Hochspannend, anders, absolut fesselnd, ein Thriller-Highlight!
Locked in„Locked In“ von Henri Faber war für mich ein ganz besonderes Leseerlebnis. Ich konnte das nicht mehr weglegen. Wer auf der Suche nach einem Thriller ist, der sich mutig vom typischen Genre-Einheitsbrei ...
„Locked In“ von Henri Faber war für mich ein ganz besonderes Leseerlebnis. Ich konnte das nicht mehr weglegen. Wer auf der Suche nach einem Thriller ist, der sich mutig vom typischen Genre-Einheitsbrei abhebt, sollte sich diesen unbedingt näher anschauen.
Schon die Grundidee hat mich sofort gepackt: Ein Täter im Koma, ein Professor mit einer gewagten Methode, und die verzweifelte Suche nach einem noch lebenden Opfer. Dieser ungewöhnliche Einstieg schießt einen direkt mitten hinein in eine Geschichte, die vor Spannung nur so knistert.
Besonders gut gefallen hat mir die Erzählweise, aus der Ich-Perspektive, was bei Thrillern eher selten ist. Dadurch war ich den Figuren besonders nah, konnte ihre Gedanken und Zweifel hautnah miterleben. Henri Faber versteht es meisterhaft, vielschichtige Charaktere zu zeichnen: Paul Maertens, der knurrige Ermittler mit Ecken und Kanten, und Professor Linde, der mit seiner ganz eigenen Tragik überzeugt, haben mich beide sehr beeindruckt.
Was das Buch für mich besonders stark gemacht hat, ist die konstant andauernde Spannung. Immer, wenn ich dachte, ich hätte den Plot durchschaut, kam eine Wendung, die alles wieder auf den Kopf stellte. Das war kein reiner Show-Effekt, sondern gut durchdacht und stimmig in die Geschichte eingebettet. Ich war mehrfach sprachlos, und das passiert mir selten.
Knackig kurze Kapitel, häufige Perspektivwechsel, rasante Entwicklungen, es wird nie langweilig. Und obwohl es manchmal fordernd war, den vielen Fährten zu folgen, war genau das auch der Reiz an dieser Geschichte.
Für alle, die Thriller abseits des Mainstreams lieben und auf komplexe Figuren, dichte Atmosphäre und clevere Wendungen stehen: Absolute Empfehlung von mir!