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Veröffentlicht am 25.06.2025

Viel Glück bei eigentlich gefährlichen Spielen

Phantasma – Spiel um dein Leben, fürchte die Liebe
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Ihre Mutter stirbt und hinterlässt Geheimnisse und hohe Schulden. Ophelias Schwester Genevieve scheint mehr zu wissen, weiht Ophelia aber nicht mehr ein, bevor sie verschwindet. Es sieht so aus, als würde ...

Ihre Mutter stirbt und hinterlässt Geheimnisse und hohe Schulden. Ophelias Schwester Genevieve scheint mehr zu wissen, weiht Ophelia aber nicht mehr ein, bevor sie verschwindet. Es sieht so aus, als würde Genevieve an den gefährlichen Phantasma-Spielen teilnehmen wollen, also tut Ophelia das auch, in der Hoffnung ihre Schwester retten zu können.

Ophelia ist aber ziemlich planlos und kommt damit schon viel zu gut durch. Ihr einziges Ziel ist es eigentlich, ihre Schwester zu retten, aber weil sie selbst nicht direkt gegen Genevieve spielt, weiß man nicht mal mit hundertprozentiger Sicherheit, ob die auch tatsächlich an den Spielen teilnimmt oder wie es ihr dabei geht. Also kann Ophelia in der Hinsicht nicht viel machen, sondern kümmert sich hauptsächlich darum, im Spiel weiterzukommen und versucht nebenbei noch, Blackwell zu helfen, der ihr dafür wertvolle Tipps bei den verschiedenen Leveln des Spiels gibt.

Ich fand es ziemlich interessant, hier eine Protagonistin mit einer Zwangsstörung zu haben, in einer Welt, wo es auch echte Dämonen gibt. Dazu fand ich Ophelia auch dadurch etwas sympathischer, weil man spürt, dass sie durch ihre Ausbildung zur Nekromantin schon lange mit der Last lebt, eines Tages das Erbe ihrer Familie weiterführen zu müssen. Aber dann war ich auch ziemlich enttäuscht davon, wie wenig man eigentlich davon sieht, dass sie irgendwas gelernt hat. Sie stolpert schon eher ahnungslos, mit einer guten Portion Glück und Blackwells Unterstützung durch die Spiele und das fand ich auf Dauer dann ziemlich langweilig, egal wie blutig es um sie herum gewesen sein mag. Wenn sie so leicht durchkommt, wirken die Spiele auch weniger anspruchsvoll und gefährlich.

Insgesamt hätte ich mehr von Ophelia und den Spielen erwartet, auch die Liebesgeschichte fand ich nicht besonders spannend. Das Ende des Buches fand ich dann wieder einigermaßen gelungen und da Ophelias Geschichte damit abgeschlossen ist, werde ich die Fortsetzung auf jeden Fall nicht mehr lesen, weil ich das Buch dafür einfach nicht gut genug fand.

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Süße Fake-Dating-Romance

The Fake Out – Sie will ihr Leben in den Griff bekommen ... aber ist er die Lösung?
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Mae kümmert sich um ihre kranke Mutter und um ihre jüngere, etwas rebellische Schwester, arbeitet hart und muss nun darum kämpfen, dass ihrer geliebten Bibliothek nicht die finanziellen Mittel gekürzt ...

Mae kümmert sich um ihre kranke Mutter und um ihre jüngere, etwas rebellische Schwester, arbeitet hart und muss nun darum kämpfen, dass ihrer geliebten Bibliothek nicht die finanziellen Mittel gekürzt werden. Damit trägt sie viel Verantwortung und hat auch alle Hände voll zu tun. Chris ist eine unerwartete Ablenkung und sein Angebot könnte ihr ziemlich aus der Patsche helfen, aber für Mae ist es nicht leicht, um Hilfe zu bitten oder sie anzunehmen.

Chris hingegen kann sehr gut um Hilfe bitten und bietet sie gleichzeitig auch gerne an. Nach ein paar negativen Schlagzeilen braucht er wieder positive Aufmerksamkeit und bietet Mae einen Deal an: Eine falsche Verlobung soll all ihre Probleme lösen. Man sieht Chris eigentlich nicht als Sportler und trotz seines Ruhms ist sein Aufenthalt in der Kleinstadt eher ereignislos. Aber er bringt mehr Freude in Maes Leben und ist ihr die Stütze, die sie meint, nicht zu brauchen.

Das Buch ist eine süße romantische Komödie, aber die Geschichte hat auch etwas mehr zu bieten und konnte mich insgesamt gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 31.05.2025

Nette Romantasy und eine Menge ungenutztes Potenzial

Faebound
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Colonel Yeeran vertraut auf die Prophezeiung ihrer Schwester Lettle und trifft bei einem Einsatz eine folgenschwere Entscheidung, der zu ihrer Verbannung führt. Lettle und Kommandant Rayan folgen Yeeran ...

Colonel Yeeran vertraut auf die Prophezeiung ihrer Schwester Lettle und trifft bei einem Einsatz eine folgenschwere Entscheidung, der zu ihrer Verbannung führt. Lettle und Kommandant Rayan folgen Yeeran ins Exil und treffen dabei auf Fae, von denen sie dachten, dass diese längst ausgestorben seien.

Lettle ging mir schon ziemlich auf die Nerven und ich war schon überrascht, als sie erwähnt hat, sie sei achtundzwanzig Jahre alt, weil sie sich so trotzig und unreif verhält. Bei Yeeran ging es mir ähnlich, ich hatte das Gefühl, das Alter wurde gewählt, damit es zu ihrer Verantwortung als Colonel passt und vielleicht auch zu ihren Beziehungen. Ansonsten fand ich, dass beide Charaktere ihren Erfahrungen nicht gerecht wurden. Ich fand es interessant, wie die Prophezeiungen entstehen, aber ich fand es schade, dass es mehr darum geht, wie sehr sie Teil von Lettles Identität sind und dann jammert sie eigentlich nur herum, weil die Dinge nicht so laufen, wie sie möchte. Sie hat mich auch etwas genervt, weil sie so viel Aufmerksamkeit braucht und sauer auf ihre Schwester ist, weil sie nie selbst an erster Stelle steht, da Yeeran sich zu sehr dem Krieg verschrieben hat.

Yeeran fand ich schon deutlich sympathischer, aber als so junge Colonel, die auch schon einiges erlebt hat, hätte ich auch mehr von ihr erwartet. Sie sollte eigentlich mehr taktisches Geschick vorweisen können, aber ihre Pläne sind eher oberflächlich und anspruchslos. Dass sie sich von ihren Gefühlen leiten lässt, ist ja in Ordnung, aber etwas mehr Grips hätte ihr auch nicht geschadet. Ich hatte auch etwas Mitleid mit ihr, weil sie sich so sehr um ihre erwachsene Schwester sorgen muss, die ihr meistens ein Klotz am Bein ist.

Die magische Welt fand ich schon interessant und ich finde, sie hätte auch noch viel mehr Potenzial gehabt, daher bin ich auch gespannt, wie es in der Fortsetzung weitergehen wird. Hier hatte ich das Gefühl, dass es eine lange Einführung ist, in der die magische Geschichte dieser Welt erklärt wird, die verschiedenen Völker und wichtige Charaktere werden vorgestellt und dann geht es hauptsächlich um die Beziehungen zwischen ihnen. Daher läuft es hier auch darauf hinaus, dass der Fokus hauptsächlich auf den Liebesgeschichten liegt, aber es gibt auch sonst einige interessante Enthüllungen und Entwicklungen. Ein paar davon waren mir aber zu viel des Guten und es gab auch einige vorhersehbare Zufälle, die mir nicht besonders gut gefallen haben.

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Veröffentlicht am 15.05.2025

Stabilität vs. Initimität, Liebe vs. Karriere

Body Check
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Hayden wünscht sich eine stabile Beziehung, aber sie braucht auch körperliche Intimität und beschließt daher, sich auf einen One-Night-Stand einzulassen. Doch nach der Nacht will Brody seine Traumfrau ...

Hayden wünscht sich eine stabile Beziehung, aber sie braucht auch körperliche Intimität und beschließt daher, sich auf einen One-Night-Stand einzulassen. Doch nach der Nacht will Brody seine Traumfrau nicht einfach so aufgeben.

Hayden hat schon eine Art Beziehung mit Doug, mit dem sie viele Interessen teilt und der theoretisch genau ihren Anforderungen entspricht, aber sie spürt keine Leidenschaft und da er sich Zeit lassen will, bevor sie miteinander schlafen, fehlt Hayden einfach etwas und sie hofft, dass ein One-Night-Stand ihr Bedürfnis nach Intimität stillen kann, ohne ihren Traum von Stabilität aufgeben zu müssen. Ich fand ihre Einstellung zu Doug schon seltsam und eigentlich war er nur eine weit entfernte Ausrede, wenn es darum ging, Brodys vermeintliche Schwächen aufzuzeigen, und manchmal hatte Hayden auch ein schlechtes Gewissen, aber das war es auch schon.

Für Eishockeyspieler Brody ist es fast Liebe auf den ersten Blick und er wünscht sich von Anfang an, mehr Zeit mit Hayden verbringen zu können. Da sie zufällig die Tochter vom Teameigner ist, begegnen sie sich wieder, aber das macht die Sache gleichzeitig auch ein bisschen komplizierter. Da das Team gerade im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit ist und dadurch viel auf dem Spiel steht, muss Brody schauen, wo seine Prioritäten liegen.

Spannung gibt es durch die Skandale um das Team und durch Haydens komplizierte Beziehung zu ihrem Vater, der seit Jahren mehr Zeit in seine Karriere gesteckt hatte und dabei seine Tochter vernachlässigte. So ist in den Leben der Protagonisten auch mehr los als nur ihre Liebesgeschichte und es gibt viele Faktoren, die sie berücksichtigen müssen und auch jede Menge Gefühle. Insgesamt hat mir das Buch schon gefallen und konnte mich gut unterhalten, obwohl mich zum Beispiel die Sache mit Doug schon eher gestört hat.

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Veröffentlicht am 03.05.2025

Zweite Chance nach langer Abwesenheit

The One I Left Behind
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Nach vierzehn Jahren kehrt der ehemalige Footballstar Ben zurück in seine Heimat und trifft auf seine erste Liebe, die er nie vergessen konnte. Die Anziehungskraft zwischen den beiden ist auch nach all ...

Nach vierzehn Jahren kehrt der ehemalige Footballstar Ben zurück in seine Heimat und trifft auf seine erste Liebe, die er nie vergessen konnte. Die Anziehungskraft zwischen den beiden ist auch nach all den Jahren nicht schwächer geworden und sie könnten sich ihren Gefühlen kaum widersetzen, doch die lange Trennung, Gerüchte und Gillians Sohn stellen schon kleine Hindernisse für ihre zweite Chance dar.

Die Dauer von Bens Abwesenheit hat mich ziemlich gestört. Er hat sich komplett ferngehalten und wollte in dieser Zeit nichts über Gillians Leben erfahren, aber kaum, dass er zurück ist, drängt er sich wieder in ihr Leben. Natürlich gab es schon Gründe, warum er sich zurückgezogen und sich nur auf seine Karriere konzentriert hat, aber er gibt sehr schnell nach, sobald er wieder in Gillians Nähe ist. Schade fand ich es um die ganze verschwendete Zeit und ich finde, dass es Ben auch etwas egoistisch erscheinen lässt, auch wenn seine Absichten anders waren.

Gillian mochte ich aber sehr gerne und auch ihre Beziehung zu ihrem Sohn hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich es doch ein bisschen komisch fand, wie ehrlich sie sein wollte und wie sehr sie es dann tatsächlich war. Aber ich fand, man konnte gut nachvollziehen, wie sie sich mit ihren Entscheidungen gefühlt hat und wie sie auch oft zu kämpfen hatte.

Insgesamt fand ich diese Liebesgeschichte ganz süß und unterhaltsam und trotz der wenigen Seiten fehlt es auch nicht an emotionaler Tiefe.

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