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Veröffentlicht am 28.12.2020

spannender Krimi

Ohne Schuld
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Ich habe das Hörbuch von Charlotte Link "Ohne Schuld" gehört und war sehr gespannt auf die Geschichte.

Inhalt: Ein wolkenloser Sommertag, die Hitze drückt aufs Land. Im Zug von London nach York zielt ...

Ich habe das Hörbuch von Charlotte Link "Ohne Schuld" gehört und war sehr gespannt auf die Geschichte.

Inhalt: Ein wolkenloser Sommertag, die Hitze drückt aufs Land. Im Zug von London nach York zielt ein Fremder mit einer Pistole auf eine Frau. Sie entkommt in letzter Sekunde. Zwei Tage später: Eine junge Frau stürzt mit ihrem Fahrrad, weil jemand einen dünnen Draht über den Weg gespannt hat. Sie ist sofort bewusstlos. Den folgenden Schuss hört sie schon nicht mehr. Die Frauen stehen in keiner Verbindung zueinander, aber die Tatwaffe ist dieselbe. Kate Linville, neu bei der North Yorkshire Police, wird sofort in die Ermittlungen hineingezogen. Sie kommt einem grausamen Geheimnis auf die Spur und gerät selbst in tödliche Gefahr. Denn der Täter, der eine vermeintliche Schuld rächen will, gibt nicht auf...

Meine Meinung: Das Hörbuch wird von Claudia Michelsen gelesen, die dem Hörbuch mit ihrer Stimme, die richtige Spannung einhaucht. Von Anfang an ist die Geschichte fesselnd und der Spannungsbogen hält sich bis zum Schluss. Nachteil war allerdings, dass Claudia Michelsen für meinen Geschmack etwas zu langsam gelesen hat, wodurch ich aufgrund der Vielzahl der Personen und dem Wechsel der Perspektiven und der Zeitsprünge häufig den Faden verloren habe. Hier hätte ich mir gewünscht im Buch zurückblättern zu können, um verschiedene Passagen noch einmal zu lesen.

Ansonsten fand ich die Geschichte sehr interessant. Es handelt sich um den 3. Band der Kate Linville Reihe, der allerdings ohne Probleme als Einzelband gehört oder gelesen werden kann. Die Charaktere waren allesamt undurchsichtig und ich wußte bis zur Mitte der Story nicht, wie sich der Kreis schließt. Zwar war der Fall zum Ende hin bereits gelöst, aber dennoch kam es zu einem fulminanten Ende, so wie ich mir einen Krimi letztlich vorstelle. Schade war allerdings dennoch, dass für mich zu viele Fragen offen blieben. Dies lässt allerdings darauf hoffen, dass es noch einen weiteren Band geben wird.

Fazit: Insgesamt fand ich das Hörbuch gut, würde aber bei diesem Buch eher das Lesen des Buches empfehlen. Für den Krimi an sich gibt es von mir aber auf jeden Fall eine Leseempfehlung und 4/5 Sternen.

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Veröffentlicht am 08.05.2026

Thriller in klirrender Kälte

Polarblut - Tödliches Leuchten
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In der eisigen Dunkelheit von Tromsø erschüttert ein brutaler Mord die verschneite Idylle. Der erfolgreiche Tourismusunternehmer Glen Solberg wird vor seinem Haus tot aufgefunden, mit einem Kopfschuss ...

In der eisigen Dunkelheit von Tromsø erschüttert ein brutaler Mord die verschneite Idylle. Der erfolgreiche Tourismusunternehmer Glen Solberg wird vor seinem Haus tot aufgefunden, mit einem Kopfschuss aus nächster Nähe hingerichtet. Noch bevor Anta Thorsen und Hans Vigeland von der Polizei Tromsø Antworten finden können, geschieht ein zweiter Mord. Tief im Schnee, in einer abgelegenen Hütte, wird ein Mann in einen Hinterhalt gelockt und erstochen – ausgerechnet in einer Nacht, in der die Nordlichter besonders hell über den Himmel tanzen. Zwei Tote. Zwei Tatorte. Und es gibt nur stumme Zeugen: die Polarlichter.

Norwegen, große Weite, klirrende Kälte und das Farbenspiel der Polarlichter. Genau diese Atmosphäre vermittelt Tuva Brø in ihrem neuen Kriminalroman „Polarblut“. Der Schreibstil ist angenehm, die Handlung eher ruhig. Anta und Hans sind zwei ungewöhnliche Ermittler, mit Ecken und Kanten und eigenen Problemen, wobei mir die beiden allerdings sehr distanziert wirkten.

Der Fall an sich war interessant, eine Kriminalermittlung mit bekanntem Verlauf. Zwei Tote, die eigentlich keinen Bezug zueinander haben und nach und nach kommen immer mehr Einzelheiten ans Licht.
Am besten gefallen haben mir tatsächlich der Einblick in die Kultur der Sami, die Naturbeschreibungen und auch die Ausführungen der Leben der Frauen, die jede leider einiges mitmachen musste, gedemütigt, missbraucht.

Insgesamt ein ruhiger Kriminalroman, der sich gut lesen ließ. Die Autorin spielt mit altbekanntem, deckt durch die Ermittlungen stückchenweise alles auf und schließt die Story nachvollziehbar ab. Kann man auf jeden Fall lesen!

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Veröffentlicht am 08.05.2026

Spannendes Debüt

Letzte Stunde Tod
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Es geht um Max, einen jungen Lehrer, der nach einer intimen Nacht, sein Date blutüberströmt vorfindet. Der Killer ist noch in der Wohnung und schreibt Max bedrohliche Nachrichten. Die Polizei verdächtigt ...

Es geht um Max, einen jungen Lehrer, der nach einer intimen Nacht, sein Date blutüberströmt vorfindet. Der Killer ist noch in der Wohnung und schreibt Max bedrohliche Nachrichten. Die Polizei verdächtigt allerdings ihn und dann kommt es noch zu mehreren Geschehnissen, die scheinbar alle auf Max abzielen. Aber wer will ihn vernichten?

Der Einstieg ins Buch gefiel mir unglaublich gut und der leichte Schreibstil fesselte mich sofort. Jacobs legte auch direkt mit einem sehr starken Prolog los und die ersten Seiten flogen nur so dahin, spannend, kaum Luft zum Atmen. Die erste Leiche lässt auch nicht lange auf sich warten, wobei Max sofort in Verdacht gerät. Er muss also den wahren Täter finden, wobei nicht klar ist, wem er überhaupt trauen kann, denn die anderen Charaktere scheinen alle etwas zu verbergen zu haben.

Max war für mich ein authentischer Charakter, mit dem ich allerdings nicht vollkommen warm geworden bin, da er nicht immer realistisch handelte. Manche Reaktionen und Handlungen wirkten daher für mein Empfinden leider etwas emotionslos. Die anderen Charaktere hingegen waren interessant, obwohl unnahbar, was für die Story allerdings genau richtig war.

Besonders gefallen haben mir die psychologischen Twists und Wendungen, die Jacobs einbaute und insbesondere mit diesem Ende hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Ich musste es wirklich erstmal sacken lassen, denn eigentlich hatte ich mir einen völlig anderen Ausgang gewünscht. Allerdings werde ich dieses bestimmt lange in Erinnerung behalten und das macht Geschichten besonders.

Insgesamt für mich ein Thrillerdebüt mit einer starken Grundidee aus beliebtem Lehrer der in den Fokus gerät. Ich freue ich mich schon sehr auf das nächste Buch des Autors.

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Veröffentlicht am 29.05.2025

Vielschichtiger Roman

Dream Count
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Nachdem ich so unglaublich viele begeisterte Stimmen zu dem Roman „Americanah“ von der Autorin gelesen habe, war ich sehr gespannt auf ihr neues Buch „Dream Count“.

In „Dream Count“ geht es um 4 nigerianische ...

Nachdem ich so unglaublich viele begeisterte Stimmen zu dem Roman „Americanah“ von der Autorin gelesen habe, war ich sehr gespannt auf ihr neues Buch „Dream Count“.

In „Dream Count“ geht es um 4 nigerianische Frauen, die in unterschiedlichen Lebensverhältnissen aufgewachsen sind, deren Weg sich kreuzt und alle einen Teil ihrer Lebensgeschichte erzählen.

Das Buch ist in 5. Kapitel gegliedert, jeweils aus der Perspektive einer der 4 Frauen, wobei die Erzählungen zum Schluss in einem Kapitel zusammenlaufen. Der Schreibstil der Autorin ist stark und feministisch, bedarf aber auch der Konzentration, einer besonderen Aufmerksamkeit.

Ich habe die Erzählungen über die 4 Frauen als ein auf und ab empfunden, wobei mich die Charaktere auf unterschiedliche Art und Weise bewegt haben. Zunächst Chiamaka, die aus einer reichen afrikanischen Familie stammt, dann Zikora, eine erfolgreiche Rechtsanwältin, die die Höhen und Tiefen des Lebens durchlebt und vor allem eine unerfüllte Liebe. Kadiatou, Chiamakas Haushaltshilfe und Chiamakas Cousine Omelogor, eine Bankerin, die nach wie vor in Nigeria lebt.

Die Geschichten der Frauen waren für mich sehr fremd, aber auch unglaublich beeindruckend. Sie machen mit Männern unterschiedliche Erfahrungen, aber immer auf der Suche nach Liebe und unter dem Druck der Gesellschaft. Dabei spielen auch ihre Herkunft, ihr sozialer Stand und ihre Hautfarbe eine Rolle und dennoch verbindet die Frauen, das Streben nach Liebe, einer erfüllten Beziehung und familiärem Halt. Wünsche, die sie jeweils auf ihre eigene Weise erleben.

Die Geschichten habe ich unterschiedlich erlebt und vor allem habe ich bei der Erzählung von Kadiatou am meistens mitgelitten, eine Tragik, an die ich mich sicherlich noch lange erinnern werde, wobei mich hingegen die Erzählung von Omelogor kaum überzeugen konnte. Auch hat mir leider etwas der Zusammenhang zwischen den einzelnen Frauenschicksalen gefehlt und dass vieles unerzählt bleibt.

Ich habe einiges über die nigerianische Kultur, Traditionen und die gesellschaftlichen Unterschiede, aber auch die persönlichen Träume der Frauen, gelernt, was ich sehr interessant fand, aber auch stellenweise für mich schwer nachvollziehbar war.

Für mich war es auf jeden Fall ein vielschichtiger Roman, der mich allerdings nicht vollends überzeugen konnte. Ich hätte mir einfach mehr Dynamik zwischen den Charakteren und teilweise weniger ausufernde Geschichten über Männerliebschaften gewünscht. Insgesamt für mich ein interessante Lesereise und ich kann mir vorstellen, dass es viele LeserInnen begeistern wird.

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Veröffentlicht am 29.05.2025

Frau der 60 er Jahre

Teddy
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Teddy, eine Diplomatengattin, die versucht ein glamouröses Leben mit ihrem Mann David in Rom im Jahr 1969 aufzubauen. Dabei erzählt sie in der Ich- Perspektive sowohl die gegenwärtigen als auch vergangene ...

Teddy, eine Diplomatengattin, die versucht ein glamouröses Leben mit ihrem Mann David in Rom im Jahr 1969 aufzubauen. Dabei erzählt sie in der Ich- Perspektive sowohl die gegenwärtigen als auch vergangene Ereignisse mit ihrem Mann, vorherigen Liebschaften und familiäre Gegebenheiten bis sie die Vergangenheit einholt und Teddy Entscheidungen treffen muss.

Ich muss ehrlich sagen, dass Teddy es mir etwas schwer gemacht hat. Teddy ist ein präsenter und starker Charakter und dennoch konnte ich keinen richtigen Zugang zu ihr finden. Sie wirkte auf mich etwas unnahbar und naiv. Die Erzählungen waren auch teilweise etwas langatmig, obwohl ich über das Leben der Frauen in den 60er Jahren, die Abhängigkeit von Männern, viel erfahren habe. Heute kaum noch nachvollziehbar, und dennoch so unglaublich spannend und fesselnd.

Die Handlung an sich ist eher ruhig, zwar ist von Anfang an klar, dass etwas einschneidendes passiert sein muss, aber ich hatte keine Ahnung wohin sich die Story entwickelt und was geschehen ist. Nach und nach nähert man sich beim Lesen einem großartigen Finale, dass mich dann begeistern konnte.
Ich hätte mir allerdings schon früher spannendere Aspekte gewünscht, sodass ich mich mehr auf das Ende hätte vorbereiten können.

Interessant sind auch die politischen Aspekte, die in die Story einfließen, was auf eine intensive Recherche der Autorin hinweist. Die Zeit war geprägt von Skandalen und Intrigen, nicht minder mehr oder weniger als heute und auch jagten Frauen nach einem Schönheitsideal. Parallelen, die auch heute noch unsere Zeit widerspiegeln.

Insgesamt für mich ein Buch, dass in seinen Erzählungen etwas komprimierter hätte ausfallen können und mit einem interessanten Ende überrascht.

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