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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.05.2025

Unter der Sonne Kaliforniens

Über den Wolken wohnen die Träume
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Dies war nun mein drittes Buch von Meike Werkmeister, und sicherlich wird es nicht mein letztes bleiben.
In ihrem neuen Roman 'Über den Wolken wohnen die Träume' fliegen wir diesmal mit der 17-jährigen ...

Dies war nun mein drittes Buch von Meike Werkmeister, und sicherlich wird es nicht mein letztes bleiben.
In ihrem neuen Roman 'Über den Wolken wohnen die Träume' fliegen wir diesmal mit der 17-jährigen Morlen über den Atlantik nach Kalifornien.
Für ein Mädchen von der Insel Norderney ist das ein aufregendes Abenteuer.
Es ist schön, dass sie in eine nicht ganz unbekannte Gastfamilie kommt. Heather, eine gute Freundin ihrer Mutter, braucht Unterstützung im Haushalt und bei der Betreuung ihrer kleinen Tochter Hazel, die an Diabetes erkrankt ist.
Da Morlen sowieso erstmal reisen möchte und noch nicht genau weiß, wohin es sie zieht, ergreift sie die Gelegenheit.
Die Geschichte wird immer abwechselnd aus Morlens und Heathers Sicht erzählt - und das ist wirklich super. So lernen wir beide Charaktere noch intensiver kennen und bekommen auch die Sichtweisen aller anderen Figuren aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln.
Das macht die Geschichte noch spannender und unterhaltsamer.
Dieser Roman bietet nicht nur kalifornisches Sonnenschein- und Surfer-Feeling, was richtig Lust auf Sommer, Sonne und Meer macht.
Gleichzeitig zeigt der Roman auf, wie die unterschiedlichen Probleme der Figuren aus Meike Werkmeisters Geschichte gelöst werden, und ich konnte mich sehr gut in die Charaktere hineinversetzen.
Es ist spannend zu lesen, wie alles zusammenkommt und sich im Laufe der Handlung entwickelt.
Im Nachwort ist mir dann bewusst geworden, dass ich einige bekannte Gesichter aus 'Sterne sieht man nur im Dunkeln' und 'Über dem Meer tanzt das Licht' wiedergetroffen habe.
Fand ich ziemlich witzig und, ich frage mich, warum mir das nicht vorher aufgefallen ist. 😅
Insgesamt ist es ein wirklich schöner, vielschichtiger Roman voller sommerlicher Vibes.

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Veröffentlicht am 01.04.2025

Immer weiter

Geht so
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Oh ja ... das Buch hat mir wirklich Spaß gemacht.
Bei 'Geht so' von Beatriz Serrano hat mich auf Anhieb so ziemlich alles angesprochen. Titel, Cover, Klappentext und es war klar ... das mag ich lesen. ...

Oh ja ... das Buch hat mir wirklich Spaß gemacht.
Bei 'Geht so' von Beatriz Serrano hat mich auf Anhieb so ziemlich alles angesprochen. Titel, Cover, Klappentext und es war klar ... das mag ich lesen.
Und ich wurde nicht enttäuscht.
Marisa hasst ihren Job und diese tägliche Überwindung hingehen zu müssen so sehr, dass ihr selbst die schlimmsten Szenarien lieber wären.
Das Einzige, was ihr durch den Tag hilft, sind ihre Beruhigungspillen und stundenlange YouTube-Sessions.
Diese kleinen Filmchen helfen ihr beim Abschalten.
Der Super-GAU ist das anstehende Teambuilding-Event.
Das kann man doch nur mit schwarzem Humor und Drogen überstehen.
Das Ende von diesem Roman ist noch das absurde i-Tüpfelchen.
Herrlich.
Dieser Roman bietet viel. Oft ist das geschriebene sehr klug, so ehrlich, dass es weh tut, traurig und zugleich super witzig.
Ich bin ein großer Fan von Marisa und ihrer zynischen Art.
Mehrmals musste ich schmunzeln und der ein oder andere Lacher kam auch durch.
Dann aber hab ich mir das, worüber ich eben noch gelacht habe, nochmal durch den Kopf gehen lassen und schon war da nur noch ein betroffenes "Oh" 😬.
Ein sehr unterhaltsames Buch mit ernstem Kern und wichtiger Botschaft.
Eine große Leseempfehlung meinerseits.

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Veröffentlicht am 15.03.2025

Eine starke Frau geht ihren Wrg

Eine Frage der Chemie
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Elizabeth Zott, was für eine coole Protagonistin.
Ich habe tatsächlich mal kurz gegoogelt, ob der Roman „Eine Frage der Chemie“ von der Autorin Bonnie Garmus auf einer wahren Begebenheit beruht. 😂
Ich ...

Elizabeth Zott, was für eine coole Protagonistin.
Ich habe tatsächlich mal kurz gegoogelt, ob der Roman „Eine Frage der Chemie“ von der Autorin Bonnie Garmus auf einer wahren Begebenheit beruht. 😂
Ich hätte es mir wirklich gewünscht, sie ist einfach so gut beschrieben und viele Ereignisse im Buch sind mit Sicherheit schon millionenfach so passiert und da bräuchte es einfach eine Elizabeth Zott, die den Herren der Gesellschaft mal zeigt, wo es langgeht.
Elizabeth ist Chemikerin und eine richtig gute noch dazu.
Es ist wahrlich nicht einfach, in einer männerdominierten Gesellschaft der 1960er Jahre in einem wissenschaftlichen Beruf bestehen zu können und die wohlverdienten Lorbeeren auch selber ernten zu können.
Ein spannender Twist im Buch ist Elizabeths Fernsehkarriere als Gesicht der Kochshow „Essen um sechs“.
Die kluge Wissenschaftlerin verknüpft gekonnt ihre Liebe zur Chemie und ihr Talent als Köchin und inspiriert damit viele Damen vor den Fernsehgeräten.
Sehr gerne mochte ich auch den Teil zwischen Elizabeth und Calvin Evans, dem brillanten Nobelpreiskandidaten.
Einer der wenigen Männer den ihr heller Verstand nicht abschreckt, sondern ganz im Gegenteil sehr anzieht.
Neben Zott selbst ist der zweite Star des Buches ihr schlauer Hund Halbsieben.
Ein treuer Gefährte durch Höhen und Tiefen und einem so lieben Wesen.
Ein wirklich unterhaltsames Buch mit wichtigen feministischen Aspekten und tollen Figuren.
Wer ebenfalls gerne Romane über starke Frauen liest, greift zu.
Leseempfehlung!!!

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Veröffentlicht am 26.02.2025

Wie die Liebe klingt

Für Polina
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Vorab schon mal... Das war sooo gut!
Der Roman 'Für Polina' von Takis Würger hat bei mir eine Menge unterschiedlicher Emotionen hervorgerufen und die meisten davon gingen mitten ins Herz.
So muss sie doch ...

Vorab schon mal... Das war sooo gut!
Der Roman 'Für Polina' von Takis Würger hat bei mir eine Menge unterschiedlicher Emotionen hervorgerufen und die meisten davon gingen mitten ins Herz.
So muss sie doch sein, die perfekte Unterhaltung.
Und darum gehts:
Hannes und Polina kennen sich schon ein Leben lang und wachsen quasi zusammen auf.
Trotz ihrer großen Gegensätze haben die zwei eine so innige Verbindung die wirklich schön mitzuerleben ist.
Polina ist die pfiffige, der Wirbelwind und Hans Dampf in allen Gassen. Aber es steckt auch eine gewisse Schwermut in ihr.
Hannes ist ein ruhiger, lieber Junge der gerne mit seinen Gedanken für sich ist. Manche halten ihn für nicht besonders helle, dabei ist er einfach nur anders.
Er findet heraus das Musik das Medium ist mit dem er sich mitteilen kann und das alte Klavier in der Moorvilla wird sein Sprachrohr.
Damit versucht er Polina von seinen Gefühlen für sie zu 'erzählen' und komponiert ihre ganz eigene Melodie.
Die schöne und unbeschwerte Zeit im Moor mit seiner Mama Fritzi, dem kauzigen und liebenswerten Heinrich, Polina und ihrer Mutter Günes nimmt ein jehes Ende und Hannes verliert seine Musik und damit auch ein Stück sich selbst.
Viele Jahre begleiten wir Hannes beim Erwachsenwerden und seiner ständigen Sehnsucht nach Polina.
Ob Hannes seine Musik und Polina wiederfinden wird, solltet Ihr selbst herausfinden.
Ein wirklich schöner Roman mit perfekten/unperfekten Figuren von denen ich fast alle in mein Herz geschlossen habe.
Die Charaktere sind allesamt recht überspitzt, aber das mochte ich.
Wer hätte zum Beispiel nicht gerne so einen Kumpel wie Bosch, den hünenhaften Klavierträger.
Ob ich den Roman empfehlen kann?
Hast du Tollkraut gegessen!
(🤫 Das heißt ja)

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Veröffentlicht am 25.01.2025

Flieg Billie

BILLIE »Ich fliege Himmel an mit ungezähmten Pferden«
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So, nun habe ich 'Billie' von Stefan Cordes beendet und bin wirklich sehr zufrieden.
Ich wollte das Buch schon vorm Lesen so gerne mögen und war fast schon aufgeregt bei den ersten Seiten 😅. Klingt seltsam, ...

So, nun habe ich 'Billie' von Stefan Cordes beendet und bin wirklich sehr zufrieden.
Ich wollte das Buch schon vorm Lesen so gerne mögen und war fast schon aufgeregt bei den ersten Seiten 😅. Klingt seltsam, oder?!
Aber was soll ich sagen...
Jackpot, ich wurde nicht enttäuscht.
Es dreht sich alles um Billie, eigentlich Sibylla Schwarz und ihrem recht kurzen Leben im 17. Jahrhundert.
Inmitten von Krieg und Krankheit hält der jüngste weibliche Spross der Greifswalder Familie Schwarz an ihrer Liebe zu Worten und Sprache fest. Sie tut was nicht viele Frauen zu dieser Zeit tun, Sie dichtet.
Angeregt durch Petrarcas Werke kämpft Billie darum gehört zu werden.
Nicht einfach in einer Zeit in der es verpönt ist das Frauen überhaupt lesen und schreiben lernen. Selbst von ihrer eigenen Familie wird es nur missbilligend zur Kenntnis genommen.
Alleine ihre Schwester Emi, mein Liebling des Romans, findet Gefallen an ihrer Kunst.
Da ich ehrlich gesagt vorher noch nie von Sibylla Schwarz gehört habe, finde ich es umso besser sie nun zu kennen.
Ein historischer Roman mit vielen wertvollen feministischen Ansätzen auf moderne Weise erzählt.
Der wirklich schöne Schreibstil lässt einen nur so durch die Seiten fliegen und ich habe immer ein paar Kapitel mehr gelesen und dafür Schlaf geopfert😉.
Ich mag es sehr das sich Stefan Cordes eine in Vergessenheit geratene, weibliche Dichterin ausgesucht hat.
Ein toller Debütroman über eine interessante Persönlichkeit.
Fliegt mit Billie und ihren ungezähmten Pferden und lest dieses Buch.

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