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Veröffentlicht am 29.09.2022

Die Geschichte von Leena und Noc geht weiter - mit neuen Bedrohungen

Die Tiermagierin – Sturmseele
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Die Tiermagierin - Sturmseelen ist der zweite Band der Reihe von Maxym M. Martineau. Die Hauptstory dreht sich darum, den Eid, Leena zu töten, von Noc zu lösen. Den ersten Band habe ich verschlungen und ...

Die Tiermagierin - Sturmseelen ist der zweite Band der Reihe von Maxym M. Martineau. Die Hauptstory dreht sich darum, den Eid, Leena zu töten, von Noc zu lösen. Den ersten Band habe ich verschlungen und habe mich mit etwas zeitlichen Abstand nun an den zweiten Teil gewagt.

Ich muss sagen, da zwischen den zwei Büchern mehrere Monate lagen, hatte ich Probleme in die Geschichte reinzukommen. Der Anfang war für mich etwas langatmig und ich habe ich immer wieder gefragt: "Wie war das noch gleich? Wer ist das nochmal? Kam das im ersten Teil auch schon vor?" - das ist aber eher ein persönliches Empfinden.

Nach ca. 50 Seiten war ich dann auch wieder gut in der Geschichte drin, aber ich muss ehrlich sagen, dass mich das Buch nicht so gefesselt hat, wie der erste Teil. Zum einen bin ich vor allem von der Darstellung Nocs enttäuscht. Im ersten Teil wurde er als der starke, unnahbare Typ beschrieben und jetzt im zweiten Teil wirkte er auf mich so unsicher. Das hat mir persönlich gar nicht gefallen. Zum anderen war mir das Hin und Her zwischen Leena und Noc irgendwann doch zu viel.

Was fand ich richtig gut?
Leenas Entwicklung und ihr Umgang mit den Tierwesen hat mir in der Darstellung sehr gut gefallen. Hier kommt mir die ganze Zeit die Frage: Wie besonders ist sie als Tiermagierin eigentlich? Neue Tierwesen gab es genug und es hat mich auch sehr gefreut, dass Leena die Möglichkeit hatte viele von ihnen zu zähmen. Auch, dass die Vergangenheit von Noc beleuchtet wurde, fand ich klasse. Man konnte es zwar schon im ersten Buch erahnen, wer er ist, aber mit Rückblenden aus der Vergangenheit konnte ich mir ein viel besseres Bild machen und es wurde auch geklärt, wie Kost und Noc sich kennengelernt haben.

Der Erzählstil ist sehr gut zu lesen und man bekommt schnell das Bedürfnis, einfach weiterzulesen. Spannend ist die Handlung auf jeden Fall und natürlich möchte man wissen, ob der Eid in diesem Buch gelöst werden kann und ob es noch rechtzeitig passieren kann. Auch die zusätzlichen Handlungen und Bedrohungen, die im Laufe des Buches herausgestellt werden, sind super. Da es ja noch einen Teil gibt, werden nicht alle Fragen geklärt und ich will auf jeden Fall wissen, wie es weitergeht.

Von den letzten 50 Seiten war ich dann doch enttäuscht. Vieles hat für mich einfach keinen Sinn ergeben bzw. ist viel zu plötzlich und ohne Erklärung passiert. Die Darstellung der Beziehung von Noc und Leena hat mir da auch nicht gefallen, er wirkte viel zu unterwürfig.

Alles in allem ist das Buch für mich deutlich schwächer, als der erste Teil. Dennoch will ich wissen, wie die Geschichte von Noc, Leena, den Tiermagieren und den Assassinen ausgeht und freue mich auf den dritten Band.

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Veröffentlicht am 07.10.2025

eine Frau stellt sich ihren Dämonen - wenig nachvollziehbar

Dem Sturm entgegen
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Gehypt von einem anderen Buch der Autorin habe ich das Hörbuch "Dem Sturm entgegen" von Cecelia Ahern gehört. Gelesen wurde es von Sandrine Mittelstädt, die eine sehr angenehme Stimme hat - passend zur ...

Gehypt von einem anderen Buch der Autorin habe ich das Hörbuch "Dem Sturm entgegen" von Cecelia Ahern gehört. Gelesen wurde es von Sandrine Mittelstädt, die eine sehr angenehme Stimme hat - passend zur Handlung.

Enyas Leben steht Kopf: Sie ist unglücklich in ihrer Ehe, hat als Ärztin viel zu tun, steht kurz vor ihrem 47. Geburtstag (älter ist ihre Mutter nicht geworden) und kommt dann mitten in der Nacht zu einem Unfall dazu. Gerade so kann sie das Leben eines Jungen retten, ein Klassenkamerad ihres Sohnes. Alles wird ihr zu viel und sie begibt sich als Landärztin aufs Land. Dort versucht sie alles zu verarbeiten, wird jedoch von Personen und Erinnerungen heimgesucht. Ist wirklich alles so harmlos, wie es zu Beginn scheint? Wer ist für den Unfall verantwortlich? Alle geraten ins Kreuzfeuer. Wen kann Enya beschützen?

Wie gewöhnlich für Cecelia Ahern, ist alles aus der Erzählperspektive geschrieben. Dadurch ist immer eine gewisse Distanz da. Die Gefühle und Emotionen werden beschrieben, sind für mich aber nicht ganz spürbar. Eine Abschnitte waren aus der Vergangenheiten, Situationen die Enya oder ihre Mutter erlebt haben. Das war

Enya als Charakter gefällt mir überhaupt nicht. Zu Beginn konnte ich noch Sympathie für sie aufbringen, aber besonders am Ende war ich perplex. Diese Verhaltensweisen hätte ich ihr so, wie sie vorher beschrieben war, nicht zugetraut. Für mich gab es hier auch einen Logikfehler in der Handlung. Enya wird als wenig selbstbewusst und fast schon krankhaft altruistisch dargestellt. Sie versucht zu helfen, ihren Sohn und andere zu schützen, bleibt dabei aber nicht konsequent. Sie wirkt klein, lässt sich beeinflussen und kann kaum für sich einstehen. Gegen Ende wird auch noch vermittelt, dass sie skrupellos und berechnend sei. Irgendwie ergibt das keinen Sinn.

Die Handlung war zu Beginn sehr spannend. Durch den Unfall und das stückweise Aufdecken der Geschehnisse hatte ich viel Spaß daran, zuzuhören. Auch Zwischendurch kam immer wieder Spannung auf, besonders durch verschiedene Nebenfiguren. Das konnte aber nicht durchgehend bestehen bleiben. Ich bin dann doch öfters abgeschweift.

Das Ende war überraschend, aber nicht positiv gemeint. Wie schon weiter oben beschrieben, wurde Enyas Charakter (meiner Meinung nach) einmal komplett über den Haufen geworfen. Es wirkte alles so kurz, überstürzt und planlos geschrieben. Erst dachte ich noch, dass Erinnerungen lange verdeckt wurden. Der Eindruck wurde dann aber wieder negiert und ich stehe mit vielen Fragezeichen über dem Kopf da.

Fazit: Für mich das schwächste Buch von Cecelia Ahern.

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Veröffentlicht am 26.05.2025

seichte Fantasyliebe

A Fragile Enchantment
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"A Fragile Enchantment" von Allison Saft führt uns ins Königreich Avaland. Die magische Schneiderin Niamh darf für die königliche Hochzeit Kleidung entwerfen. Ihre Gabe: sie kann Emotionen und Erinnerungen ...

"A Fragile Enchantment" von Allison Saft führt uns ins Königreich Avaland. Die magische Schneiderin Niamh darf für die königliche Hochzeit Kleidung entwerfen. Ihre Gabe: sie kann Emotionen und Erinnerungen in den Stoff einnähen und dadurch Gefühle bei anderen hervorrufen. In dem ihr bisher fremden Königreich findet sie schnell Anschluss - vor allem in der Königsfamilie. Der Prinz und Bräutigam Kit hat sie besonders im Auge und eine zunehmend tiefe Verbindungen entsteht. Ist das Liebe? Wird er dennoch die vorbestimmte Prinzessin heiraten oder gesteht er sich die Gefühle für Niamh ein?

Auch wenn es hier die Auswahl nicht gibt, muss ich wieder angeben, dass ich das Hörbuch gehört habe. Aileen Wrozyna hat eine sehr angenehme Stimme, die ganz wunderbar zur Handlung passt. Ich habe ihr sehr gern zugehört.

Niamh ist ein sehr interessanter Charakter. Ich finde es toll, wie auf- und abgeklärt sie ist. Sie hinterfragt und gibt Contra, sogar beim Prinzregenten. Das ist in den wenigsten Büchern so und sehr erfrischend. Sie lässt sich von niemanden unterkriegen und verunsichern. Es ist etwas schade, dass die Handlung aus der Erzählperspektive geschrieben ist, da so die Gefühle und Gedanken nicht ganz so gut ausgedrückt werden konnten.
Kit ist ein eher grimmiger und wortkarger Charakter. Sein langsames Öffnen Niamh gegenüber war schön zu hören. Das machte ihn für mich Stück für Stück sympathischer und es war schön, mehr über ihn zu erfahren. Die Dialoge zwischen Niamh und Kit waren schön, aber mir fehlte die Romantik.

Es ist wahnsinnig viel passiert und teilweise auch in einer für mich enormen Schnelligkeit. Besonders am Ende konnte ich nicht mehr richtig folgen. Manche Kapitel musste ich dann zweimal anhören, da ich zwischendurch den Faden verloren hatte. Allgemein habe ich mir die Handlung viel romantischer und "verbotener" vorgestellt. Das war meiner Meinung nach, doch recht seicht und schnell war klar, wie es um die Gefühle der beiden steht und in welche Richtung es geht. Keine verbotenen Treffen, keine heimlichen Küsse - das war schade.

Die Idee mit der Klatschpresse (ähnlich wie bei Bridgerton) war eine schöne Idee, aber auch da hat mir etwas gefehlt. Der anonyme Autor wurde gefunden und dann war (nach einem mehr oder wenigen kleinen Ausraster) alles wieder in Ordnung. Mir fehlte da irgendwie der Mehrwert.

Interessant fand ich auch, dass es keine richtigen Bösewichte gab. Alle, die etwas gegen die Verbindung hatten, konnten gut abgeholt und umgestimmt werden. Das war auf die eine Art schön, auf die andere hat das aber etwas die Spannung genommen.

Fazit: Das Buch war eine schöne, leichte Liebesgeschichte, aber es fehlte das gewisse Etwas.

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Veröffentlicht am 22.03.2025

Ein Kind allein in der Natur - frei, aber egoistisch

Die Welt ohne Fenster
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Die junge Eepersip läuft von zuhause weg, um frei in der Wildnis zu leben. Erst trifft sie auf einer Wiese auf Rehe und Schmetterlinge, hat ein wunderbares Leben. Ihre Eltern wollen sie zurückbringen, ...

Die junge Eepersip läuft von zuhause weg, um frei in der Wildnis zu leben. Erst trifft sie auf einer Wiese auf Rehe und Schmetterlinge, hat ein wunderbares Leben. Ihre Eltern wollen sie zurückbringen, doch immer wieder entkommt Eepersip. Am Meer und schließlich in den Bergen findet sie ihr Glück!

Jackie Morris hat in dieser Schmuckausgabe wunderschöne Bilder zur Geschichte von Barbara Newhall Follet gemalt, die irgendwie auch etwas ganz sanftes und beruhigendes an sich haben. Die Handlung ist in 3 Bereiche aufgeteilt: Wiese, Meer und Berge; wobei die Wiese den größten Teil einnimmt. Geschrieben ist die Geschichte aus der Erzählperspektive.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich mit der Hauptfigur Eepersip überhaupt nicht warm geworden bin. Dieses Mädchen erscheint mir realitätsfern, egoistisch und überheblich. Allgemein erscheint mir die Geschichte an sich auch von Anfang an wenig realistisch. Ein Mädchen lebt allein in den verschneiten Bergen, nur mit einem Algenkleid/Blätterkleid? Das ist nur mit viel Fantasie möglich.
Die Storyline mit ihrer Schwester hat in mir auch ein großes Fragezeichen hinterlassen. Eepersip wirkte auf mich komplett egoistisch, wollte ihre Schwester bei sich haben (ohne die Konsequenzen zu bedenken) und diese ist einfach mitgegangen, obwohl sie vorher Zweifel geäußert hatte. Die Fähigkeit sich in andere hineinzuversetzen oder Rücksicht zu nehmen zeigte die Hauptfigur zu keiner Zeit. Ich finde, hier merkt man, dass ein Kind dieses Buch geschrieben hat.

Die Beschreibung der Natur war wirklich richtig toll und auch die Art und Weise, in welcher Harmonie die Hauptfigur in dieser gelebt hat. Auch das Ende, recht fantastisch angelegt, fand ich super. Der letzte Abschnitt war sehr tiefgründig und einfach nur schön.

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Veröffentlicht am 11.02.2025

seichte Liebesgeschichte mit viel "Ich liebe dich"

Bridgerton - Hochzeitsglocken für Lady Lucy
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"Hochzeitsglocken für Lady Lucy" ist der letzte Band der Bridgerton-Reihe von Julia Quinn. Nun ist es an Gregory, die große Liebe zu finden. Schnell hat er sich verliebt, glaubt er zumindest. Seine Angebetete ...

"Hochzeitsglocken für Lady Lucy" ist der letzte Band der Bridgerton-Reihe von Julia Quinn. Nun ist es an Gregory, die große Liebe zu finden. Schnell hat er sich verliebt, glaubt er zumindest. Seine Angebetete hat sich aber schon in einen anderen Mann verliebt, sehr zum Ärger von Gregory. Dann ist da noch die beste Freundin. Schnell weckt sie in ihm andere Gefühle. Ist das Liebe? Wenn ja, wird sie sich für ihn entscheiden - obwohl sie verlobt ist?

"Das große Hochzeitsfinale" ist für mich im Vergleich zu allen Büchern der Reihe das schwächste. Von Anfang an hatte ich Probleme Gregory nun als Mann im heiratsfähigen Alter anzunehmen, da ich ihn in den anderen Büchern als Kind erlebt habe. Mir hat in diesem Buch seine Charakterbeschreibung nicht gefallen: der junge Mann, der immer alles bekommen hat ohne große Anstrengungen zu unternehmen. Er wirkt "von oben herab", sieht sich als der eine Mann, den alle Frauen haben wollen. Auf mich wirkt Gregory nicht sympathisch (besonders am Anfang). Lucy als Charakter ist mir da viel angenehmer, wirkt eher charakterschwach. Sie traut sich nicht für ihre eigenen Gefühle und Gedanken einzustehen und will es den anderen immer recht machen. Die Kombination aus "sie will nicht sagen, was ist" und "er drängt sie, offen zu reden", ist auf Dauer anstrengend. Mehr als einmal bestanden Dialoge aus "Ich liebe dich" "Ich liebe dich auch". Die Tiefe der Dialoge hat mir doch ab und an gefehlt.

Ich finde es toll, dass viele andere Bridgertons in der Handlung auftauchen. So habe ich mich gefreut, dass Colin einen Part übernommen hat. Er ist in den Büchern nach seiner Hochzeit kaum vorgekommen. Ich fand es sehr erfrischend, dass Diskussionen mit Violet beschrieben wurden und Gregorys Charakterzüge besprochen wurden. Das ist in den anderen Büchern auch vorgekommen, aber hier ist es mir stärker aufgefallen.

Die Handlung an sich war schön, auf eine gewisse Art spannend, "plätscherte manchmal so dahin". Die Wendung am Ende war super. Ich hätte nicht gedacht, dass es nochmal einen neuen Impuls in Bezug auf die Verwicklungen von Lucys Onkel geben würde. Das war richtig klasse. So wurden die Figuren teilweise in ein anderes Licht gestellt.

Der neue Epilog war mir persönlich zu viel. Die Dramatik, die dort beschrieben wurde, fand ich unnötig. Der Epilog beginnt und endet mit einem Brief von Hyacinth an ihren Mann. Da es das Buch von Gregory ist fand ich das sehr schade.

Fazit: Eine seichte Liebesgeschichte mit vielen "Ich liebe dich"-Aussagen, Dramatik und einer guten Wendung am Ende.

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