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Veröffentlicht am 09.03.2021

Klasse Auftakt zu einer spannenden Reihe

Tannenstein
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Der Grat, auf dem man sich bewegte, war schmal und rutschig. Ein falscher Tritt, die Unachtsamkeit eines Augenblicks, und manchmal, ja manchmal führte dann kein Weg mehr zurück.
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Der Wanderer tötet scheinbar ...

Der Grat, auf dem man sich bewegte, war schmal und rutschig. Ein falscher Tritt, die Unachtsamkeit eines Augenblicks, und manchmal, ja manchmal führte dann kein Weg mehr zurück.
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Der Wanderer tötet scheinbar grundlos elf Menschen in Tannenstein und es folgen weitere. Bis er den Fehler macht und Alexander Borns Freundin und Partnerin Lydia tötet. Und Born will Rache. Als Ex-Polizist hat er viele Kontakte und seine Spur führt in schnell zur Russenmafia, die vor nichts zurückschreckt.
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Ich gebe zu, anfangs war ich verwirrt. Viele Namen und verschiedene Handlungsstränge haben meine volle Aufmerksamkeit verlangt. Doch schnell war ich in der Story drin und Born hat mir als Protagonist super gefallen. Ein typischer Ex-Polizist, der vor nichts zurückschreckt. Auch seine „Partnerin“ Norah war mir sehr sympathisch und die Ermittlungen der beiden war echt super.
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Ich habe vorm Lesen ein wenig Angst gehabt, dass mir die Thematik mit der Russenmafia nicht so ganz zusagt, das war aber definitiv nicht der Fall - im Gegenteil! Ich fands super spannend und die Machenschaften um Koslow und seiner Truppe, aber auch die Hintergründe des Wanderers haben mich echt interessiert und ich wollte unbedingt wissen, wie nun alles zusammenhängt.
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Ein super Auftakt, dessen Spannungsbogen mich nach anfänglichen Schwierigkeiten komplett gepackt hat und dessen Ende mich nur so nach Teil 2 lechzen lässt. Ich vergebe 4,5 Sterne und bin gespannt, wie es weitergeht.

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Veröffentlicht am 11.02.2021

Was ein mega Auftakt!

Schlüssel 17 (Tom-Babylon-Serie 1)
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Manchmal glaubst du, die Vergangenheit hinter dir gelassen zu haben. Bis du merkst, dass sie dich wieder eingeholt hat.
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In der Kuppel des Berliner Doms hängt eine grausam zugerichtete Leiche mit schwarzen ...

Manchmal glaubst du, die Vergangenheit hinter dir gelassen zu haben. Bis du merkst, dass sie dich wieder eingeholt hat.
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In der Kuppel des Berliner Doms hängt eine grausam zugerichtete Leiche mit schwarzen Flügeln. Schnell stellt sich heraus, dass es die berühmte Dompfarrerin Brigitte Riss ist. Um den Hals trägt sie einen Schlüssel mit einer eingeritzten Zahl 17. Tom Babylon vom LKA ist sprachlos. Denn genau mit diesem Schlüssel ist vor vielen Jahren seine kleine Schwester verschwunden. Schnell stellst sich heraus, dass Toms Vergangenheit damit zutun hat und eine perfide Mörderjagd beginnt.
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Super spannend und grausam steigt man in das Buch ein und so geht es auch durchweg weiter. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und musste mich wirklich zurückhalten, nicht doch schon in den nächsten Abschnitt reinzulesen. Raabe schafft es, dass man in alle Richtungen Vermutungen anstellt, spekuliert und sich immer wieder fragt, wer denn nun tatsächlich dahintersteckt und was es mit dem mysteriösen Schlüssel und Toms Schwester auf sich hat. Einige Kapitel spielen in der Vergangenheit, was jedoch nur noch mehr Fragen aufwirft (nicht im negativen Sinn).
Die Charaktere Tom Babylon und die Psychologin Sita Johanns haben mir sehr gut gefallen, ein super Team, jeder mit seinen eigenen dreckigen Geheimnissen. So muss das sein.
Das Ende war mir in einigen Punkten leider ein kleines bisschen zu offen, das habe ich mir runder erhofft.
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Wenn ihr ein Buch sucht, wo man wirklich bis zum Schluss im Dunklen tappt, seid ihr hier genau richtig! Von mir gibt es 4,5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 11.01.2021

Ein mega Auftakt zur Reihe

Erbarmen
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„Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag, Merete. Du bist jetzt hier seit 126 Tagen und das ist unser Geburtstagsgeschenk.“
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Im März 2002 verschwindet Merete Lynggaard spurlos auf einer Fähre. Die ...

„Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag, Merete. Du bist jetzt hier seit 126 Tagen und das ist unser Geburtstagsgeschenk.“
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Im März 2002 verschwindet Merete Lynggaard spurlos auf einer Fähre. Die Ermittler vermuten, dass sie tot ist. 5 Jahre später wird Carl Mørck als Ermittler für das Sonderdezernat Q eingesetzt und rollt den alten Fall neu auf. Was ist damals passiert und ist Merete wirklich tot? Wenn ja, wieso musste sie sterben? Ein spannender Fall beginnt.
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Anfangs habe ich mich etwas gegen die Reihe gesträubt, da skandinavische Thriller und ich bisher nicht so wirklich auf einer Wellenlänge waren. Hier ist das aber zum Glück anders und ich kam nach anfänglichen Schwierigkeiten mit den Namen, echt gut in die Story rein. Wie kann es auch anders sein? Die Charaktere sind super interessant und Adler-Olsen schafft es, viele Wendungen reinzubringen, dass man richtig mitfiebert und miträt, wer es denn nun sein könnte. Wie auch beim Protagonisten selbst, fragt man sich anfangs, wo die Reise denn nun hingeht und ob der Fall wirklich so spannend ist. Und umso mehr das Sonderdezernat Q ermittelt, umso spannender wird es.
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Anders als bei anderen Thrillern, gibt es hier wenig Blut und kein Mord, dennoch ist durchweg eine gewisse Grundspannung gegeben, was mir sehr gut gefallen hat, das Buch ist ein richtiger Pageturner. Abwechselnd wird aus der Sicht von Merete und Carl erzählt und man kommt dem großen Warum immer näher. Auch Carls Assistent Assad ist genial, ich musste echt oft schmunzeln. Ich hoffe, er ist auch in Teil 2 dabei.
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Für mich ein super Auftakt zur Reihe und ich freue mich sehr auf den nächsten Teil im Februar. Ich vergebe 4,5 Sterne und spreche eine klare Leseempfehlung an alle aus, die die Reihe noch nicht kennen.

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Veröffentlicht am 03.01.2021

Super spannender Thriller

Dunkle Vergangenheit
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Wie weit würdest du gehen, um dein Kind zu retten?
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Kim Jansen ist eine erfolgreiche TV-Journalistin, glücklich vergeben und Mutter der 8-jährigen Lilly. Als Kim einen Anruf erhält, der eine mega Story ...

Wie weit würdest du gehen, um dein Kind zu retten?
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Kim Jansen ist eine erfolgreiche TV-Journalistin, glücklich vergeben und Mutter der 8-jährigen Lilly. Als Kim einen Anruf erhält, der eine mega Story verspricht, lässt sie ihre Tochter kurz alleine und Lilly wird entführt. Statt Lösegeld fordert der Entführer, dass Kim gesteht, was sie vor neun Jahren getan hat. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn die Wahrheit darf niemals ans Licht kommen.
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Ich habe den Thriller „Dunkle Vergangenheit“ von Patricia Walter gemeinsam mit der lieben Nadine gelesen und wir hatten auf jeden Fall sehr spannende Lesestunden. Schon im Prolog erkennt man, dass Kim eine unerschrockene und ehrgeizige Enthüllungsjournalistin ist, die vor nichts zurückschreckt. Und das zeigt sich durchweg in dem Thriller.
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Die Geschichte ist aus der Sicht von Kim erzählt und beinhaltet immer mal wieder kleine Rückblenden, die auf das dunkle Geheimnis Kims verweisen. Trotzdem tappt man bis zum Schluss im Dunklen. Die Autorin beendet die kurzen Kapitel oft mit Cliffhanger und die Story verliert so kaum an Spannung. Man fiebert richtig mit, wobei Kim mir nicht immer so sympathisch war. Sie wirkt sehr zielstrebig, oft ohne Rücksicht auf Verluste und so ganz konnte ich ihre Gedankengänge nicht immer verstehen und sie war nicht gerade eine Protagonistin, mit der man sich identifizieren kann. Das ist aber auch der einzige kleine Kritikpunkt.
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Mir ist es bei Thrillern jedoch wichtiger, wenn ich bis zum Ende rätseln muss, wer der Täter ist und wenn Gut und Böse zwischen den kurzen Kapitel miteinander verschwimmt. Tatsächlich habe ich jeden mal kurz verdächtigt und lag am Ende sowas von falsch. Super gemacht!
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Ein sehr spannender Thriller, den ich auf jeden Fall allen empfehlen kann, die gerne rätseln und auf spannende Verfolgungen stehen. Ich vergebe 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 30.11.2020

Ein absolut lesenswertes Buch

GOTT
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Wem gehört unser Leben?
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Richard Gärtner, 78, ein körperlich und geistig gesunder Mann, will seit dem Tod seiner Frau nicht mehr weiterleben. Er verlangt nach einem Medikament, das ihn tötet. Mediziner, ...

Wem gehört unser Leben?
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Richard Gärtner, 78, ein körperlich und geistig gesunder Mann, will seit dem Tod seiner Frau nicht mehr weiterleben. Er verlangt nach einem Medikament, das ihn tötet. Mediziner, Juristen, Pfarrer, Ethiker, Politiker und Teile der Gesellschaft zweifeln, ob Ärzte ihm bei seinem Suizid helfen dürfen. Die Ethikkommission diskutiert den Fall.
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In unserer Bücherselbsthilfegruppe haben wir uns den nächsten Schirach vorgenommen, „Gott“. Das Thema ist sehr brisant, spaltet die Meinungen der Gesellschaft und dazu ist es auch noch brandaktuell. Bereits in der Oberstufe habe ich mich mit dem Thema im Reliunterricht intensiv beschäftigt und schon damals gab es für mich kein schwarz und weiß. Das hat sich auch jetzt nicht geändert.
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Durch das als Theaterstück geschriebene Buch, wird der Sachverhalt sehr klar und nüchtern vorgetragen. Die anschließende Diskussion mit der Vorsitzenden des Ethikrats, einem Bischof, einer Vertreterin der Justiz, Ärzte und dem Betroffenen selbst regt stark zum Nachdenken an und es ist sehr interessant, alle Seiten zu beleuchten. Die Argumentation für und gegen die aktive Sterbehilfe werden so grandios dargelegt, dass man sich irgendwann selbst nicht mehr klar positionieren kann oder möchte, auch wenn mich einige Argumente echt zur Weißglut gebracht haben.
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Schirach schafft es, dass man nicht nur das Gesetz und die moralische Einstellung bei einem Fall sieht, sondern sich auch über andere Eventualitäten Gedanken macht und vergisst dabei wirklich keinen Aspekt.
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Ein grandioses Theaterstück, was jeder lesen sollte, der sich gerne mit gesellschaftskritischen Themen auseinandersetzt und der sein Weltbild eventuell etwas ins Wanken bringen möchte. Alleine der Anhang war für mich etwas überflüssig, da es eigentlich die einzelnen Standpunkte nur nochmal sachlich als Essay dargelegt hat.

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