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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.04.2025

Ein Band voller Potenzial – leider nicht ausgeschöpft

Shifter Island - Der Wächter der Seelen
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Nach dem spannenden und atmosphärischen ersten Band bin ich mit großen Erwartungen an den zweiten Teil herangegangen. Leider konnte „Der Wächter der Seelen“ diese nicht vollständig erfüllen. Zwar fand ...

Nach dem spannenden und atmosphärischen ersten Band bin ich mit großen Erwartungen an den zweiten Teil herangegangen. Leider konnte „Der Wächter der Seelen“ diese nicht vollständig erfüllen. Zwar fand ich es schön, dass wir mehr über Nais Vergangenheit und ihre Familie erfahren, und die Reise ins Totenreich bietet viele spannende Ansätze. Trotzdem hat mich die Umsetzung oft nicht ganz überzeugt.
Viele Entwicklungen passieren einfach zu schnell, wodurch wichtige Momente ihre emotionale Wucht verlieren. Statt Spannung aufzubauen und die düstere/dramatische Atmosphäre wirklich wirken zu lassen, werden einige entscheidende Szenen eher "abgehandelt", was ich sehr schade fand. Gerade nach der starken Grundlage des ersten Bandes hätte ich hier mehr Tiefe und Komplexität erwartet.
Zum Glück wurde es ab der Mitte besser – da hat mich die Geschichte wieder mehr gepackt und ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Die Welt von Shifter Island wird weiter ausgebaut, was grundsätzlich Lust auf mehr macht. Dennoch blieb am Ende das Gefühl, dass einiges an Potenzial ungenutzt blieb.

Insgesamt ist "Der Wächter der Seelen" eine solide Fortsetzung, die nette Lesemomente bietet, aber im Vergleich zum Auftakt leider hinter meinen Erwartungen zurückbleibt.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Ein bewegendes Drama mit Luft nach oben

Moments So Blue Like Our Love (Blue Eternity 1)
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Der Einstieg in die Geschichte fiel mir zunächst schwer, da ich die Protagonistin Emmie nicht sofort greifen konnte. Mit der Zeit wurde die Handlung jedoch intensiver, und die emotionale Wucht der Geschichte ...

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir zunächst schwer, da ich die Protagonistin Emmie nicht sofort greifen konnte. Mit der Zeit wurde die Handlung jedoch intensiver, und die emotionale Wucht der Geschichte kam besser zur Geltung. Gabriella Santos de Limas poetischer Schreibstil sorgt für eine atmosphärische Kulisse, besonders auf Sardinien. Die Chemie zwischen Emmie und Sam ist spürbar, ihre Beziehung entwickelt sich authentisch und berührend.

Allerdings gab es Momente, in denen die Handlung für mich nicht ganz ausgewogen war. Manche Passagen wirkten langatmig, während zentrale Momente zu kurz abgehandelt wurden. Der Wendepunkt der Geschichte ist unglaublich tragisch und herzzerreißend, doch fehlte es mir an echter Tiefe in der Charakterentwicklung, um die Tragik nachhaltig spürbar zu machen. Viele emotionale Aspekte blieben für mich oberflächlich und hätten mehr Raum zur Entfaltung gebraucht.

Insgesamt ist "Moments So Blue Like Our Love" eine bewegende Liebesgeschichte, die mich emotional berührt, aber nicht vollständig überzeugt hat. Wer gerne dramatische und gefühlvolle Romane liest, wird hier sicherlich auf seine Kosten kommen. Für mich selbst bleibt es ein solides, aber nicht herausragendes Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 25.03.2025

Atmosphärisch, detailreich, aber langatmig und unausgereift

Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows
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Schon auf den ersten Blick hat mich die wunderschöne Gestaltung des Buches angesprochen. Das Cover mit seinen detailreichen Elementen fängt die Atmosphäre des alten Ägyptens perfekt ein und machte mich ...

Schon auf den ersten Blick hat mich die wunderschöne Gestaltung des Buches angesprochen. Das Cover mit seinen detailreichen Elementen fängt die Atmosphäre des alten Ägyptens perfekt ein und machte mich neugierig auf die Geschichte.

Die Handlung entführt in die Welt der archäologischen Entdeckungen des 19. Jahrhunderts. Inez begibt sich auf eine gefährliche Reise, um die Wahrheit über den Tod ihrer Eltern herauszufinden, und wird dabei mit Rätseln, Intrigen und einem Hauch von Magie konfrontiert. Die Grundidee klang für mich spannend, doch die Umsetzung konnte mich nicht ganz überzeugen.

Der Schreibstil von Isabel Ibañez ist bildhaft und detailreich, was zwar eine dichte Atmosphäre schafft, aber gleichzeitig das Tempo der Geschichte verlangsamt. Besonders in der ersten Hälfte zog sich die Handlung für mich so sehr, dass es mir schwerfiel dranzubleiben – oft war ich kurz davor, das Buch beiseitezulegen. Die Mischung aus historischen Elementen und Fantasy fand ich grundsätzlich interessant, doch die magischen Aspekte blieben eher oberflächlich und wirkten manchmal beliebig eingeführt.

Mit den Charakteren hatte ich die größten Schwierigkeiten. Inez wird als willensstark und unabhängig dargestellt, doch ihr Handeln erschien mir oft widersprüchlich. Auch die Nebenfiguren blieben für mich zu blass, und die Liebesgeschichte konnte mich nicht überzeugen. Die Dynamik zwischen den Hauptfiguren wirkte gewollt und wenig authentisch.

Trotz meiner Kritikpunkte gab es einige spannende Wendungen, und besonders das letzte Drittel nahm an Tempo auf. Wer sich für historische Settings mit einer Prise Magie interessiert und Geduld mitbringt, könnte dennoch Gefallen an der Geschichte finden.

"What the River Knows" punktet mit seinem Setting und einer interessanten Grundidee, hat aber erzählerische Schwächen. Für mich war die Geschichte nicht ganz rund, doch Leser*innen, die historische Abenteuer mit leichtem Fantasy-Anteil mögen, könnten hier dennoch eine lohnende Lektüre finden.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Eine Fortsetzung, die mich nicht ganz überzeugen konnte

Cursed – Der Fluch des Mondes (Gilded 2)
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Nach dem mitreißenden ersten Band hatte ich wirklich hohe Erwartungen an Cursed, doch leider konnte die Fortsetzung mich nicht ganz so fesseln. Die Geschichte führt uns wieder in die düstere Welt von Serilda ...

Nach dem mitreißenden ersten Band hatte ich wirklich hohe Erwartungen an Cursed, doch leider konnte die Fortsetzung mich nicht ganz so fesseln. Die Geschichte führt uns wieder in die düstere Welt von Serilda und Gild, aber ich hatte etwas Mühe, richtig in die Handlung reinzufinden. Es fühlte sich an, als ob die Erzählung manchmal ins Stocken geriet und die Spannung für mich eher auf der Strecke blieb.

Die Dynamik zwischen den beiden Protagonisten – die im ersten Band noch packend und emotional war – wirkte hier flacher und weniger intensiv. Serilda und Gild müssen erneut gegen den Erlkönig und dessen finstere Pläne kämpfen, doch ich hatte das Gefühl, dass sich die Ereignisse eher im Kreis drehten und nicht wirklich neue Impulse setzten. Es gab viele Momente, in denen ich das Gefühl hatte, dass die Geschichte sich in Details verlor, die für mich nicht wirklich zur Spannung beitrugen. Die düstere Atmosphäre war nach wie vor da, aber es fehlte mir die Dringlichkeit, die den ersten Band so besonders gemacht hat.

Das Buch war definitiv nicht schlecht – die Welt ist nach wie vor faszinierend, und die magischen Elemente sind gelungen –, aber es hat mich einfach nicht so gepackt wie der erste Band. Die Verbindung zu den Charakteren und die Spannung, die mich in Gilded so gefesselt haben, fehlten hier leider weitgehend.

"Cursed" ist für mich eine solide Fortsetzung, aber es hat nicht die gleiche Magie und Spannung wie der erste Teil. Ich hatte oft das Gefühl, dass das Buch sich in seiner eigenen Komplexität verlor, ohne wirklich neue, packende Akzente zu setzen.

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Veröffentlicht am 09.02.2025

Ein Thriller mit Stärken und Schwächen

Das Dinner – Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?
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Das Buch beginnt eher zäh und braucht eine Weile, um Fahrt aufzunehmen. Besonders der erste Abschnitt zieht sich, doch mit der Zeit entwickelt sich eine durchaus fesselnde Geschichte. Gerade wenn man denkt, ...

Das Buch beginnt eher zäh und braucht eine Weile, um Fahrt aufzunehmen. Besonders der erste Abschnitt zieht sich, doch mit der Zeit entwickelt sich eine durchaus fesselnde Geschichte. Gerade wenn man denkt, man hätte die Wahrheit durchschaut, nimmt die Handlung eine neue Richtung.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Dadurch, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird, kommt es naturgemäß zu Wiederholungen, was einerseits spannend sein kann, weil man neue Details entdeckt, andererseits aber manchmal die Dynamik ausbremst. Trotzdem gelingt es der Autorin, eine düstere Atmosphäre zu erschaffen, die zur Geschichte passt.

Die Charaktere sind durchaus vielschichtig, aber nicht unbedingt sympathisch. Besonders einige ihrer Entscheidungen sind schwer nachzuvollziehen, was zwar für Unberechenbarkeit sorgt, aber es gleichzeitig schwierig macht, wirklich mit ihnen mitzufühlen. Die weiblichen Figuren sind interessant ausgearbeitet, während einige männliche Charaktere recht stereotyp wirken.

Obwohl es nicht viele überraschende Wendungen gibt, gibt es einige Momente, die das Geschehen nochmal in eine andere Richtung lenken. Der Thriller lebt weniger von Schockmomenten als von psychologischer Spannung und den undurchsichtigen Beziehungen zwischen den Figuren. Allerdings gibt es einige Längen, und manche Entwicklungen wirken etwas konstruiert.

Ein Psychothriller, der erst langsam startet, dann aber durchaus Spannung aufbaut. Wer düstere Geschichten mit vielschichtigen, aber nicht immer nahbaren Figuren mag, wird hier auf seine Kosten kommen. Allerdings sollte man sich auf einige Längen und polarisierende Charaktere einstellen. Insgesamt solide, aber mit Schwächen.

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