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Nicawa

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.12.2025

Zwischen starken Momenten und zähen Passagen

Bonds of Hercules
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Der zweite Band war für mich insgesamt schwächer als der erste. Ich war wieder schnell in der Welt drin und ein paar Entwicklungen fand ich wirklich gut gemacht, aber das Buch konnte das Niveau seines ...

Der zweite Band war für mich insgesamt schwächer als der erste. Ich war wieder schnell in der Welt drin und ein paar Entwicklungen fand ich wirklich gut gemacht, aber das Buch konnte das Niveau seines Vorgängers nicht durchgehend halten.

Die Figuren, vor allem die Hauptcharaktere, haben mir nach wie vor gefallen. Ihre Dynamik wirkt reifer und glaubwürdiger und ich mochte einige emotionale Momente sehr. Trotzdem hatte ich öfter das Gefühl, dass die Geschichte streckenweise an Tempo verliert und sich manche Passagen unnötig ziehen. Dafür rauschen andere Punkte dann wieder zu schnell vorbei, sodass mir ein runderes Gleichgewicht gefehlt hat.

Was das Lesen für mich gerettet hat, waren einzelne Figuren und ihre Art, die Geschichte aufzulockern. Die Welt bleibt spannend, der Schreibstil ist gewohnt angenehm und man bekommt viele Ansätze, die neugierig auf mehr machen.

Unterm Strich war der Band für mich „okay“, aber eben nicht mehr. Der Funke, der im ersten Teil so stark übergesprungen ist, war hier nicht konstant da.

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Veröffentlicht am 29.08.2025

Starke Idee, schwache Umsetzung

Morbidly Yours
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„Morbidly Yours“ hat mich mit Setting und Grundidee sofort neugierig gemacht: düster-romantisch, ein besonderer Handlungsort und das Versprechen einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte. Leider konnte das ...

„Morbidly Yours“ hat mich mit Setting und Grundidee sofort neugierig gemacht: düster-romantisch, ein besonderer Handlungsort und das Versprechen einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte. Leider konnte das Buch diese Erwartungen nicht erfüllen.

Die Figuren blieben für mich zu blass. Vor allem mit der Protagonistin bin ich bis zum Ende nicht wirklich warm geworden, während der männliche Part für mich klar die stärkere Figur war. Insgesamt wirkte die Dynamik zwischen den beiden unausgeglichen, und die Entwicklung ihrer Beziehung hat mich nicht überzeugt.

Auch stilistisch konnte mich das Buch nicht richtig abholen. Der Einstieg war zäh, die Sprache teilweise holprig und nicht so flüssig, wie ich es mir gewünscht hätte. Gegen Ende wurde vieles sehr schnell abgehandelt, wodurch der Schluss überhastet und konstruiert wirkte.

Positiv hervorheben möchte ich die originelle Grundidee und die Grundstimmung, die stellenweise wirklich atmosphärisch war. Leider blieb es für mich aber bei einer guten Idee mit schwacher Umsetzung.

Ein Buch mit viel Potenzial, das am Ende nicht richtig ausgeschöpft wurde. Für mich solide 3 von 5 Sternen – kein Reinfall, aber auch kein Highlight.

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Mountainbike-Romance mit Luft nach oben

Downhill Dreams
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Das Cover hat mich direkt angesprochen – sportlich, modern und mit einem originellen Farbschnitt, der den Mountainbike-Aspekt schön aufgreift. Auch thematisch fand ich das Buch spannend, da ich bisher ...

Das Cover hat mich direkt angesprochen – sportlich, modern und mit einem originellen Farbschnitt, der den Mountainbike-Aspekt schön aufgreift. Auch thematisch fand ich das Buch spannend, da ich bisher noch keine Sports-Romance gelesen habe, in der Mountainbiken eine zentrale Rolle spielt. Leider konnte mich die Geschichte trotz dieses frischen Ansatzes nicht vollends überzeugen.

Die Handlung startet vielversprechend mit einer energiegeladenen Begegnung zwischen Josie und Mountainbike-Star Levi. Doch obwohl das erste Drittel noch gut mitreißt, verliert die Geschichte für mich später an Spannung. Besonders der lange Einstieg in Garmisch zog sich zu sehr in die Länge, während der eigentlich interessantere College-Teil etwas zu kurz kam.

Der Schreibstil ist grundsätzlich angenehm und flüssig, aber die Balance zwischen Action, Emotion und Tiefe stimmt für mich nicht ganz. Einige Szenen wirkten auf mich überzogen oder zu sehr auf Drama ausgelegt. Die Liebesgeschichte war streckenweise schön erzählt, aber auch hier fehlte mir manchmal das Gefühl echter Verbundenheit zwischen den Figuren. Zudem war mir Levi stellenweise zu klischeehaft, während Josie in ihrem Verhalten nicht immer nachvollziehbar wirkte.

Positiv hervorheben möchte ich, dass das Thema Extremsport glaubwürdig integriert wurde – auch wenn mir persönlich die vielen Details rund ums Bike manchmal zu viel waren. Wer sich für Sport-Romance interessiert, könnte hier aber genau das finden, was er oder sie sucht.

Fazit: Downhill Dreams hat eine interessante Idee und ein tolles Setting, schwächelt aber in der Umsetzung. Für Fans von Forbidden Love mit sportlichem Touch einen Blick wert – ich persönlich hätte mir mehr Tiefgang und weniger Klischees gewünscht.

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Zwischen göttlichem Erbe und menschlicher Identität – Magisch, aber nicht ganz rund

Faded Gods
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Faded Gods – Das Erbe des Hades bietet einen spannenden Auftakt in eine Welt, in der griechische Mythologie auf moderne Romantasy trifft. Die Grundidee, eine junge Frau kurz vor der Hochzeit aus ihrem ...

Faded Gods – Das Erbe des Hades bietet einen spannenden Auftakt in eine Welt, in der griechische Mythologie auf moderne Romantasy trifft. Die Grundidee, eine junge Frau kurz vor der Hochzeit aus ihrem Alltag herauszureißen und in ein göttliches Netz aus Intrigen, Herkunftsfragen und uralten Mächten zu werfen, hat definitiv Potenzial. Die Geschichte wirft Coralynn mitten hinein in ein Leben, das sie bisher nicht kannte – samt Halbgott, Unterwelt und dunkler Geheimnisse.

Jenn Roberts schreibt in einem flüssigen, angenehm lesbaren Stil. Besonders die bildhaften Beschreibungen der Unterwelt und der rasante Einstieg haben mir gut gefallen. Man ist direkt in der Handlung und möchte wissen, wie sich alles entwickelt. Auch die mythologischen Anspielungen sind interessant und wecken die Lust auf weitere Teile.

Allerdings empfand ich manche Entwicklungen als zu überstürzt – vor allem in Bezug auf die Liebesgeschichte. Die Dynamik zwischen Coralynn und Corbin wirkte anfangs spannend, wurde aber recht früh mit einer Portion Spice versehen, die für meinen Geschmack zu forciert wirkte. Hier hätte ich mir mehr emotionale Tiefe und weniger Eile gewünscht.

Coralynn ist eine vielversprechende Protagonistin, deren Herkunft und Zerrissenheit neugierig machen. Corbin hingegen bleibt stellenweise zu sehr in der Rolle des typischen, attraktiven Bad Boys. Auch wenn einige Nebenfiguren angedeutet werden, hätten sie gerne noch stärker ausgearbeitet sein dürfen.

Fazit: Ein atmosphärischer und unterhaltsamer Einstieg in eine Reihe mit viel Potenzial – besonders für Fans von Mythologie-Retellings. Wer eine Mischung aus Romantik, Götterwelt und innerem Konflikt mag, wird hier fündig. Für mich fehlte es noch an Tiefe und Balance, besonders in der Figurenentwicklung und Liebesgeschichte. Neugierig auf mehr, aber mit Hoffnung auf stärkere Fortsetzungen.

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Fantasy mit Licht und Schatten

The Deer and the Dragon
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The Deer and the Dragon entführt in eine märchenhaft anmutende Fantasywelt, die mit Mythen, Magie und Romantik spielt. Im Zentrum steht eine Protagonistin, die zwischen zwei Welten steht und sich sowohl ...

The Deer and the Dragon entführt in eine märchenhaft anmutende Fantasywelt, die mit Mythen, Magie und Romantik spielt. Im Zentrum steht eine Protagonistin, die zwischen zwei Welten steht und sich sowohl emotional als auch moralisch behaupten muss. Die Geschichte verbindet klassische Fantasy-Elemente mit modernen Themen, was dem Buch einen besonderen Reiz verleiht.

Die Umsetzung des Themas ist insgesamt gelungen – die Welt ist liebevoll ausgestaltet, voller Geheimnisse und überraschender Wesen. Es gibt viele interessante Ideen, aber manchmal verliert sich die Handlung in zu vielen Details oder Nebensträngen, was den Lesefluss stellenweise bremst.

Der Schreibstil von Piper CJ ist bildhaft, atmosphärisch und emotional. Besonders Fans von romantischer, leicht poetischer Sprache kommen hier auf ihre Kosten. An manchen Stellen wirkt der Stil aber ein wenig überladen oder unnötig dramatisch, wodurch der Text nicht immer so flüssig ist, wie man es sich wünschen würde.

Die Figuren haben mir größtenteils gut gefallen. Die Hauptfigur ist stark, aber auch verletzlich – das macht sie nahbar. Ihre Entwicklung ist nachvollziehbar, auch wenn manche Nebenfiguren etwas eindimensional bleiben. Die Liebesgeschichte ist präsent, nimmt aber nicht überhand und fügt sich gut in den Rest der Handlung ein.

Mich hat das Buch vor allem durch die Atmosphäre und die Mischung aus Magie, Mythologie und Emotion angesprochen. Piper CJ beweist viel Fantasie und Mut zum Detail, auch wenn sie erzählerisch nicht immer ganz die Balance hält.

Fazit: The Deer and the Dragon ist ein romantisches Fantasy-Abenteuer mit starken Ideen und einer außergewöhnlichen Welt. Wer märchenhafte Settings und gefühlvolle Geschichten mag, wird hier fündig. Einige Längen und stilistische Schwächen trüben das Lesevergnügen leicht, aber insgesamt ist es ein lesenswerter Titel. Besonders für Fans von emotionaler, atmosphärischer Fantasy empfehlenswert.

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