Cover-Bild Mein Gang durch die Hölle
12,80
inkl. MwSt
  • Verlag: BoD – Books on Demand
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 244
  • Ersterscheinung: 25.10.2016
  • ISBN: 9783741268663
Renée Wum

Mein Gang durch die Hölle

Nach einer wahren Geschichte
Koby erträgt viele Jahre lang, zuerst in Schule und Internat, dann in seinem Sportclub Mobbing, Schläge, Misshandlungen, Missbrauch durch Mitschüler und einen Erzieher. Eines Tages bricht er unter seiner ständigen Angst, vor allem der immer wiederkehrenden Todesangst vor dem Ertrinken und dem Eingesperrt sein, zusammen. Im Krankenhaus findet er endlich Mut, einen Teil seiner Leidensgeschichte zu erzählen. Als er feststellt, dass seine Eltern ihm Glauben schenken, bricht er ein weiteres Mal zusammen.
Übergroß ist seine Scham und er stellt sich immer wieder die Frage, warum er das alles mit sich machen ließ. Doch sein Leidensweg ist noch nicht zu Ende ….

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.05.2019

Koby´s Hölle auf Erden

0

Koby ein einfacher, sensibler, fröhlicher Junge verbringt seine letzten Jahre in einem Internat. Dort bekommt er es mit einer Bande von 5 Jungs zu tun, die ihn mobben,schlagen,misshandeln und drangsalieren. ...

Koby ein einfacher, sensibler, fröhlicher Junge verbringt seine letzten Jahre in einem Internat. Dort bekommt er es mit einer Bande von 5 Jungs zu tun, die ihn mobben,schlagen,misshandeln und drangsalieren. Jeden wird Koby mehr von diesen 5 angefeindet und auf das schrecklichste missbraucht, kein Lehrer sieht etwas oder möchte etwas sehen und die anderen Schüler haben selbst Angst. Sei es im Schwimmbad wo man ihn untertaucht, das er Angst hat zuertrinken. Oder in der Toilette wo sie ihn mit dem Kopf in die Toilette stecken und teilweise noch missbrauchen dazu. Nach viele Jahren des Schweigens weil er Angst hat die 5 tun auch seinen Eltern etwas an, bricht Koby sein Schweigen, aber keiner will ihm glauben.
Viel zu lange hat er gewartet, das sieht er jetzt ein. Schwerstens psychisch angeschlagen geht er nicht mehr zur Schule, aber die Anfeindungen,Misshandlungen und Mobbing gehen weiter, im Sportverein und auch in der Ausbildungsstelle.

Meine Meinung:
Leider kann ich diesem Buch nur 2 Sterne geben. Für mich ist dieses Buch ein aneinanderreihen von negativen Erlebnissen.Mich hat dieses Buch einerseits erschüttert, anderseits auch sehr stutzig gemacht und es lässt den Leser dann auch mit vielen Fragen stehen. Dieser Tatsachenbericht, wurde nur nach Erzählungen von Koby geschrieben. Durch die psychischen Probleme Kobys und die Zeit , weiß man im Enddefekt nicht was alles bis ins Detail passiert ist.(Er sagt ab und an in dem Buch ob er wohl geträumt hat). Ich habe keinen Psychologischen Bericht entdeckt in diesem Buch, geschweige den irgendetwas positives entnommen, das es nach einer Behandlung aufwärts geht, sehr schade das man da nichts mehr am Ende erfahren hat. Und so endet das Buch dann auch mit vielen offenen Fragen. Ich hatte dann für mich beschlossen auf Seite 157 mit dem Buch abzubrechen und den Rest des Buches nur noch überflogen.
Zu schlecht war die sprachliche Umsetzung dieses Buches, Fehler,
mehrfach dieselben Sätze und Ereignisse. Meiner Meinung nach hätte dieses Buch so gar nicht verlegt gehört, sondern sollte nochmals gründlich korrigiert werden, ein großer Fehler des Verlags und nicht der Autorin. Ich bin mir leider nicht sicher ob man sich diese Buch an tun muss, weil es für manche zu heftig ist.

Veröffentlicht am 10.07.2017

Grausam (in mehrfacher Hinsicht)

0

Koby erträgt viele Jahre lang, zuerst in Schule und Internat, dann in seinem Sportclub, Mobbing, Schläge, Misshandlungen, Missbrauch durch Mitschüler und einen Erzieher. Eines Tages bricht er unter seiner ...

Koby erträgt viele Jahre lang, zuerst in Schule und Internat, dann in seinem Sportclub, Mobbing, Schläge, Misshandlungen, Missbrauch durch Mitschüler und einen Erzieher. Eines Tages bricht er unter seiner ständigen Angst, vor allem der immer wiederkehrenden Todesangst vor dem Ertrinken und dem Eingesperrtsein, zusammen. Im Krankenhaus findet er endlich Mut, einen Teil seiner Leidensgeschichte zu erzählen. Als er feststellt, dass seine Eltern und die Ärzte ihm Glauben schenken, bricht er ein weiteres Mal zusammen. Übergroß ist seine Scham, und er stellt sich immer wieder die Frage, warum er das alles mit sich machen ließ. Doch sein Leidensweg ist noch nicht zu Ende …

Das Buch beschreibt (nach einer wahren Begebenheit) dias Martyrium eines jungen asiatisch aussehendem Buben.

Dasa Cover des Buches ist gut gemacht und absolut stimmig.

Ob die Geschichte wirklich so stattgefunden hat, kann ich natürlich nicht bezeugen. V.a. in den letzten Kapiteln klang die Geschichte für mich immer unglaubwürdiger (Elektroschocks in Auto eingebaut, Jungen im Chalet, keine Spuren, keine Beweise, Hecke bei Schule, ...). Einige Beweise müssten sich definitiv finden lassen. Zum anderen scheint Koby (lt. Buch) unter paranoiden Halluzinationen zu leiden und teilweise selbst zu glauben er habe einiges nur geträumt. Wenn Koby allerdings auch nur einen Bruchteil der in diesem Buch beschriebenen Qualen erleiden musste, erklärt dies seine Paranoia und muss weitererzählt werden.

Was mich an dem Buch aber etwas stört ist der Schreibstil. Es handelt sich bei dem Geschriebenen um Abläufe, die plötzlich von einem zum anderen Tag oder einer Uhrzeit wechseln. Man muss sich sehr konzentrieren, um mithalten zu können. Das hemmt den Lesefluss sehr. Außerdem gibt es viele Wiederholungen. Dies hätte man etwas besser zusammenfassen können. Zudem haben sich viele Fehler eingeschlichen, die unbedingt noch einmal überarbeitet werden müssten.

Auch fehlte mir eine Einleitung bzw. ein Prolog zur Einstimmung, sowie ein Epilog, wie es Koby jetzt ergeht. (Einiges durfte ich in eienr Leserunde mit der Autorin herausfinden.) Eine Einteilung in Kapitel wäre sicher auch von Vorteil gewesen.

Das Buch ist (durch die emotionale Bindung der Autorin zu Koby) relativ emotionslos geschrieben; teilweise erkennt man Hass auf die Täter bzw. die Rechtssprechung.

Einiges hätte ein guter Verlag sicher verbessern können, aber das Buch ist im R.G.Fischer-Verlag erschienen, der erwiesenermaßen ein reiner DKZ-Verlag ist.

Laut Autorin hat dieses Buch einen Sinn, wenn mindestens ein Mobbing-Fall deswegen nicht zustande kommt. Damit hat sie absolut recht. Außerdem war es das 1. Werk der Autorin.

Ich war einige Male dabei das Buch abzubrechen, war aber doch an Kobys Schicksal interessiert.

Fazit: Wichtiges Thema, jedoch schlechte Umsetzung

Veröffentlicht am 30.12.2017

Flop!

0

Puh, dieses Buch war leider überhaupt nicht meines.
Coby ist in einer Internatswelt voller Misshandlungen und Anfeindungen gefangen. Lehrer und Erzieher wollen nichts sehen, die Eltern tun es lange nicht.
Und ...

Puh, dieses Buch war leider überhaupt nicht meines.
Coby ist in einer Internatswelt voller Misshandlungen und Anfeindungen gefangen. Lehrer und Erzieher wollen nichts sehen, die Eltern tun es lange nicht.
Und auch, als er die Schule verlässt, wird es nicht besser.

Negativ ist mir bereits der Schreibstil aufgefallen. Das Buch ist in keine Abschnitte eingeteilt, sondern runtergeschrieben. Für mich war das Buch zwar schockierend, aber sehr emotionslos geschrieben ( was für manche bestimmt gut ist, aber gerade bei Biografien möchte ich emotional gefangen sein).

Es gibt oft Wiederholungen und dabei wird vieles eher oberflächlich beschrieben. Das Ganze wirkt hin und wieder ungeordnet, da Zeitsprünge geschehen, die der Leser nicht genau nachvollziehen kann. Gerade Zeitangaben wären hilfreich gewesen.

Was für den Leser bestimmt einfacher gewesen wäre, wäre, wenn Coby uns vorher vorgestellt wurde. Mir wurde erst nach und nach klar, dass er sich auf keiner normalen Schule befindet, sondern eine Sonderschule mit angeschlossenen Internat besucht hat. Coby selbst bleibt für mich eher eine Figur, zu der ich als Leserin keine Verbindung aufbauen kann.

Ohne jetzt jemand die Schuld zuweisen zu wollen, fällt es mir ein bisschen schwer zu glauben, dass es die Eltern nicht bemerkt haben wollen. Klar verstellen sich Kinder und erzählen den Eltern nicht alles. Aber man merkt es doch an seinem Verhalten. Stattdessen wirkt es so, als durch das Buch der eigene Frust abgebaut werden soll (was ich auch verstehen kann). Dabei wird aber jedem ein Vorwurf gemacht.  Obwohl es ja ein Tatsachenbericht ist, fällt mir manches schwer zu glauben.
Ich hatte ja das Glück, dass Buch begleitet mit der Autorin lesen zu können. Daher wurde einiges dazu erklärt. Ich finde aber, diese vielen " da war ja noch viel mehr" Andeutungen helfen nicht, wenn der Großteil sein Buch bestellt und damit allein gelassen wird. Die Familie soll bitte weiter für die Wahrheit kämpfen, aber dafür klarere Linien schaffen.  
 Nicht dass ich denke, dass der Autor lügt, sondern es wird ja selber zugegeben, dass auch nicht ganz klar war, ob Coby geträumt hat. 

Es ist klar, dass für einen Teil der Mängel auch der Verlag verantwortlich ist.

Veröffentlicht am 10.02.2019

Mein Gang durch die Hölle

0

Der Klappentext lässt auf ein Internatsleben am Abgrund schließen, dem Koby ausgesetzt ist.

Leider konnte mich das Buch keineswegs überzeugen oder fesseln.
Der Protagonist wird zu Beginn der Lektüre vorgestellt, ...

Der Klappentext lässt auf ein Internatsleben am Abgrund schließen, dem Koby ausgesetzt ist.

Leider konnte mich das Buch keineswegs überzeugen oder fesseln.
Der Protagonist wird zu Beginn der Lektüre vorgestellt, noch bekommt der Leser Informationen über sein soziales Umfeld, seine Persönlichkeit und seine Wünsche - ich habe praktisch nichts über Koby erfahren. Außer, dass er in seiner Zeit im Internat auf vielschichtige Art und Weise misshandelt wird und sich erst sehr spät dazu entscheidet, sein Schweigen zu brechen.
Die Figur bekommt für mich keinerlei Tiefe, was zum einen an mangelnden bzw. oberflächlichen Beschreibungen seines Inneren und seines Charakters liegt. Zum anderen hemmt der Schreibstil eher beim Lesen, als dass er mich bewegt, mitgenommen oder gefesselt hat.
Renée Wum berichtet über die Missbrauchsgeschichte eines Jugendlichnen - und zwar in Berichtform. Es werden die (oft oberflächlichen und ungenauen) Beschreibungen aneinandergereiht, mit vorwurfsvollem Unterton, sodass insgesamt mein Eindruck von einer Anklage, Vorwurf und Schuldzuweisung geschieht.
Mir fehlte ein Fokus in der Erzählung, da der Leser weder in Kobys Gedanken- und Gefühlswelt, noch in die der Täter, der Eltern oder der Lehrer mitgenommen wurde. Ich kann weder eine Intention, noch einen roten Faden noch einen Mehrwert erkennen.
Abgesehen davon, dass der Schreibstil eintönig und stockend ist, und ich Kobys Geschichte daher nicht flüssig, gut strukturiert und mit harmonischer Erzählung erleben konnte, werden viele Dinge wiederholt, dabei jedoch nicht präzisiert, und andere Angaben gemacht als zuvor, was irritierend und unglaubwürdig ist.

Außerdem hatte ich beim Lesen den Eindruck, wie bereits angedeutet, dass die Autorin zu sehr in Kobys Geschichte verwickelt und daher (emotional) befangen ist. Ihr fehlt meines Erachtens der Abstand, mit dem man Kobys Internatserlebnisse betrachten müsste, um die Geschichte (literarisch) gut umsetzen zu können.
Und auch wenn auf dem Cover "Nach einer wahren Geschichte" steht, muss es sich beim Inhalt nicht um einen Tatsachenbericht handeln. Auch ein Missbrauchsfall kann in Romanform, mit Fokus auf den Protagonisten, dargestellt werden und den Leser so vielleicht eher berühren als durch einen nüchternen Bericht, der anklagend wirkt und dem Leser keinerlei Fragen beantwortet, sondern mit mehreren als zu Beginn der Lektüre zurücklässt.