zu entgleiten.

Als eine Party nach einem erfolgreichen Auftritt aus dem Ruder läuft, hat es Kacey nur dem umsichtigen Handeln von Jonah Flechter, der an diesem Abend die Limousine der Band fährt, zu verdanken, dass ihr nichts Schlimmeres passiert.

Die Begegnung mit Jonah bringt Kacey nicht nur in einer Hinsicht aus dem Tritt und doch fühlt sie sich bei ihm sicher wie noch nie zuvor im Leben. Sie findet dank ihm die Kraft und den Mut ihr Leben komplett auf den Kopf zu stellen.

Jonahs Leben ist strikt durchgeplant und Abweichungen von seiner Routine kann und will er sich nicht erlauben. Jemanden wie Kacey kann er in seinem Leben nicht gebrauchen, aber die strahlende Lebensenergie der jungen Frau zieht ihn unwiderstehlich an.

Viel zu lange hat "All In - Tausend Augenblicke" einen Dornröschenschlaf auf meinem Reader gehalten und es war wirklich höchste Zeit, dass die Geschichte gelesen wird.

Innerhalb von einem halben Tag habe ich die Liebesgeschichte verschlungen und zu sagen, dass mir das Ganze das Herz gebrochen hat, ist nicht untertrieben. Schon lange hat mir beim Lesen das Herz nicht mehr so geschmerzt und die Tränen sind fast ohne Unterlaß geströmt.

Die beiden Protagonisten sind liebevoll gestaltet und haben sich - ebenso wie alle Nebenfiguren - rasch meine Sympathie erobert. Der Schreibstil der Autorin liest sich leicht verständlich und lässt die Seiten nur so vorbei fliegen.

Der Verlauf der emotionalen Geschichte ist zwar ein Stück weit vorhersehbar, aber man hofft eigentlich bis zum letzten Satz auf eine andere Wendung, ein Wunder und lebt mit den Protagonisten: "Von Tag zu Tag. Von Augenblick zu Augenblick." (Seite 160)

Von mir bekommt die Liebesgeschichte mit Herzschmerz-Garantie 5 Bewertungssterne!

Veröffentlicht am 28.05.2019

100 Dinge, die ich von einem Faultier lernen kann..

100 Dinge, die man von einem Faultier lernen kann
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Das kleine Büchlein „100 Dinge, die man von einem Faultier lernen kann“ ist im Groh-Verlag erschienen.

Über Netgalley hat mir der Verlag netterweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Meinen ...

Das kleine Büchlein „100 Dinge, die man von einem Faultier lernen kann“ ist im Groh-Verlag erschienen.

Über Netgalley hat mir der Verlag netterweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Meinen Sinn für Humor hat das kleine Geschenkbuch absolut getroffen. Ich mag Faultiere sowieso und man begegnet ihnen in letzter Zeit ja in den unterschiedlichsten Varianten.

Mit niedlichen Zeichnungen versehen gibt das Buch mal mehr mal weniger ernst gemeint Ratschläge & Tips, wie z. B.: „Tip 17. Arbeite effektiv; Der Mülleimer ist erst voll, wenn sich nichts mehr draufstapeln lässt“ oder „Tip 72. Sei Minimalist; Was du vom Sofa aus nicht erreichen kannst, brauchst du auch nicht!“.

Mit seinem Format von 12 x 16,5 cm ist das Büchlein eigentlich perfekt für unterwegs und passt in jede Tasche.

Wenn man mal jemandem mit einem Augenzwinkern eine Freude machen, jemandem zum Lächeln bringen oder einfach selbst eine Aufmunterung gebrauchen kann, dann ist „100 Dinge, die man von einem Faultier lernen kann“ das perfekte kleine Mitbringsel.

Von mir gibt es 5 Sterne.