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Veröffentlicht am 27.06.2025

Lass uns tauschen!

Neuanfang in Notting Hill
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Wir befinden uns in London in der Gegenwart und schlendern die wunderschöne Portobello-Road in Notting Hill entlang. In diesem Viertel ereignen sich Geschichten, wie das Leben sie schreibt. Zuerst begegnen ...

Wir befinden uns in London in der Gegenwart und schlendern die wunderschöne Portobello-Road in Notting Hill entlang. In diesem Viertel ereignen sich Geschichten, wie das Leben sie schreibt. Zuerst begegnen wir Jess, eine liebenswerte, hübsche und sehr lebendige, manche bezeichnen sie chaotisch, junge Frau, deren Leben aus den verschiedensten Gründen gerade auseinanderbricht. Nicht nur dass sich ihr Ex-Freund mit ihrem Ersparten, von dem sie sich eine Wohnung für ihr Liebesglück kaufen wollten, aus dem Staub gemacht hat, auch ihr geliebter Arbeitsplatz, ein altes und traditionsreiches Kino im Viertel soll verkauft werden und Jess sieht sich schon obdachlos auf der Straße sitzen, denn das Gästezimmer, dass sie bei ihrer besten Freundin Bess bewohnt, muss sie auch räumen, da die Familie weiteren Nachwuchs erwartet und den Raum benötigt und dann wäre da auch noch dieser attraktive Besitzer von I-Work, der plant ihren Arbeitsplatz zu vernichten und den sie dann unter ganz anderen Umständen wieder trifft.

Da entdeckt sie durch Zufall eine ungewöhnliche Zeitungsannonce, in der eine alte Dame mit Namen Joan eine Untermieterin für ihr Haus in Notting Hill sucht. Joan wird demnächst 80 Jahre alt und fühlt sich einsam in ihrem Haus. Ihre temperamentvolle Freundin Pamela hat sie ermutigt, mal einen Schritt zu wagen, sich wieder in eine Art soziales Leben hinzubewegen und sich einer lang verschütteten Sehnsucht zu stellen.

So treffen die beiden unterschiedlichen Frauen mit ihren unterschiedlichen Geschichten zusammen und beginnen sich kennenzulernen. Ermutigt durch die jeweils andere, gehen sie ein Abenteuer ein, dessen Ausgang sie sich nicht erträumen können. Sie tauschen ihre Gewohnheiten, das heißt, das Jess, die mit ihrem Handy verwachsen erscheint komplett offline geht und Joan, die sich allen technischen Neuerungen verweigert hat online geht und sie lernen sich selbst neu kennen und erleben einige Verwicklungen, die für den Leser einfach köstlich zu lesen sind.

Norie Clarke ist ein ganz wunderschöner Wohlfühlroman für Generationen gelungen. Sie nimmt uns mit nach London und wir erfahren Joans geheime Geschichte, die auch deren Sohn Ed nicht kennt. Wir erleben romantische Verwicklungen, denn Jess entdeckt das Briefeschreiben und kann sich wieder einem ganz gewissen und geheimnisvollen Mann öffnen. Wäre das eine neue Chance für sie?

Gleichzeitig erleben wir, wie wichtig es ist, das Vergangene und wenn es noch so schmerzvoll war aufzuarbeiten. sich den Schatten zu stellen und in eine Versöhnung hineinzukommen und was passiert, wenn sich im Leben Türen schließen, wie es bei Jess und ihrem geliebten Kino der Fall, kann es sein, dass neue Türen aufgehen und wunderbar Neues zu bieten haben. Dann darf der Leser auch erfahren, dass es sich lohnt, Menschen näher kennenzulernen, wenn auch einiges dagegen zu sprechen scheint.

Ich habe diesen Ausflug nach Notting Hill mit den liebenswerten Protagonisten und Nebendarstellern wirklich genossen und habe mit Begeisterung die Geschichte einmal von Jess Seite und dann wieder Joans Seite verfolgt. Wunderschön romantisch mit ein wenig Tiefgang. Ein entspanntes Leseerlebnis!

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Veröffentlicht am 23.06.2025

Gewollt, geliebt und gesendet!

Sein Wort auf den Lippen
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Wir befinden uns in der schönen Schweiz in Nidau im Jahr 1897. Die Schweiz war damals schon eine Demokratie und somit schon ein exotisches Land mitten in Europa und so leben auch ihre Bewohner ein wenig ...

Wir befinden uns in der schönen Schweiz in Nidau im Jahr 1897. Die Schweiz war damals schon eine Demokratie und somit schon ein exotisches Land mitten in Europa und so leben auch ihre Bewohner ein wenig anders. Die junge Charlotte, eine von zwei Schwestern einer wohlhabenden und privilegierten Familie, feiert heute ihren zwanzigsten Geburtstag und ihre gestrenge Mutter ist mehr als bestrebt ihre für ihr Empfinden nicht sehr attraktive Tochter schnellstens unter die Haube zu bringen. Doch Charlotte sind solchen gesellschaftlichen Anlässe einerlei und sie müht sich durch den Abend. Zu allem Überfluss kommt sie an diesem Abend einem Familiengeheimnis auf die Spur, welches ihre Herkunft betrifft und dass sie in ihren Grundfesten erschüttert. Nun versteht sie auch, warum sie sich in dieser Familie noch nie zugehörig gefühlt hat und fühlt sich nicht mehr in der Lage länger in der herrschaftlichen "Familienvilla" zu bleiben.

Sie macht sich auf zu ihrem Götti nach Bern, der nach einem aus ganz bestimmten Gründen längeren Auslandsaufenthalt wieder in seine Heimat in die Schweiz zurückgekehrt ist. Ihr Götti war der beste Freund ihres Vaters und arbeitet als Geologe an der Universität in Bern. Doch auch dort kommt sie mit ihren Nachforschungen nicht weit und bei einem ihrer verzweifelten Spaziergänge durch die Stadt landet sie in einer kleinen Kirche und findet etwas mit dem sie so gar nicht gerechnet hat, nämlich Gott. In Gott und seinem Wort findet sie Trost und Zuspruch und ihre Seele kommt immer mehr zur Ruhe und bei den gläubigen Menschen, ganz besonders der jungen Aimee, dieser Kirche findet sie Annahme, gelebte Liebe und eine Heimat.

Da Charlotte einen wachen Geist hat, nimmt sie mit Begeisterung an den angebotenen Bibelstunden teil und ist dankbar, dass sie dank ihres Göttis weiter in Bern bleiben kann. Sie macht Bekanntschaft mit der Heilsarmee und der dort gelebte Glaube, der sich von dem ihrer kleinen Gemeinschaft doch unterscheidet, zieht sie aus noch unerfindlichen Gründen an, denn Charlotte wächst nicht nur in ihrem Glauben und entdeckt auch ihre von Gott geschenkten Gaben wieder. Sie hat auch ein waches Auge auf die Not in der Stadt und will ihren Glauben umsetzen, den Menschen in Not helfen und ihnen vor allem das Wort Gottes bringen, damit sie die gleiche Freiheit, Liebe und Annahme erfahren, die sie auch erfahren hat. Ganz besonders rührt sie die Not der vielen Frauen, die in der Prostitution leben und sie macht eine ganz besondere Bekanntschaft, die ihr Leben auf eine Weise verändern wird, die sie sich noch nicht vorstellen kann.

Jedoch stößt Charlottes Engagement nicht bei allen auf die gewünschte Resonanz. Sie erfährt sehr viel Widerstand aus ihrer eigenen Kirche und ihre anfängliche romantische Beziehung mit Peter, einem der Jungpastoren, zerbricht und Charlotte erfährt ihre erste heftige Glaubenskrise. Doch die Stimme, die Gott in ihr erweckt hat, ist nicht zum Schweigen zu bringen und Charlotte will nicht aufhören, den Menschen von IHM zu erzählen.....

Claudia Dahinden hat einen ganz besonderen, leisen und doch spannenden historischen Roman geschrieben und nimmt den Leser auf eine so anschauliche Art und Weise mit in die Anfänge der Schweizer Erweckungsbewegung in der Heilsarmee, dass ich das Buch nicht zur Seite legen konnte. Auf eine so feine Art schildert sie die Entwicklung der Protagonisten und bringt ein sehr kontrovers diskutiertes theologisches Thema zur Sprache. Ich war begeistert über die Entwicklung von Charlotte und wie fein sie gespürt hat, was Gott von ihr möchte und was ihre Berufung ist, die sich nicht durch religiöse Bestimmungen einiger bestimmter Denominationen unterdrücken lässt. Nicht wenn man Gott mehr gehorchen möchte als den Menschen. Mir hat diese besondere Geschichte sehr gut gefallen und dieses Buch darf auf jeden Fall bei mir wohnen bleiben und es wird auch nicht das letzte Buch dieser Autorin gewesen sein.

Sehr lesenswert!

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Veröffentlicht am 07.06.2025

Denn Gott hat seine Engel ausgesandt...

Sarahs Lied
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"Selbst etwas, das zerbrochen ist, kann von einem Künstler in etwas verwandelt werden, das schöner ist als das Original."

Die beiden Schwestern Sarah und Ann sind völlig unterschiedlich und sind durch ...

"Selbst etwas, das zerbrochen ist, kann von einem Künstler in etwas verwandelt werden, das schöner ist als das Original."

Die beiden Schwestern Sarah und Ann sind völlig unterschiedlich und sind durch eine tiefe Geschwisterliebe verbunden, die aufgrund ihrer gemeinsamen Geschichte nicht gerade selbstverständlich ist. Sie sind gemeinsam in Charleston im tiefen Süden der USA bei ihrer mittlerweile verstorbenen Großmutter aufgewachsen und Sarah ist ihrer Heimatstadt treu geblieben, während Ann es nicht erwarten konnte, ihrer miefigen Vergangenheit zu entfliehen und sich in New York niederließ.

Sarah und Anne sind nicht nur in ihrem Äußeren völlig unterschiedlich, auch in ihrem Wesen, ihrem Glauben und wer sie nicht kennt, würde sie wohl nicht als Schwestern identifizieren. Während Anne sich eine erfolgreiche Karriere als Innenarchitektin in New York aufgebaut hat und sich immer wieder sagt, dass sie genau das Leben führt, dass sie schon immer führen wollte, hat Sarah ihr Studium als Sozialarbeiterin vollendet und Ann besucht ihre Schwester um mit ihr ihren Abschluss zu feiern. Nach vielen Jahren also kehrt sie wieder in ihre Heimatstadt und somit auch in ihre verdrängte Vergangenheit wieder zurück und es geschieht das Unfassbare....

Sarah wird das Opfer eines schweren Verkehrsunfall und während sie stirbt, summt sie immer wieder eine unbekannte Melodie. Ann kann das nicht einordnen und ist nach Sarahs Tod völlig gebrochen, denn nun hat sie niemanden mehr aus ihrer Familie. Bestrebt alles ganz schnell hinter sich zu lassen und vor allem diese Melodie, die sich leise und sehr ausdauernd in ihrem Ohr festgesetzt hat, will sie das Haus ihrer Großmutter schnellstmöglichst verkaufen. So plüschig wie es eingerichtet ist, passt es nicht zu ihrem kühlen New Yorker Style, doch so schnell geht das alles nicht, denn da ist jemand, der besondere Pläne mit ihr hat....

Durch den besonderen Nachbarsjungen Kenny, der mit dem Downsyndrom auf die Welt kam, zeigt sich Ann eine andere Welt. Denn Kenny kennt die Melodie, die Ann hört. Es ist die Melodie der Engel, die Gott Ann schickt um ihr in ihrer Verzweiflung und ihrer Trauer zu helfen. Für Ann ist das nicht fassbar, überhaupt die Freundlichkeit der Menschen in ihrer alten Heimat, die sich alle um sie bemühen.

Dann ist da auch noch Eric, ein junger Handwerker, der ihr hilft, das Haus ihrer Familie wieder instand zu setzen und zu dem sie sich mehr und mehr hingezogen fühlt. Ann fühlt sich mehr und mehr in einem Ausnahmezustand, denn auf der einen Seite genießt sie die ehrliche und herzliche Zuneigung der Menschen in Charleston, doch gleichzeitig droht eben diese Zuneigung ihr Herz immer mehr aufzuweichen und das kann sie nicht zulassen, denn die Verletzungen der Vergangenheit will sie sich auf keinen Fall noch einmal anschauen.....doch dann ist da immer wieder diese himmlische Melodie, die von dem gesandt wird, der der Hüter ihres Herzens sein möchte. Ann beginnt immer mehr zuzuhören.....

Den beiden Autorinnen Sheila Walsh und Kathryn Cushman ist eine ganz wunderschöne und wahrhaft himmlische Geschichte gelungen, die so stimmig aufzeigt, wie es gelingen kann, seine Vergangenheit mit der Hilfe Gottes zu bewältigen, wie Vergebung gelingen kann, wie echte Wahrheit und Liebe gelebt werden kann. Ich habe diese Geschichte von Anfang bis Ende genossen.

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Veröffentlicht am 26.05.2025

Wenn Blumen sprechen...

Küss mich durch die Blume
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Juli liebt Blumen und ihren herrlichen kleinen Blumenladen mit Herz mitten in der Altstadt. Für sie ist ihr Beruf Floristin nicht nur ein Job, sondern eine Berufung. Menschen mit wunderschön kreativ gebundenen ...

Juli liebt Blumen und ihren herrlichen kleinen Blumenladen mit Herz mitten in der Altstadt. Für sie ist ihr Beruf Floristin nicht nur ein Job, sondern eine Berufung. Menschen mit wunderschön kreativ gebundenen Blumensträußen zu jedem Anlass eine Freude zu machen und ihr Herz zu berühren ist ihre absolute Passion. Ihr ganzes Herzblut fließt in diesen Laden, in dem die Menschen nicht nur wunderschöne Blumensträuße kaufen können, sie bekommen auch immer wieder ein Gespräch von Mensch zu Mensch und persönliche Beratung zu allen Arten von Pflanzen. Doch Juli drücken bei aller Liebe zu den Blumen auch ziemliche Geldsorgen. Kleine Geschäfte mit Herz geführt haben es in der heutigen Zeit, in der alles schnell und billig sein soll, nicht leicht.

Zu allem Überfluss eröffnet auch noch eine Billig-Blumenladen genau gegenüber. Eine Riesenkonkurrenz für Juli und ihr wird zunehmend bang ums Herz und ihren geliebten Laden. Juli wappnet sich und ist entschlossen, dem Feind die Stirn zu bieten. Dummerweise ist Ben, der Besitzer des so verachteten Blumenladens, sehr attraktiv und noch sehr viel scharmanter und Juli fällt es jeden Tag schwerer ihre Rüstung anzubehalten.....

Auf der Hochzeit von Julis bester Freundin Karina kommt es fast zum Showdown, denn Ben ist ein alter Freund des Bräutigams Henning und Julis Abneigung fängt ziemlich an zu bröckeln. Da jedoch beide so ihr Päckchen aus der Vergangenheit zu tragen haben, gestaltet sich die beginnende Romanze nicht leicht und der Leser schwankt zwischen Lachen und Weinen und will immer mal mithelfen, die gegenseitigen Missverständnisse aufzuklären, doch dann geschieht etwas, dass alles zunichte zu machen droht....

Janka Friedrich ist ein ganz herrlicher leichter Sommerroman gelungen, man die verschiedenen Blumen förmlich riechen, so lebendig ist ihr Duft beschrieben und es wird auch ein ernsthaftes Problem beschrieben, denn viele wertvolle kleine Läden mit Herz haben mit diesem Problem zu kämpfen. Die Liebesgeschichte ist sehr schön beschrieben, sehr romantisch, humorvoll und auch tiefgehend. Ein Buch, dass sich lohnt zu genießen und es könnte durchaus sein, dass man danach in einen kleinen Blumenladen geht und sich einen wunderschönen Blumenstrauß gönnt:)

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Veröffentlicht am 16.05.2025

Gott ist da in meinem Schmerz

Du bist da in meinem Schmerz
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"Gott ist ein verborgener Gott. Aber Er ist niemals ein Gott, der nicht da ist."

Dieses Zitat von Roland Hardmeier, Doktor der Theologie und Autor dieses besonderen Buches, ist nicht aus der Theorie entstanden, ...

"Gott ist ein verborgener Gott. Aber Er ist niemals ein Gott, der nicht da ist."

Dieses Zitat von Roland Hardmeier, Doktor der Theologie und Autor dieses besonderen Buches, ist nicht aus der Theorie entstanden, sondern aus dem Leben im Glauben. Glauben, der nicht nur in guten Zeiten Bestand sondern sich seit 20 Jahren in seinem Leben mit einer chronischen Krankheit und den einhergehenden Schmerzen und Zuständen bewährt hat. Solche Zeiten fordern unglaublich viel und sein Lebensmotto, dass sich daraus gegründet hat, "Manchmal verzweifelt, aber nie verlassen; manchmal am Boden, aber nie am Ende", durchdringt jedes Kapitel dieses so wertvollen Buches.

Für mich ist es ein absolutes Highlight unter allen christlichen Büchern, die jemals zum Thema Leid verfasst wurden, und ich habe mir so viel angestrichen und Texte rausgeschrieben, wie selten in einem Buch. Der Autor versteht es gründlich zu recherchieren und diese Recherche dem Leser in verständlicher Sprache zu vermitteln. Dabei bleibt er immer authentisch und ehrlich, das macht es so wertvoll und das holt denn Leser auch in seiner jeweiligen Schmerzsituation ab und ich empfand es durchgehen erhellend, hoffnungsvoll und ermutigend.

Roland Hardmeier geht der Frage nach Schmerz und Leiden und wie unterschiedlich es in der Welt ausgeprägt ist nach und schaut sich zu Beginn des Buches im ersten Teil an, was denn das Problem des Bösen ist, wie die Antwort der verschiedenen Weltreligionen darauf ist, sehr spannend und was denn nun mit uns geschieht, wenn wir leiden. Dieses Kapitel hat in vielen Aspekten die Augen geöffnet, auch weil es dem Autor gelungen ist, die Antwort des christlichen Glaubens sehr klar herauszuarbeiten und darzulegen. Eine Antwort, die alle anderen Weltreligionen schuldig blieben.

Im zweiten Teil beschäftigen wir uns mit dem Thema, wer denn die Freunde auf unserem Weg des Schmerzes und des Leidens sind. Diesen Teil fand ich auch besonders wertvoll, denn er stellt verschiedene Personen aus der Bibel vor, die alle lange Phasen ihres Lebens unter Leid und Schmerz gelitten haben, wie Hiob, Jeremia, David, Paulus und Jesus. Diese Kapitel empfand ich bei aller Schwere durchgehend hoffnungsvoll und ermutigend und meine Sicht auf Gott durfte sich erweitern und vertiefen.

Im dritten und letzten Teil tanzt der Leser mit dem Autor im Wind und findet neben theologischen Ausführungen die Kombination mit den biografischen Erlebnissen des Autors, was mir während des Lesens und darüber hinaus sehr viel gebracht hat. Jeder, der leidet und Schmerz in seinem Leben erfährt, will diesem Leiden auf den Grund gehen und sucht Trost in seinem Schmerz. Dieses Buch kann Antwort liefern, weil es auf den hinweist, der für unser Leid und unseren Schmerz gestorben ist und das in einer sehr ehrlichen, empathischen, tiefen, hoffnungsvollen und ermutigenden Weise. Ich liebe dieses Buch und werde es noch viele Male in die Hand nehmen und lesen.

Sehr lesenswert!

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