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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.11.2025

Cozy Herbstlektüre

A Dark and Secret Magic
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Ich bin mit meiner Rezi zwar schon wieder ein bisschen "too late to the Party", aber was soll ich sagen - so viele Bücher, so wenig Zeit. 📚
Und ja, ich weiß, es gibt bereits unzählige Beiträge zu diesem ...

Ich bin mit meiner Rezi zwar schon wieder ein bisschen "too late to the Party", aber was soll ich sagen - so viele Bücher, so wenig Zeit. 📚
Und ja, ich weiß, es gibt bereits unzählige Beiträge zu diesem Buch, aber da müssen wir jetzt einfach gemeinsam durch. 😉

Das Wichtigste gleich vorweg: Es ist einfach ein wunderschönes Buch! Ich kann jeder begeisterten Rezension nur aus tiefsten Herzen zustimmen.

Die meisten kennen die Geschichte vermutlich schon.
Wir lernen Hekate - genannt Kate - kennen, die sympathische Heckenhexe, und verbringen eine wundervolle Zeit in ihrem muckeligen Cottage am Waldrand. Halloween und ihr 31. Geburtstag stehen bevor, und es gibt jede Menge zu tun. Doch plötzlich steht Matthew, ein alter Bekannter, vor ihrer Tür - und auf einmal wird alles viel aufregender, als Kate es sich je hätte vorstellen können.
Dunkle Geheimnisse kommen ans Licht, Blutmagie wird gewirkt ... und ob zwischen den beiden vielleicht noch mehr ist als alte Freundschaft? Das müsst ihr selbst herausfinden. 🌟

Ich hatte schon lange kein Fantasybuch mehr in der Hand - und dieses hier war einfach die perfekte Rückkehr in das Genre. Eine absolute Herbstlektüre zum Einkuscheln! 🍂
Alles ist so liebevoll beschrieben: Die Figuren, die Magie, das kleine Städchen Ipswich, das imposante Herrenhaus - und natürlich Kates Cottage, das ich mir beim Lesen bildlich vorstellen konnte. Am liebsten würde ich dort selbst mit Kater Merlin auf dem Schoß vor dem Kamin sitzen. 🐈‍⬛🔥

Wallis Kinney hat mit 'A Dark and Secret Magic' eine wunderbar atmosphärische und magische Welt erschaffen, in die man nur zu gern eintaucht. Von mir gibt's eine ganz große Leseempfehlung - von Herzen. 💖

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Veröffentlicht am 30.08.2025

Schreiblust

Die Briefeschreiberin
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Auf diesen Roman war ich wirklich gespannt und hatte tatsächlich auch leise Bedenken - ein komplettes Buch in Briefform, ob das funktioniert?!
Was soll ich sagen ... Ja, funktioniert und das auch noch ...

Auf diesen Roman war ich wirklich gespannt und hatte tatsächlich auch leise Bedenken - ein komplettes Buch in Briefform, ob das funktioniert?!
Was soll ich sagen ... Ja, funktioniert und das auch noch richtig, richtig gut.
Die 73-jährige Sybil van Antwerp, geborene Stone, Juristin im Ruhestand und ehemalige Referentin und rechte Hand eines erfolgreichen Richters, 3-fach-Mutter, geschieden und, was ich besonders schön fand - begeisterte Buchliebhaberin.
Sie begleiten wir durch ihre Vergangenheit und das Hier und Jetzt.
Das geschriebene Wort ist ihre favorisierte Ausdrucksform, da kann sie vorher genau überlegen, was sie zu sagen hat, und Sybil hat viel zu sagen.
Ich bin völlig eingetaucht in ihren Briefwechsel mit Freunden, Familie, Verehrern und Unbekannten.
Ich fand ihre ehrliche Art äußerst erfrischend und habe oft geschmunzelt, aber auch mitgelitten oder mich über Sybil geärgert, wenn sie doch wieder mal überraschend kritisch über zwei ihrer Kinder spricht.
Im hinteren Teil des Buches gibt es ein Verzeichnis der Menschen, mit denen sie schreibt, und nach und nach entwickelt sich eine Geschichte, ein Leben.
Ein sehr schöner und kurzweiliger Roman, der mich komplett mitgenommen hat in Sybils Welt.
Ich hatte viel Freude an dem Roman und habe immer gerne danach gegriffen.
Überzeugt Euch gerne selbst.

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Veröffentlicht am 17.08.2025

Eine verhängnisvolle Affäre

Bittersüß
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Einmal schon vorweg mein Fazit - der Roman 'Bittersüß', geschrieben von Hattie Williams, ist so gut und intensiv, ich hätte noch weiterlesen können.
Charlie ist Anfang 20 und arbeitet als Presseassistentin ...

Einmal schon vorweg mein Fazit - der Roman 'Bittersüß', geschrieben von Hattie Williams, ist so gut und intensiv, ich hätte noch weiterlesen können.
Charlie ist Anfang 20 und arbeitet als Presseassistentin in einem renommierten Londoner Verlag.
Es ist definitiv ihr Traumjob und mit viel Engagement erarbeitet sie sich die Anerkennung ihrer Vorgesetzten Cecile und bekommt immer mehr Verantwortung übertragen.
Einen absoluten Fangirl-Moment hat Charlie, als sie auf den berühmten Autor Richard Aveling trifft.
Sie bewundert und schwärmt schon seit Jugendtagen für ihn und sein stetig steigendes Interesse an ihr lässt sie quasi schweben.
Der verheiratete und dazu noch 30 Jahre ältere Richard wickelt die junge Charlie um den Finger und eine Affäre, basierend auf psychischer Abhängigkeit, Machtmissbrauch und bittersüßen Momenten, beginnt.
Das Setting rund um das Verlagswesen hat mir sehr gut gefallen und lässt wahrscheinlich das Herz eines jeden Bookies höher schlagen.
Dieser starke und eindringlich geschriebene Roman aus Charlies Sicht lässt einen ganz tief eintauchen in ihre Gefühlswelt.
Entgegen einigen Meinungen empfand ich Charlie nicht als naiv, sondern als sehr authentisch beschrieben.
Ich finde, mit Anfang 20 ist es doch recht realistisch, dass man sich noch nicht zur Gänze gefunden hat und ein 30 Jahre älterer und voll im Leben stehender Mann einen durchaus stark beeinflussen kann.
Sie selbst sieht sich schon von Geburt an als nicht wie andere, mit einem Hang zum Düsteren.
Kein Wunder - dadurch, dass sie im Alter von 16 Jahren ihre Mutter verliert und auch andere negative Erfahrungen macht, trägt sie einige Traumata mit sich herum.

"Es war sehr niedlich, ihn so glücklich zu sehen, selbst für mich, die ich nichts spürte."

Auch diese toxische Beziehung sieht sie sehr realistisch, ist aber einfach nicht in der Lage auszubrechen.
Ich liebe alle Charaktere in dem Roman - Charlie mit ihren tollen Freunden Ophelia und Eddy, ihre Vorgesetzte Cecile, Charlies Familie, Finn etc. Und natürlich empfand ich große Abneigung Richard gegenüber.
Dieses Buch ist bitter, es bewertet zwar nicht, aber es erzählt, zeigt auf und tut weh.
Es beschönigt nicht, sondern lässt auch das Hässliche zu.
Auf der anderen Seite ist es süß, da es auch von schönen Momenten, wertvollen Freundschaften und unerwarteter Unterstützung voller Verständnis erzählt.
Von mir gibt es eine ganz klare Empfehlung, ich habe diesen Roman sehr gerne gelesen.

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Veröffentlicht am 14.06.2025

Bis zu den Sternen und zurück

Atmosphere
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Mein potentielles Lesehighlight des Jahres! 🙂
Ich durfte wieder einmal wundervolle Lesestunden erleben.
In 'Atmosphere' von Taylor Jenkins Reid ist für jeden etwas dabei - Liebe, Drama, Spannung, Familie, ...

Mein potentielles Lesehighlight des Jahres! 🙂
Ich durfte wieder einmal wundervolle Lesestunden erleben.
In 'Atmosphere' von Taylor Jenkins Reid ist für jeden etwas dabei - Liebe, Drama, Spannung, Familie, Freundschaften, das Weltall und starke Frauenfiguren. Das Buch bietet Momente zum Lachen, und ich habe auch ein paar Tränen verdrückt.
Wir begleiten Joan Goodwin in den Jahren 1980 bis 1984 auf ihrem aufregenden Weg zur Astronautin.
Zusammen mit einigen weiteren Charaktere, die man schnell ins Herz schließt, kämpf sie sich durch die anspruchsvolle Ausbildung bei der NASA am Johnson Space Center in Houston.
Joan ist mit Leib und Seele Astrophysikerin, doch ihr größter Traum ist es, als erste Frau ins Weltall zu fliegen - ein Ziel das ihr einiges abverlangt.
Ihr Herz gehört dabei aber auch ihrer absoluten Lieblingsperson, Frances, ihrer Nichte.
Während es Frances' Mutter, Barbare, oft an Empathie und Herz fehlt, gleicht Joan dies auf eine so liebevolle Weise aus, die mich tief berührt hat.
Als Joan sich dann auch noch zum ersten Mal richtig verliebt, scheint ihr Glück perfekt - doch wie so oft im Leben fordert das Gute auch seine Opfer.
Ich möchte nicht zu viel verraten, sondern empfehle, das Buch lieber selbst zu entdecken.
Nachdem ich im Vorfeld des öfteren von ein paar Längen im Mittelteil gelesen habe, hatte ich so meine Vorbehalte.
Doch völlig zu Unrecht.
Das Buch hat mich total abgeholt und begeistert. Das Thema Weltall und der Weg dorthin haben mir besser gefallen als ich vermutet habe.
Alle Charaktere sind so gut ausgearbeitet, dass man sie sofort ins Herz schließt.
Joan ist jemand, die man sofort als Freundin haben möchte, und die gesamte Clique, inklusive ihrer eigenwilligen Persönlichkeiten, ist äußerst sympathisch. Ein bisschen Gegenwind gibt es natürlich auch - eine absolute Antiperson ist ebenfalls dabei, somit sind Aufreger-Momente garantiert.
Ich hatte eine äußerst unterhaltsame Lesezeit und freue mich schon sehr auf weitere Werke der Autorin, die noch vor mir liegen. 🥰

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Veröffentlicht am 30.05.2025

Vom Trauern und Heilen

Die Frau und der Fjord
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So, nun bin ich zurück von meiner Lesereise nach Norwegen zu den Lofoten, und was soll ich sagen - es war einfach wunderschön.
Auf den Roman 'Die Frau und der Fjord' von Anette Strohmeyer habe ich mich ...

So, nun bin ich zurück von meiner Lesereise nach Norwegen zu den Lofoten, und was soll ich sagen - es war einfach wunderschön.
Auf den Roman 'Die Frau und der Fjord' von Anette Strohmeyer habe ich mich schon im Vorfeld sehr gefreut. Das hübsche Cover, das traumhafte Setting und der vielversprechende Klappentext haben mich sofort angesprochen.
Wir begleiten Gro Kristjánsdóttir, die nach dem tragische Tod ihres Ehemanns einen Weg aus dem tiefen Tal der Trauer finden muss.
Während sich die einen ablenken, sucht Gro die Einsamkeit, um zu heilen.
Sehr authentisch wird beschrieben, wie schwer das Trauern um einen geliebten Menschen ist - doch noch viel schwerer ist der Heilungsprozess.
Obwohl Gro die Einsamkeit sucht und auch genießt, sind es die kleinen und großen Begegnungen mit Menschen und Tieren, die sie allmählich zurück ins Leben führen.
Neben den anschaulichen Naturbeschreibungen - der Flora und Fauna, den Jahreszeiten und Herausforderungen des Lebens in einem einsam gelegenen Fjord - fand ich auch die Rückblicke auf ihre Arbeit als Geologin auf einer Ölplattform äußerst spannend. Man kennt diese riesigen Bohrinseln oft nur aus der Ferne, und ich finde sie immer beeindruckend, aber auch etwas furchteinflößend.
Das Setting des rauen norwegischen Fjords auf den Lofoten ist absolut mein Ding, und ich habe die atmosphärischen Naturbeschreibungen so sehr genossen, dass das ganze Buch damit gefüllt sein dürfte.
Im letzten Drittel gibt es ein Zwischenspiel, das eher in einen Krimi passen würde. Diesen Abschnitt hätte ich nicht vermisst, da er für mich eher störend wirkte.
Das Ende wiederum hat mir sehr gefallen.
Gut fand ich auch die Einteilung in die vier Jahreszeiten. Beginnend mit dem Winter begleitet man Gro ein ganzes Jahr.
Die Sprache ist wunderschön und ich habe viele Stellen markiert, z.B.:
"Ihre Augen tranken das pastellfarbene Licht, das draußen schwerelos über den Fjord schwebte."
"Wäre sie irgendwann wieder in der Lage, diese Leichtigkeit zu spüren, die der Juni einem mit seinem warmen Atem unter die Flügel blies?"
Es ist ein ruhiger, teils trauriger, aber auch spannender und vor allem hoffnungsvoller Roman, der nachwirkt und mir sehr gut gefallen hat.
Eine ganz klare Leseempfehlung meinerseits. 🥰

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