Robin und die Gefühle
Feeling NothingEin wunderschönes Cover, Sport und dank dem Klappentext die Aussicht auf eine ungewöhnliche und schöne Liebesgeschichte. Was braucht man mehr, um zuzugreifen?
Doch leider war es diesmal einer dieser Griffe, ...
Ein wunderschönes Cover, Sport und dank dem Klappentext die Aussicht auf eine ungewöhnliche und schöne Liebesgeschichte. Was braucht man mehr, um zuzugreifen?
Doch leider war es diesmal einer dieser Griffe, mit denen ich am Ende nicht so zufrieden bin. Denn hier gab es viele Punkte, die mir nicht gepasst haben.
Und damit meine ich nicht, dass die Campus-Bar Wolves in Anlehnung der Universitätseigenen Footballmannschaft Wolverines heißt. Auch, wenn das zwei unterschiedliche Tiere sind.
Mir machte eher Robins Art nach dem ersten Drittel zu schaffen. Denn obwohl es so gut angefangen hat, ich gut in die Geschichte reinkam und Sympathien für beide entwickelt hatte (obwohl es eine Szene gab, in der Robin echt mies war), kam dann der große Fall.
Die Thematik zum Robin mit Alexithymie (Gefühlsblindheit) hat mir gefallen und natürlich kann das nicht nur zu "lustiger" Situationskomik führen. Aber einige Entscheidungen und Handlungen von Robin ließ sich für mich nicht mit Alexithymie erklären. Sie ist übergriffig, stalkt und akzeptiert Tylers "Nein" nicht.
Tyler hingegen hat mir manchmal mit seinem Wankelmut zugesetzt. Wirkte für die großen Ziele, die er angeblich so hart verfolge, zu leichtsinnig. Alles in allem war er aber ein ganz süßer Hauptcharakter.
Auch die Thematik im Tylers Familie finde ich nicht so gut getroffen. Vielleicht wäre es besser gewesen, sich von einen der beiden Hintergründe zu beschränken und diesen mit mehr Tiefgang und weniger Logikfehlern auszubauen.
Aus dem "großen Finale" und der anschließenden Versöhnung hätte mehr herausgeholt werden können. Finde ich zumindest. Natürlich gibt es für die beiden ein Happy End, aber hier hätte ich mir eine bessere Lösung gewünscht.