Cover-Bild Das Mädchen aus Feuer und Sturm
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ONE
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 416
  • Ersterscheinung: 28.09.2018
  • ISBN: 9783846600696
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Renée Ahdieh

Das Mädchen aus Feuer und Sturm

Martina M. Oepping (Übersetzer)

Mariko ist die Tochter eines mächtigen Samurai und kennt ihren Platz im Leben. So klug und erfinderisch sie auch sein mag - über ihre Zukunft entscheiden andere. Als sie erfährt, dass sie den Sohn des Kaisers heiraten soll, nimmt sie ihr Schicksal hin. Doch auf dem Weg zu ihrer Hochzeit entkommt sie nur knapp einem blutigen Überfall - und nutzt ihre Chance, die Freiheit zu kosten: Als Junge verkleidet schmuggelt sie sich unter die Banditen und lernt eine ganz neue Welt kennen. Und sie verliert ihr Herz ... ausgerechnet an den Feind.


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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.10.2018

Tolles Setting mit Mulan - Charakter

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Klappentext
Mariko ist die Tochter eines mächtigen Samurai und kennt ihren Platz im Leben. So klug und erfinderisch sie auch sein mag – über ihre Zukunft entscheiden andere. Als sie erfährt, dass sie den ...

Klappentext
Mariko ist die Tochter eines mächtigen Samurai und kennt ihren Platz im Leben. So klug und erfinderisch sie auch sein mag – über ihre Zukunft entscheiden andere. Als sie erfährt, dass sie den Sohn des Kaisers heiraten soll, nimmt sie ihr Schicksal hin. Doch auf dem Weg zu ihrer Hochzeit entkommt sie nur knapp einem blutigen Überfall – und nutzt ihre Chance, die Freiheit zu kosten: Als Junge verkleidet schmuggelt sie sich unter die Banditen und lernt eine ganz neue Welt kennen. Und sie verliert ihr Herz...ausgerechnet an den Feind.



Meine Meinung
Einleitung
Ich habe vor längerer Zeit mal Zorn und Morgenröte von der Autorin gelesen und war begeistert, da sie ja Allgemein eher orientalische Themen behandelt. Diesmal sind es die Samurai - und dementsprechend gespannt war ich, als ich dieses schöne Buch in der Hand halten konnte! Zum Glück wurde ich auch nicht enttäuscht!

Cover, Haptik, Playlists & Co.
In dem Buch befindet sich weder eine Karte noch eine Playlist, was sich aber mit diesem absolut wunderschönen Cover (diese Farben! ?) und dem interessanten Glossar mit Kurzerklärungen mehr als ausgleichen lässt. Das Hardcover lässt sich gut anfassen, ebenso wie das Papier, welches wirklich gut riecht! In der Innenklappe des Umschlages ist übrigens noch ein Textauszug zu sehen; ebenso wie im hintern Teil des Buches eine kurze Autorenbiografie.

Kurze Zusammenfassung des Anfanges (Spoiler!)
Mariko befindet sich gerade auf dem Weg zu ihrem zukünftigen Mann, der ihr von ihrem Vater, einem mächtigen Samurai, zugewiesen wurde. Das Recht, nein zu sagen besitzt sie nicht, da im Allgemeinen über sie gemunkelt wird, dass sie viel zu viele Fragen stelle und zu schlau für eine Frau sei. Nun ja, ihr Geleit auf dem Weg dorthin wird von dem Schwarzen Clan abgeschlachtet. Mariko überlebt nur knapp, und begegnet kurz darauf einem alkoholisierten Mann, vor dem sie ebenfalls in knapper Not flieht. In ihr regt sich der Gedanke, dass sie frei ist - aber sie will unbedingt herausfinden, warum der schwarze Clan es auf sie abgesehen hat. Wer sind seine Auftraggeber? Um das herauszufinden, verkleidet sie sich als Junge und wird prompt im schwarzen Clan aufgenommen. Dort lernt sie die Mitglieder besser kennen, im guten sowie im schlechten Sinne - ganz besonders Ōkami, einer der stärksten, aber auch ihr gegenüber misstrauischen Krieger. Doch was ist, wenn jemand entdeckt, dass sie eine Frau ist? Und vor allem: Was ist, wenn jemand entdeckt, dass sie DIE Frau ist, die eigentlich tot sein sollte?

Währenddessen macht sich ihr Bruder Kenshin, ein extrem begabter Fährtenleser, auf die Suche nach ihr. Ist die kurze Zeit in Freiheit abgelaufen?

Das Wichtigste: Schreibstil, Plot & Charaktere


Der Schreibstil von Renée Ahdieh ist wie gewohnt flüssig und sehr bildlich, was man vor allem bei der Beschreibung der japanischen Kultur und der Kämpfe bemerken konnte. Sie hat mit den Samurai in Japan ein einzigartiges Setting gewählt; mit der Erzähler-Perspektive müsste ich mich allerdings erstmal anfreunden, da man quasi in das Buch und die komplett andere Kultur hineingeworfen wurde. Mir der Zeit habe ich mich aber daran gewöhnt. Die amerikanische Autorin erzählt abwechselnd aus der Sicht von Mariko, Kenshin und Ōkami, wodurch der Leser wirklich sowohl in die "gute" als auch in die "böse" Seite Einblicke bekommt. Natürlich fehlt auch eine Prise Romantik nicht :)



Die Charaktere sind teilweise sehr individuell, aber auch teilweise vorhersehbar - was nicht schlimm ist. Besonders Ōkami hat mir gut gefallen, da man von ihm nicht ganz so viel wie von Mariko erfährt und immer rätseln muss, was er wirklich denkt. Aber dazu gleich mehr...

Mariko ist die Tochter eines hohen Samurais und ist in Reichtum aufgewachsen. Sie erfindet liebend gerne Dinge und ist ziemlich schlau, was ihre Eltern vergeblich versuchen, zu unterdrücken. Ihre Eltern engen sie ein und zwingen sie, den Sohn des Kaisers zu heiraten - wozu es dank eines Überfalls aber nicht kommt...

Kenshin ist der momentan berühmteste Samurai - Anwärter und ein exzellenter Spurensucher. Als er sich auf den Weg macht, um seine Schwester Mariko zu finden, ahnt er gar nicht, dass viele Überraschungen ihn erwarten.

Ōkami folgt Ren auf Schritt und Tritt. Er ist der Sohn eines ehemaligen Samurais, der für die Ermordung von Rens Vater verantwortlich ist; und besitzt ein unglaubliches Geschick fürs Kämpfen. Außerdem durchschaut er Menschen ziemlich schnell - ganz besonders Mariko, für die er zunehmend mehr empfindet...

Ren ist der Sohn eines ehemals berühmten Samurais, der den Kaiser verraten hat. Er ist ziemlich ungehobelt und möchte Rache für seinen Vater, der sich selbst ermorden musste - trotz der Tatsache, dass er der beste Freund des Kaisers war.

Yoshi ist der Gandalf der Geschichte. Er ist der Koch, der immer Tipps parat hat und mega sympathisch ist.

Roku ist der zweitgeborene Sohn des Kaisers. Er ist sehr unsympathisch und manipulativ.

Raiden ist der erstgeborene Sohn des Kaisers; der, den Mariko heiraten soll. Er ist relativ sympathisch und hat ein gewisses Maß an Verständnis für sein Volk und ein großes Talent fürs kämpfen.



Ich fühlte mich in dem Buch wirklich teilweise an einen meiner Lieblingsfilme - und zwar Mulan - erinnert, was der Autorin noch von meiner Seite zusätzliche Pluspunkte gebracht hat.

Allerdings war es für mich nicht ganz nachvollziehbar, warum Mariko plötzlich ihre Freiheit genießen möchte. Sie hat sich vorher nie beklagt, woher kommt denn der Sinneswandel?

Was mir sehr gut gefallen hat, waren die politischen Beziehungen zwischen dem Kaiser, dem schwarzen Clan und der Familie des Kaisers. An Intrigen, zwielichtigen Machenschaften und toll beschriebenen Kämpfen mangelt es wirklich nicht.

Es gab auch wirklich viele Ereignisse, die ich nicht vorher gesehen hatte und die mich dementsprechend überrascht haben - besonders, als man die Absichten des schwarzen Clans kennen lernte, was mich positiv überrascht hat.

Die Spannung kam wirklich nicht zu kurz. Als Leser hat man die ganze Zeit mit gefiebert, und versucht, irgendwie zu hoffen, dass Mariko überlebt, und vor allem darüber nachgedacht, warum Ōkami so geheimnisvoll ist.



Das Ende hat mich mit dem Cliffhanger ziemlich unzufrieden hinterlassen. Einerseits weiß man gar nicht, wer jetzt Marikos Ermordung beauftragt hat, andererseits hat man eine Ahnung und will unbedingt wissen, wie es weiter geht - besonders mit Ōkami und Mariko.

Insgesamt muss ich sagen, dass das Buch ein wenig schwächer als "Zorn und Morgenröte" ist, aber vielleicht wird die Reihe ja im zweiten Band noch besser.



Fazit
Der erste Band der neuen Reihe von Renée Ahdieh ist ein guter Auftakt mit einem wunderschönen, japanischen Setting. An toll beschriebenen Kämpfen und Romantik mangelt es auch nicht; lediglich die Handlungen waren ein bisschen voraussehbar und haben mich an "Mulan" erinnert. Ich bin sehr gespannt, wie es mit diesem Buchschmöker nach dem Cliffhanger weiter geht!







Habt ihr schon einmal ein Buch gelesen, dass ein solches japanisches Setting hat? Ich bin offen für Tipps und Anregungen!

Zitat
Sie ließ ihre Augen zufallen, gab sich mit wahrer Wollust der Dunkelheit hin. Sie umarmte ihre Ängste. "Sei so schnell wie der Wind. Sei so still wie der Wald. So stark wie das Feuer. Und so unerschütterlich wie ein Berg." Seine Worte erfassten Mariko, als Ōkamis Finger langsam über ihre Augenlider strich und sie mit derselben schwarzen Farbe bedeckte, die sie alle trugen. Seine Berührung war ein Aufflackern vom Hitze auf ihrer Haut. Als er geendet hatte, erhob sich der Wind wieder. Die Bäume rauschten von einer plötzlichen Brise, und die Äste knackten feierlich. Als ob der Wald selbst sie willkommen heißen würde.

- Mariko -

Fakten
Originaltitel: A Flame in the Mist

Titel: Das Mädchen aus Feuer und Sturm

Autorin: Renée Ahdieh - begeisterte Salsa-Tänzerin, sie kann sich für Currys, Schuhe, das Sammeln von Schuhen und Basketball begeistern

Übersetzerin: Martina M. Oepping

Seiten: 416

Verlag: ONE

Genre: Fantasy / Young Adult

Gebundene Ausgabe: 18,00€

E-Book: 13,99€

Veröffentlicht am 06.10.2018

Wenn die Kirschblüten blühen …

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„Das Mädchen aus Feuer und Sturm“ war mein erstes Buch von Renée Ahdieh und definitiv nicht mein letztes.
Das Cover gefällt mir sehr gut. Generell mag ich Mädchen auf Titelbildern, dazu noch die romantischen ...

„Das Mädchen aus Feuer und Sturm“ war mein erstes Buch von Renée Ahdieh und definitiv nicht mein letztes.
Das Cover gefällt mir sehr gut. Generell mag ich Mädchen auf Titelbildern, dazu noch die romantischen Details, die zarte Farbgebung und Gestaltung … perfekt! Jedenfalls fast ;) Etwas an das Setting angepasst hätte es schon sein dürfen. Ich finde auch, dass z.B. ein Kimono sehr viel passender gewesen wäre.

Als Japanophile mag ich das Setting natürlich ausgesprochen gerne. Auch habe ich mit den Kanji, den speziellen Begriffen, der Intonation oder den Suffixen deswegen keine Probleme und schmälert so meinen Lesegenuss in keinster Weise. Zum Glück gibt es am Ende des Buches ein Glossar wo alle erwähnte Begriffe Erklärung finden.

Über ihren Schreibstil musste ich echt Staunen. Ihre Wortwahl, ihre Formulierungen sind so galant; fast schon poetische Ausführungen die uns durch ihre Geschichte leiten. Bis jetzt habe ich eigentlich kaum einen vergleichbaren Stil kennengelernt.
Die Protagonistin fand ich sympathisch. Sie ist eine toughe Protagonistin und definitiv nicht auf den Mund gefallen. Ab und zu, vor allem anfangs, fand ich ihre Entwicklung oder besser gesagt „Verwandlung“ aber etwas zu schnell.
Die Liebesgeschichte, die etwas im Hintergrund blieb, fand ich sehr süß. Davon werden wir hoffentlich im folgenden Teil mehr sehen.
Die Nebencharaktere fand ich soweit auch interessant, wenn auch großteils nicht sehr sympathisch. Vor allem wird man sehr lange im Dunkeln gelassen, weil man nicht weiß, welches Spiel hier gespielt wird und wem man vertrauen kann. Dafür waren die einzelnen Personen wirklich sehr gut charakterisiert, man konnte sie ganz klar voneinander unterscheiden, da alle spezielle Eigenschaften aufweisen konnten.

Im Großen und Ganzen war ich wirklich sehr zufrieden und freue mich schon auf den nächsten Band bzw. die nächsten Werke der Autorin. „Zorn und Morgenröte“ steht schon in den Startlöchern.

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Veröffentlicht am 06.10.2018

Ich mochte es gerne!

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Ich habe mich total gefreut bei der Leserunde dabei zu sein, da dies meine erste war. Und was soll ich sagen? Es hat mir total Spaß gemacht. Die Geschichte rund um Mariko war so schön mitzuverfolgen. Wir ...

Ich habe mich total gefreut bei der Leserunde dabei zu sein, da dies meine erste war. Und was soll ich sagen? Es hat mir total Spaß gemacht. Die Geschichte rund um Mariko war so schön mitzuverfolgen. Wir werden gleich ins Geschehen geschmissen und lernen unsere Protagonistin in einer gefährlichen Situation kennen. Von der ersten Seite kam ich nicht so 100 Prozentig mit dem Schreibstil zurecht. Dieser immer zurück mich voll und ganz in die Geschichte fallen zu lassen. Trotzdem war ich von der Welt mit der japanischen Kultur total verliebt und begeistert. Die Autorin baute ein wahnsinnig tolles Setting voller Magie und Düsternis auf. Auch für die einzelnen Charaktere wurde sich viel Zeit genommen um sie dem Leser langsam näher zu bringen. Mariko war an manchen Stellen etwas anstrengend und manchmal habe ich mich über ihr verhalten gewundert. Trotzdem wurde ich so von den Ereignissen gepackt das mir das nicht so ins Auge gesprungen ist, es war einfach an einigen Stellen ein bitterer Nebengeschmack. Doch sonst konnte ich von den Plots voll und ganz überzeugt werden. Auch das Ende lässt den Leser mit sehr mulmigen Gefühlen im Bauch zurück. Ich freue mich schon ganz dolle auf den zweiten Teil! Von mir gibt es 4 Sterne!

✨✨✨✨

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Veröffentlicht am 06.10.2018

Ein Buch, das mich in eine fremde Welt entführt hat

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Ich bin immer wieder überrascht, wie Renée Ahdieh es schafft, mich in mir völlig fremde Welten hineinzuziehen. Dieses Mal ist es ein Kaiserreich in Japan.

Mariko ist die Tochter einer wohlhabenden Familie. ...

Ich bin immer wieder überrascht, wie Renée Ahdieh es schafft, mich in mir völlig fremde Welten hineinzuziehen. Dieses Mal ist es ein Kaiserreich in Japan.

Mariko ist die Tochter einer wohlhabenden Familie. Sie soll an einen der Söhne des Kaisers verheiratet werden, um die Machtposition ihrer Familie zu sichern oder gar zu stärken. Doch ihr Geleitzug wird an den Ausläufern eines geheimnisumwobenen Waldes überfallen. Sie kann sich retten und ergreift die Chance auf Freiheit, schneidet ihre Haare ab und verkleidet sich als Junge. So schließt sie sich dem schwarzen Clan an, um herauszufinden, wer und vor allem mit welchem Ziel sie überfallen hat und töten wollte. Gleichzeitig macht sich Kenshin – Marikos Zwillingsbruder – auf die Suche nach ihr, denn er glaubt nicht daran, dass sie bei dem Angriff getötet wurde.

Das Lesen hat sehr viel Spaß gemacht. Es ist spannend, in eine so unbekannte Welt einzutauchen und Marikos Gefühle mitzuerleben, die sich zu einem der Banditen sehr hingezogen fühlt. Auf manchen Seiten konnte ich vor Spannung kaum aufhören zu lesen, doch dann kam das Ende sehr abrupt und ein fieser Cliff-Hanger ließ mich total verwirrt zurück. Ich kann es kaum erwarten, wie es in Band 2 weitergeht.
Vielleicht muss ich Band 1 direkt davor dann nochmal lesen, um alle Zusammenhänge zu erfassen, weil es einfach viele Geheimnisse und Verschwörungen gibt, die nach und nach aufgedeckt werden – oder zum Teil sogar in Band 1 ungeklärt bleiben.

So sehr ich es liebe, dass Renée Ahdieh mich immer wieder in fremde Welten entführt, tue ich mich doch oft schwer mit den Namen … da brauch ich immer ein Weilchen, bis ich drin bin.

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Veröffentlicht am 03.10.2018

Eine interessante Mischung aus „Mulan“ und „Der Kuss der Lüge“

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Bevor ich mich dem Buch an sich zuwende, möchte ich etwas zum Cover sagen. Normalerweise bin ich ja kein Fan von Rosa, aber hier gefällt es mir irgendwie doch, sieht in der Kombination mit schwarzen und ...

Bevor ich mich dem Buch an sich zuwende, möchte ich etwas zum Cover sagen. Normalerweise bin ich ja kein Fan von Rosa, aber hier gefällt es mir irgendwie doch, sieht in der Kombination mit schwarzen und weinroten Akzenten irgendwie edel aus. Ein schöner Eyecatcher 
Ansonsten wäre mir das Buch wohl nicht unbedingt aufgefallen, aber es gab eine Leserunde dazu, an der ich teilnehmen durfte.
Was mich an der Geschichte direkt fasziniert hat, ist das Setting. Man liest so viele Bücher, die in den USA spielen oder Großbritannien, bei einem deutschen Autor kann es auch mal Deutschland sein. In einem asiatischen Land hingegen sind die Bücher, die ich lese, meist nicht „beheimatet“ und so war ich direkt neugierig, in dieses frühzeitliche Japan zur Blütezeit der Samurai einzutauchen. Man erfährt dadurch ja nebenbei so viel über die jeweilige Kultur!
Die Handlung an sich hingegen konnte mich nicht direkt überzeugen. Die Leseprobe fand ich nicht allzu spannend, doch an sich mochte ich die Idee des Mädchens, das sich als Junge verkleidet und an den Feind gerät. Als Mulan-Fan geht es quasi nicht anders, als das interessant zu finden. Deswegen bin ich dran geblieben, auch wenn die Spannung auf sich hat warten lassen – und wurde belohnt, denn etwa ab der Hälfte nimmt die Handlung dann auch Fahrt auf, bis ich ziemlich gefesselt war von dem, was Mariko erlebt. Das Buch beinhaltet viel Intrigenspinnerei und Geheimnisse, sodass man die wildesten Vermutungen anstellen kann und auch das ein oder andere Mal ein wenig überrascht wird mit dem, was passiert oder offenbart wird. Dazu kommt dann noch ein Quäntchen Humor, eine Prise Liebe (die zum Glück nicht zu kitschig daherkommt) und zum Abschluss ein saftiger Cliffhanger, der mir Lust auf mehr und vor allem Band 2 gemacht hat. Auch dass es einen gewissen Fantasy-Aspekt gibt, fand ich sehr schön, das hatte ich nicht unbedingt erwartet.
Der Schreibstil ist wie schon gesagt nicht ganz so meins. Er ist nicht schlecht und Renée Ahdieh erschafft mit ihren Beschreibungen eine tolle Atmosphäre, aber genau das ist auch das Problem, denn sie beschreibt mir ein wenig zu langatmig und nimmt so oft die Spannung aus der Handlung, vor allem bei Kämpfen. Das und die etwas altertümlich Sprache hat es mir anfangs ein bisschen schwer gemacht, richtig in das Buch einzutauchen. Was ich hingegen mag, sind die Dialoge, die sehr klug daherkommen und dazu noch witzig sind. Die zu lesen war wirklich schön und fast schon ein Gegensatz zu den etwas behäbigen Beschreibungen.
Außerdem mochte ich die verschiedenen Perspektiven des Buches. Den Großteil des Buches macht natürlich Mariko als die Protagonistin aus, aber es gibt auch Kapitel, in denen man mehr von ihrem Bruder Kenshin erfährt, vom Kaiser und den Leuten, die ihn umgeben oder auch von dem ein oder anderen Banditen. So ergibt sich nach und nach ein immer klareres Bild, was eigentlich wahr ist und was nicht, wer wie mit wem verbunden ist und diesem Bild beim Entstehen zuzusehen war wirklich interessant, das hat die Autorin echt geschickt angestellt.
Auch die Charaktere haben mir sehr gut gefallen, wobei ich hier nicht ganz so viel sagen möchte, weil ich Angst habe, sonst vielleicht zu spoilern. Nur eins, was zu den Nebenfiguren gesagt werden will: Ich finde es toll, wie unterschiedlich die Personen sind, dass sie alle ihre eigenen Antriebe haben und man sie nicht sofort durchschauen kann. Ein klares Schwarz und Weiß gibt es in "Das Mädchen aus Feuer und Sturm" nicht und das gefällt mir wirklich gut.
Zu Mariko als Hauptfigur möchte ich allerdings etwas mehr sagen. Sie hat mir als Charakter wirklich gut gefallen und ich denke, viele werden sich mit ihr und ihren Ansichten identifizieren können. Sie ist sich ihrer Rolle als Frau in dieser Welt sehr bewusst, weiß, dass sie selbst als seltsam gilt und bleibt sich trotzdem treu. Außerdem möchte sie sich nicht einfach ihrem Schicksal beugen, das vorsieht, dass sie einen ihr vorgegebenen Mann heiratet, sondern ihren Wert auch darüber hinaus zeigen. Was mir besonders gut gefallen hat, ist, wie sie sich von diesen netten und alleskönnenden Protagonistinnen unterscheidet, die sich viel zu häufig in Jugendbüchern tummeln. Stattdessen merkt man genau, wo ihre Stärken und ihre Schwächen liegen, und dass man sie nicht wirklich als nett bezeichnen kann, merkt man auch sehr schnell.
Ich würde sagen, "Das Mädchen aus Feuer und Sturm" ist eine Mischung aus "Mulan" (vor allem wegen der Kulisse und der Idee "Mädchen verkleidet sich als Junge") und "Der Kuss der Lüge", was vieles andere betrifft, ähnelt aber keinem von beidem zu sehr und ist seine eigene Geschichte. Insgesamt also ein wirklich gutes Buch, das mich zwar erst überzeugen musste, auf dessen zweiten Band ich nun aber schon freudig warte.

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