Cover-Bild Korrosion
11,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Emons Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Kriminalromane und Mystery
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 13.02.2017
  • ISBN: 9783740800406
Peter Beck

Korrosion

Eine vereinsamte alte Frau wird an Weihnachten erschlagen. Sie hinterlässt nicht nur ein Millionenerbe, sondern auch eine bittere Anklage: Eines ihrer Kinder soll für den Tod ihres Mannes verantwortlich sein. Tom Winter, wortkarger Sicherheitschef ihrer Bank, reist um die halbe Welt, um die drei Nachkommen aufzustöbern – und gerät in ein verstörendes Geflecht aus Missbrauch, Ausbeutung und Rache.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.06.2017

Korrosion

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Kurz nach Weihnachten wird die Leiche einer alten , vereinsamten Frau gefunden. Die Frau wurde in ihrer Wohnung erschlagen und zudem wurde ihr eine Nadel durch ein Auge gestochen. Es scheint eine brutale ...

Kurz nach Weihnachten wird die Leiche einer alten , vereinsamten Frau gefunden. Die Frau wurde in ihrer Wohnung erschlagen und zudem wurde ihr eine Nadel durch ein Auge gestochen. Es scheint eine brutale und sehr persönliche Tat gewesen zu sein.

Tom Winter arbeitet mittlerweile als Sicherheitschef der Bank , wo sich die millionenschweren Konten der alten Frau befinden. Winter möchte den Fall als ehemaliger Polizist lösen und verlässt sich nicht nur auf die Schweizer Polizei.

Um die Wahrheit zu finden und den letzten Wunsch der Toten - das Testament erst zu verlesen, sobald der Mörder ihres Mannes gefunden ist, sie vermutet den Mörder unter ihren Kindern - zu respektieren, reist Winter einmal fast um die Welt. Doch so einfach wie er sich das vorstellte, wird es nicht, denn schnell steckt Winter in den ersten ernsten Problemen.



Für mich persönlich ist dieses der erste Thriller von Peter Beck , und doch war ich bereits auf den ersten Seiten schon mitten im Geschehen.

Die Figuren der Handlung sind sehr bildlich und real beschrieben, so dass ich als Leser schnell die Personen sowie die Handlungsorte vor Augen hatte.

Gerade die Hauptperson Tom Winter finde ich persönlich sehr sympathisch und ansprechend dargestellt, schnell konnte ich zu ihm eine freundschaftliche Bindung aufbauen und hatte das Gefühl , ihn während seiner Reisen und Recherchen zu begleiten. Als Hauptakteur ist Winter nicht unbedingt perfekt, er hat seine Macken und Kanten allerdings gibt es auch Züge an ihm, die mir als Leser sehr gut gefielen.

Hervorzuheben ist auch, dass die Geschichte in mehreren Zeitebenen handelt. Doch gerade diese Taktik hat meine Neugierde auf die weiteren Geschehnisse immer mehr gesteigert, so dass ich das Lesen nur sehr ungerne unterbrochen habe. Durch diese Methode und viele Action - Situationen blieb der Thriller temporeich, spannend und sehr fesselnd.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, mal ist er ernst, dann wieder locker und fröhlich, immer sehr angenehm zu lesen. Durch die verhältnismässig kurzen Kapitel bekommt die ganze Geschichte sehr schnell Tempo und die Spannungskurve wird immer wieder empor gehoben , nur um sie kurz abflachen zu lassen und dann schnell wieder zu steigern.

Die Geschichte um den Mord der alten Dame , den Tod des Ehemanns und Tijos Flucht sind aus meiner Sicht sehr realistisch, die Erzählungen zogen mich als Leser schnell in ihren Bann und auch die Reisen nach Portugal, Deutschland, England , Sudan , Marokko, Spanien,...haben mich schnell den Alltag um mich herum vergessen lassen.

Leser , die auf der Suche nach einem realistischen, gut recherchierten Thriller sind, dem es an Tempo, sympathischen Ermittlern und Action nicht mangelt, der ist mit diesem Buch auf jeden Fall bestens versorgt.

Veröffentlicht am 26.03.2017

Eine Familie mit dunkler Vergangenheit

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Der junge Sudanese Obado flüchtet aus seinem Heimatland nach Europa, wo er letztendlich in der Schweiz strandet. Bei einer Reinigungsfirma erhält er einen Job, indem er Treppenhäuser reinigt. Über seine ...

Der junge Sudanese Obado flüchtet aus seinem Heimatland nach Europa, wo er letztendlich in der Schweiz strandet. Bei einer Reinigungsfirma erhält er einen Job, indem er Treppenhäuser reinigt. Über seine Arbeit lernt er die Witwe Bernadette Berger kennen, die in einem Mietshaus wohnt. Eines Tages findet man Frau Berger tot in ihrer Wohnung. Ihre Wohnungseinrichtung schließt nicht darauf zurück, dass sie sehr vermögend gewesen ist. Tom Winter, der als Sicherheitschef bei einer Schweizer Bank arbeitet, befasst sich mit dem Tod von Frau Berger, denn sie ist Mandantin dieser Bank gewesen. Es stellt sich heraus, dass Frau Berger mehrere Millionen und drei Kinder – zwei Töchter und einen Sohn - hinterlassen hat. Bei Recherchen stellt sich des Weiteren heraus, dass der verstorbene Ehemann Berger als Bäcker auf eine brutale Art ums Leben gekommen ist. Bis heute weiß man nicht, wer der Mörder von Herrn Berger ist. Somit muss Tom Winter zwei Mordfälle klären, in dessen Zusammenhang auch die Kinder des Ehepaares Berger stehen.
Peter Beck schrieb mit Korrosion sein zweites Buch mit der Figur Tom Winter. Die Figur Tom Winter geht analytisch an seine Aufgaben heran, denn in der Vergangenheit arbeitete Tom Winter bei der Schweizer Polizei. Erst wenn Winter Unklarheiten geregelt hat, können Geld- und Sachleistungen an die Nachkommen weitervererbt werden. In dem Fall Berger geht es ums Geld, eine Pharmafirma und zwei tote Personen – Herr und Frau Berger – wobei Herr Berger zu einem Zeitpunkt starb, als Helene, Brigitte und Rolf Berger noch Kinder waren. Eine Nebenrolle spielt Brigittes Tochter Kerstin, wobei Brigitte Berger bisher in der Firma der Familie eine Hauptrolle spielte, aber seit ihrer Krebserkrankung ihre Tochter Kerstin die führende Rolle übernommen hat. Die Berger-Kinder unterstellen bis heute dem Vater sexuellen Missbrauch, wobei es an Beweisen fehlt. Diesen Anschuldigungen muss Tom Winter nachgehen, und lernt somit die Familie Berger genauer kennen. In der Geschichte wird eine weitere Figur als Nebendarsteller: Tijo, ein Flüchtling aus Afrika. Seine Fluchtgeschichte wird erzählt. Letztendlich fügen sie die Fäden der Handlungen und Figuren zusammen.
Peter Beck konstruierte eine andere Figur als andere Thriller-Autoren und –autorinnen. Hier ermittelt ein Sicherheitschef, der mir sehr sympathisch erscheint. Denn er bringt seine Erfahrungen von der Polizei mit, was man allerdings anhand der Ermittlungsprozesse erkennt. Die Geschichte an sich hat ein nachvollziehbares und schlüssiges Ende, was man beim Lesen der letzten Seiten gut erkennen kann. Die Spannung wird bis zum Schluss aufrechterhalten. Die Schweiz als Land kommt nicht zu kurz, denn die Winterlandschaft und manche bekannten Städte und Orte bekommen ihren Mittelpunkt in den bildhaften Landschaftsbeschreibungen.
Gerne würde ich weitere Fälle mit der Figur Tom Winter und seinem Team – vor allem mit Leonie – lesen wollen.

Veröffentlicht am 25.03.2017

Tom Winter ermittelt wieder

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Dies ist der zweite Teil um Tom Winter. Er ist Sicherheitschef einer Bank und hat früher bei der Polizei gearbeitet und nutzt diese Kontakte auch noch für so manche Ermittlung. Der Schreibstil ist flüssig ...

Dies ist der zweite Teil um Tom Winter. Er ist Sicherheitschef einer Bank und hat früher bei der Polizei gearbeitet und nutzt diese Kontakte auch noch für so manche Ermittlung. Der Schreibstil ist flüssig und spannend von Beginn an. Es wird in zwei Perspektiven erzählt und diese beiden Erzählstränge kommen am Schluss zu einer gelungenen Auflösung. Der Spannungsbogen hält sich durch das gesamte Buch und es wird nie langweilig. Es gibt ausreichend überraschende Wendungen und einen Schluss mit dem ich so auf keinen Fall gerechnet habe.

Zum Cover muss ich unbedingt auch noch etwas schreiben: Es ist einfach klasse, fühlt sich im ersten Moment sehr komisch an, aber ich musste beim Lesen doch immer wieder über die hervorgehobenen Buchstaben streichen. Es ist sehr schlicht, aber durch die hervorgehobenen Buchstaben einfach toll.

Von mir eine absolute Leseempfehlung für diesen Thriller.

Veröffentlicht am 18.03.2017

Qualvoller Schmerz – Der 2. Fall für Sicherheitschef Tom Winter

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Die in fast ärmlichen Verhältnissen lebende Bernadette Berger wird brutal erschlagen in ihrer Wohnung aufgefunden. Schon lange pflegte sie keinen regelmäßigen Kontakt mehr zu ihren drei Kindern und lebte ...

Die in fast ärmlichen Verhältnissen lebende Bernadette Berger wird brutal erschlagen in ihrer Wohnung aufgefunden. Schon lange pflegte sie keinen regelmäßigen Kontakt mehr zu ihren drei Kindern und lebte sehr einsam und zurückgezogen.

Die Polizei schließt eilige Schlüsse und verdächtigt einen Sudanesen, der sich auf der Flucht befindet.

Tom Winter, Sicherheitschef einer kleinen, schweizer Privatbank, soll Bernadettes Kinder aufspüren, denn die alte Dame hinterlässt ein millionenschweres Erbe. Allerdings ist die Testamentseröffnung an eine Bedingung geknüpft. Bernadettes zweiter Ehemann, ein Bäcker, soll von einem der Kinder ermordet worden sein. Nur wenn das längst verjährte Verbrechen aufgeklärt ist, darf das Testament vollstreckt werden.

Tom Winters Nachforschungen, im Auftrag der Bank, führen ihn um die halbe Welt. Noch ahnt er nicht, dass er dabei auf Verbrechen stößt, die von schrecklichen Misshandlungen zeugen. Winter gerät in einen gefährlichen Strudel, der ihn sein eigenes Leben kosten könnte.

Der Autor:

Peter Beck studierte Psychologie, Wirtschaft und Philosophie, promovierte in Psychologie und machte einen MBA in Manchester. Er trägt im Judo den schwarzen Gürtel, war in der Geschäftsleitung eines Großunternehmens und in mehreren Aufsichtsräten. Heute leitet er seine eigene Firma und ist Thrillerautor. (Quelle: emons Verlag)

Reflektionen:

Bereits im vergangenen Jahr hat mich Autor Peter Beck mit seinem Debüt-Thriller Söldner des Geldes begeistert. Ich war mir sicher, dass er mich mit seinem neuen Thriller Korrosion erneut spannend, anspruchsvoll und actiongeladen unterhalten würde. Meine Erwartungen hat Peter Beck jedoch bei weitem noch einmal übertroffen und so kann ich diesen Thriller nur jedem sehr ans Herz legen.

Dieser Thriller beginnt mit einem fatalen Lawinenunglück, das Tom Winter, Sicherheitschef einer schweizer Privatbank nur knapp überlebt. Seine Verletzungen sind glimpflich, doch innerhalb dieser Handlung kämpft er dauerhaft tapfer gegen eine sehr schmerzhafte Handfraktur und wird immer wieder in die Erinnerung getrieben, von einer Lawine verschüttet worden zu sein. Diese Umstände unterstreichen die Authentizität der Figur Tom Winter, der tatsächlich unfassbar cool, sympathisch und attraktiv sowie redegewandt und kompetent ist.

Die Geschichte um die in Einsamkeit gelebte Bernadette Berger löst zunächst eine bedrückende Stimmung aus. Und als ein sudanesischer Flüchtling des Verbrechens an ihr beschuldigt wird, löst das auch gemischte Gefühle bezüglich des allgemeinen Schubladendenkens über Flüchtlinge in mir aus, obwohl Peter Beck dies thematisch nicht dramatisiert.

Peter Beck erzählt seinen Thriller in zwei Perspektiven. Zum einen jagt man als Leser mit Tom Winter durch die Welt, um Nachforschungen über Bernadettes Kinder zu betreiben und eine zweite Perspektive begleitet Tijo, dessen Frau und Kinder nicht mehr am Leben sind, der sein Dorf in den südsudanesischen Nuba Bergen verlässt und Europa als einziges Ziel vor Augen hat. Dieser Erzählstrang ist in Kapiteln deutlich kürzer, aber er berührt, bleibt sehr geheimnisvoll und spannend bis zu Letzt, sodass nicht klar ist, warum die Geschichte dieser gefährlichen und dramatischen Flucht
vom Sudan aus über Libyen, Tunesien, Marokko, über die Enklaven Ceuta und Melilla nach Spanien und bis in die Schweiz, überhaupt erzählt wird.

Winters Nachforschungen sind gefährlich und hoch spannend erzählt. Sie führen ihn nach Deutschland, Großbritannien und bis auf die Azoren.Mehrere Verbrechen begleiten die actiongeladene und facettenreiche Story und immer wieder kommt es für Winter zu brenzligen Situationen, die er zu meistern hat. Seine Recherchen konfrontieren ihn mit einer Familiengeschichte, die von einem erschütternden Missbrauch geprägt ist, aber auch das Organisierte Verbrechen macht vor Winter nicht Halt und plötzlich findet er sich bei seinen Ermittlungen im Drogenmilieu wieder.

Peter Beck hat die Figuren mit ausdrucksstarken und interessanten Charakteren ausgestattet. Einige Protagonisten sorgen für Überraschungen. Er verwebt diese intelligent in der Geschichte und kreiert dadurch geschickte Wendungen, die die Interessen der drei in ihren Charakteren völlig unterschiedlichen Geschwistern hervorhebt. Rache und Gier spielen eine Rolle und erst sehr spät erkennt der Leser, wer hier wem übel und bösartig mitspielt.

Peter Becks Schreibstil ist anspruchsvoll und dennoch angenehm flüssig. Allein der Schreibstil und der Ausdruck sorgen für ein rasantes Vorankommen in der Geschichte und sie lassen den Leser bereits auf den ersten Seiten in diesem sehr gut geschriebenen Thriller ankommen, den man nicht mehr aus der Hand legen möchte.

Hoffentlich kann ich genug Geduld aufbringen, bis Peter Beck seine Leser mit einem dritten Fall für Tom Winter beschenkt.

Fazit und Bewertung:

Korrosion ist ein sehr rasanter und hoch spannender Thriller, der mit einer vielschichtigen Handlung jeden Thriller-Liebhaber begeistern wird. Rache und Gier spielen eine Rolle und erst sehr spät erkennt der Leser, wer hier wem übel und bösartig mitspielt.

Ausdrückliche Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 13.03.2017

Korrosion

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Als eine der ältesten Kundinnen einer Schweizer Privatbank ermordet wird stellt sich heraus, dass die Nachlassreglung erst dann erfolgen kann, wenn feststeht welches ihrer Kinder den Tod ihres Ehemannes ...

Als eine der ältesten Kundinnen einer Schweizer Privatbank ermordet wird stellt sich heraus, dass die Nachlassreglung erst dann erfolgen kann, wenn feststeht welches ihrer Kinder den Tod ihres Ehemannes zu verantworten hat. Um das zu klären, muss der Sicherheitschef der Bank auf die Azoren, nach England und Deutschland reisen um ihre drei Kinder ausfindig zu machen, die die Heimat schon in frühester Jugend verlassen haben. Da alle drei seitdem so gut wie keinen Kontakt mehr zur Mutter hatten, gestalten sich die Nachforschungen entsprechend schwierig und Tom Winter gelingt es nicht genügend Fakten zusammenzutragen um das Rätsel lösen zu können. Erst als er auf Tijo, einen jungen Sudanesen stößt, der die alte Dame gekannt hat und seitdem unter Verdacht steht sie erschlagen zu haben, kommt Bewegung in die Sache. Tom, der an Tijos Unschuld glaubt, sucht, in der Hoffnung damit auch den Vatermord aufklären zu können, verzweifelt nach ihrem Mörder und handelt mit Tijo einen Deal aus. Der Plan scheint aufzugehen und Tom glaubt den Fall bald abschließen zu können. Ein fataler Irrtum, der Winter bis an seine äußersten Grenzen bringt.

Fazit
Überaus spannend und temporeich, mit einem sympathischen Protagonisten, von dem man hofft dass er noch weitere Fälle zu lösen bekommt.