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Veröffentlicht am 02.12.2025

Etwas zu lang

Terror at the Gates
2

Meinung:

Bei dem Ritual wimmelte es nur so vor Menschen.

Das Cover ist nicht unbedingt mein Fall, es hat aber einige wichtige Elemente des Buches abgebildet, wie Dolche, das Herz oder Kreuze.

Der Schreibstil ...

Meinung:

Bei dem Ritual wimmelte es nur so vor Menschen.

Das Cover ist nicht unbedingt mein Fall, es hat aber einige wichtige Elemente des Buches abgebildet, wie Dolche, das Herz oder Kreuze.

Der Schreibstil der Autorin war gut und angenehm zu lesen, ich kam schnell voran. Geschrieben ist das Buch aus Sicht von Lilith, wodurch man sie am besten kennen lernt. Gut fand ich, dass nichts beschönigt wurde und man wirklich alle grausigen Details lesen konnte, egal, was gerade passierte.

Zu Beginn lernt man Lilith kennen, die in dem Bezirk von Zahariev wohnt. Lilith ist ein Mitglied einer starken Familie, will sich aber von denen loseisen. Als ein Dolch auftaucht, der viel wert zu sein scheint und danach auch Morde geschehen, fängt Lilith auf eigene Faust an, hinter das Geheimnis von dem Dolch zu kommen.

Der Einstieg in das Buch ist mir ein bisschen schwer gefallen, weil ich die Welt erst noch kennenlernen musste auch die Magie von Lilith war zuerst noch nicht wirklich gut beschrieben. Mit der Zeit kam ich aber immer mehr in das Buch rein und war dann auch gut in der Geschichte drinnen.

Lilith fand ich in Ordnung. Dafür, dass sie so unabhängig sein will, braucht sie ganz schön viel Hilfe von anderen, besonders von Zahariev. Auch verhält sie sich manchmal wie ein kleines Kind, das gerade in einer Trotzphase ist und das hat mir ihren Charakter ein bisschen zerstört. Sie wird immer als stark und entschlossen beschrieben, aber eigentlich hat sie nur Glück, gute Freunde und kann ansonsten eigentlich nichts.

Zahariev hingegen war toll. Er ist hart, greift durch, wenn es sein muss, kann aber auch fürsorglich und nett sein. Bei ihm war es eine tolle Mischung, man merkt ihm an, dass er seine Leute im Griff hat und nicht durch Angst sondern durch Loyalität seinen Teil der Stadt führt. Ich verstehe immer noch nicht, wieso er ständig bei Lilith abhängt und ihr jeden Wunsch erfüllt, wenn sie eigentlich nichts anderes als eine verzogene Göre ist und ihm nichts zurückgibt.

Die Geschichte an sich fand ich interessant, allerdings gab es auch ein paar Dinge, die mich gestört haben. Ich fand die Magie von Lilith unnötig. Am Anfang des Buches benutzt sie sie, aber für den Rest der Geschichte ist diese komplett irrelevant. Es ist nicht ganz klar, wie ihre Magie überhaupt funktioniert und einen Mehrwert hat sie auch nicht geboten. Das hat mich schon immens gestört, denn Lilith meint immer wieder, dass sie sich eh selber verteidigen kann und tut es dann trotz der Magie doch nicht.

Ein zweiter Kritikpunkt ist, dass sich das Buch zuerst wirklich gezogen hat. Es hat lange gedauert, bis irgendwas passiert, davor geht Lilith herum, redet mit Leuten, wird angegriffen, oder redet mit anderen Leuten. Es kam für mich erst sehr spät Spannung auf und obwohl der Dolch von Beginn an im Buch ist, kommt er immer nur ein bisschen vor, bevor irgendwas anderes passiert.

Positiv muss man aber die Nebencharaktere erwähnen. Besonders Esther, Gabriel und Coco fand ich toll. Coco ist die beste Freundin von Lilith und sie ist ein Engel. Esther und Gabriel sind ein Paar und auch Freunde von Lilith, wie sie die gefunden hat, bleibt mir ein Rätsel. Ich habe sie alle schnell ins Herz geschlossen und nur gehofft, dass ihnen nichts passiert, denn in dem Buch sterben von Beginn an Leute und bei jedem neuen Charaktere, muss man Angst haben, dass er das Buch nicht überlebt.

Ungefähr ab der Hälfte nimmt die Geschichte mit dem Dolch dann an Fahrt auf und auch die Eltern von Lilith treten immer öfter auf. Es war für mich bis zum Ende hin nicht klar, wer nun gut und wer böse ist, was es mit dem Dolch auf sich hat und wieso alle den haben wollen. Man bekommt immer nur kleine Häppchen an Informationen und das hält den Leser bei der Stange. So ist das Ende dann aber auch eine große Überraschung, zumindest für mich. Denn die letzten 100-200 Seiten sind wirklich spannend und gut geschrieben. Es gibt verschiedenste Wendungen und vieles wird aufgedeckt. Am Ende kommt dann noch ein großer Cliffhanger, der echt fies ist. Ich muss sagen, dass das Ende das Beste am Buch war, einfach wegen allem, was hier noch passiert ist.

Fazit:

Insgesamt fand ich das Buch zu lang, denn erst ab der Hälfte fängt die Handlung erst an spannend zu werden, davor plätschert sie so vor sich hin. Ich mochte Zahariev wirklich gern, er ist ein toller Charakter und von ihm könnte ich ein ganzes Buch lesen. Lilith hingegen fand ich nur ok, sie verhält sich oft wirklich kindisch. Von mir kriegt das Buch 3 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 17.10.2025

Gefährlicher Wettbewerb

Palace of Ink & Illusions, Band 1 - Der Kuss der Muse
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Meinung:

„Übrigens… Ich habe da möglicherweise jemanden abgemurkst.“

Das Cover finde ich richtig toll, ich mag den Stil von den Covern sehr. Darauf zu sehen sind Liv und Flame, welche die wichtigsten ...

Meinung:

„Übrigens… Ich habe da möglicherweise jemanden abgemurkst.“

Das Cover finde ich richtig toll, ich mag den Stil von den Covern sehr. Darauf zu sehen sind Liv und Flame, welche die wichtigsten Rollen in dem Buch spielen.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen, auch wenn manchmal der Humor nicht ganz mein Fall ist und etwas übertrieben wirkt. Abgesehen davon kam ich aber schnell voran. Das Buch ist in der Ich-Perspektive von Liv geschrieben, wodurch man sie am besten kennen lernt.

Zu Beginn lernt man Liv kennen, die auf dem Weg nach Griechenland ist, um an einem Schreibwettbewerb teilzunehmen. Dort angekommen trifft sie die anderen Teilnehmer und auch Flame, den sie schon aus dem Flieger kennt. Als der Wettbewerb startet, kommt ihr alles ziemlich komisch vor und schon bald merkt sie, dass es eine andere Art von Wettbewerb ist, als zuerst angenommen.

Der Einstieg in das Buch war in Ordnung, hat mir zuerst aber keine großen Hoffnungen gemacht. Liv ist tollpatschig und im Flieger waren so viele Szenen zum Fremdschämen dabei, dass ich nur gehofft habe, dass das nicht das ganze Buch über so gehen würde. Außerdem war das zu Beginn sehr unrealistisch geschrieben, was mich immens gestört hat. Danach hat sich das zum Glück gelegt, denn wäre es so geblieben hätte mir das Buch sicherlich nicht gefallen.

Liv fand ich in Ordnung. Wie schon erwähnt ist sie tollpatschig und sehr sarkastisch. Außerdem nimmt sie Situationen nicht immer so ernst und versucht sie mit einem Witz lockerer zu machen. Ihre Art wäre nichts für mich persönlich, aber meist hat es im Buch doch ganz gut gepasst. Sie ist trotzdem nicht mein Liebling.

Flame ist der mysteriöse Kerl, über den man bis zum Ende nicht viel erfährt. Ich fand ihn dennoch sehr nett und zuvorkommend, er ist nicht gemein, grenzt niemanden aus und versucht sich mit allen anzufreunden. Er ist aber auch nicht der super liebe Kerl von nebenan, bei ihm gabs da wirklich eine gute Mischung.

Alle anderen Charaktere hingegen blieben eher flach. Angefangen bei der Jury, von der zwar die Namen erwähnt wurden, danach aber immer nur eine Person, Klay, wirklich relevant war und auch erwähnt wurde. Für was die überhaupt da war verstehe ich nicht. Die anderen Teilnehmer, es sollen über 100 gewesen sein, sind auch nicht relevant, es gibt ein paar Teilnehmer, die namentlich erwähnt werden und auch öfter vorkommen, so wie Shelly, Sawyer oder Maid, aber wirklich viel Charakter haben sie auch nicht bekommen. Die Musen waren da noch besser dran, denn obwohl sie nicht viel vorkamen, konnte man sie anhand von ihren Charaktereigenschaften doch recht gut auseinanderhalten.

Ich bin ein großer Fan von Büchern, in denen es um Wettbewerbe geht und so war ich auch gespannt, was mich hier erwarten würde. Dass es sich nicht um einen normalen Schreibwettbewerb handeln kann, war von Beginn an klar, die Ausführung von diesem fand ich dann aber wirklich cool. Die Musen stellen jeweils eine Aufgabe und die Teilnehmer müssen sie lösen. Diese sind nicht immer einfach oder leicht zu lösen, als Belohnung gibt es einen Kuss der Muse. In allen Runden scheiden Teilnehmer aus und wer am Ende über bleibt, hat gewonnen. Die Aufgaben fand ich cool und abwechslungsreich, durch diese kam immer wieder Spannung auf und ich habe mich schon aufs weiterlesen gefreut.

Wie man sich erwarten kann, gibt es eine Liebesgeschichte. Die hat mich persönlich nicht so sehr gestört, wie die komischen intimen Szenen. Einerseits wirkte das Buch nicht wie Romantasy oder NA, sondern wie YA, und andererseits hat es nicht zur Geschichte gepasst. Flame und Liv geben sich keinerlei Mühe ihre Gefühle zu verbergen und gehen damit ein Risiko ein. Sie haben in den unpassendsten Moment Lust aufeinander und das war einerseits wirklich komisch zu lesen, weil dann noch dirty talk dazu kam und andererseits hat es dich Geschichte unterbrochen, für eigentlich gar nichts. Abgesehen davon fand ich, dass sie sich zu schnell verliebt haben. Sie kennen sich zwei Tage und schon ist da Liebe in der Luft.

Grundsätzlich war die Geschichte gut ausgearbeitet, durch die Prüfungen war sie spannend und Liv deckt immer neue Geheimnisse auf. Als Leser konnte man sich vieles davon schon denken, wie etwa die mysteriöse Vergangenheit von Flame, weil es da viele Andeutungen gegeben hat. Andererseits war auch die Frage, was mit den ausgeschiedenen Teilnehmern passiert, denn wenn es ein so geheimer Wettbewerb ist, dürfen die sicher nicht einfach heim gehen. Man stellt sich also viele Fragen und kann gut miträtseln, fast alle werden bis zum Ende beantwortet, wobei noch vieles für Band zwei offen bleibt.

Die Musen fand ich interessant. Die Idee an sich hat mir gut gefallen, die Umsetzung war manchmal fragwürdig, insgesamt aber gut. Besonder Erato, die Muse der Liebe, steht im Vordergrund. Er kann die romantischen Gefühle um sich herum spüren und genau das war es auch, was das Buch ein bisschen komisch gemacht haben. Immer, wenn Flame und Liv genknutscht (oder mehr) haben, hat er es gefühlt und sich daran erfreut, immer wieder gibt es Stellen, wo man merkt, dass er das gerne selber tun würde und das fand ich schon recht komisch. Irgendwie war das ein Dreier, aber auch nicht ganz. Grad, dass ihm keiner abgegangen ist dabei. Wenn man da mal drüber nachdenkt, ist es schon sehr komisch. Neben Erato kommen die anderen Musen hin und wieder vor und die fand ich ausnahmslos toll. Von ihnen hätte ich gerne noch mehr gelesen.

Das Ende war gemein, denn das Buch hört eigentlich mitten im Kapitel auf. Es gibt noch eine große Enthüllung, die letzten Aufgaben werden bewältigt und das Tempo ist phänomenal. Als Leser will man da sofort weiterlesen, weil so viele Fragen offen sind und es grade so spannend war, allerdings muss man sich nun gedulden.

Fazit:

Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten und die Idee hat mir super gefallen. Allerdings versucht es auch zu sehr teilweise New Adult zu sein, was hier einfach nicht passt. Die ganze Beziehungsdynamik fand ich fragwürdig und vieles war für mich als Leser nicht überraschend. Das Ende hingegen war wirklich gut und spannend geschrieben und macht auch Lust auf mehr. Von mir kriegt das Buch 3 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.09.2025

Spannung kommt erst am Ende auf

Girls' Trip - Vier Freundinnen. Eine Luxusjacht. Eine tödliche Reise.
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Was habe ich getan?

Das Cover gefällt mir gut, es schreit regelrecht Jugenthriller und macht somit auf das Genre aufmerksam. Ich finde ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Was habe ich getan?

Das Cover gefällt mir gut, es schreit regelrecht Jugenthriller und macht somit auf das Genre aufmerksam. Ich finde es passt auch gut zur Geschichte.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perpsektive von Maggie, wobei es auch Briefe gibt, die in der Ich-Perspektive von Giselle geschrieben sind. Ich fand die Wechsel zwischen den beiden gelungen, da ich immer wusste aus wessen Sicht ich gerade lese.

Zu Beginn lernt man Maggie, Giselle, Viv und Emi kennen, die zusammen einen Ausflug auf dem Boot von Giselle machen möchten. Doch am letzten Tag verschwindet Giselle und die Kameraufnahmen deuten darauf hin, dass Maggie sie vom Boot gestoßen hat, diese kann sich aber nicht daran erinnern. Was ist nun wirklich passiert?

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Obwohl es sehr viele Namen auf einmal waren, ging es nach ein paar Kapitel schon recht gut dahin. Man muss sich halt merken, wer nun wer ist, wobei Giselle und Maggie die wichtigsten Personen von den vieren sind.

Maggie und Giselle fand ich vonallen noch am interessantesten. Maggie versucht sich in die Gruppe einzufügen, obwohl sie nicht reich ist. Man merkt, dass sie sich oft verstellen muss, um von den anderen gemocht zu werden, aber sie versucht wirklich eine Freundschaft aufzubauen, zumindest mit Giselle. Giselle fand ich sehr überheblich und verlogen. In den Briefen an ihre Mutter sieht man eine andere Seite von ihr und da konnte ich sie immer besser verstehen, trotzdem rechtfertigt das nicht ihr Verhalten anderen Menschen gegenüber. Besonders die Angestellten auf dem Boot behandelt sie sehr schlecht, dabei geben sie ihr Bestes.

Viv und Emi hingegen blieben recht falch. Das einzige, was mir von Viv in Erinnerung geblieben ist, ist, dass sie sehr spirituell ist und Eskalationen vermeidet. Bei Emi ist es so, dass sie Giselle um jeden Preis beschützen will und ein bisschen rau ist, wobei auch hin und wieder eine nette Seite durchscheint, man muss sich ihr Vertrauen aber erst erarbeiten.

Den Aufbau von dem Buch fand ich ziemlich cool. Es startet sozusagen am Ende. Giselle ist schon verschwunden und die Mädchen finden das Kameramaterial, wo man sieht, dass sie über Board gegangen ist. Von da an wird die Geschichte rückwärts erzählt. Man startet am letzten Tag am Abend und liest bis zum ersten Tag in der Früh. Dieses Konzept hat mir ziemlich gut gefallen, denn man kennt den Ausgang, aber nicht wie es dazu gekommen ist. Sowas habe ich noch in keinem Buch gelesen und es hat hier irgendwie sehr gut gepasst.

Zwischendurch las es sich allerdings nicht wie ein Thriller. Besonders zu Beginn hat es lange gedauert, bis die Spannung wirklich aufkam, auch wenn es mit dem Verschwinden von Giselle begonnen hat. Es las sich einfach wie ein Buch über vier Freundinnen, die zusammen Party machen. Manche Stellen fand ich auch unnötig in die Länge gezogen, da sie keinen wirklichen Beitrag zur Story geleistet haben.

Was mir hingegen gut gefallen hat, waren die Briefe von Giselle an ihre tote Mutter. Dadurch bekommt man mehr Einblick in ihr Leben und ihre Gedanken und weiß, wieso sie manchmal so ist, wie sie eben ist. Außerdem kommen in diesen Briefen so manche Geheimnisse ans Licht. Besonders in Bezug auf die Freundschaft von Giselle und Maggie waren sie aufschlussreich und ich hatte da einige Aha-Momente.

Am Ende gibt es dann die große Auflösung und ab hier gibt es SPOILER, also nicht weiterlesen, wenn man das Ende nicht wissen will. Ich habe vielleicht zu unaufmerksam gelesen, weil ich nicht kommen sah, dass Giselles Bruder eigentlich ihr Sohn ist. Was ich hier aber nicht verstehe ist, wie sie diesen als ihren Bruder ausgeben konnte. Ihr Vater steht im Rampenlicht, es gibt Interviews mit ihm und seiner Frau und keiner hat mitbekommen, dass seine Frau eigentlich nie schwanger war? Haben sie ihr einen Bauch umgehängt oder was? Das fand ich insgesamt etwas unrealistisch, auch weil Giselle in der Zeit ganz normal in die Schule ging. Es war zwar alles ein wenig überraschend, auch ihre Beziehung zu Maggie, aber auch zu unrealistisch und zu unausgereift für meinen Geschmack.

Fazit:

Insgesamt war das Buch in Ordnung, hat sich manchmal aber auch gezogen, da die große Spannung erst gegen Ende des Buches kam. Davor las es sich eher wie vier Freundinnen, die einfach Geheimnisse voreinander haben. Für Zwischendurch ist es in Ordnung und ich vergebe 3 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.07.2025

Guter Abschluss

Tale of the Heart Queen
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Mein Herz lebt jetzt außerhalb meines Körpers, verblutet auf der festgetreten Erde, wo ich auf dem unerbitterlichen Boden knie.

Das Cover ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Mein Herz lebt jetzt außerhalb meines Körpers, verblutet auf der festgetreten Erde, wo ich auf dem unerbitterlichen Boden knie.

Das Cover finde ich gut, es ist ähnliche zu den anderen Covern der Reihe gestaltet und wie auch schon bei den anderen Bänden sieht man hier Gegenstände darauf, die in dem Buch vorkommen, was ich wieder cool finde.

Der Schreibstil der Autorin ist in Ordnung, aber so wirklich anfreunden kann ich mich mit den modernen Begriffen immer noch nicht. Das passt einfach nicht zu der Welt. Ich mochte aber, dass es wieder Kapitel aus unterschiedlichen Sichten gibt, wobei ich die nicht immer gut auseinander halten konnte, weil die Charaktere ähnlich dachten.

Dieser Band schließt direkt an das Ende von Band drei an. Nadir ist kurz davor zu sterben, Lor will ihn retten und natürlich will sie auch noch ihr Königinnenreich zurückhaben. Es ist also viel zu tun.

Der Einstieg ist mir persönlich schwer gefallen, weil zwischen den beiden Bänden doch mehrere Monate waren und ich mich nicht mehr an alle Details und Personen erinnern konnte, so hat es lange gedauert, bis ich wieder in der Geschichte drinnen war, wobei es Figuren gab, an die ich mich bis zum Ende nicht erinnern konnte. Sobald ein paar Erinnerungen zurückkamen, habe ich mir mit dem Buch auch gleich leichter getan.

Lor fand ich wieder in Ordnung. Ich hatte keine so große Abneigung gegen sie wie früher, da sie tatsächlich recht gute Entscheidungen getroffen hat und für sich selbst eingestanden ist. Ihre Fixtion auf Nadir ist zwar etwas bedenklich, weil ich da immer noch nur Lust und keine Liebe spüre, aber ansonsten mochte ich sie recht gerne.

Nadir war wieder gut gemacht, er ist aber irgendwie zu einem Nebencharakter geworden, weil sich fast alles um Lor dreht, auch seine eigenen Kapitel. Daher läuft er meist einfach hinter ihr her oder bewundert sie. Sein Charakter hat keine wirkliche Entwicklung mehr durchgemacht, gemocht habe ich ihn trotzdem.

Auch Gabriel hat wieder eigene Kapitel bekommen und das macht ihn erwähnenswert. Im letzten Band wurde seine tragische Geschichte tiefgründiger und ich habe eine Hassliebe zu ihm entwickelt. Einerseits ist er ein wirklicher Ungustl, andererseits hatte es er nicht leicht im Leben und ich konnte ihn verstehen. Jetzt wird immer deutlicher, dass er eigentlich nur glücklich sein will und ich habe sehr gehofft, dass ihm das gelingt. Ich mochte ihn und seine schroffe Art.

Dann gab es noch Kapitel aus Rions Sicht und ich muss sagen, dass ich diese wirklich gelungen fand. Sie verleihen seinem Charakter mehr Tiefe und man konnte manches besser nachvollziehen. Seine Entscheidungen waren nicht gut und trotzdem fand ich ihn als Charakter sehr gelungen. Er macht im Laufe des Buches eine interessante Entwicklung durch, die dann doch etwas zu schnell war am Ende. Von ihm hätte ich tatsächlich gerne noch mehr gelesen.

Dies ist der längste Teil der Reihe und wie ich finde war das Buch zu lang. Es passiert nicht viel bis zum Ende, manche Szenen hätte man sich sparen können und vieles hätte man kürzen können. Zum Glück liest sich das Buch sehr schnell, dadurch merkt man die Länge gar nicht so. sehr. Im Grunde gibt es viel Gerede und viel Planen, aber das hätte man auch in 200 Seiten weniger geschafft.

Der Anfang von Buch hat mir persönlich am besten gefallen. Es hat sich nicht gezogen, es gab neue Elemente und Lor muss sich wieder alleine durchschlagen, denn Nadir kann ihr zu dem Zeitpunkt nicht helfen. Gleich zu Beginn bringt sie ihn zu Zerra, welche ihn heilen soll. Nadir ist also bei Zerra und Lor muss die Anker finden. Die Kapitel als Nadir und Zerra interagiert haben fand ich sehr gut, es war mal was anderes und hat Abwechslung reingebracht. Später, als Lor nicht mehr alleine ist, wurde es dann für mich etwas schlechter.

Manche Dinge in dem Buch lösen sich auch viel zu einfach auf. Jemand ist böse, dann passiert was und plötzlich hilft diese Person den Guten. Oder jemand will etwas nicht tun, dann gibts ein Gespräch, vielleicht ein paar Tränchen und schon ändert sich die Meinung. Ich fand das alles zu einfach, Lor hatte, wenn es um andere Menschen ging, keinerlei Hindernisse zu überwinden, denn jeder hilft ihr sowieso. Das war auch am Ende ein Manko, dass sich alles zu schnell und zu einfach auflösen ließ.

Positiv erwähnen muss man aber, dass es hier nicht mehr so viel um Sex geht, wie in den anderen Bänden. Diese Szenen haben mich nämlich sehr gestört und haben den Plot unnötigerweise unterbrochen. Hier hält sich das sehr in Grenzen und es wird sich wirklich auf die Geschichte konzentriert.

Schön fand ich auch, dass so viele Nebencharaktere wieder dabei waren, nicht nur Tristan und Willow, sondern auch andere Personen, die man vielleicht ins Herz geschlossen hat. Ganz vorne steht da bei mir Tyr, den ich absolut fantastisch finde. Seine Geschichte ist tragisch und dann auch noch die Verwicklung mit Gabriel, ich habe so sehr gehofft, dass die beiden ein Happy End bekommen.

Allerdings kommt auch Atlas wieder vor und obwohl er in den ersten Bänden immer als so stark und böse bezeichnet wurde, habe ich hier nichts davon mitbekommen. Es wirkte so als wollte die Autorin Atlas einfach schnell loswerden, es war super einfach und hat auch nicht viel Zeit in Anspruch genommen. Hier war ich dann sehr enttäuscht, denn er wurde als Bösewicht aufgebaut und war schlussendlich eigentlich unnötig.

Das Ende war nicht ganz mein Fall. Es sollte wohl eine Brücke zu Band eins hergestellt werden, aber ich war kein Fan davon. Auch das letzte Kapitel hätte man sich sparen können, das war dann schon wieder übertrieben. Insgesamt war der Abschluss in Ordnung.

Fazit:

Die Reihe war insgesamt zu lange. Man hätte das alles in zwei Bänden abwickeln können, wobei dieser Band recht gut war. Trotzdem habe ich einige Kritikpunkte. Vieles hat sich zu einfach lösen lassen, manches ging zu schnell und obwohl das Buch so lang ist, wurde sich für die wichtigen Dinge einfach keine Zeit genommen. Ich fand die Charaktere generell aber super und es gab ein paar wirklich gute Szenen. Von mir kriegt das Buch 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Kann man lesen, muss man aber nicht

Hunt on Dark Waters
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Meine Großmtter hat mir alles beigebracht, was ich weiß.

Das Cover finde ich schön, durch die Farben hat es was von einem Meer, welches ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Meine Großmtter hat mir alles beigebracht, was ich weiß.

Das Cover finde ich schön, durch die Farben hat es was von einem Meer, welches in dem Buch eine wichtige Rolle spielt und hat somit auch eine Verbindung zum Inhalt.

Der Schreibstil der Autorin war in Ordnung. Er war nicht herausragend oder hat mich emotional sehr berührt, das Buch ging aber wirklich fix zu lesen. Geschrieben ist es in der Ich-Perspektive, wobei es Kapitel aus Bowens und auch aus Evelyns Sicht gibt und man beide Charaktere dadurch besser kennen lernt.

Zu Beginn lernt man Evelyn kennen, die vor ihrer Ex-Freundin Lizzy wegrennen muss. Durch einen Zufall stolpert sie durch ein Portal nach Threshold und trifft dort auf Bowen, der sie auf sein Schiff aufnimmt und ihr das Leben rettet. Seine Crew ist davon allerdings nicht so begeistert.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, weil die Geschichte eigentlich sofort mit der Flucht beginnt. Danach ist man schon in Threshold und trifft auf Bowen. Durch den rasanten Einstieg wird man als Leser aber sofort ins Buch gezogen und ist neugierig, was noch alles passiert. Für mich war dieser Beginn gelungen.

Evelyn fand ich leider etwas blass. Sie pockt bei Bowen immer wieder darauf, dass er alles, was er kennt, hinterfragen soll, drängt ihn regelrecht und das fand ich sehr übergriffig. Ansonsten hat sie keinen nennensweren Charakter, denn von ihr bliebt mir nicht viel in Erinnerung. Sie ist eine Hexe und denkt nicht immer nach, bevor sie etwas tut, wodurch sie erst in diese Lage geraten ist.

Bowen fand ich da schon etwas besser, aber immer noch ziemlich flach. Sein Posten als Kapitän ist sein gesamter Charakter, er macht sich durchgehend Sorgen um die Crew, ums Schiff und um seinen Posten. Wie er überhaupt Kapitän wurde frage ich mich immer noch, denn er wirkt nicht grausam und auch nicht so als könnte er sich gut durchsetzen. Meist hat er auf mich sogar einen weinerlichen Eindruch gemacht, was nicht zu meinem Bild von einem Kapitän passt.

Bei den Büchern von der Autorin bin ich immer vorsichtig, denn meist gefallen sie mir nicht so gut wie erwartet. Der Einstieg in dieses hier hat mich aber positiv überrascht und ich war wirklich gespannt, ob es so bleiben würde. Leider wies das Buch viele Lücken auf, das Worldbuilding war fast nicht vorhanden und ich hatte so viele Fragen. Angefangen bei der Welt. Es gibt Trreshold, ein Reich, welches alle anderen Reiche durch Portale auf Inseln miteinander verbindet. Woher Evelyn kommt weiß man nicht, es ist eine Welt, die der Erde ähnelt, wird aber nicht erwähnt. Generell wurde es sich hier einfach gemacht, weil auf jeder Insel andere Menschen, Pflanzen und Tiere heimisch sind und das wurde so erklärt, dass es in dem Reich, zu dem das Portal der Insel führt, auch solche Menschen und Tiere leben und Pflanzen wachsen. Das fand ich dann doch sehr einfach und es gibt so viel zu erkunden in der Welt. Angefangen bei den Meerjungfrauen und Drachen bis hin zu Bäumen die auf dem Kopf wachsen. Da hätte man so viel daraus machen können.

Auch die Liebesgeschichte fand ich sehr schwach, denn eigentlich ist es Insta-Lust, die dann irgendwann in Insta-Liebe umschlägt. Die Gefühle zwischen den beiden konnte ich nicht nachvollziehen, denn Evelyn macht Bowen das Leben nur schwer und er will sie eigentlich nur beschützen. Wirklich tiefgründige Gespräche gibt es zwischen ihnen nicht, sie finden sich einfach nur heiß und das wars. Hier fehlte mir definitiv die Entwicklung.

Abgesehen davon hatte die Geschichre Potential. Bowen ist kurz davor seinen Posten als Kapitän zu verlieren und Evelyn will einfach nur wieder nach Hause. Was sie allerdings nach den Regeln von Threshold nicht darf. Auf ihrer Reise kommen sie sich näher und jeder von ihnen muss eigene Entscheidungen in Hinsicht auf die Zukunft treffen. Wäre die gesamte Ausführung von dem Buch besser gemacht, hätte es wirklich gut werden können.

Am Ende gab es noch ein bisschen Spannung, die mich aber nicht an das Buch fesseln konnte. Ich wusste, wie es ausgehen würde und das hat mir ein bisschen Spaß genommen. Ich fand auch hier, dass sie Autorin den Konflikt am Ende zu einfach gelöst hat. Hier hätte ich mir mehr erwartet. Das Ende für Bowen und Evelyn war in Ordnung, aber hat mich nicht umgehauen.

Fazit:

Insgesamt war das Buch nicht schlecht, aber es gibt einfach zu viele Plotholes und Ungereimtheiten. Dann kommt nicht die Insta-Love dazu, wovon ich gar kein Fan bin, und man spürte auch gar keine Gefühle zwischen den beiden. Konflikte wurde einfach gelöst, die Charaktere waren flach und haben keine wirkliche Entwicklung durchgemacht. Man kann das Buch lesen, verpasst aber nichts, wenn man es nicht tut. Ich vergebe 3 Sterne.

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