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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.01.2026

Aus dem Duo wird ein Trio!

FriesLandRaub (Nordseekrimi)
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Ein Toter im Heimatmuseum in St. Peter-Ording: erschossen - aber die kostbaren Artefakte sind alle noch da, es wurde nichts gestohlen…

Ich habe mich gefreut, die Kommissare Wolf und Covaci mitsamt dem ...

Ein Toter im Heimatmuseum in St. Peter-Ording: erschossen - aber die kostbaren Artefakte sind alle noch da, es wurde nichts gestohlen…

Ich habe mich gefreut, die Kommissare Wolf und Covaci mitsamt dem Team wieder zu treffen. Ich mag die Truppe! Und auch dieses Mal konnte mich die Autorin von Anfang an fesseln. Der Schreibstil ist angenehm, wie nicht anders zu erwarten, und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen.

Manu hat ihre Dienstbescheinigung erhalten, endlich! Über 18 Monate hat es gedauert, aber jetzt kann sie wieder laufen und die Langeweile gegen die Arbeit eintauschen. Und am dritten Tag wird sie zum Tatort gerufen. Da Fabiu noch Urlaub hat, macht sie sich mit Carsten auf den Weg.

Der Tote ist ein wohlhabender Einwohner der Stadt und hat die teure Sonderausstellung ermöglicht. Die Mutter konnte ich nicht leiden. Die überhebliche Art, mit der sie ihre Schwiegertochter vorgeführt hat, war unterste Schublade! Aber wie Carsten und Manu miteinander umgehen ist einfach nur toll! Ich hatte ständig ein Grinsen im Gesicht. Und die Flachwitze passen hervorragend!

Der Fall entwickelte sich als heikel und Spuren führten zu einer früheren Ermittlung nach München. Deshalb kam ein Kollege von dort, um zu unterstützen. Dass es sich dabei um Fabius früheren Chef handelt, der an dessen Versetzung schuld war, bringt Brisanz ins Team. Aber es kommt auch einiges ans Licht, was Fabius anfängliches Verhalten erklärt.

Die Mutter des Toten torpedierte die Ermittlungen, aber dennoch fanden die Ermittler irgendwann einen Ansatz, der sie zur Aufklärung führte. Am Ende wurde alles aufgeklärt und es blieben keine Fragen offen. Ich habe das Buch glücklich aus der Hand gelegt und freuen mich schon auf die Fortsetzung!

Ich gebe selten 5 Sterne, denn dafür muss das Buch etwas ganz Besonderes sein, aber hier gebe ich gerne 4,5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.06.2025

Störrische Esel auf 4 und auf 2 Beinen…

Sommer auf dem kleinen Eselhof
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Annas Mutter hat sich die Außenbänder am Knöchel gerissen und konnte so weder ihren Eselhof, noch sich selbst versorgen. Also blieb Anna nichts anderes übrig, als von München nach Niederbayern zu fahren, ...

Annas Mutter hat sich die Außenbänder am Knöchel gerissen und konnte so weder ihren Eselhof, noch sich selbst versorgen. Also blieb Anna nichts anderes übrig, als von München nach Niederbayern zu fahren, um sie zu unterstützen. Auf der Suche nach dem ausgebüxten Esel Don Quijote fand sie ihn im benachbarten Hotelkomplex, wo er sich immer wieder aufhielt und lernte dabei den Hotelchef kennen…

Der Schreibstil ist angenehm und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Mit einer perfekten Prise Humor ist die Geschichte wunderbar zu lesen und ich hatte ständig ein Grinsen im Gesicht

Anna war mir sofort sympathisch, ebenso der Hotelchef Nico. Don Quijote habe ich auch sofort ins Herz geschlossen. Ihre Mutter Monika tat mir leid, sie war zur Untätigkeit verdammt, was ihr gar nicht lag. Annas Chef konnte ich nicht leiden, manche Führungskräfte sind total fehlbesetzt…

Anna gab ihr Bestes, auch wenn es sie an ihre Grenzen brachte. Die vielen Tiere versorgen, den Haushalt schmeißen, Ställe ausmisten, Pension bewirtschaften und noch ihre Arbeit im HomeOffice - der Tag hat einfach zu wenige Stunden… Und dann auch noch Don Quijote, der seinen eigenen Kopf hatte und ständig Unfug machte.

Ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Es lies sich so einfach lesen, dass ich es nur mit Mühe unterbrechen konnte. Ein wunderschönes Buch mit einem wunderschönen Ende. Ich gebe diesem sehr guten Buch auch sehr gute 4,5 Sterne!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
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  • Gefühl
Veröffentlicht am 16.05.2025

Neid und Missgunst sind mächtige Gegner!

Die Steinmetzin
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Roisin wurde mit einer Behinderung geboren: ein Fuß war kürzer als der andere und eine Fehlstellung machte ihr das Gehen schwer. Nach der Geburt ihres Bruders Edward starb ihre Munter und der Vater heiratete ...

Roisin wurde mit einer Behinderung geboren: ein Fuß war kürzer als der andere und eine Fehlstellung machte ihr das Gehen schwer. Nach der Geburt ihres Bruders Edward starb ihre Munter und der Vater heiratete neu. Die Stiefmutter Lavinda machte ihr das Leben schwer. Ihr Vater ist Steinmetz, hat diese Gabe aber nicht an seinen Sohn weitergegeben können. Dafür hatte Roisin das Talent geerbt. Sie stellt hervorragende Modelle her. Nachdem ihr Vater einen Unfall hatte, musste Edward seine Arbeit weiterführen - zumindest offiziell, denn in Wirklichkeit stellte Roisin die Stücke nachts her, ohne dass es außer ihrem Bruder jemand wusste…

Ich habe von dieser Autorin schon viele Bücher gelesen und auch dieses Mal hat sie es geschafft, mit von der ersten Seite an zu fesseln. Roisin war mir von Anfang an sympathisch. Sie war für diese Zeit zu fortschrittlich, was es ihr sehr schwer machte. Die Stiefmutter war ein Biest und machte ihr das Leben so schwer sie konnte. Der Vater kümmerte sich nicht um das Zerwürfnis und der Bruder war wankelmütig.

Roisin wurde schlechter behandelt als eine Magd. Sie musste sich um den Haushalt kümmern, die Krankenpflege ihres Vaters übernehmen, die Wehleidigkeit ihrer Stiefmutter behandeln, kochen und putzen, das Kind ihrer Schwägerin versorgen und nachts die Steinmetzarbeiten übernehmen. Sie führte das Leben eines Sklaven, dem jeder seine Aufgaben übertrug und erhielt weder Dank noch Anerkennung - im Gegenteil, ihr wurde noch vorgehalten, dass sie zu langsam und unwürdig sei.

Als es dann endlich mal einen Lichtblick für sie gab, schlug das Schicksal erneut zu und die Aussicht auf Besserung fiel in sich zusammen, wie ein Kartenhaus. Ihr Bruder heimste den Erfolg ein und wurde immer arroganter. Ich musste das Buch mehrmals aus der Hand legen, weil mir die Ungerechtigkeit Tränen in die Augen schoss. Auch beim nächsten Ausblick auf Besserung schlug das Schicksal wieder erbarmungslos zu.

Ich konnte das Buch nur sehr schwer aus der Hand legen und habe die Geschichte regelrecht verschlungen. Roisin ging durch die Hölle, und als es endlich mal bergauf ging, dauerte das Glück nicht lange und der nächste Tiefschlag traf ein. Aber am Ende wurde sie für ihre Mühen belohnt. Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich habe es glücklich aus der Hand gelegt. Ich gebe diesem sehr guten Buch auch gerne sehr gute 4,5 Sterne!

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.06.2026

Familie Fuchs hält zusammen!

Mord mit Schwips
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Romy ist nach ihrer gescheiterten Ehe und den Verlust ihrer Arbeit zurück nach Schweinhütt gezogen. Dort lebte sie mit Oma Hannelore, ihrem Bruder und seiner Familie in einer Art Mehr-Generationen-WG. ...

Romy ist nach ihrer gescheiterten Ehe und den Verlust ihrer Arbeit zurück nach Schweinhütt gezogen. Dort lebte sie mit Oma Hannelore, ihrem Bruder und seiner Familie in einer Art Mehr-Generationen-WG. Die Schwester ihrer Oma lebt in der Seniorenresidenz Gut Luisenau. Bei einer Führung durch die Edelbrennerei von Gut Luisenau lernte sie Mike kennen, den Braumeister. Der war eigentlich mit Erika liiert, einer Kellnerin auf Gut Luisenau. Doch das hielt ihn nicht davon ab, um Romy zu werben.
Am nächsten Tag war Mike tot und Romys Großtante war die offensichtlichste Verdächtige. Dass ausgerechnet Ben, Romys Exmann die Ermittlungen leitete, überraschte die ganze Familie.

Der Schreibstil ist angenehm und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Romy war mir sofort sympathisch, ebenso ihre Familie. Mike war mir etwas zu aufgeblasen. Aber den Tod habe ich ihm dennoch nicht gewünscht.

Ben ermittelte und Romy hatte den journalistischen Auftrag, über den Fall zu berichten. Also liefen sich die beiden regelmäßig über den Weg, was nicht immer einfach war.

Mike war ein Schürzenjäger, der mehrere Eisen gleichzeitig im Feuer hatte. Es gab immer wieder Zeitsprünge, die mir das Lesen etwas erschwerte.

Die Familie und Ben gehen großartig und respektvoll miteinander um und ergänzen sich hervorragend! Ich habe sie ins Herz geschlossen.

Mike war ein Mistkerl, der die Leute in seiner Umgebung massiv unter Druck setzte. Dadurch gab es haufenweise Verdächtige, aber keine relevante Spur.

Es gab einige Überraschungen und nach einem heftigen und gefährlichen Showdown wurde alles aufgeklärt und es blieben keine Fragen offen. Ich gebe diesem sehr guten Buch gerne sehr gute 4 Sterne.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 04.05.2026

Rachefeldzug der besonderen Art!

Tödliche Nachlese
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Das idyllische Weindorf Malsch hat sich gerade von einer Mordserie erholt, als auf den Stufen zum Hauptportal der Pfarrkirche eine mit Nadeln gespickte Puppe gefunden wurde.

Der Schreibstil war angenehm ...

Das idyllische Weindorf Malsch hat sich gerade von einer Mordserie erholt, als auf den Stufen zum Hauptportal der Pfarrkirche eine mit Nadeln gespickte Puppe gefunden wurde.

Der Schreibstil war angenehm und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Das Buch ist unterteilt in 5 Abschnitte, die in angenehme Kapitel unterteilt sind. Einzelne Passagen sind besonders gekennzeichnet, was die Geschehnisse intensiver macht. Die Geschichte war fesselnd und ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Karneval, Wein und Kirche - das waren die 3 Grundfeste, die das Dorf zusammenhält. Agnieszka, die den sonntäglichen Messnerdienst erledigte, hatte die Puppe gefunden. Auch damals war sie es, die die Leiche entdeckt hatte - ebenfalls beim morgendlichen Rundgang um die Kirche. Tobias Stetten hatte den Karnevalsbeginn am Vortag ebenso ausgiebig gefeiert, wie der Pfarrer und der Elferrat. Dass er heute so verkatert den Lektorendienst übernehmen muss, passt ihm gar nicht. Er muss in Zukunft bei der Einteilung besser aufpassen!

Tobias konnte Agniezka etwas beruhigen, da es sich scheinbar um einen doofen Voodoo-Scherz handeln musste. Als er nach dem Gottesdienst nach Hause kam traf ihn die nächste tragische Nachricht: sein Kumpel Ingo hatte am Samstag Nachmittag einen tödlichen Unfall. Er hat bei bestem Wetter auf einer gut ausgebauten Straße die Kontrolle verloren, hat sich überschlagen und war sofort tot. Und dann hatte Tobias noch das Gefühl, beobachtet zu werden. Es gibt keinen Anhaltspunkt dafür, aber sein sechster Sinn ist angesprungen.

Ich habe den vorigen Band nicht gelesen, aber das hatte keinen Einfluss auf dieses Buch. Es ist also auch ohne Vorkenntnisse ein Leseerlebnis. Spannend, fesselnd, mit der richtigen Prise Humor und mit ungeahnten Wendungen. Die meisten Charaktere waren sympathisch und ich war durchgehend neugierig, was als Nächstes passiert und wie es weitergeht. Das Ende war überraschend, alles wurde aufgelöst und es blieben keine Fragen offen. Allerdings gehört das Buch für mich eher in das Genre Krimi als Thriller. Ich gebe diesem sehr guten Buch gerne sehr gute 4 Sterne.

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