Krieg hat noch niemanden glücklicher gemacht, und ich habe mich immer gefragt was bewegt Menschen dazu solche Dinge wie hier in diesem Buch aufgegriffen werden zu tun, wie leben sie selber danach weiter? ...
Krieg hat noch niemanden glücklicher gemacht, und ich habe mich immer gefragt was bewegt Menschen dazu solche Dinge wie hier in diesem Buch aufgegriffen werden zu tun, wie leben sie selber danach weiter? Dieses Buch für Kinder ab 7 Jahren setzt sich mit einem sehr wichtigen Thema des Krieges und der Jugendverfolgung auseinander. Wie kann man von jemandem gehasst und verfolgt werden, den man gar nicht kennt, und der einen nicht kennt? Wie ist es, wenn Familien auseinandergerissen werden, sich ganze Lebensabschnitte ändern, man einer ungewissen Zukunft entgegengeht oder auch stirbt? Dieses Buch sollte begleitend mit Kindern gelesen werden, es wird viele Fragen aufwerfen und ob es auf jede eine Antwort gibt, wahrscheinlich nicht, dennoch können Kinder und Erwachsene in diesem sehr berührenden Buch sich auf eine Reise begeben und lernen es vielleicht heute besser zu machen, oder eben zu verhindern das es das nie wieder gibt. Ein jüdisches Sprichwort sagt „Mit der Dummheit allein kommt man nicht durch; man braucht auch noch ein bisschen Frechheit dazu“. Vielen Dank.
Das wird toll sagen die Eltern von Susanne, sechs Wochen an der See in St. Peter Ording, sechs Wochen spielen und toben, du wirst sehen, das ist wie Ferien. Mit gemischten Gefühlen fährt Susanne mit dem ...
Das wird toll sagen die Eltern von Susanne, sechs Wochen an der See in St. Peter Ording, sechs Wochen spielen und toben, du wirst sehen, das ist wie Ferien. Mit gemischten Gefühlen fährt Susanne mit dem Zug gen Norden und hinein in eine Zeit voller Spielen, toben… nein in eine Zeit mit Heimweh, autoritärer Erziehungsstil, Demütigungen, psychischer und physischer Gewalt, stupide Freizeitgestaltung und miserablem Essen. Aber auch kleinen Freundschaften die das Leben dort ein wenig erträglicher machen und die Kinder lernen sich zu wehren, und schaffen es letztendlich den sogenannten „Tanten“ ein Schnippchen zu schlagen. Doch dann kommt es zu einem Vorfall den Susanne ihr Leben lang nicht vergessen wird. Die Folgen diese Kinderkur hat letztendlich Susannes ganzes Leben geprägt. Als Susanne nach langer Zeit, den so eine Kinderkur wurde verlängert, wenn man nicht gehorsam war, doch wieder nach Hause fährt ist sie verändert und die Eltern glauben ihr nicht als sie erzählen möchte. Erst viele Jahre später als ihr Mutter in einem Pflegeheim schwach und dement ihre letzten Tage erlebt scheint ein Gespräch zu zeigen das die Mutter doch geahnt hat was Susanne damals geschehen ist, man fragt sich warum hat niemand etwas getan, vielleicht hat man den Kinder wie auch hier Susanne einfach nicht geglaubt das so etwas möglich ist und in den 60er Jahren war körperliche Züchtigung normal unter dem Motto ein Klapps hat noch keinem Kind geschadet. Ein Buch was trotz der schwere Thematik sehr warmherzig, offen und schön geschrieben ist, das Cover könnte nicht besser sein, den „Am Meer ist es schön“. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und kann es nur weiterempfehlen, gerade weil solche Geschichten nicht vergessen werden dürfen. Vielen Dank.
Ideal für Einsteiger steht oben im Klappentext und genau das ist es auch, ein Buch was die kleinsten einsteigen lässt, in die große Aufgabe „ich werde groß und gehe jetzt aufs Töpfchen“. Spielerisch hierdurch ...
Ideal für Einsteiger steht oben im Klappentext und genau das ist es auch, ein Buch was die kleinsten einsteigen lässt, in die große Aufgabe „ich werde groß und gehe jetzt aufs Töpfchen“. Spielerisch hierdurch die Kinder an alltägliches zu gewöhnen macht dann auch den kleinen Spaß und wenn es am Ende zum Erfolg führt können kleine ganz groß werden. Ich finde dieses spielerische Lernsystem der tiptoi Reihe für Kinder ab zwei Jahren sehr ansprechend, kinderleicht und toll illustriert, was das Thema für Kinder dann auch selbstständig erlebbar macht. Und zum Ende dann ein Hörspiel was noch einmal alles zusammenfast, also auf ins Abenteuer groß werden. Ihr wisst doch „das schaffe ich doch, ist doch kinderleicht 😊. Ich wünsche allen Kindern viel Freude mit diesem Buch, auf ins große Abendteuer, ihr schafft das schon. Vielen Dank und liebe Grüße
Ich glaube ich habe schon lange nicht mehr so viel gelacht wie beim Lesen von diesem Buch, eine Geschichte mit Augenzwinkern. Annes Mutter verkündet zum Entsetzen aller anwesenden auf der Feier ihrer goldenen ...
Ich glaube ich habe schon lange nicht mehr so viel gelacht wie beim Lesen von diesem Buch, eine Geschichte mit Augenzwinkern. Annes Mutter verkündet zum Entsetzen aller anwesenden auf der Feier ihrer goldenen Hochzeit, dass sie sich nach vielen gemeinsamen Jahren von Ihrem Mann trennen wird. Nachdem die Hochzeitsgesellschaft aus der ersten Schockstarre erwacht ist setzt sie freudestrahlend noch einen drauf und präsentiert ihren neuen Lebensgefährten einen 15 Jahre jüngeren Mann. Damit ist für die Mutter alles erledigt, ihr Mann wird kurzerhand bei seiner Schwester geparkt, für betreutes Faulenzen und sie genießt mit ihrem neuen Lebensgefährten die eigentliche Hochzeitsreise nach Rom. Nur die Tochter Anne tut sich schwer, wie kann die Mutter nur, was soll den nun aus ihrem Vater werden, kann nicht alles so bleiben wie es ist? Doch der Ausbruch der Mutter, der Weg in eine neue Liebe ist nicht nur ein Schock für Anne, sondern birgt auch für sie die Chance ihr eigenes Leben zu überdenken, ein Job der ihr eigentlich gar keinen Spaß macht und ein Mann der sich schon lange nach jüngeren umsieht. Da kommt Tom in ihr Leben, doch auch Tom ist jünger wie Anne, warum muss man das eigentlich betonen das auch er jünger ist. Das sich Annes Mann nach jüngeren Frauen umsieht scheint normal. Dieses Buch ist eine turbulente Reise und führt letztendlich zu der Erkenntnis das egal wie alt man ist, es nie zu spät für einen neue Liebe ist, lassen wir es doch mal drauf ankommen, nur so kann neues entdeckt und gelebt werden. Ich habe dieses Buch mit viel Schmunzeln gelesen, genau das richtige für aufs Sofa setzten und kleine Augenblicke des „es geht mir gut“ zu genießen. Vielen Dank.
Dieses Buch hat mich sofort interessiert, bietet es dem Leser einen interessanten Einblick in das Leben in China. Peking, die riesige Hauptstadt Chinas, kann auf eine dreitausendjährige Geschichte zurückblicken, ...
Dieses Buch hat mich sofort interessiert, bietet es dem Leser einen interessanten Einblick in das Leben in China. Peking, die riesige Hauptstadt Chinas, kann auf eine dreitausendjährige Geschichte zurückblicken, dieses Buch ist ein Teil der Geschichte, eine Geschichte über Lai und ihre Familie. Wie hat Lai und ihre Familie gelebt in einem Land das durch den Parteistaat Menschrechte wie Meinungs-, Versammlung-, Religions- oder Pressefreiheit einschränkt? Das Buch ist nicht Politisch oder regimekritisch geschrieben, vielleicht wäre das auch jetzt noch nicht möglich, dieses Buch so in China zu veröffentlichen. Doch um was geht es in dieser von der Autorin fiktiven Geschichte mit autobiographischen Zügen? Der Leser lernt Lai kennen, die mit ihrer Familie in einem Arbeiterviertel in Peking lebt, die vorherrschenden Lebensbedingungen können wir uns in unserer westlichen Welt vermutlich nur sehr schwer vorstellen. Ein Familienkonstrukt ergibt sich quasi von selbst, eine Generation wechselt in die nächste, aber alle scheinen in ihrem privaten Rückzug zu leben, einer Ablehnung, wenig Zuneigung und betretenes Schweigen. Doch kann man eine Geschichte verschweigen, man spürt beim Lesen wie groß die Angst ist bloß nicht aufzufallen, nicht hochzusehen. Der Leser erlebt Lai von ihrer Kindheit bis hin ins Erwachsenenalter, Lai entdeckt für sich die Sprache der Bücher was ihr letztendlich auch den Weg auf die renommierten Universität in Peking ebnet. Lai hat durch ihre vermeidliche Zurückhaltung indirekt sehr viel zu sagen, was in sehr warmer Schreibweise immer wieder in das Buch einfließt und die Geschichte tragend erzählt. Bereits an Kind erfährt Lai durch einen Kindlichen Leichtsinn die Härte des Regimes, was sie nie vergessen wird. Das Buch bietet auch mehrere Einblicke in Traditionen in China, Lais Großmutter zum Beispiel nähte Lederschuhe für Frauen mit Lotusfüßen, das Füßebinden war ein bis ins 20. Jahrhundert in China verbreiteter Brauch, bei dem die Füße von kleinen Mädchen durch Knochenbrechen und anschließendes extremes Abbinden irreparabel deformiert wurden, es galt als Schönheitsideal. Ein weiterer wichtiger Aspekt in der Geschichte ist die studentische Protestbewegung 1989 auf dem Der Tian’anmen-Platz oder Platz (am Tor) des Himmlischen Friedens, Lai wird Teil dieser Bewegung, die Autorin Lai Wen hat selbst an dieser Protestbewegung teilgenommen was dem Roman eine authentische Tiefe verleiht. China hat bis heute die allgemeine Berichterstattung zum Vorfall auf dem Platz des Himmlischen Friedens zwar nicht aus den Köpfen der Menschen gelöscht, aber aus den Geschichtsbüchern und Nachrichten, ein erzwungenes Vergessen. Nur noch ältere Chinesen wissen etwas über das wahre Geschehen. Ich fand dieses Buch sehr interessant und bewegend geschrieben, ich habe es sehr gerne gelesen und möchte andere Leser dazu einladen, ein sehr lohnenswertes Debüt. Vielen Dank.