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Cleopatra0103

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.08.2019

Ich bin begeistert

Opfer
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Ein toller Thriller, den ich in einem Rutsch innerhalb von 1,5 Tagen durchgelesen habe.

Sympathische Charakter, ein kurzer, knapper Erzählstil, der dennoch Atmosphäre schafft. Kurze Kapitel, die mich ...

Ein toller Thriller, den ich in einem Rutsch innerhalb von 1,5 Tagen durchgelesen habe.

Sympathische Charakter, ein kurzer, knapper Erzählstil, der dennoch Atmosphäre schafft. Kurze Kapitel, die mich von Abschnitt zu Abschnitt treiben. Ein Serienmörder macht die Gegend um Stockholm unsicher. Seine Opfer sind Schwerstkriminelle, die er scheinbar wahllos tötet. Immer enger zieht sich das Netz bis man in der Mitte des Buches plötzlich weiß, wer der Täter ist. Doch auch dann treibt der Autor die Spannung weiter voran. Aus der Sicht des Täters erfährt man die Motivation, die Vergangenheit und tragische Geschichte um den kleinen David. Doch auch hier ist nichts wie es scheint, Seite um Seite verfängt man sich in einem Dickicht aus Wahrheiten und Lügen. Und als man endlich denkt, dass die Geschichte zu Ende erzähltest, holt Bo Svernström erneut aus. Doch dieses Mal war ich nicht ganz ahnungslos. Trotzdem ist spannender Thriller, der zwar sehr hart ist, aber auch durchaus vielschichtig.

Veröffentlicht am 24.01.2026

Faszinierende Familiengeschichte

Porträt auf grüner Wandfarbe
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Ein Roman über eine verzweigte Familie, starke Frauen und einer Suche nach der Wahrheit. Gwen begibt sich mit ihrer Tante Lily auf eine Reise nach Polen, um das einstige Gut der Familie zu erkunden. Diese ...

Ein Roman über eine verzweigte Familie, starke Frauen und einer Suche nach der Wahrheit. Gwen begibt sich mit ihrer Tante Lily auf eine Reise nach Polen, um das einstige Gut der Familie zu erkunden. Diese Reise ist die Initialzündung für eine Spurensuche, die von England, über Bayern und die polnische Ostsee führt. In verschiedenen Zeitebenen erfährt der Leser die Familiengeschichte aus Gwens und Ellas Perspektive. So setzt sich nach und nach ein Puzzle zusammen. Es ist viel passiert in den bewegten Jahren ab Beginn des 20. Jahrhunderts. Kriege, Flucht, Verfolgung, aber auch glückliche Jahre. Insbesondere die Frauen spielen im Buch eine große Rolle. Die lebensfrohe Ella, die aus einfachen Verhältnissen mit Mut, Esprit und Lebenslust ihren Weg findet. Die kapriziöse Ilsabel, adlig und charmant, aber auch bissig und sprunghaft. Lily, die für mich bis zum Schluss etwas undurchschaubar bleibt und schließlich Gwen, die nicht so richtig in das schillernde Geflecht starker Frauen passt. Jeder in der Familie scheint ein Geheimnis mit sich zu tragen. Die Spurensuche ist sehr schön beschrieben, die Figuren klasse und ich bekomme ein sehr gut gezeichnetes Bild der jeweiligen Zeit. An einen Stellen ist die Handlung für meinen Geschmack etwas zu detailliert. Insbesondere wenn Gwen berichtet, was sie schon alles über ihre Familie herausgefunden hat. Das doppelt sich ab und an und hätte ich nicht gebraucht. Wobei schon sehr viel passiert. Besonders schön finde ich das Cover. Elegantes Blau und weiß, zwei Frauen, die ein Geheimnis teilen. Macht mich gleich neugierig. Die Autorin legt an einigen Stellen auch den Grundstein für ihr nächstes Buch, das ich vor diesem gelesen habe. Einige Personen kamen mir daher schon etwas bekannt vor. Die Reihenfolge ist meiner Meinung nach aber nicht kritisch, man kann beide Bücher unabhängig voneinander lesen.

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Veröffentlicht am 02.06.2025

Schleicht sich ins Herz

Durch das Raue zu den Sternen
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Dieser Roman entwickelt einen Zauber, der sich langsam anschleicht und mich dann nicht mehr loslässt. Die Hauptfigur Arkadia, alias Moll, ist so liebevoll beschrieben, so voller Selbstbewusstsein und doch ...

Dieser Roman entwickelt einen Zauber, der sich langsam anschleicht und mich dann nicht mehr loslässt. Die Hauptfigur Arkadia, alias Moll, ist so liebevoll beschrieben, so voller Selbstbewusstsein und doch wieder sehr verletzlich, dass ich gar nicht anders kann, als sie ins Herz zu schließen. Von der Mutter verlassen, der Vater ist verletzt und überfordert. Doch Moll findet ihren Weg. Ihr Traum ist es, in einem Knabenchor zu singen. Und mit viel Mut, Zuversicht und Können beschreitet sie ihren Weg. Der Wunsch, dass sie ihre Mutter mit ihren Gesang stolz macht, treibt sie an. Neben der sehr ungewöhnlichen Geschichte, ist es vor allem der Schreibstil, der mich anspricht. Packend, lustig, aber auch voller Gefühl trifft der Autor genau den richtigen Ton. Er zeichnet eine Hauptfigur, mit der man kämpft, leidet, lacht und träumt. Jeder Satz passt und die Geschichte trifft mitten ins Herz. Ein Höhepunkt in diesem Lesejahr.

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Veröffentlicht am 28.01.2025

Mitreißende Reise

In einem Zug
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Ich bin auf das Buch durch eine Lesung wirklich aufmerksam geworden. Ein wunderbar geschriebener, kurzweiliger Roman über die Liebe ohne eine klassische Liebesgeschichte zu sein. Im Zentrum steht dennoch ...

Ich bin auf das Buch durch eine Lesung wirklich aufmerksam geworden. Ein wunderbar geschriebener, kurzweiliger Roman über die Liebe ohne eine klassische Liebesgeschichte zu sein. Im Zentrum steht dennoch eine große Liebe, nämlich die der Hauptfigur Eduard Brünhofer und seiner Frau Regina. Regina begegnen wir allerdings nur in der Erzählung. Doch zurück zur Abfahrt des Zuges. Zwei Fremde, ein etwas in die Jahre gekommener Autor und eine Frau mittleren Alters, jüngeren mittleren Alters, begegnen sich im Zug. Die Dame verwickelt den Herrn in ein Gespräch über die Liebe, Freiheit, Glück, Ehe und das Schreiben. Das ist sehr kurzweilig erzählt. Der Leser fühlt sich als Beobachter und stummer Gast im Abteil, der dem Gespräch lauscht. Dabei treffen verschiedene Weltbilder aufeinander. Der glücklich verheiratete Autor und die freiheitsliebende junge Single-Frau. Dabei passiert bis auf den verbalen Schlagabtausch nicht wirklich viel. Von Station zu Station nähern sich beide an, bis bei der Ankunft in München ein Geheimnis gelüftet wird. Die Auflösung finde ich etwas schnell erzählt und die Idee mit dem Podcast auch nicht unglaublich originell, aber der Rest des Buches begeistert mich und unterhält mich auf sehr anregende Weise. Die Lektüre vergeht wie im Flug.

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Veröffentlicht am 14.09.2023

Schweigen, Vergessen, Schuld, Vergebung

Das Haus am Himmelsrand
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Anfangs war ich noch ein wenig skeptisch, ich wusste nicht, ob sich hier lediglich eine Liebesgeschichte vor dem Hintergrund eines Familiengeheimnisses entspann oder ob es tiefer gehen würde. Schon nach ...

Anfangs war ich noch ein wenig skeptisch, ich wusste nicht, ob sich hier lediglich eine Liebesgeschichte vor dem Hintergrund eines Familiengeheimnisses entspann oder ob es tiefer gehen würde. Schon nach wenigen Kapiteln wurde ich überzeugt.

Schuld und Wahrheit, Vergessen und Verdrängen, Verzeihen und Vergeben, Familiensinn und Mut sich den Abgründen zu stellen. Das sind die wesentlichen Themen des Romans. Die Hauptfigur Lizzy entwickelt sich im Laufe des Geschehens, von einer verwöhnten, schönen Erbin zu einer selbstbewussten, risikobereiten Frau, die für ihre Meinung einsteht - koste es was es wolle.

Die Grundlage des Familienreichtums steht auf tönernen Füßen - ein Patent, das eigentlich dem jüdischen Teilhaber zustand, aber das wegen der Judenhetze und -verfolgung nicht rechtmäßig eingetragen werden konnte, eine Familie die durch die Grausamkeiten der Nazizeit zerstört wurde und eine Freundschaft zwischen Frauen, die keine war und von Missgunst und Angst zerfressen wurde. Der alte Firmenpatriarch vererbt das Gut in Frankreich, ein Schatz der Familie, zwei fremden Menschen - Nachkommen von Juden, die in den 40er Jahren ermordet wurden. Warum? Welche Schuld will er sühnen? Sind es eigene Kinder, die zurückgelassen wurden? Welche Geheimnisse verbergen sich am Rosshimmel und wie kann das Gewirr von Vergessen, Lügen und Schweigen entwirrt werden.

Ein wirklich schöner Roman, der an keiner Stelle in Kitsch abrutscht. Ein Lesegenuss. Lediglich die Figuren blieben mir ein klein wenig fremd - daher nur 4 Sterne.

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