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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.11.2020

Ein Buch, welches das innere Kind wiedererweckt

Die kleinen Wunder von Mayfair
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Die kleinen Wunder von Mayfair handelt von Cathy, welche im Jahre 1906 durch eine Zeitungsannonce von Papa Jacks Emporium, dem magischen Spielzeugladen, erfährt. Sie ist eine alleinstehende, schwangere ...

Die kleinen Wunder von Mayfair handelt von Cathy, welche im Jahre 1906 durch eine Zeitungsannonce von Papa Jacks Emporium, dem magischen Spielzeugladen, erfährt. Sie ist eine alleinstehende, schwangere Frau, die nirgendwo willkommen zu sein scheint. Cathy macht sich auf den Weg nach Mayfair, um in Papa Jacks Emporium zu arbeiten und dort lernt sie die Familie von Papa Jack und die magische Welt der Spielzeuge kennen. Doch auch die Magie, die dieser Roman ausstrahlt, trifft in der Geschichte auf harte Realität, als der erste Weltkrieg ausbricht.

Allein das Cover des Buches hat mich direkt verzaubert. Das ganze Buch ist so liebevoll gestaltet und ich musste es direkt lesen, als ich die Zeitungsannonce des Spielzeugladens auf der Rückseite des Buches gelesen habe.

Die Charaktere habe ich direkt liebgewonnen. Besonders die Familie des Spielzeugladens habe ich direkt ins Herz geschlossen. Man lernt jeden einzelnen von ihnen mit seinen Ecken und Kanten kennen, fängt an sie zu verstehen und fühlt mit ihnen. So gab es von Casper, dem talentierten Erstgeborenen von Papa Jack bis hin zum zauberhaften Patchworkhund Sirius viele verschiedene Charaktere, die ich lieben gelernt habe.

Das Buch nimmt den Leser mit in eine magische Welt voller Spielzeuge und verzaubert ihn. Alles ist so zauberhaft beschrieben, jedes Spielzeug ist magisch. Robert Dinsdale hat es geschafft, die Magie bildlich, unglaublich realistisch und detailliert zu beschreiben, sodass die Spielzeuge vor meinem Auge zum Leben erwacht sind. Doch das Buch bringt den Leser nicht nur in eine magische Welt und verzaubert ihn, denn auch Spannung wird erzeugt, indem die schöne, heile Welt plötzlich durch eine dramatische Wendung ins Wanken gerät. Dadurch wird der Leser in die ernsthafte Realität zurückgeworfen und zum Nachdenken gebracht.

Fazit:

Insgesamt lässt sich sagen, dass der Roman unglaublich berührend und schön ist. Einerseits weckt der Roman das innere Kind, indem es die magische Spielzeugwelt offenbart. Andererseits wird der Leser aber gezwungen, wieder erwachsen zu werden und der Realität ins Auge zu blicken. Dieses Buch ist definitiv mein Lieblingsbuch geworden.

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Veröffentlicht am 09.11.2020

Redwood - Ein Ort zum Verlieben

Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick
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In "Redwood Love- Es beginnt mit einem Blick" geht es um Avery, welche nach ihrer gescheiterten Ehe mit ihrer kleinen Tochter Hailey in die Kleinstadt Redwood zieht. Dort lernt sie viele neue Leute kennen, ...

In "Redwood Love- Es beginnt mit einem Blick" geht es um Avery, welche nach ihrer gescheiterten Ehe mit ihrer kleinen Tochter Hailey in die Kleinstadt Redwood zieht. Dort lernt sie viele neue Leute kennen, unter anderem die drei attraktiven Tierärzte der Stadt. Einer davon ist Cade, für den sie schnell Gefühle entwickelt.

Dieses Buch war meiner Meinung nach wirklich großartig. Ich habe mich direkt wohl in Redwood gefühlt. Diese kleine Stadt scheint der absolute Traumort zu sein und ich würde direkt dorthin ziehen, würde es diese Stadt mit den tollen Einwohnern wirklich geben! Kelly Moran schafft es, dem Buch und der Stadt eine unglaublich tolle Atmosphäre zu verleihen. Die Gegend wirkt sehr ländlich in der Stadt, in der sich eigentlich jeder kennt. Die Einwohner der Stadt sind unglaublich sympathisch und helfen sich gegenseitig. Generell scheint jeder in der Stadt auch Tiere zu lieben und so gibt es auch unglaublich viele tolle Tier in der Stadt.

Auch die Hauptcharaktere sind mir, genau wie die anderen Einwohner Redwoods, total sympathisch. Ich habe jeden einzelnen in mein Herz geschlossen. Vor allem in die drei Brüder, die Tierärzte, habe ich mich direkt verliebt. Ich konnte die Gedanken und Sorgen der einzelnen Charaktere total nachvollziehen und das ist auch einer der Gründe, warum ich sie so schnell lieb gewonnen habe.

Am besten finde ich, dass nicht nur die Liebesgeschichte von Avery und Cade im Mittelpunkt steht, sondern auch Averys Tochter Hailey, welche in dem Buch eine große Entwicklung durchmacht. Ich war total gerührt, dass die Kleine in Redwood eine neue Heimat gefunden hat,.

Der einzige Kritikpunkt wäre für mich, dass das ganze Buch vielleicht ein bisschen zu perfekt scheint und deshalb nicht wirklich realistisch ist. Zwischen Cade und Avery läuft alles perfekt, es gibt kaum Konflikte in ihrer Beziehung. Generell sind die meisten Charaktere einfach perfekt und machen absolut alles richtig. Jeder Mensch in Redwood ist total freundlich und es gibt niemanden, den man nicht sofort mag.

Fazit:

Trotz des kleinen Kritikpunktes hat Kelly Moran in diesem Buch eine großartige Geschichte zum Wohlfühlen geschrieben. Es ist meiner Meinung nach zwar nicht unbedingt spannend, sondern eher vorhersehbar, aber das hat mich nicht gestört. Ich hatte trotzdem unglaublich viel Spaß, dieses Buch zu lesen, weil Redwood und seine wunderbaren Einwohner mich direkt in ihren Bann gezogen haben. Und ich freue mich darauf, auch die nächsten Teile der Redwood Reihe und damit die Geschichten von Cades Brüdern zu lesen!

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Veröffentlicht am 31.08.2023

Nicht das, was ich am Anfang erwartet hatte

Cleopatra und Frankenstein
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Bevor ich angefangen habe, das Buch zu lesen, hatte ich schon unglaublich viel von diesem Buch gehört. Wie toll es sei, war überall auf den Sozialen Medien zu sehen. Und ich konnte gar nicht anders, als ...

Bevor ich angefangen habe, das Buch zu lesen, hatte ich schon unglaublich viel von diesem Buch gehört. Wie toll es sei, war überall auf den Sozialen Medien zu sehen. Und ich konnte gar nicht anders, als das Buch auch lesen zu wollen, was nicht nur an den positiven Eindrücken, sondern vor allem an diesem wunderschönen Cover und an dem interessanten Titel liegt. Am Anfang bin ich bei einem so großen Hype immer sehr kritisch, weil ich fürchte, dass meine Erwartungen zu hoch angesetzt sind. Bei diesem Buch war das aber ganz und gar nicht der Fall. Allein die Leseprobe hat mich direkt überzeugen können. Ich liebe den Schreibstil der Autorin und wollte nach der Leseprobe am liebsten direkt weiterlesen! Auch, wenn diese paar Seiten überhaupt gar nicht gezeigt haben, was mich in dem Roman erwartet. Schon da habe ich gedacht: es könnte alles passieren. Und dennoch hat mich der Roman schon direkt im zweiten Kapitel überraschen können! Kurzgesagt, ich wollte das Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen, als es dann endlich bei mir ankam. Ich wollte die ganze Zeit weiterlesen, weil die Autorin mich mit ihrem Schreibstil so in ihren Bann gezogen hat. Dabei ist das buch tatsächlich ziemlich bedrückend und normalerweise brauche ich bei solchen Büchern eher eine Pause anstatt, dass ich direkt weiterlesen will! Die Atmosphäre des Buches ist düster, es gibt viele ernste Themen und jeder der Charaktere bringt eine tragische Backstory mit sich. Seien es Drogen, Alkoholsucht, oder psychische Probleme. Und genau das hat die Charaktere für mich so lebendig gemacht. Ich mochte sie, konnte mit ihnen mitfühlen, sie alle nachvollziehen. Auch, wenn ich viele von ihnen gleichzeitig eigentlich auch ganz und gar unsympathisch fand. Ein paar haben mich zutiefst schockiert und ein paar haben mich zu Tränen gerührt. Doch auch, wenn das Buch diese düstere Atmosphäre hat und die schreckliche Realität zeigt, gibt es schlussendlich doch ein klein wenig Hoffnung. Und das fand ich wirklich wundervoll.

Insgesamt bin ich also wirklich extrem begeistert von dem Roman und kann den großen Hype um das Buch total nachvollziehen. Es gibt nur eine Sache, die mich ein wenig gestört hat. In dem Buch wurden so viele Charaktere vorgestellt. Es gab Kapitel zu ihnen und dann waren sie plötzlich wieder weg. Ich habe teilweise den Zusammenhang zu der Story nicht ganz nachvollziehen können und fand, man hätte die Charaktere nicht nur vorstellen, sondern auch ein bisschen mehr in die Geschichte einfließen lassen können.

Trotzdem war das Buch absolut überzeugend und ich kann es euch nur weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 12.06.2023

Ein empfehlenswertes Buch, das in die Psyche eines jungen Menschen blickt

Idol in Flammen
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In Rin Usamis Roman "Idol in Flammen" geht es um Akari, welche ein Fan von J-Pop-Star Masaki ist. Ihr Leben dreht sich darum, Fan von ihm und Teil seiner Fangemeinschaft zu sein. Doch als Masaki in einen ...

In Rin Usamis Roman "Idol in Flammen" geht es um Akari, welche ein Fan von J-Pop-Star Masaki ist. Ihr Leben dreht sich darum, Fan von ihm und Teil seiner Fangemeinschaft zu sein. Doch als Masaki in einen Skandal verwickelt wird, gerät auch Akaris Leben aus den Fugen.

Der Roman wirkt mit seinen 125 Seiten zunächst sehr kurz, doch der Anschein trügt. Die Autorin schafft es, in ihrem kurzen Roman in die Tiefe zu gehen und ihre Leser*innen emotional zu berühren. Trotz Kürze des Buches bringt sie es auf den Punkt und allein das macht den Roman schon zu etwas Besonderem. Der Inhalt des Buches hat mich sehr fasziniert. Während man am Anfang denkt, wie skurril Akaris Verhalten teilweise doch ist, weil sie ihr ganzes Leben nach einem Fremden richtet, blickt man im Laufe des Romans in ihre Psyche und lernt, ihre Beweggründe zu verstehen. Die Autorin schafft einen Zusammenhang zwischen Fankultur, Psyche und gleichzeitig dem Kapitalismus, der viele Fans ausnutzt und mithilfe von Fanartikeln Geld macht.

Am Interessantesten fand ich an dem Buch, wie die Autorin die Psyche junger Menschen, in diesem Fall Akari, beschreibt. Was passiert, wenn ein junger Mensch sich mithilfe einer Obsession aus der realen Welt flüchtet? Die Autorin macht anschaulich, dass eine solche Obsession zwar auf der einen Seite einen Anker für Menschen mit mentalen Problemen bieten kann, dies aber auf der anderen Seite schwerwiegende Folgen haben kann. Während das Fan-Sein und ein Teil der Fangemeinschaft zu sein eine Leere in Akari füllt, zeigt das Buch, welche Folgen es für sie hat, als Masaki in einen Skandal gerät.

Ich möchte nichts vorwegnehmen, deshalb fasse ich mich an dieser Stelle kurz: Das Buch hat mich emotional berühren können und mich zum Nachdenken gebracht. Das Thema war unglaublich spannend und ich finde es sehr schade, dass der Roman nur so kurz ist, da ich mir mehr wünschen würde. Ich hätte gerne mehr zu dem Hintergrund erfahren und wäre gerne mehr in die Tiefe gegangen. Dennoch ist das Buch trotzdessen ganz besonders und wird mich noch für längere Zeit begleiten.

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Veröffentlicht am 25.05.2023

Ein beeindruckender Roman mit jedoch ein wenig zu viel Distanz

Babel
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Der Roman "Babel" von Rebecca F. Kuang ist nicht das erste Buch der Autorin, das ich gelesen habe. Schon der Roman "Im Zeichen der Mohnblume" und seine Folgebände habe ich gelesen und geliebt. Diese Reihe ...

Der Roman "Babel" von Rebecca F. Kuang ist nicht das erste Buch der Autorin, das ich gelesen habe. Schon der Roman "Im Zeichen der Mohnblume" und seine Folgebände habe ich gelesen und geliebt. Diese Reihe zählt wohl zu den Büchern, die mich niemals mehr loslassen werden und deshalb kam ich gar nicht daran vorbei, auch ihren Roman "Babel" zu lesen. Und hatte dementsprechend auch hohe Erwartungen. Deshalb ist es vielleicht auch gar nicht so verwunderlich, dass ich ein wenig enttäuscht bin, weil ich einfach zu hohe Erwartungen hatte.

Aber fangen wir doch erstmal bei den guten Seiten des Romans an: Die Thematik des Buches konnte mich direkt überzeugen. Die Autorin stellt total realistisch die sozialen Ungleichheiten im Buch dar und, auch wenn das Buch ein Fantasy-Roman ist, unterscheidet sich die Welt nicht so sehr von der realen Welt. Allein deshalb hat mich das Buch schon überzeugen können.
Diese Thematik passt natürlich auch hervorragend zu der düsteren Atmosphäre des Buches, die ich von der Autorin schon erwartet habe. Es lässt sich also schließen, dass der Roman wirklich gut Denkanstöße gibt und mich wirklich mitreißen konnte, zumindest was die Thematik angeht.

Auch das Thema Sprache hat mir extrem gut gefallen. Die Kapitel, in denen es um Sprache und Übersetzen ging, fand ich so interessant und habe ich mitunter am liebsten gelesen!

Bisher gibt es also nichts an dem Roman auszusetzen. Eher im Gegenteil, ich bin völlig begeistert. Das, was mich jedoch wirklich gestört hat, war der Protagonist.

Aber erstmal zu den Charakteren im Allgemeinen: Zu den meisten Figuren hatte man beim Lesen direkt eine total tiefe Verbindung. Es gab Figuren, die ich aus ganzem Herzen geliebt habe und widerum Figuren, die ich aus tiefstem Herzen gehasst habe. Die Autorin schafft es, die unterschiedlichsten Emotionen in einem hervorzurufen und dafür liebe ich sie. Und dann gibt es den Protagonisten: Robert Swift. Es ist nicht so, dass ich ihn nicht mag, ich hatte einfach überhaupt keine Verbindung zu ihm, was an der Distanz lag, die man beim Lesen zu ihm hatte. Es hat mich beim Lesen ziemlich enttäuscht, weil es emotionale Szenen gab, diese aber dennoch sehr distanziert waren.

Insgesamt lässt sich also sagen, dass das Buch wirklich großartig war. Dennoch bin ich ein wenig enttäuscht, weil es meiner Meinung nach ein wenig zu distanziert war.

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