Profilbild von BooksHeaven

BooksHeaven

Lesejury Star
offline

BooksHeaven ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit BooksHeaven über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.05.2025

Flache Charaktere

A City of Flames
0

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

„Toller Tag, um sich vor Angst in die Hose zu machen, was?“, flüsterte mein zweitältester Bruder mir zu.

Das Cover gefällt mir persönlich ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

„Toller Tag, um sich vor Angst in die Hose zu machen, was?“, flüsterte mein zweitältester Bruder mir zu.

Das Cover gefällt mir persönlich wirklich gut. Es hat Anspielungen auf den Inhalt, ist etwas düster und doch ist es sehr passend.

Der Schreibstil der Autorin war etwas gewöhnungsbedürftig, aber irgendwann ging es dann halbwegs und ich kam gut voran. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive von Nara, wodurch man sie am besten kennen lernt. Ich fand die Beschreibungen gut, allerdings blieben die anderen Charaktere außer ihr etwas blass.

Zu Beginn lernt man Nara kennen, die in einem kleinen Dorf lebt. Ihre Eltern wurden von einem Drachen getötet und nun hilft Nara mit, sich und ihre Bruder zu ernähren. Als es einen erneuten Drachenangriff gibt, hilft sie diesen zu fangen. Die Venatoren, die gerade in der Stadt waren sehen das und bieten ihr an, eine Ausbildung zu machen. Nara ist überglücklich, denn sie wollte schon immer eine Venatorin werden, während der Ausbildung allerdings, kommen ihr immer mehr Zweifel.

Der Einstieg in das Buch ist mir leicht gefallen, die Welt mochte ich sofort und es gab auch genügend Erklärungen, sodass man sich ausreichend auskennt. Mir hat die Dynamik sofort gefallen, dass es verschiedene Wesen gibt, manche Gut und manche Böse und dass die Venatoren die Beschützer der Menschen sind. Ich war also neugierig, wohin sich die Geschichte entwickeln würde.

Nara fand ich in Ordnung, wobei ich sie manchmal auch ziemlich anstrengend fand. Besonders, wenn sie irgendwas nicht wollte. Da verhielt sie sich wirklich wie ein kleines Kind, anders kann man es gar nicht sagen. Sie hatte Gefühlsausbrüche, Trotzanfälle, was es nicht einfach machte sie zu mögen. Allerdings hat sie sich in anderen Weisen zum Guten verändert, so glaubt sich nicht mehr blind alles, was ihr gesagt wird und schaltet selber ihren Verstand ein.

Dann gibt es noch Lorcan und den Goldenen Dieb, von dem ich den Namen nicht verraten will. Beide blieben sehr oberflächliche Charaktere und ich habe mich für keinen von ihnen so wirklich interessiert. Hin und wieder gab es gute Charakterezüge, aber insgesamt konnte ich von beiden die Handlungen nicht immer verstehen. Manche machten sie mir auch nur noch mehr unsympathisch.

Die Geschichte selbst fand ich in Ordnung, allerdings konnte sie mir nicht wirklich im Gedächtnis bleiben und manchmal war sie dann doch auch sehr klischeehaft. Zusammen mit Nara reist man in die Hauptstadt, wo sie die Ausbildung zur Venatorin macht, allerdings gab es nicht so wirklich viel an Ausbildung, weil sie immer wieder andere Dinge im Alleingang erledigt hat. Ich hätte gerne mehr von dieser Ausbildung gelesen, weil man dann sicher auch mehr über die verschiedenen Wesen erfahren hätte.

Soweit ich verstanden habe, spielt das Buch auch über mehrere Monate, was ich so gar nicht wahrgenommen habe. Die Szenen sind sprunghaft und plötzlich sind Wochen vergangen, man weiß nicht, was in dieser Zeit dazwischen passiert ist und offensichtlich ist es auch nicht wichtig. Trotzdem fand ich das etwas müßig, weil man kein Zeitgefühl hat und obwohl anscheinend viel Zeit vergeht man nicht das Gefühl hat, dass sich viel tut.

Es gibt auch eine Liebesgeschichte, die eher eine Dreiecksbeziehung ist. Das fand ich in diesem Buch aber gar nicht so schlimm, weil die Ausführung davon recht gut war. Es ist kein ewiges hin und her und am Ende ist auch klar, wen Nara lieber mag. Bei dem einen Love Interest konnte ich die Gefühle allerdings gar nicht nachvollziehen. Die waren plötzlich von beiden Seiten da, ohne, dass da vorher viel aufgebaut wurde. Vielleicht liegt es daran, dass die Charaktere keine Tiefe haben, aber die Beziehung zwischen den beiden fand ich einfach nur merkwürdig.

Gefallen haben mir aber die verschiedenen Wesen, es gibt nicht nur Drachen, sondern auch Rümen, Feen oder Wandler. Die Mischung war echt gut und ich hätte gerne noch mehr über die verschiedenen Arten gelernt.

An sich war die Idee von der Geschichte auch nicht schlecht, es gab lange einen Spannungsaufbau und irgendwann konnte man sich auch schon denken, was passieren würde, doch das Ende hält dann doch noch einige Überraschungen bereit. Zusammen mit Nara deckt man Geheimnisse auf und lernt vieles über die Venatoren. Ich gebe zu, dass mich manche Handlungsstränge wirklich beeindruckt haben und wären die Charaktere nicht so schwach, hätte das ein richtig gutes Buch werden können.

Das Ende selbst war spannend geschrieben, man wusste nicht, was einen noch erwartet und ich habe richtig mitgefiebert. Für mich war das Ende definitiv sehr stark.

Fazit:

Insgesamt war das Buch in Ordnung, es war kein Highlight, aber auch nicht super schlecht. Die Charaktere hätten alle mehr Tiefe vertragen können, Nara war oftmals nervig, was nicht wirklich geholfen hat und die Geschichte war teilweise sehr vorhersehbar. Das Ende hingegen war spannend und gut geschrieben, allerdings hat das Buch nicht genügend Eindruck hinterlassen, damit ich den zweiten Teil lesen würde. Von mir kriegt es 3 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.05.2025

Hatte mehr erwartet

Faebound
0

Meinung:

Das Cover finde ich grudnsätzlich toll, ich mag die Farben und allgemein die Aufmachung.

Der Schreibstil war in Ordnung, ich kam recht schnell durch das Buch durch und konnte mir die Welt gut ...

Meinung:

Das Cover finde ich grudnsätzlich toll, ich mag die Farben und allgemein die Aufmachung.

Der Schreibstil war in Ordnung, ich kam recht schnell durch das Buch durch und konnte mir die Welt gut vorstellen.

Ich habe mich richtig auf das Buch gefreut, aber so wirklich umgehauen hat es mich dann nicht. Es ging mehr in die Richtung Liebesgeschichte und alles andere wurde in den Hintergrund gedrängt. Was ich aber mochte war, dass es Kapitel aus Yeerans und Lettles Sicht gab und man dadurch mehr von der Geschichte hatte. Bei Yeeran war es halt wirklich mehr Liebesgeschichte und bei Lettle war es manchmal spannend, aber insgesamt auch nicht so toll. Von dem Krieg, der ganz am Anfang erwähnt wird bekommt man nicht viel mit, es gibt diese eine Schlacht und dann verschwindet Yeeran und Lettle will sie finden. Das wars, danach sind sie bei den Feinden und planen immer nur wegzugehen, machen es aber nie. Irgendwann wurde das ganze sehr repetetiv und ich habe die Spannung vermisst. Am Ende war ich dann doch ein bisschen enttäuscht, den zweiten Band werde ich nicht lesen. Ich gebe dem Buch drei Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.04.2025

Hatte mehr erwartet

Blood of Hercules
0

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

„Wer bist du?“, flüsterte mir eine weibliche Stimme ins Ohr.

Das Cover gefällt mir insgesamt sehr gut, ich mag die eher schlichte Gestaltung, ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

„Wer bist du?“, flüsterte mir eine weibliche Stimme ins Ohr.

Das Cover gefällt mir insgesamt sehr gut, ich mag die eher schlichte Gestaltung, die aber doch auch etwas über das Buch aussagt.

Der Schreibstil der Autorin war gut und angenehm zu lesen. Geschrieben ist das Buch in Ich-Perspektive von Alexis, jedoch gab es aber auch ein paar Kapitel aus Sicht von jemand anderem. Ich fands gut, dass die Autorin nichts beschönigt hat und alles detailgetreu beschrieben wurde.

Zu Beginn lernt man eine junge Alexis kennen, die es nicht leicht im Leben hat. Jahre später wird sie durch einen Test zu der Feuerprobe für Spartaner geschickt und muss sich dort behaupten, als einzige Frau, und zusätzlich muss sie sich noch mit Spartanern herumschlagen, die sie einfach nicht in Ruhe lassen.

Der Einstieg in das Buch hat mich ehrlich überrascht. Man liest von Alexis als Kind, wie sie aufgewachsen ist, wie sie ihren Ziehbruder Charlie getroffen hat und wie sie von ihren Pflegeeltern behandelt wurde. Das war alles schon recht düster und unerwartet, auch nicht wirklich mein Fall, aber interessant zu lesen. Danach kommt ein Zeitsprung und Alexis ist 19 Jahre alt.

Alexis fand ich ziemlich anstrengend. Immer wieder denkt sie über den Tod und sterben nach und man liest ihre Gedanken in Klammern hintern Sätzen, welche nicht immer sinnvoll waren. Sie dreht sicht einfach durchgehend im Kreis und macht bis zum Ende keine Entwicklung durch. Hin und wieder gibt es zwar Momente, in denen sie schlau und gerissen wirkt, aber meist versucht sie nichtmal wirklich zu überleben, sondern wird von anderen mitgezerrt. Außerdem weiß man schnell, was es mit ihr auf sich hat, es gibt einfach so viele Andeutungen, die gar nicht so subtil sind, wie die Autorin denkt.

Die Männer in dem Buch fand ich alle anstrengend, zumindest die Spartaner. Petro und Achilles waren haben Alexis sowieso gehasst und das fand ich einfach so klischeehaft am Anfang. Dass sie ihre Meinung noch ändern war auch klar. Auch die anderen Götter, die bei der Feuerprobe anwesend sind, waren nicht besser, weil sie Alexis einfach nicht mochten und es ihr schwerer als allen anderen machten, wobei auch hier der Grund sehr schnell klar war, wodurch ich das nicht mehr ernst nehmen konnte.

Wie schon gesagt startet das Buch recht düster, was ich zuerst gar nicht erwartet habe. Man liest recht lange von Alexis und ihrer Familie, was man meiner Meinung nach auch kürzer zusammenfassen hätte können. Bis die Feuerprobe losging fand ich das Buch eher langweilig, weil nicht wirklich viel passiert ist, danach ging es aber richtig los.

Die Feuerprobe wurde als wirklich brutal beschrieben, was es in gewisser Weise auch ist. Ich fand es interessant zu lesen, wie ihr Körper und ihre Gedanken sich mit der Zeit verändern, wie sie nicht mehr alles richtig mitkriegt und immer wieder an der Schwelle des Todes steht. Allerdings wiederholt sich das immer wieder und irgendwann war es einfach nicht mehr überraschend zu lesen. Mir fehlte bei der Feuerprobe irgendwann die Spannung. Zuerst es noch gut gemacht, weil alles neu war, aber nach der fünften Unterrichtsstunde wurde es doch sehr repetetiv.

Irgendwann kamen dann neue Elemente dazu, wie etwa magische Wesen oder neue Erkentnisse, die das ganze wieder besser gemacht haben. Allerdings gab es dadurch auch mehr unlogische Szenen. So bekommt Alexis Boxen geschickt mit einem Inhalt und niemand außer ihr sieht diese, weil? Weil sie sie versteckt? Was tut sie damit? Das wurde nie erklärt und der Inhalt war nicht gerade unauffällig.

Irgendwann bekommt man als Leser dann das Gefühl, dass man weiß wohin sich die Geschichte entwickelt und am Ende war es doch noch irgendwie gut gemacht, zumindest bis zu einem gewissen Punkt. Das Ende selber hat mir aber nicht gefallen. Man weiß endlich, woher der Titel des Buches kommt und das hat mich einfach nur enttäuscht. Es ware eine recht einfache Erklärung, die man sich schon von Beginn an denken konnte und daher keine Überraschung war. Es fehlte einfach der große Knall. Alexis hatte am Ende gar keine Wahl mehr und das fand ich alles schon sehr bedenklich. Und nur weil die Männer in ihrem Umfeld alle super heiß sind, heißt das nicht, dass es ok ist, was sie tun. Ich fand einfach alles sehr vorhersehbar und es hätte keine 600 Seiten gebraucht um zum Punkt zu kommen.

Positiv erwähnen möchte ich aber noch die Nebencharaktere, die mir insgesamt sehr gut gefallen haben, besonders Helen oder die anderen Teilnehmer der Feuerprobe. Ich mochte, wie unterschiedlich sie waren.

Fazit:

Ich hatte mir wirklich mehr von dem Buch erwartet. Für mich war es einerseits viel zu lang, weil in der ersten Hälfte wirklich wenig passiert und es war teilweise auch unlogisch. Viele Charaktere waren einfach nur unsympathisch und obwohl man schnell durch das Buch durchkommt, hatte ich das Gefühl, dass nur wenige wichtige Stellen da waren und der Großteil unnötig war. Von mir kriegt das Buch drei Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.04.2025

Nette Geschichte

Love, uncovered
1

Meinung:

„Aber das sieht ja aus wie ein …“, Dr. Thorsten Schneiderlockert sich mit hochrotem Gesicht die Krawatte, bevor er mit dem Kinn in Richtung meiner Präsentation deutet, „wie ein …ein Penis!“

Das ...

Meinung:

„Aber das sieht ja aus wie ein …“, Dr. Thorsten Schneiderlockert sich mit hochrotem Gesicht die Krawatte, bevor er mit dem Kinn in Richtung meiner Präsentation deutet, „wie ein …ein Penis!“

Das Cover gefällt mir richtig gut, ich mag die Farbe und dass ein bisschen wss technisches eingeflossen ist, auch wenn es nicht viel ist. Die Herzen finde ich sehr süß.

Der Schreibstil der Autorin war sehr gut und angenehm zu lesen. Ich mochte es, dass das Buch in der Ich-Perspektive geschrieben ist und man Kapitel aus Sicht von Kim und auch aus Sicht von Conrad hat, dadurch konnte man die beiden besser kennen lernen. Hin und wieder kam auch ein bisschen durch, dass die Autorin aus Österreich ist, das fand ich cool.

Zu Beginn lernt man Kim kennen, die durch einen kleinen Ausrutscher ihrerseits einen Penis als Logo vorgestellt hat. Darauf folgte ein aus dem Kontext gerissenes Video von ihr, welches ihrer Reputation geschadet hat. Einzig Conrad, den sie in einer Bar trifft, lässt sich davon nicht beeindrucken und bietet ihr einen Job als Datingcoach an, denn er würde gerne die Frau fürs Leben finden.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Man liest sofort von dem Meeting, in dem es um den Penis geht und wie dieser ganze Schlamassel zustande gekommen ist. Bereits da kann man sich denken, dass es einige witzige Stellen in dem Buch geben wird und man merkt auch, dass Kim sich nichts sagen lässt, besonders lässt sie niemanden ihre Arbeit schlechtreden, nur weil sie eine Frau ist. Ich mochte sie sofort.

Zugegeben, ich persönlich würde mit Kim vielleicht nicht auskommen, weil sie laut, extrovertiert und direkt ist. Also das genaue Gegenteil von mir. Für sie passt das aber und anders kann ich sie mir gar nicht vorstellen. Sie steht für ihre Meinung ein und sagt anderen direkt, was sie denkt, was vielleicht nicht immer gut ist, aber meistens schon. Einzig bei Conrad ist sie etwas zurückhaltender, was aber daran liegt, dass sie nicht gut mit Gefühlen umgehen kann. Bis zum Ende macht sie in diese Richtung aber eine gute Entwicklung durch.

Conrad ist ein Golden Retriever, anders kann man ihn nicht bezeichnen. Er hat einen gefestigten Job, kümmert sich um siene Schwester und Nichte so gut es geht und ist ein herzensguter Mensch. Man könnte ihn mitten in der Nacht mit einem Problem anrufen und er wäre sofort auf dem Weg. Im Prinzip ist er das genaue Gegenteil von Kim. Ich persönlich mochte ihn unglaublich gerne, auch wenn ich seine Entscheidung gegen Ende nicht ganz nachvollziehen konnte.

Wenn man mit dem Buch beginnt kann man sich schon denken, wo die Geschichte hin will. Conrad und Kim verstehen sich eigentlich gleich gut und Kim wird auch schnell in das Familienleben von Conrad eingebunden, was eher zufällig passiert, aber es passiert. Man weiß also, dass sich zwischen den beiden etwas entwickeln wird, nur der Weg dahin, der ist nicht in Stein gemeißelt.

Ich mochte besonders die Szenen mit Lotte und Tess, der Familie von Conrad gerne. Er geht in der Rolle des Onkels wirklich schön aunf und Lotte ist einfach zum knuddeln. In der zweiten Hälfte des Buches gibt es leider nicht mehr so viel von ihr zu lesen, das fand ich etwas schade. Aber auch das Geheimnis um den Vater von Lotte wird ein Thema in dem Buch, denn Tess kennt nichtmal den Namen von dem Kerl. Ich muss aber sagen, dass mir das fast ein bisschen zu viel war. Das Thema hat nicht unbedingt viel Platz eingenommen und dann plötzlich doch und dann wars wieder halbwegs egal. Das wirkte etwas erzwungen auf mich.

Kim nimmt ihren Job als Datingcoach wirklich ernst und findet die perfekten Frauen für Conrad. Ich fands etwas strange, dass sich einige Damen da wirklich drauf eingelassen haben, denn sie kennen den Mann nicht und vielleicht erzählt Kim reinenn Blödsinn. Ich weiß, dass ich nicht so abenteuerlustig wäre. Bei den Treffen von Conrad und den Frauen merkt man aber, dass er sich nicht so wohl fühlt und auch immer wieder an Kim denken muss. Es war nett zu lesen, aber man wusste ja, dass es nicht passen würde.

Kim zieht sich auch vor allen Leuten zurück. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir eine Szene, in der sie eine alte Schulfreundin trifft und sofort misstrauisch ist. Diese Freundin ist aber super nett und bemüht sich wirklich und Kim denkt schlecht über sie und will ihr zuerst gar keine Chance geben. Das zeigte, dass sie nicht gut mit Menschen kann und es auch gar nicht erst versucht.

Die Liebesgeschichte zwischen Conrad und Kim fand ich in Ordnung, es war jetzt aber kein Highlight für mich. Viele Sachen, besonders was am Ende passiert, konnte man sich schon lange vorher denken und manche Entscheidungen, besonders von Conrad, konnte ich auch nicht nachvollziehen. Sie necken sich immer und sind füreinander da, aber so wirklich Gefühle konnte ich nicht spüren. Am Ende fand ich das Drama dann auch etwas überzogen. Nicht von Seiten von Kim, ich fand es gut, was sie gemacht hat und sich die Zeit für sich selbst genommen hat, die sie braucht, aber bei Conrad. Seine Argumentation war einfach nur komisch und hätte nicht sein müssen, das wirkte zu gewollt auf mich. Das Ende fand ich in Ordnung, es hat sich alles aufgelöst.

Fazit:

Für Zwischendurch kann ich das Buch gut empfehlen, es gibt ein paar witzige und schöne Stellen. Kim ist halt absolut nicht mein Fall von Charakter, daher fand ich sie manchmal recht anstrengend. Insgesamt war das Buch in Ordnung, ich vergebe 3 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 19.01.2025

Tolles Setting

Bradwood Studios
0

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Sehr geehrte Ms. Stansons, herzlich willkommen an der Academy der Bradwood Studios!

Das Cover finde ich schön, aber nicht herausstechend. ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Sehr geehrte Ms. Stansons, herzlich willkommen an der Academy der Bradwood Studios!

Das Cover finde ich schön, aber nicht herausstechend. Ich hab es ständig mit einem anderen Buch verwechselt und leider sagt es auch nicht sehr viel über die Geschichte aus. Trotzdem ist es schön anzusehen.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und einfach zu lesen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive, wobei es Kapitel aus Chase‘ und auch aus Eloises Sicht gibt. Dadurch lernt man beide Charaktere besser kennen.

Zu Beginn lernt man Eloise kennen, die neu an den Bradwood Studios ist. Gleich nach ein paar Tagen trifft sie auf Chase, den Sohne eines Vorstandmitglieds und macht sich sofort lächerlich. Immer wieder trifft sie auf Chase und als sie noch ein Projekt zusammen erledigen müssen, müssen sie viel Zeit miteinander verbringen.

Der Einstieg in das Buch ist mir leicht gefallen, ich mochte das Setting, Monaco und auch die Charaktere, besonders Eloise und Alex. Die beiden sind gerade in den Bradwood Studios angekommen und richten sich ein, also ein recht ruhiger Einstieg.

Eloise mochte ich sehr gerne, sie ist durch ein Stipendium an der Academy angenommen worden und will ihr Bestes geben. Außerdem betreibt sie einen Instagram-Account, auf dem sie Filmkritiken postet und sich dadurch auch etwas dazuverdient. Ihre Willen das durchzuziehen und alles zu geben fand ich toll, sie stellt sich jeder Herausforderung und lässt sich nicht unterkriegen. Außerdem hat sie einen sehr gutem Filmgeschmack, das muss man ihr lassen.

Chase mochte ich zuerst gar nicht. Er wirkte wie der typische Arsch auf mich und ich hatte schon die Befürchtung, dass das noch länger so bleiben würde. Aber schon im nächsten Kapitel hat er sich als netter Kerl herausgestellt, der eigentlich nur von seinem Vater genervt ist und sein eigenes Ding machen möchte. Bei ihm hat mir charakterlich aber ein bisschen was gefehlt. Man weiß, dass er Animation liebt, sehr gut zeichnen kann und kein Fan von seinem Vater ist, aber ansonsten wüsste ich nicht wirklich, wie ich ihn beschreiben soll. Für mich blieb er etwas blass.

Ich glaube das Buch wurde extra für Millenials geschrieben, denn es gibt so viele Pop-Culture Anspielungen, besonders auf Filme und Serien, die gerade Anfang der 2000er-Jahre modern waren. Zuerst fand ich das ganz toll, irgendwann wurde es mir dann doch zu viel und dann verschwanden die Referenzen einfach, also ein wilder Mix. Abgesehen davon leben Alex und Eloise im Twilight-Haus. Mein 14-Jähriges Ich hätte das geliebt.

Besonders gut gefallen hat mir aber der Unterricht. Es gibt verschiedenste Fächer und das wirkte alles sehr gut recherchiert. Ob es jetzt um Medienrecht oder Kameraführung geht, ich fand das wirklich spannend zu lesen und von mir aus hätte es noch mehr davon geben können. Allgemein war alles an der Academy wirklich gut gemacht und wenn das nur annähernd der Wahrheit entspricht, sind solche Schulen sehr interessant.

Neben dem Unterricht haben die Charaktere auch noch mit privaten Problemen zu kämpfen. Eloise und ihre Mutter haben nicht das beste Verhältnis und im Laufe des Buches kommt das immer wieder zur Sprache und wird ein Thema. Irgendwie wurde mir das aber nicht gut genug behandelt, ihre Mutter war immer dann da, wenn es gerade sein musste und ansonsten wird fast nichts von ihr erwähnt und auch am Ende kommt das Thema nicht nochmal hoch. Da ging mir etwas viel verloren. Bei Chase und seinem Vater war das aber anders. Sein Vater ist durchgehend präsent und die Probleme zwischen den beiden werden auch wirklich behandelt, in einer guten Form. Das hat mir gefallen.

Die Liebesgeschichte fand ich in Ordnung. Das erste Treffen von Eloise und Chase fand ich schrecklich gestellt und ich habe die Hoffnung schon fast aufgegeben. Sie sind auf einer Feier, trinken und Chase ist nicht gerade nett zu Eloise. Daraufhin macht sie Blödsinn und wird fast von der Schule verwiesen. Alles auf dieser Feier fand ich zu abgedreht, der Bereicht für die reichen Kids, die Drogen, die Mutprobe, all das passte so gar nicht zum Rest des Buches und auch die Freunde von Chase, die dort dabei waren, kamen später nur mehr sporadisch vor und haben keinerlei Einfluss auf die Handlung. Danach war ich sehr skeptisch, wie die Liebesbeziehung weitergehen würde, aber es wurde dann noch besser. Durch das Projekt müssen die beiden Zeit miteinander verbringen und kommen sich da schon näher. Ich muss sagen, dass sie als Freunde wirklich gut funktioniert haben. Irgendwann kommt der Fake-Dating Part, den ich auch gut gemacht fand. Allerdings ging mir das mit den Gefühlen ein bisschen zu schnell und so wirklich nachvollziehen konnte ich es auch nicht.

Am Ende gab es dann nochmals ein Drama, welches gar keines hätte sein müssen. Eloise hat maßlos übertrieben und sich zu sehr reingesteigert, dadurch hätte sie fast alles kaputt gemacht. Ich verstehe schon, wieso sie so übertrieben hat, aber irgendwie hätte ich mir hier was anderes erwartet. Es wurde dann gut aufgelöst und es gab ein schönes Ende, aber so ganz zufrieden bin ich nicht.

Fazit:

Ich bin ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen und fand es alles in allem wirklich in Ordnung. Für mich war es kein Meisterwerk, aber die Academy hat es interessant gemacht. Die Welt der jungen Stars und Sternchen zu sehen war toll und der Unterricht hat mir auch sehr gut gefallen. Chase blieb mir als Charakter zu blass, Eloise hingegen mochte ich gerne. Von mir kriegt das Buch drei Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere