Cover-Bild Fahrenheit 451
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25,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Diogenes
  • Themenbereich: Belletristik - Dystopische und utopische Literatur
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Science Fiction
  • Seitenzahl: 272
  • Ersterscheinung: 22.07.2020
  • ISBN: 9783257071405
Ray Bradbury

Fahrenheit 451

Peter Torberg (Übersetzer)

Es ist eine Horrorversion des digitalen Zeitalters, die Bradbury vorausgesehen hat: Lesen ist geächtet, Wissen nicht erwünscht, auf Buchbesitz steht Strafe, und die Menschen werden mit Entertainment und Dauerberieselung kleingehalten. Der ›Feuermann‹ Guy Montag, der an den staatlich angeordneten Bücherverbrennungen beteiligt ist, beginnt sich nach einem traumatischen Einsatz zu widersetzen und riskiert dabei sein Leben.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.05.2021

Dieser Klassiker ist ein absolutes MUST-READ!

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Beschreibung

Guy Montag ist Feuermann. Anstatt Brände zu löschen, ist die Feuerwache dafür zuständig, Brände zu legen und bei ihren Einsätzen jeden Buchbesitzer vor dem gefährlichen Medium des Wissens ...

Beschreibung

Guy Montag ist Feuermann. Anstatt Brände zu löschen, ist die Feuerwache dafür zuständig, Brände zu legen und bei ihren Einsätzen jeden Buchbesitzer vor dem gefährlichen Medium des Wissens zu befreien. Die Menschen werden durch seichtes Entertainment und stetige Berieselung unter Kontrolle gehalten. Doch als Guy mit einer neuen Nachbarin, einem siebzehnjährigen Mädchen, das verrückt zu sein scheint ins Gespräch kommt, und selbst beginnt in den streng verbotenen Büchern zu lesen, beginnt er sich dem Regime zu widersetzen.

Meine Meinung

Der zeitlose Klassiker »Fahrenheit 451« von Ray Bradbury existiert in zahlreichen Übersetzungen und Ausgaben. Wäre der Autor nicht 2012 verstorben würde er am 22. August 2020 seinen 100. Geburtstag feiern – zu diesem Jubiläum ist die dystopische Zukunftsvision Bradburys in einer Neuübersetzung von Peter Torberg im Diogenes Verlag erschienen.

In dem zuerst 1953 veröffentlichten dystopischen Science-Fiction-Roman zeichnet Ray Bradbury eine schauderhafte Zukunftsvision, die auch heute nichts an Aktualität eingebüßt hat. Besonders für Buchliebhaber*innen ist es ein Grauen, sich die Vorgänge in »Fahrenheit 451« zu vergegenwärtigen, denn hier ist Lesen und der Besitz von Büchern strengstens verboten. Wird bekannt, dass jemand doch noch Literatur besitzt, rückt Guy Montag mit seinen Feuermann-Kollegen aus und setzt die Buchseiten in Brand, die sich dem Titel zu Folge bei 451 Grad Fahrenheit (ca. 233 Grad Celsius) entzünden.

Die Geschichte ist zwar recht einfach gehalten, doch Bradbury trifft mit seinen Worten und subtiler Spannung gezielt in das Mark der Menschen und der Gesellschaft und gibt mit seinem Buch den Anstoß, sich selbst zu hinterfragen und nachzudenken. Lassen wir uns genau wie seine Charaktere von der nichtssagenden Unterhaltung die uns das Fernsehen, Radio und Internet liefert berieseln und setzten uns der Gefahr zu verblöden aus, ohne sich noch die geringste Mühe für eigene Gedanken zu machen? Sind wir genauso teilnahmslos wie Guy Montags Frau, die in einer vollkommenen Traumwelt lebt und am wahren Leben nicht mehr teilnimmt?

Guy Montag bricht jedoch aus der Kontrolle des Regimes aus, entzieht sich der Verdummung der Menschheit durch Fernsehwände, die die eigene Familie ersetzen und Ohrmuscheln, die einen durch hypnotisches Gebrabbel in eine Lethargie verfallen lassen. Dieser Ausbruch gibt Hoffnung darauf, dass es nicht zu spät ist, wenn wir nur damit beginnen alles zu hinterfragen.

Fazit

Mit seiner immensen Wortgewalt und der frappierenden Horrorvorstellung, dass ein solches Szenario tatsächlich möglich sein könnte, vermag »Fahrenheit 451« auch noch nach über 60 Jahren nach seiner Erstveröffentlichung zu fesseln. Dieser Klassiker ist ein absolutes MUST-READ!

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© Bellas Wonderworld; Rezension vom 17.08.2020

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Veröffentlicht am 20.08.2020

Die Welt der brennenden Bücher

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Bei 451 Fahrenheit (ca. 233 Grad C) beginnt Papier sich selbst zu entzünden. Damit die Menschen nicht zu viel nachdenken, hinterfragen, sich informieren und dann protestieren werden sie klein gehalten ...

Bei 451 Fahrenheit (ca. 233 Grad C) beginnt Papier sich selbst zu entzünden. Damit die Menschen nicht zu viel nachdenken, hinterfragen, sich informieren und dann protestieren werden sie klein gehalten – mit Dauerbeschallung durch Werbung, Serien, Interaktionen mit dem Fernseher, Musik und ähnlichem. Denn der Krieg droht und die Menschen sollen still bleiben. Guy Montag ist Feuermann und verbrennt Bücher…denn sie sind staatlich verboten. Doch Guy ist nicht wie die anderen Menschen und beginnt, nach einigen Ereignissen, das System zu hinterfragen…

„Letzte Nacht dachte ich an all das Kerosin, das ich in den vergangenen zehn Jahren verbraucht habe. Und ich dachte an Bücher. Und zum ersten Mal ist mir klargeworden, dass hinter jedem einzelnen dieser Bücher ein Mensch steckte. Ein Mensch muss sie sich ausgedacht haben.“ (Seite 85)

Ein Buch welches durch seine Neuauflage durch den Diogenes Verlag nochmals einen eigenen Antrieb erhalten hat. Und wenn man nun bedenkt dass der Autor Ray Bradbury dieses Buch 1953 erschaffen hat, dann ist dies fast beängstigend.

Die Neuauflage hat mich auf das Buch aufmerksam und neugierig gemacht und ich bin auf jeden Fall schwer angetan von der Thematik die der Autor in seinem Buch verarbeitet. Das Buch wurde zwar überarbeitet und vom Schreibstil abgeändert, und doch trägt es die Handschrift des Autors. Man wird sehr schnell in diese Geschichte mit einbezogen, der Schreibstil konnte mich begeistern und ja, natürlich muss man hier aufmerksam lesen und auch mitdenken. Aber es lohnt sich.

Guy Montag ist Feuermann, ich nenne ihn nicht Feuerwehrmann, denn er wehrt das Feuer nicht ab. Wer das Lesen und Bücher liebt, der wird Guy, zu Beginn, auf jeden Fall hassen. So erging es mir mal. Und doch trifft er auf eine Person die ihn verwundert, die die Welt so ganz anders sieht, aber anders ist in dieser Zeit nicht gerne gesehen. Und ein Vorfall bei „der Arbeit“ lässt Guy zu zweifeln beginnen.

Durch seine Frau Millie erhält man den erschreckenden Einblick wie die meisten Menschen sich berieseln lassen. Egal ob es um Werbung geht, den Interkationen mit dem eigenen Fernseher, ja eher Fernseherwänden die das Wohnzimmer beschallen, nächtliche Möglichkeiten für Musik, Werbung und anderen Beschallungsmöglichkeiten, Millie nimmt alles dankend an und kann gar nicht mehr ohne.

Durch die „Verwandlung“ von Guy nimmt die Geschichte eine Wendung und die hat es in sich. Es ist spannend, atemlos, mit Glück und Leid durchsetzt und lässt einen immer wieder Lichtblicke in diesem Dunkeln erkennen. Guy versucht sein eigenes Feuer zu stillen, das ihn so ganz anders macht und auszeichnet als die restlichen Menschen.

Der Autor besticht nicht nur mit einem unglaublich toll alles umschreibenden Schreibstil, nein, man merkt wie sehr er Bücher und ihre Geschichten liebt. Und Menschen die diese Liebe ebenso empfinden, werden von diesen Gefühlen überrannt, mitgenommen und angestrahlt. Damit hat der Autor bei mir sehr hoch gepunktet.

Aktueller und wichtiger, darüber muss man jetzt nicht so sonderlich diskutieren, könnte das Buch gar nicht mehr sein. Man muss sich nur auf den Strassen umsehen oder im nahen/fernen Bekanntenkreis, da sieht man die Ergebnisse. Und ja, es darf Angst machen, denn ja, man sollte immer noch eine Möglichkeit zum abschalten finden, und bei wichtigen Themen die Möglichkeit zum einschalten.

Ein Buch was mich zu seiner Liebe zum lesen und den Büchern begeistern konnte aber auch ermahnen wie wichtig es ist sich nicht ständig berieseln zu lassen. Ich empfehle es auf jeden Fall weiter!

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Veröffentlicht am 18.07.2020

Pflichtlektüre

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In „Fahrenheit 451“ entflieht man als Leser in eine Welt, in der der Besitz von Büchern strafbar ist. Bücher werden durch die Feuerwehr verbrannt. Ein Krieg steht vor der Tür, da die Menschen der dystopischen ...

In „Fahrenheit 451“ entflieht man als Leser in eine Welt, in der der Besitz von Büchern strafbar ist. Bücher werden durch die Feuerwehr verbrannt. Ein Krieg steht vor der Tür, da die Menschen der dystopischen Welt durch Dauerberieselung und Entertainment kleingehalten werden. Der Grundgedanke sich zu bilden wird abgelehnt. Der Spaß steht im Vordergrund. Der Feuerwehrmann Guy Montag führt ein normales Leben. Als er den Selbstmordversuch seiner Frau ansieht und bei einem Einsatz das Verbrennen einer alten Frau miterlebt, drehen seine Sicherungen durch. Auf der Suche nach einem englischen Professor hofft er einen Widerstand zu finden. Doch dabei wird der Protagonist ertappt und flieht. Auf der Flucht begegnet er einer Gruppe namens Outlaws und schließt sich ihr an, um das Wissen der Menschheit weiter zu bewahren.
Der Autor Ray Bradbury entwirft mit seinem Buch „Fahrenheit 451“ eine grauenhafte Vorstellung einer Welt des Internetzeitalters, in der dem Wissen keine Wichtigkeit mehr zugesprochen wird und der Spaß im Vordergrund steht. Der Autor entwirft eine atmosphärische dystopische Welt, die den Leser zum Nachdenken bringt. Es ist eine Mahnung gegen das Vergessen und ein Appell Normen der Gesellschaft zu überdenken. Mit Guy Montag stellt der Autor einen mutigen Protagonisten in den Fokus, welcher eine tolle und authentische Persönlichkeitsentwicklung durchlebt. Er strebt immer mehr daran, dem Widerstand beizutreten und versucht sich von den gesellschaftlichen Normen zu emanzipieren. Auch wenn die Sprache und der Schreibstil sich als recht komplex und schwierig erweisen, fand ich die metapherreiche und poetische Sprache in diesem Roman sehr gut.
„Fahrenheit 451“ ist für mich ein sehr interessantes Buch, welches mit einem tollen Schreibstil und einer bedrückenden dystopischen Welt überzeugen kann. Auch wenn die Figuren recht oberflächlich gestaltet worden sind, fügen sie sich gut in diese Welt unter. Außerdem regt der Klassiker sehr gut zum Nachdenken an. Das Buch ist einfach eine grandiose Liebeserklärung an die Welt der Literatur.

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Veröffentlicht am 27.05.2023

Lesenswerter Klassiker

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Mir hat es sehr gut gefallen, vor allem die Charaktere und die vielen Vergleiche, die man mit unserer heutigen Zeit ziehen kann.
Das Ende war sehr interessant.

Mir hat es sehr gut gefallen, vor allem die Charaktere und die vielen Vergleiche, die man mit unserer heutigen Zeit ziehen kann.
Das Ende war sehr interessant.

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Veröffentlicht am 06.11.2020

Zeitlose Geschichte mit einigen Mängel

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“Fahrenheit 451” von Ray Bradbury ist ein Klassiker, der wohl allen zumindest vom Namen her bekannt ist. Eine zeitlose Geschichte über das Verbrennen von Büchern und dem Verschwinden von kritischem Denken.
In ...

“Fahrenheit 451” von Ray Bradbury ist ein Klassiker, der wohl allen zumindest vom Namen her bekannt ist. Eine zeitlose Geschichte über das Verbrennen von Büchern und dem Verschwinden von kritischem Denken.
In einer dystopischen Welt mit feuerfesten Häusern ist es Guy Montags Job als Feuerwehrmann Bücher zu verbrennen. Denn es ist ein Verbrechen Bücher zu besitzen oder zu lesen, da sie potenziell unglücklich machen könnten. Deshalb gibt es die Feuerwehrmänner, die den “Seelenfrieden” bewahren. Eines Tages trifft Montag auf Clarisse, die alles verkörpert, was die Gesellschaft zu unterdrücken versucht. Nach den Gesprächen mit Clarisse und einem traumatischen Einsatz widersetzt sich Montag setzt sein Leben auf dem Spiel.
Mit dem Schreibstil von Bradbury konnte ich mich nicht anfreunden. Für eine dystopische Geschichte waren mir das, ehrlich gesagt, zu viele blumige Metaphern, die nicht passen.

Viele nennen “Fahrenheit 451” als das Paradebeispiel für Bücherzensur, aber wenn die Gesellschaft sich zuerst freiwillig dafür entscheidet keine mehr zu lesen, ist es dann trotzdem Zensur? Die Mehrheit der Gesellschaft ist davon überzeugt, dass je mehr Menschen Büchern lesen und aus ihnen lernt, desto mehr Unsicherheit und Verwirrung wird verbreitet. Deshalb werden Menschen mit Büchern angezeigt, woraufhin die Feuerwehrmänner reagieren und das intellektuelle Gedankengut verbrennen. Das bedeutet, dass keine diktatorische Regierung den Menschen diese Zensur aufgezwungen hat, auch wenn sie wohl dafür verantwortlich ist, dass diese Bücher nun verbrannt werden. Auf mich wirkt das Buch eher, als würde es den technischen Fortschritt kritisieren. Die Gesellschaft lässt sich vom Fernseher hypnotisieren, ja ist regelrecht süchtig danach, und sieht die Charaktere darin als “Familie” an, die real ist. Bradbury vermittelt, dass das Fernsehen einen nicht nur verdummen lässt, wodurch das kritische Denken verkommt, sondern auch egoistisch und brutal werden.

Leider fehlt das Worldbuilding komplett, denn ich hätte gerne mehr darüber gelesen, wie diese Welt entstanden ist und wie die Regierung agiert (denn auch darüber ist kaum etwas bekannt).

Das Frauenbild war zwar in den 50er Jahren anders, aber mich hat es dennoch ungemein gestört, wie die Frauen dargestellt werden. Sie sind alle dämlich, nur am Tratschen und lassen sich unentwegt vom Fernseher beschallen. Die große Ausnahme: die Teenagerin Clarisse McClellan. Sie stellt die Hoffnung in dieser verkommenen Gesellschaft dar. Denn sie hinterfragt den Status Quo, genießt die Natur, ist voller Neugier und regt auch Montag zum Nachdenken an. Allerdings war sie lediglich ein Kunstgriff, um die Charakterentwicklung von Montag auszulösen. Das war ziemlich schade. Außerdem wurden zig Autoren genannt, aber nicht eine einzige Autorin (lediglich ein Buch, das von einer Frau geschrieben wurde, wenn ich mich nicht irre).

Fun Fact: Bradbury stellte im Nachhinein fest, dass er Guy Montag allen Anschein nach unbewusst nach der Papierfirma “Montag” und “Faber” nach dem Schreibwarenhersteller “Faber-Castell” benannt hat.

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