Profilbild von Marigold

Marigold

Lesejury Star
offline

Marigold ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Marigold über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.06.2025

Perfekte Lektüre zur Mittsommerzeit

Mittsommer
0

Ich habe „Mittsommer“ von Lucy Foley während einer Skandinavien-Kreuzfahrt gelesen – nur wenige Tage vor der Sommersonnenwende. Auch wenn die Geschichte an der englischen Küste spielt, passte die Stimmung ...

Ich habe „Mittsommer“ von Lucy Foley während einer Skandinavien-Kreuzfahrt gelesen – nur wenige Tage vor der Sommersonnenwende. Auch wenn die Geschichte an der englischen Küste spielt, passte die Stimmung perfekt zur Jahreszeit und zur Landschaft, was mich der Handlung nähergebracht hat. Für mich war es das erste Buch der Autorin, und obwohl ich es nicht als extrem spannenden Thriller bezeichnen würde, hat mich die geheimnisvolle Atmosphäre und die vielschichtigen Figuren schnell in den Bann gezogen. Die verschiedenen Perspektiven und die Zeitsprünge machen die Geschichte abwechslungsreich, auch wenn die Spannung eher langsam aufgebaut wird. Insgesamt ein ruhiger, aber fesselnder Roman, der mir die Zeit auf dem Schiff sehr angenehm gemacht hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.05.2025

Spannendes Familiendrama zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Die unsichtbare Hand
0

„Die unsichtbare Hand“ von Julie Clark überzeugt mit einer vielschichtigen Familiengeschichte und einem düsteren Geheimnis. Die Handlung spielt in zwei Zeitebenen und bringt durch die wechselnden Perspektiven ...

„Die unsichtbare Hand“ von Julie Clark überzeugt mit einer vielschichtigen Familiengeschichte und einem düsteren Geheimnis. Die Handlung spielt in zwei Zeitebenen und bringt durch die wechselnden Perspektiven Abwechslung und Tiefe in die Erzählung. Der Schreibstil ist klar und flüssig, sodass sich das Buch leicht lesen lässt. Zwar fehlte mir an manchen Stellen der mitreißende Sog, den ich von den früheren Thrillern der Autorin gewohnt bin, und einige Figuren blieben für mich etwas blass, doch insgesamt ist „Die unsichtbare Hand“ ein gut konstruierter Roman mit einem atmosphärischen Setting und vielen Konflikten. Wer Familiendramen mit leiser Spannung und Rückblicken in die 1970er Jahre mag, wird hier eine stimmige und lohnenswerte Lektüre finden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.05.2025

Mit einem Augenzwinkern in den Urlaub

Lieber im Meer schwimmen als in Arbeit untergehen
0

In „Lieber im Meer schwimmen als in Arbeit untergehen“ nimmt Silke Neumayer uns mit auf eine humorvolle Reise durch die kleinen und großen Katastrophen des Urlaubsalltags. Ob es ums Packen geht, das Gewusel ...

In „Lieber im Meer schwimmen als in Arbeit untergehen“ nimmt Silke Neumayer uns mit auf eine humorvolle Reise durch die kleinen und großen Katastrophen des Urlaubsalltags. Ob es ums Packen geht, das Gewusel am Flughafen oder unerwartete Hotelüberraschungen – wer schon mal verreist ist, wird sich hier garantiert wiedererkennen. In kurzen, pointierten Kapiteln erzählt die Autorin von all den Dingen, die schiefgehen können – oder einfach nur absurd komisch sind.
Dabei besticht der Schreibstil durch Leichtigkeit und Witz, ohne ins Alberne abzurutschen. Besonders gefallen haben mir der hohe Wiedererkennungswert und die charmanten Beobachtungen, die oft genau ins Schwarze treffen. Die Geschichten eignen sich ideal zum Zwischendurchlesen – ob auf dem Balkon, im Zug oder direkt am Strand. Gerade die Kürze der Kapitel macht das Buch zu einem perfekten Reisebegleiter.
Allerdings hätte ich mir an einigen Stellen ein bisschen mehr Tiefe gewünscht. Manche Anekdoten sind sehr kurz geraten und erinnern eher an Kolumnen – das ist Geschmackssache. Außerdem wird mit bekannten Urlaubsklischees nicht gespart, was zwar oft für Lacher sorgt, aber manchmal auch etwas vorhersehbar wirkt.
Trotzdem: Wer Lust auf leichte, augenzwinkernde Unterhaltung hat und sich gern über die ganz normalen Urlaubspannen amüsiert, wird mit diesem Buch bestens bedient. Silke Neumayer schafft es, mit einem liebevollen Blick auf den Wahnsinn des Reisens zu schauen – ehrlich, unterhaltsam und wunderbar nah an der Realität.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.05.2025

Italienisch kochen leicht gemacht

Kochen wie ein echter Italiener
0

Das Kochbuch „Kochen wie ein echter Italiener“ von Angelo Coassin (@cookingwithbello) bringt authentische italienische Küche alltagstauglich auf den Teller. In 70 Rezepten zeigt Angelo seine Lieblingsgerichte ...

Das Kochbuch „Kochen wie ein echter Italiener“ von Angelo Coassin (@cookingwithbello) bringt authentische italienische Küche alltagstauglich auf den Teller. In 70 Rezepten zeigt Angelo seine Lieblingsgerichte – von Pasta und Pizza bis zu Tiramisù – und setzt dabei auf gut erhältliche Zutaten und unkomplizierte Zubereitung. Viele Rezepte sind vegetarisch und eignen sich gut für Familien.

Besonders gefallen haben mir die abwechslungsreiche Auswahl, die schönen Fotos und das italienische Flair, das sich durch das ganze Buch zieht. Einige Gerichte sind allerdings aufwendiger, als sie auf den ersten Blick wirken – und das Buchcover ist definitiv Geschmackssache.

Insgesamt ein gelungenes Kochbuch, das Lust aufs Nachkochen macht. Nicht jedes Rezept wird bei uns zum Dauerbrenner, aber einige haben ihren festen Platz in der Familienküche gefunden. Wer einfache, aber authentische italienische Gerichte sucht, wird hier fündig.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.05.2025

Zwischen Humor und existenziellen Fragen

Horror-Date
1

„Horror-Date“ ist bereits der dritte Keinthriller von Sebastian Fitzek, der Humor, Liebesgeschichte und die Auseinandersetzung mit Leben und Tod vereint. Die Geschichte folgt Raphael, einem unheilbar kranken ...

„Horror-Date“ ist bereits der dritte Keinthriller von Sebastian Fitzek, der Humor, Liebesgeschichte und die Auseinandersetzung mit Leben und Tod vereint. Die Geschichte folgt Raphael, einem unheilbar kranken Mann, der sich online in Nala verliebt. Doch als sein Zustand sich verschlechtert, schickt er seinen gesunden Freund Julius als Ersatz zum Blind Date – mit fatalen Folgen.
Fitzeks Schreibstil ist leicht und gut verständlich, angereichert mit schwarzem Humor und kurzen Kapiteln, die das Lesen angenehm machen. Die kleinen Illustrationen verleihen dem Roman eine charmante Note. Trotz der humorvollen Erzählweise bleibt der Roman durch seinen ernsten Hintergrund, der Themen wie Krankheit und Vergänglichkeit behandelt, tiefgründig.
Leider fand ich die vielen absurden Situationen etwas zu überladen. Die Geschichte hätte von weniger skurrilen Wendungen profitiert, um den ernsten Themen mehr Raum zu geben.
Insgesamt ist „Horror-Date“ eine unterhaltsame, humorvolle Lektüre, die auch zum Nachdenken anregt. Es liegt für mich zwischen den positiven Überraschungen von „Der erste letzte Tag“ und der Enttäuschung von „Elternabend“.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere