seichte Fantasyliebe
A Fragile Enchantment"A Fragile Enchantment" von Allison Saft führt uns ins Königreich Avaland. Die magische Schneiderin Niamh darf für die königliche Hochzeit Kleidung entwerfen. Ihre Gabe: sie kann Emotionen und Erinnerungen ...
"A Fragile Enchantment" von Allison Saft führt uns ins Königreich Avaland. Die magische Schneiderin Niamh darf für die königliche Hochzeit Kleidung entwerfen. Ihre Gabe: sie kann Emotionen und Erinnerungen in den Stoff einnähen und dadurch Gefühle bei anderen hervorrufen. In dem ihr bisher fremden Königreich findet sie schnell Anschluss - vor allem in der Königsfamilie. Der Prinz und Bräutigam Kit hat sie besonders im Auge und eine zunehmend tiefe Verbindungen entsteht. Ist das Liebe? Wird er dennoch die vorbestimmte Prinzessin heiraten oder gesteht er sich die Gefühle für Niamh ein?
Auch wenn es hier die Auswahl nicht gibt, muss ich wieder angeben, dass ich das Hörbuch gehört habe. Aileen Wrozyna hat eine sehr angenehme Stimme, die ganz wunderbar zur Handlung passt. Ich habe ihr sehr gern zugehört.
Niamh ist ein sehr interessanter Charakter. Ich finde es toll, wie auf- und abgeklärt sie ist. Sie hinterfragt und gibt Contra, sogar beim Prinzregenten. Das ist in den wenigsten Büchern so und sehr erfrischend. Sie lässt sich von niemanden unterkriegen und verunsichern. Es ist etwas schade, dass die Handlung aus der Erzählperspektive geschrieben ist, da so die Gefühle und Gedanken nicht ganz so gut ausgedrückt werden konnten.
Kit ist ein eher grimmiger und wortkarger Charakter. Sein langsames Öffnen Niamh gegenüber war schön zu hören. Das machte ihn für mich Stück für Stück sympathischer und es war schön, mehr über ihn zu erfahren. Die Dialoge zwischen Niamh und Kit waren schön, aber mir fehlte die Romantik.
Es ist wahnsinnig viel passiert und teilweise auch in einer für mich enormen Schnelligkeit. Besonders am Ende konnte ich nicht mehr richtig folgen. Manche Kapitel musste ich dann zweimal anhören, da ich zwischendurch den Faden verloren hatte. Allgemein habe ich mir die Handlung viel romantischer und "verbotener" vorgestellt. Das war meiner Meinung nach, doch recht seicht und schnell war klar, wie es um die Gefühle der beiden steht und in welche Richtung es geht. Keine verbotenen Treffen, keine heimlichen Küsse - das war schade.
Die Idee mit der Klatschpresse (ähnlich wie bei Bridgerton) war eine schöne Idee, aber auch da hat mir etwas gefehlt. Der anonyme Autor wurde gefunden und dann war (nach einem mehr oder wenigen kleinen Ausraster) alles wieder in Ordnung. Mir fehlte da irgendwie der Mehrwert.
Interessant fand ich auch, dass es keine richtigen Bösewichte gab. Alle, die etwas gegen die Verbindung hatten, konnten gut abgeholt und umgestimmt werden. Das war auf die eine Art schön, auf die andere hat das aber etwas die Spannung genommen.
Fazit: Das Buch war eine schöne, leichte Liebesgeschichte, aber es fehlte das gewisse Etwas.