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Veröffentlicht am 02.06.2025

Störrische Esel auf 4 und auf 2 Beinen…

Sommer auf dem kleinen Eselhof
3

Annas Mutter hat sich die Außenbänder am Knöchel gerissen und konnte so weder ihren Eselhof, noch sich selbst versorgen. Also blieb Anna nichts anderes übrig, als von München nach Niederbayern zu fahren, ...

Annas Mutter hat sich die Außenbänder am Knöchel gerissen und konnte so weder ihren Eselhof, noch sich selbst versorgen. Also blieb Anna nichts anderes übrig, als von München nach Niederbayern zu fahren, um sie zu unterstützen. Auf der Suche nach dem ausgebüxten Esel Don Quijote fand sie ihn im benachbarten Hotelkomplex, wo er sich immer wieder aufhielt und lernte dabei den Hotelchef kennen…

Der Schreibstil ist angenehm und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Mit einer perfekten Prise Humor ist die Geschichte wunderbar zu lesen und ich hatte ständig ein Grinsen im Gesicht

Anna war mir sofort sympathisch, ebenso der Hotelchef Nico. Don Quijote habe ich auch sofort ins Herz geschlossen. Ihre Mutter Monika tat mir leid, sie war zur Untätigkeit verdammt, was ihr gar nicht lag. Annas Chef konnte ich nicht leiden, manche Führungskräfte sind total fehlbesetzt…

Anna gab ihr Bestes, auch wenn es sie an ihre Grenzen brachte. Die vielen Tiere versorgen, den Haushalt schmeißen, Ställe ausmisten, Pension bewirtschaften und noch ihre Arbeit im HomeOffice - der Tag hat einfach zu wenige Stunden… Und dann auch noch Don Quijote, der seinen eigenen Kopf hatte und ständig Unfug machte.

Ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Es lies sich so einfach lesen, dass ich es nur mit Mühe unterbrechen konnte. Ein wunderschönes Buch mit einem wunderschönen Ende. Ich gebe diesem sehr guten Buch auch sehr gute 4,5 Sterne!

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  • Handlung
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  • Gefühl
Veröffentlicht am 16.05.2025

Neid und Missgunst sind mächtige Gegner!

Die Steinmetzin
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Roisin wurde mit einer Behinderung geboren: ein Fuß war kürzer als der andere und eine Fehlstellung machte ihr das Gehen schwer. Nach der Geburt ihres Bruders Edward starb ihre Munter und der Vater heiratete ...

Roisin wurde mit einer Behinderung geboren: ein Fuß war kürzer als der andere und eine Fehlstellung machte ihr das Gehen schwer. Nach der Geburt ihres Bruders Edward starb ihre Munter und der Vater heiratete neu. Die Stiefmutter Lavinda machte ihr das Leben schwer. Ihr Vater ist Steinmetz, hat diese Gabe aber nicht an seinen Sohn weitergegeben können. Dafür hatte Roisin das Talent geerbt. Sie stellt hervorragende Modelle her. Nachdem ihr Vater einen Unfall hatte, musste Edward seine Arbeit weiterführen - zumindest offiziell, denn in Wirklichkeit stellte Roisin die Stücke nachts her, ohne dass es außer ihrem Bruder jemand wusste…

Ich habe von dieser Autorin schon viele Bücher gelesen und auch dieses Mal hat sie es geschafft, mit von der ersten Seite an zu fesseln. Roisin war mir von Anfang an sympathisch. Sie war für diese Zeit zu fortschrittlich, was es ihr sehr schwer machte. Die Stiefmutter war ein Biest und machte ihr das Leben so schwer sie konnte. Der Vater kümmerte sich nicht um das Zerwürfnis und der Bruder war wankelmütig.

Roisin wurde schlechter behandelt als eine Magd. Sie musste sich um den Haushalt kümmern, die Krankenpflege ihres Vaters übernehmen, die Wehleidigkeit ihrer Stiefmutter behandeln, kochen und putzen, das Kind ihrer Schwägerin versorgen und nachts die Steinmetzarbeiten übernehmen. Sie führte das Leben eines Sklaven, dem jeder seine Aufgaben übertrug und erhielt weder Dank noch Anerkennung - im Gegenteil, ihr wurde noch vorgehalten, dass sie zu langsam und unwürdig sei.

Als es dann endlich mal einen Lichtblick für sie gab, schlug das Schicksal erneut zu und die Aussicht auf Besserung fiel in sich zusammen, wie ein Kartenhaus. Ihr Bruder heimste den Erfolg ein und wurde immer arroganter. Ich musste das Buch mehrmals aus der Hand legen, weil mir die Ungerechtigkeit Tränen in die Augen schoss. Auch beim nächsten Ausblick auf Besserung schlug das Schicksal wieder erbarmungslos zu.

Ich konnte das Buch nur sehr schwer aus der Hand legen und habe die Geschichte regelrecht verschlungen. Roisin ging durch die Hölle, und als es endlich mal bergauf ging, dauerte das Glück nicht lange und der nächste Tiefschlag traf ein. Aber am Ende wurde sie für ihre Mühen belohnt. Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich habe es glücklich aus der Hand gelegt. Ich gebe diesem sehr guten Buch auch gerne sehr gute 4,5 Sterne!

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Rachefeldzug der besonderen Art!

Tödliche Nachlese
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Das idyllische Weindorf Malsch hat sich gerade von einer Mordserie erholt, als auf den Stufen zum Hauptportal der Pfarrkirche eine mit Nadeln gespickte Puppe gefunden wurde.

Der Schreibstil war angenehm ...

Das idyllische Weindorf Malsch hat sich gerade von einer Mordserie erholt, als auf den Stufen zum Hauptportal der Pfarrkirche eine mit Nadeln gespickte Puppe gefunden wurde.

Der Schreibstil war angenehm und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Das Buch ist unterteilt in 5 Abschnitte, die in angenehme Kapitel unterteilt sind. Einzelne Passagen sind besonders gekennzeichnet, was die Geschehnisse intensiver macht. Die Geschichte war fesselnd und ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Karneval, Wein und Kirche - das waren die 3 Grundfeste, die das Dorf zusammenhält. Agnieszka, die den sonntäglichen Messnerdienst erledigte, hatte die Puppe gefunden. Auch damals war sie es, die die Leiche entdeckt hatte - ebenfalls beim morgendlichen Rundgang um die Kirche. Tobias Stetten hatte den Karnevalsbeginn am Vortag ebenso ausgiebig gefeiert, wie der Pfarrer und der Elferrat. Dass er heute so verkatert den Lektorendienst übernehmen muss, passt ihm gar nicht. Er muss in Zukunft bei der Einteilung besser aufpassen!

Tobias konnte Agniezka etwas beruhigen, da es sich scheinbar um einen doofen Voodoo-Scherz handeln musste. Als er nach dem Gottesdienst nach Hause kam traf ihn die nächste tragische Nachricht: sein Kumpel Ingo hatte am Samstag Nachmittag einen tödlichen Unfall. Er hat bei bestem Wetter auf einer gut ausgebauten Straße die Kontrolle verloren, hat sich überschlagen und war sofort tot. Und dann hatte Tobias noch das Gefühl, beobachtet zu werden. Es gibt keinen Anhaltspunkt dafür, aber sein sechster Sinn ist angesprungen.

Ich habe den vorigen Band nicht gelesen, aber das hatte keinen Einfluss auf dieses Buch. Es ist also auch ohne Vorkenntnisse ein Leseerlebnis. Spannend, fesselnd, mit der richtigen Prise Humor und mit ungeahnten Wendungen. Die meisten Charaktere waren sympathisch und ich war durchgehend neugierig, was als Nächstes passiert und wie es weitergeht. Das Ende war überraschend, alles wurde aufgelöst und es blieben keine Fragen offen. Allerdings gehört das Buch für mich eher in das Genre Krimi als Thriller. Ich gebe diesem sehr guten Buch gerne sehr gute 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 28.04.2026

Dollaronia regiert die Welt.

Das Gesetz der Elite
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Der Ex-Fußballer Jesús Martines ist Unternehmer und gehört zu den superreichsten Menschen weltweit. Eines Tages wir er tot in seiner hochmodernen Kryosauna aufgefunden. Colomba Caselli und Donatella Sermonti ...

Der Ex-Fußballer Jesús Martines ist Unternehmer und gehört zu den superreichsten Menschen weltweit. Eines Tages wir er tot in seiner hochmodernen Kryosauna aufgefunden. Colomba Caselli und Donatella Sermonti prüfen, ob es ein Materialdefekt oder ein Anschlag war.
Zur gleichen Zeit findet eine Demonstration von Jugendlichen wegen dem Klimawandel statt. Dabei wird auch Dante Torre verhaftet, der sich in einem Café gerade mit einer der Jugendlichen unterhalten hat. Dante und Colomba haben eine gemeinsame Vergangenheit. Er hält nicht viel von der Polizei und dem italienischen Geheimdienst und dass sie mit denen zusammenarbeitet, gefällt ihm nicht.

Der Schreibstil ist angenehm und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Die Zusammenhänge waren lange nicht klar, aber ich bekam einen guten Einblick. Colomba war mir sofort sympathisch, ebenso Dante, der von der Vergangenheit traumatisiert ist.

Ich bekam einen Blick auf die Welt der Superreichen. Diskretion wird sehr groß geschrieben und der Manager des Gebäudekomplexes will jeder Überprüfung und Mitsprache vermeiden. Aber absolute Sicherheit gibt es auch dort nicht. Akribisch und mit einer Hartnäckigkeit macht Colomba ihre Arbeit und lässt nicht mit sich verhandeln. Vor allem, als ein weiterer Superreicher stirbt - angeblich natürlich, aber sie hat Beweise gefunden, dass er ermordet wurde.

Das Buch ist unterteilt in 3 Abschnitte. Teil 1 endet, als Colomba jemanden erwischt, der die nächste Superreiche auf dem Gewissen hat. Aber er kann in dem Feuer entwischen. Teil 2 zeigt auf, dass Jesús Aeon errichten wollte, eine autarke Stadt für hunderttausend Menschen in der Antarktis. Und es gab weitere Tote. Am Ende stand fest, dass sich der Täter der Festnahme durch Selbstmord entzogen hat - aber für Colomba blieben noch Fragen offen. Die in Teil 3 dann aufgedeckt wurden. Es war unglaublich, was dabei alles ans Licht gekommen ist! Aber am Ende ist dann alles aufgeklärt und der wahre Täter überführt worden.

Ein interessantes Buch über Geld, Macht, Verschwörung, Manipulation und Obsession. Ich gebe diesem sehr guten Buch gerne sehr gute 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Eine unterhaltsame Lektüre.

Ach, wär ich nur zu Hause geblieben
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29 Geschichten zwischen 2 und 16 Seiten in 3 Abschnitten, rund um den Urlaub. Von der Reise über Phobien und Urlaubsdomizile. Von Erinnerungen, Missgeschicken, Delikatessen und Erlebnissen. Von Souvenirs, ...

29 Geschichten zwischen 2 und 16 Seiten in 3 Abschnitten, rund um den Urlaub. Von der Reise über Phobien und Urlaubsdomizile. Von Erinnerungen, Missgeschicken, Delikatessen und Erlebnissen. Von Souvenirs, Wetter und Unterkünften.

Die Geschichten waren mitunter maßlos übertrieben, aber ich habe mich köstlich amüsiert! Ich war von 21 begeistert, 8 fand ich gut und keine einzige hat mir nicht gefallen. Ich gebe diesem sehr guten Buch gerne sehr gute 4 Sterne.

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