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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.11.2020

Ein zauberhaftes Buch über eine verbotene Liebe

Rowan & Ash
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In dem Buch geht es um Rowan, welcher die Prinzessin heiraten soll, um dadurch später selbst zum König zu werden. Allerdings ist Rowan in den Prinzen Ash verliebt, doch Homosexualität ist in ihrer Welt ...

In dem Buch geht es um Rowan, welcher die Prinzessin heiraten soll, um dadurch später selbst zum König zu werden. Allerdings ist Rowan in den Prinzen Ash verliebt, doch Homosexualität ist in ihrer Welt verboten.

Die Geschichte von Rowan und Ash hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte sehr gut nachvollziehen, warum Rowan seine Liebe zu Ash verleugnen wollte, denn die Liebe der beiden ist in der Welt der Beiden nicht erwünscht. Der Autor hat das Problem total gut beschrieben, sodass ich richtig mitgefühlt habe. Rowan und Ash waren zwei unglaublich sympathische Charaktere. Sie hatten ihre guten, aber auch schlechten Seiten. Beide haben manchmal etwas impulsiv gehandelt, aber genau das hat sie meiner Meinung nach so liebenswürdig gemacht. Diese Sympathie zu Rowan und Ash, hat mich nur noch mehr mitfühlen lassen, in was für einer Situation zu stecken und ich konnte jede Handlung nachvollziehen.

Doch nicht nur die Liebesgeschichte war unglaublich toll. Auch die Fantasy-Welt war sehr interessant gestaltet. Iriann, der Ort an dem die Geschichte spielt, konnte ich mir bildlich vorstellen und auch an die anderen Orte des Buches habe ich nur zu gern kennengelernt.
Ich finde es sehr angenehm, dass das Hauptaugenmerk nicht nur auf der Liebesgeschichte war, sondern zusätzlich noch um die Probleme und Krankheiten, die sich in der Fantasy-Welt abspielten. Das Ganze hat den Konflikt den Rowan hatte, nur noch ausgeprägter gestaltet.

Trotz dessen, dass das ganze sich in einer imaginären Welt abspielt, habe ich viele Parallelen zu unserer Gesellschaft ziehen können. Auch hier gibt es viele Vorurteile, mit denen homosexuelle Menschen leben müssen, obwohl doch jeder das Recht haben sollte, zu lieben, wen er will! Und ich denke, dass das Buch vielen Menschen, denen es vielleicht genauso geht wie Rowan und Ash, Hoffnung schenken kann.

Der einzige Kritikpunkt wäre für mich das Ende. Es ist für mich viel zu offen. Ich hätte zu gerne erfahren, wie die Geschichte weitergeht!


Fazit:

Ein wirklich spannendes Abenteuer mir unglaublich sympathischen Charakteren! Die queere Liebesgeschichte greift die Probleme unserer Gesellschaft auf und hat eine wichtige Botschaft: Jeder sollte lieben dürfen, wen er möchte.

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Veröffentlicht am 14.11.2020

Der letzte der O´Gradys

Redwood Love – Es beginnt mit einer Nacht
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Achtung! Enthält Spoiler!

Nachdem im ersten und zweiten Band Cade und Flynn ihre große Liebe gefunden haben, kommt im dritten Band Drake dran. Dieser hat seine Ehefrau Heather verloren und es fiel im ...

Achtung! Enthält Spoiler!

Nachdem im ersten und zweiten Band Cade und Flynn ihre große Liebe gefunden haben, kommt im dritten Band Drake dran. Dieser hat seine Ehefrau Heather verloren und es fiel im sehr schwer über ihren Tod hinweg zu kommen. Dabei geholfen hat ihm Zoe, eine Freundin von Drake und gleichzeitig auch die beste Freundin von Heather. Zoes Mutter hat Demenz, weshalb sich Zoe um sie kümmert und Drake hilft ihr oftmals dabei. Und so kommen die beiden sich näher.

Ich habe nach den ersten beiden Teilen keine spannende Geschichte erwartet, sondern eine Liebesgeschichte ohne große Konflikte oder Wenden. Vor allem nach dem zweiten Band, der mir ein wenig zu langatmig war, hatte ich Angst von dem Abschluss der Trilogie enttäuscht zu werden. Dies ist allerdings nicht der Fall gewesen.

Drake und Zoes Liebesgeschichte hatte meiner Meinung nach viel mehr Handlung als die vorherigen Teile. Zum einen sind da die Schuldgefühle, die die beiden gegenüber Heather hatten. Zum anderen hat Zoe Angst, Demenz zu bekommen und möchte Drake damit nicht belasten. Wie in dem zweiten Band gab es auch in diesem Teil ein ewiges Hin und Her der beiden und Zweifel daran, ob eine Liebe zwischen ihnen gut wäre. Allerdings konnte ich diese Zweifel in diesem Band nachvollziehen. Ich an ihrer Stelle hätte wahrscheinlich auch mit mir gehadert und mich gefragt, ob es die richtige Entscheidung wäre, eine Beziehung einzugehen. Die Geschichte war diesmal also meiner Meinung nach sehr authentisch und völlig verständlich.

Wie auch in den vorherigen Teilen war das Ende des Buches ziemlich vorhersehbar und abrupt, aber ich habe dieses Mal auch nichts anderes erwartet und mich am Ende sehr darüber gefreut, dass Drake und Zoe zusammen glücklich geworden sind!

Auch Redwood hat mich beim Lesen natürlich wieder total überzeugt. Es war schön, dass man alle Charaktere wiedergesehen hat und ihre Entwicklung beobachten konnte.


Fazit:

Ein gelungener Abschluss der Trilogie! Die Story hat mir sehr gut gefallen und ich freue mich darüber, dass auch der letzte der O´Grady Brüder sein Glück gefunden hat!

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Veröffentlicht am 26.09.2023

Ein wenig zu vorhersehbar

The Romeo & Juliet Society, Band 1: Rosenfluch (SPIEGEL-Bestseller-Autorin |Knisternde Romantasy | Limitierte Auflage mit Farbschnitt)
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The Romeo & Juliet Society hat mir ein paar sehr interessante Lesestunden geschenkt. Mir hat es sehr Spaß gemacht, das Buch zu lesen und vor allem, mich innerhalb einer Leserunde darüber auszutauschen. ...

The Romeo & Juliet Society hat mir ein paar sehr interessante Lesestunden geschenkt. Mir hat es sehr Spaß gemacht, das Buch zu lesen und vor allem, mich innerhalb einer Leserunde darüber auszutauschen. Deshalb erst mal zu den Dingen, die mir sehr gut an dem Buch gefallen haben:

Das Cover ist so wunderschön und hat mich direkt angesprochen. Und am liebsten würde ich mir die nächsten zwei Bände auch direkt kaufen. Einfach nur wegen der Cover. Denn die sehen sogar noch schöner aus, als die von diesem Band und das soll schon was heißen. Aber nicht nur das Cover, auch der Buchschnitt. Das Buch ist einfach rundum wunderschön. Auch der Titel gefällt mir total gut: Rosenfluch. So einfach und doch so passend, ich finde ihn wundervoll. Und auch die Handlung und die Idee des Buches. Als ich zum ersten Mal von dem Buch gehört habe und worum es darin geht, war ich direkt total begeistert. Ich wollte es unbedingt lesen. Und es hat mich nicht enttäuscht. Es war tatsächlich genau das, was ich erwartet hatte (was leider auch der Grund ist, warum ich das Buch nur mit drei Sternen bewertet habe, aber dazu gleich mehr). Es hat Spaß gemacht, das Buch zu lesen, die Handlung war interessant, die Charaktere waren mir alle super sympathisch. Vor allem Cut mag ich total gerne. Jeder Charakter ist auf seine eigene Art und Weise total liebenswert. Und die Welt, in die wir durch das Buch blicken dürfen, ist total schräg. Ich finde es toll, dass die Autorin auf solche Ideen kommt. Das Buch ist also wirklich interessant zu lesen. Aber das wars für mich leider auch schon. Für mich persönlich hat da aber etwas gefehlt und es hat mir nicht gereicht, dass ich zum Schluss sagen kann: "Das war ein großartiges Buch" oder "Das war ein Highlight". Auch, wenn das Buch sehr interessant war, konnte es mich aber nicht überraschen. Es war leider ziemlich vorhersehbar und hatte so ziemlich keine unerwartete Wendung. Und das hat mir gefehlt. Möglicherweise erwartet uns das in Band zwei und drei, jedoch bin ich leider nicht so gepackt, dass ich unbedingt weiterlesen möchte. Deshalb gebe ich leider nur die drei Sterne, auch, wenn das Buch dennoch sehr schön zu lesen war.

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Veröffentlicht am 31.10.2022

Ein düsteres Zirkusbuch über eine Außenseiterin, die ihren Platz im Leben findet

Zirkus der Wunder
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In dem Roman „Zirkus der Wunder“ von Elizabeth Macneal geht es um Nell, welche aufgrund ihrer vielen Muttermale immer eine Außenseiterin war. Jasper, der Besitzer eines Zirkus, entschließt sich sie kurzerhand ...

In dem Roman „Zirkus der Wunder“ von Elizabeth Macneal geht es um Nell, welche aufgrund ihrer vielen Muttermale immer eine Außenseiterin war. Jasper, der Besitzer eines Zirkus, entschließt sich sie kurzerhand von ihrem Vater abzukaufen, da er in ihr seine Chance sieht, den Zirkus berühmt zu machen. Doch im Zirkus verliebt sich Nell in Jaspers Bruder Toby und es läuft nicht alles nach Jaspers Vorstellungen.
Zuallererst möchte ich ansprechen, wie wunderschön ich das Cover finde. Die Motive auf dem Cover erzählen die Geschichte es Romans und das Design finde ich wirklich sehr schön!
Die Handlung des Buches hat mich mit gespaltenen Gefühlen zurückgelassen. Auf der einen Seite fand ich das Buch sehr spannend, da ich von Anfang an ein ungutes Gefühl hatte und schon spekuliert habe, was wohl passieren wird. Auf der anderen Seite hatte dieses Buch aber eine ganz düstere und unangenehme Atmosphäre, die mir nicht ganz so gut gefallen hat. Ich habe mich nach dem Lesen eher unwohl gefühlt, weil mir die gesamte Stimmung des Buches irgendwie zu bedrückend war. Das hat mich ein bisschen enttäuscht, weil ich mir von einem Zirkusbuch etwas anderes vorgestellt habe. Vor allem aus dem Grund, dass der Klappentext das Buch als eine „märchenhafte Geschichte“ beschreibt, was bei mir andere Erwartungen ausgelöst hat. Andererseits passt diese Atmosphäre aber wahrscheinlich besser zu der Handlung, wenn man bedenkt, was für ein Leben Nell und die anderen Zirkusmitglieder führen müssen, wie auf sie als Schauobjekte herabgesehen wird und wie mit ihnen umgegangen wird.
Das Ende wiederum konnte mich dagegen total überzeugen. Die Stimmung bleibt zwar eher bedrückend und auch das Ende hat mich nicht komplett glücklich zurückgelassen, aber dennoch war das Ende für mich überhaupt nicht vorherzusehen und deshalb sehr spannend.
Die Charaktere konnten mich allerdings nicht wirklich überzeugen. Die drei Hauptcharaktere wurden mir relativ schnell alle drei unsympathisch und das hat sich auch im Verlauf des Buches nicht geändert. Für mich war es teilweise sehr schwer, mich in die Charaktere zu versetzen und viele ihrer Handlungen konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen. Bei dem ein oder anderen Charakter war ich sogar regelrecht angeekelt von seinen Handlungen und Gedankengängen.
Insgesamt konnte mich das Buch also nicht vollkommen überzeugen. Dennoch war es sehr spannend und ich denke, dass es viele Menschen gibt, die meinen Kritikpunkt überhaupt nicht stören würde. Falls ihr also nach einem spannenden und düsteren Buch sucht, ist „Zirkus der Wunder“ genau das richtige Buch für euch!

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Veröffentlicht am 19.07.2022

Erfordert viel Aufmerksamkeit

Dämmerstunde
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Der Roman „Dämmerstunde“ von Hwang Sok-Yong erzählt aus den Perspektiven zweier Menschen, die in Südkorea leben. Zum einen begleiten wir Bak Minu, der in einem Armutsviertel aufgewachsen ist, sich aber ...

Der Roman „Dämmerstunde“ von Hwang Sok-Yong erzählt aus den Perspektiven zweier Menschen, die in Südkorea leben. Zum einen begleiten wir Bak Minu, der in einem Armutsviertel aufgewachsen ist, sich aber erfolgreich hochgearbeitet hat, durch sein Leben. Zum anderen geht es um Uhi, die sich ihren Traum erfüllen will, Theaterregisseurin zu werden.
Mir ist es wirklich sehr, sehr schwergefallen, dieses Buch zu lesen.
Die Kapitel handeln abwechselnd von Minu und Uhi, was mich anfangs schon ein wenig verwirrt hat. Aber hinzu kommt noch, dass es ständig Zeitsprünge gibt, denen ich nicht immer folgen konnte. Außerdem gibt es Personen mit demselben oder ähnlichen Namen, was mich schlussendlich voll aus dem Konzept gebracht hat. Ich war eigentlich durchgehend verwirrt und habe versucht zu verstehen, was eigentlich gerade passiert. Das Buch benötigt wirklich vollste Konzentration. Hätte ich das Buch nicht in einer Leserunde gelesen, bei der mir die anderen Teilnehmer geholfen haben, zu verstehen, was da eigentlich passiert, hätte ich das Buch vermutlich abbrechen müssen. Ich habe zwischendurch schon bereut, dass ich mir keine Notizen gemacht habe, um dem Buch besser folgen zu können! Dadurch, dass ich es als wirklich ansprechend empfand, das Buch zu lesen, hat sich das Lesen auch ziemlich gezogen, obwohl es an sich nur 200 Seiten hat.
Auch die Handlung konnte mich nicht ganz überzeugen. Es geht um Personen, die es wirklich sehr schwer in ihrem Leben haben und viele schreckliche Dinge erlebt haben. Das Buch ist sehr melancholisch und tiefgründig und zeigt die gesellschaftlichen Missstände, die es in Südkorea gibt. Doch trotz dieser schweren Thematik konnte mich das Buch emotional überhaupt nicht erreichen. Es ist mir persönlich einfach zu nüchtern erzählt worden und hat mich aufgrund dessen nicht packen können.
Trotzdem beinhaltet das Buch wichtige Themen über gesellschaftliche Probleme, weshalb das Buch auf keinen Fall schlecht ist! Im Gegenteil: Für mich scheint es eher so, als berichtet das Buch sehr realitätsnah! Trotzdem hat es mir nicht viel Freude bereitet, das Buch zu lesen. Es ist sehr anspruchsvoll und deshalb vermutlich nicht für jeden was.

Fazit:
Mir fällt die Bewertung des Buches wirklich sehr schwer. Einerseits mochte ich es nicht sonderlich, das Buch zu lesen, andererseits finde ich die Idee des Buches jedoch sehr gut! Deshalb habe ich mich entschieden, dem Roman 3 Sterne zu geben!

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