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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.05.2025

Unterhaltsam, aber nicht so gut wie "Bad Summer People".

Very Bad Company
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Auch dieser Roman von Emma Rosenblum hat mir wieder sehr gut gefallen, wobei ich BAD SUMMER PEOPLE noch besser fand. Aber der flüssige Schreibstil der Autorin, sowie die vielen Protagonisten und ihre Perspektivwechsel ...

Auch dieser Roman von Emma Rosenblum hat mir wieder sehr gut gefallen, wobei ich BAD SUMMER PEOPLE noch besser fand. Aber der flüssige Schreibstil der Autorin, sowie die vielen Protagonisten und ihre Perspektivwechsel machen einfach Spaß. Ich mag auch dieses New Yorker High Society Thema sehr gerne.

Wir begleiten hier einen sehr skurrilen und sehr reichen CEO namens John Shiller, der ein großer Fan von Winston Churchill ist, sich sehr extravagant kleidet und einen eher freundschaftlichen, aber auch manipulativen Umgang mit seinen Mitarbeitern führt.

Anlässlich des jährlichen Teambuilding-Retreats lädt er ins luxuriöse „1 Hotel“ in Miami Beach ein. Erstmals treffen dort seine Angestellten auf die neue Kollegin Caitlin Levy, die aus dem Eventmanagment kommt. Diese vergebene Stelle gibt jedoch Rätsel auf, da „Aurora“ eigentlich keine Firma ist, die Events veranstaltet.

Nach einer durchzechten, wilden Nacht fehlt plötzlich jemand aus dem Team. Alle sind in heller Aufregung. Was ist mit dieser Person passiert? Des Weiteren trägt jeder Teilnehmer ein kleines oder auch größeres Geheimnis mit sich rum, das eins nach dem anderen ans Tageslicht kommt.

Es geht um Intrigen, Lügen, Sex, Heimlichkeiten und sehr, sehr viel Geld. Eben so ein richtiges Gossip-Drama der Reichen und Schönen, was mich persönlich sehr gut unterhalten konnte. Ich hoffe, Emma Rosenblum schreibt noch mehr, denn ich würde alles von ihr lesen.

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Veröffentlicht am 24.05.2025

Slow-Burn Romantasy mit sehr guten Spice-Szenen.

Phantasma – Spiel um dein Leben, fürchte die Liebe
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Eine wirklich unterhaltsame Slow-Burn Romantasy Geschichte mit guten Spice-Szenen und einem ganz tollen morbidem, düsterem, opulentem Horror-Haus Setting. Die Hauptcharaktere haben sehr gut und authentisch ...

Eine wirklich unterhaltsame Slow-Burn Romantasy Geschichte mit guten Spice-Szenen und einem ganz tollen morbidem, düsterem, opulentem Horror-Haus Setting. Die Hauptcharaktere haben sehr gut und authentisch miteinander harmoniert.

Die Story an sich ist kreativ, spannend und einfach mal was anderes. Die Quests, die Ophelia bestreiten musste, waren jetzt zwar nicht so krass geil wie z. B. die in „The Games Gods play“, aber dennoch ganz gut ausgetüftelt und passend zur Kulisse, die einem permanent dieses Geisterbahn-Gruselkabinett-Feeling beschert.

Besonders mochte ich das Phantom namens Blackwell, das in diesen Gemäuern unterwegs ist, auf Ophelia trifft und ihr einen Handel anbietet, auf den sie sich einlässt. Fortan beschützt er sie vor den Gefahren der Phantasma-Spiele, die Ophelia unbedingt gewinnen muss. Nicht so gut gefallen hat mir, dass sie ohne Blackwell völlig aufgeschmissen und sofort tot gewesen wäre. In wirklich jedem Game muss er ihr helfen.

Das Ende ist rund und stimmig. Für meinen Geschmack hätte alles noch ein bisschen brutaler und Ophelia mehr Bad-Ass sein können, aber insgesamt ist PHANTASMA eine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 24.05.2025

Kontrovers, tragisch, emotional, aber zu wissenschaftlich erzählt.

Happiness Falls
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Dieser Roman wäre fast ein kleines Highlight geworden, wenn er etwas straffer und weniger wissenschaftlich erzählt worden wäre. Die Autorin hat unheimlich viel zum Thema Autismus und Sprache recherchiert ...

Dieser Roman wäre fast ein kleines Highlight geworden, wenn er etwas straffer und weniger wissenschaftlich erzählt worden wäre. Die Autorin hat unheimlich viel zum Thema Autismus und Sprache recherchiert und teilt ihre Erkenntnisse hier bis ins kleinste Detail mit. Es ist auf jeden Fall nicht uninteressant und auch nicht langweilig, aber mir war es hier und da ein bisschen zu viel.

Des Weiteren teilt uns unsere Hauptprotagonistin und Erzählerin Mia permanent - auch anhand von Fußnoten - ihre Gedankengänge mit, wodurch das Buch mit 544 Seiten irgendwann sehr in die Länge gezogen wird. Auch die ganzen Therapieansätze und Erklärungen des Krankheitsbildes von Eugene hätte man etwas kürzen und sich stattdessen mehr auf den Kriminalfall fokussieren sollen.

Denn das, was passiert ist, will man als Leser ja unbedingt erfahren: Mias Vater geht mit Eugene in einem nahegelegenen Park spazieren, kommt aber nicht mehr nach Hause. Stattdessen kehrt Eugene alleine zurück, völlig von der Rolle und mit schmutziger Kleidung. Aber was ist passiert und wo ist sein Vater?

Da Eugene sich nicht artikulieren kann, versucht die Familie mit Hilfe von Freunden und der Polizei den Verschollenen zu finden und die Geschehnisse zu rekonstruieren. Als Zeugenaussagen und Videoaufnahmen auftauchen, geraten bisherige Überzeugungen aller Beteiligten ins Wanken. Zudem findet Mia heraus, dass ihr Vater scheinbar ein Doppelleben geführt und viele Geheimnisse hatte.

HAPPINESS FALLS ist ein emotionales, tragisches Familiendrama, das durchaus unter die Haut geht. Das Verhalten der Familienmitglieder, besonders am Ende, war kontrovers, aber nachvollziehbar. Ein wirklich empfehlenswertes Buch mit interessanten und authentischen Charakteren.

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Veröffentlicht am 23.05.2025

Tolle Atmosphäre, gut geschrieben, aber leider kein Highlight.

Die Bucht
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DIE BUCHT ist ein guter, kurzweiliger und spannender Thriller, der zwar für mich kein Highlight wurde, den ich aber durchaus empfehlen kann. Vor allem dieses düstere und stürmische Insel-Setting und der ...

DIE BUCHT ist ein guter, kurzweiliger und spannender Thriller, der zwar für mich kein Highlight wurde, den ich aber durchaus empfehlen kann. Vor allem dieses düstere und stürmische Insel-Setting und der Plot, dass jemand nach einem Unfall nicht mehr er selbst ist, haben mir sehr gut gefallen.

Nancy und Calder ziehen auf eine kleine Insel vor der Westküste Schottlands, wo sie das Cottage von Calders Mutter geerbt haben. Endlich kehrt der „verlorene Sohn“ nach Hause, was vor allem den örtlichen Priester Erin sehr freut.

Nancy fällt es schwer, sich als Außenseiterin einzuleben. Außerdem gibt es etwas, das sie zutiefst bereut und hofft hier auf der Insel auf einen Neuanfang und endlich schwanger zu werden.

Doch dann geschieht das Unfassbare: Calder hat einen Bootsunfall, ist stundenlang ohne Herzschlag, kann aber wie durch ein Wunder und dank intensiver medizinischer Maßnahmen ins Leben zurückgeholt werden.

Aber Calder hat sich verändert. Er ist aggressiv, lieblos, isst unfassbar viel blutiges Fleisch und geht plötzlich in die Kirche. Der einzige, der Nancy beisteht und ernst nimmt, ist Calders bester Freund Hamish.

Als es zu Vermissten- und Todesfällen kommt und Nancy begreift, dass alle Spuren immer wieder zu Calder führen, möchte sie nur eines: diese Insel mit ihren sektenhaften Bewohnern endlich verlassen.

Die Auflösung war OK, ich hätte jedoch etwas anderes erwartet, da der Thriller den Leser schon irgendwo in eine mythische und mystische Richtung lenkt. Außerdem empfand ich die Hauptprotagonisten leider ein bisschen nervig.

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Veröffentlicht am 23.05.2025

Ein sehr ausschweifender, aber gut erzählter Thriller. Gibt aber besseres von Karen Rose.

Dunkelste Nacht
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Das war bisher das „schwächste“ Buch, das ich von der Autorin gelesen habe, da mich der hier beschriebene Kriminalfall einfach nicht so abholen konnte. Ich fand das Szenario bei Weitem nicht so spannend ...

Das war bisher das „schwächste“ Buch, das ich von der Autorin gelesen habe, da mich der hier beschriebene Kriminalfall einfach nicht so abholen konnte. Ich fand das Szenario bei Weitem nicht so spannend wie die Themen in der „Sacramento“ und „San Diego“ Reihe.

Dennoch hege ich eine ganz große Sympathie für Karen Roses durchaus ausschweifenden, aber genialen Schreibstil. Wieder mal sind Hunde und Found Family der Autorin sehr wichtig und natürlich hat sie erneut sowohl sehr sympathische als auch böse Charaktere erschaffen. Außerdem mochte ich das New Orleans Setting sehr gerne.

Der angesagte Gourmet-Koch Gabriel Herbert heuert nach dem angeblichem Selbstmord seines Vaters Rocky den Privatdetektiv und guten Freund Burke Broussard an, um die Umstände zu untersuchen. Irgendetwas stimmt hier nicht. Vor allem, weil die von Gabe beauftragte Obduktion von der offiziellen der NOPD abweicht.

Nach und nach kommen noch mehr Merkwürdigkeiten zutage. Regelmäßige Zahlungen gehen z. B. an einen Treuhandfonds eines unbekannten jungen Mannes in Texas. Gabe versteht die Welt nicht mehr. Des Weiteren sterben plötzlich Personen, die Rocky noch vor kurzem kontaktiert hat.

Mit Hilfe von Burkes rechter Hand Molly Sutton, versucht Gabe Licht ins Dunkle bzw. Rockys Vergangenheit zu bringen. Sie begeben sich immer tiefer in einen gefährlichen Sumpf aus Intrigen und Korruption und kommen sich mit der Zeit auch persönlich näher.

Karen Rose erklärt immer alles ganz genau, was manchmal sehr langatmig ist. Das muss man natürlich mögen. Das Gute ist aber, dass man stets alles versteht und nicht durcheinander kommt mit den vielen Protagonisten.

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