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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.01.2018

✎ Raquel J. Palacio - Wunder

Wunder
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Es ist erstaunlich, wie lange dieses Buch bereits auf dem Markt ist und wie oft es mir seitdem über den Weg läuft ...

Ich muss gestehen, dass ich bisher nur gute Meinungen zum Inhalt gehört habe. Gibt ...

Es ist erstaunlich, wie lange dieses Buch bereits auf dem Markt ist und wie oft es mir seitdem über den Weg läuft ...

Ich muss gestehen, dass ich bisher nur gute Meinungen zum Inhalt gehört habe. Gibt es keine kritischen? Traut sich niemand, etwas Schlechtes zu sagen, weil das Thema so wichtig ist? Ich für mich habe einfach (fast) nichts auszusetzen. Man sollte die Geschichte auch aus mehreren Perspektiven sehen, um das Gesamtbild einfangen zu können.

Von Anfang an habe ich mich auf eine emotionale Achterbahn der Gefühle eingestellt. Ich hatte meine Markierzettelchen bereit gelegt, um Stellen nicht aus den Augen zu verlieren, die ich später nochmals wiedergeben wollte. Meine Zeit habe ich extra so geplant, dass ich viel am Stück lesen konnte. Und doch kam einiges anders.

Die knapp 450 Seiten habe ich tatsächlich in ca. 2 oder 3 Tagen durchgesuchtet. Meine Augen klebten am Text, meine Umwelt spielte keine Rolle zu dieser Zeit. August und sein Erlebtes fesselten mich und die Sprache der Autorin ließ die Zeilen nur so vorüberfliegen.

Das Zuklappen des Buches bedeutete für mich dieses Mal nicht, dass ich es beiseite lege, meine Meinung niederschreibe und es vergesse. Ganz bewusst habe ich ein paar Tage verstreichen lassen, um zu sehen, wie es auch hinterher auf mich wirkt.

Es ist jetzt kein Buch, welches mich tief im Herzen getroffen hat, obwohl ich sehr viel Mitleid mit dem Protagonisten hatte. (aber das ist wahrscheinlich vorprogrammiert bei diesem Thema) Dennoch ist es ein Beitrag, den ich gerne gelesen habe.

Bei der Seitenanzahl wurde wirklich sehr viel angesprochen. Es wurden mehrere Seiten beleuchtet. Und es kamen sogar einige Personen zu Wort, sodass man das Ganze nicht nur aus einer Betrachtungsweise wahrnahm. Aber es war vieles so weichgekocht. Selbst das Ende kam nicht überraschend, sondern man ahnte, worauf es hinauslaufen wird. Es war schön anzusehen und ich habe mich für August gefreut. Jedoch hätte es ein anderer Ausgang auch getan.

Es gibt Konflikte, ja. Und es gibt Hürden, die der Junge überwinden muss. Und ich fand es gut, dass Raquel J. Palacio auch die beiden Seiten aufgezeigt, was es heißt, die Schwester zu sein. Oder einfach nur ein Junge, der mit dem Aussehen von August nicht klar kommen mag.

Aber es war zu weichgespült.

Ich denke, die Schriftstellerin hat ein Anliegen verarbeitet, welches viel Gewicht hat. Und dennoch wollte sie eher einen Wohlfühlroman herausbringen - was sie auch super geschafft hat. Genau unter diesem Aspekt sollte man das Debüt zur Hand nehmen.

Mir hat auf alle Fälle geholfen, dass ich den Filmtrailer bereits kenne. Denn obwohl es detaillierte Beschreibungen im Buch von August gibt und die nicht wirklich übereinstimmen, konnte ich mir dennoch so ein besseres Bild von allem machen.

Ganz nüchtern betrachtet: Ja, es ist ein wichtiges Buch. Es wird auch einen hart umkämpften Platz in meinem Regal erhalten und ich werde es mit Sicherheit oft weiterempfehlen. Und trotzdem habe ich irgendwie die Taschentuchmomente vermisst ...

©2018

Zitat:

"Ich werde immer die Schwester eines Jungen mit Geburtsfehler sein: Das ist nicht das Problem. Ich will bloß nicht immer darauf reduziert werden." (S. 138)

Veröffentlicht am 23.01.2018

✎ Joy Fielding - Schlaf nicht, wenn es dunkel wird

Schlaf nicht, wenn es dunkel wird
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Dies war mal wieder eins der Werke von Joy Fielding, welches mir gut gefallen hat. Von Anfang an war ich gefangen und wollte stets wissen, wie es weitergeht.

Der Stil der Autorin ist mir hinreichend bekannt. ...

Dies war mal wieder eins der Werke von Joy Fielding, welches mir gut gefallen hat. Von Anfang an war ich gefangen und wollte stets wissen, wie es weitergeht.

Der Stil der Autorin ist mir hinreichend bekannt. So setzt sie meist auf den Psychoteil und weniger auf blutige Details des Thrillerelements. Hier ist es ganz genauso. Und das ist auch das, was mir oft an ihren Büchern zusagt.

Seit Beginn der Geschichte lief neben der eigentlichen Handlung ebenfalls ein Kopfkino bei mir ab. Ich habe beständig versucht, einen Schritt voraus zu sein, um zu ergründen, was die Schriftstellerin uns mit auf den Weg geben mag. Spuren und Hinweise gab es genug.

Im Mittelteil schwächelt das Erzählte ein wenig. Zwar bleibt die unterschwellige Anspannung bestehen, jedoch konnte ich die naive Art von Terry nicht immer begreifen.

Sehr überrascht war ich vom Ende. Ich habe zwar stets gedacht, dass die Fährte, die Fielding legt, nicht richtig sein kann, aber irgendwie hatte ich dennoch mit etwas anderem gerechnet.

Leider blieben ein paar Fragen ungeklärt. Aber vielleicht ist dies Absicht und die Fantasie des Lesers soll angeregt werden, damit man auch nach dem Lesen noch über das Werk nachdenkt. Dies entspricht nicht ganz meiner Vorstellung.

Es ist nichts Herausragendes und die Klischees sind sicher abgelutscht, aber mir hat der Psychothriller ein paar nette Stunden beschert, daher empfehle ich ihn gerne weiter.

©2018

Veröffentlicht am 05.01.2018

✎ Carolyn Jessop - Gefangene im Namen Gottes

Gefangene im Namen Gottes
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Carolyn Jessop erzählt in ihrem Buch ihr Leben als Gefangene einer Polygamistensekte. Natürlich versucht sie auch zu fliehen.. und wie das Ganze endet und ob sie sich wirklich ein Leben "außerhalb" aufbauen ...

Carolyn Jessop erzählt in ihrem Buch ihr Leben als Gefangene einer Polygamistensekte. Natürlich versucht sie auch zu fliehen.. und wie das Ganze endet und ob sie sich wirklich ein Leben "außerhalb" aufbauen kann, bekommt man hier beschrieben.

Nicht jedes Buch hat ein Happy End, doch ob dieses eins hat, sollte man am Ende für sich selbst entscheiden..


©2013

Veröffentlicht am 04.01.2018

✎ Annette Hennig - Blütenträume 3 Jasmin, Zeit der Träume

Jasmin - Zeit der Träume
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Mit dem vorliegenden Buch ist die Blütenträume-Trilogie nun abgeschlossen.

Ich habe mich sehr gern durch die verschiedenen Generationen gelesen und die Frauen (und Männer) begleitet. Auch wenn es nicht ...

Mit dem vorliegenden Buch ist die Blütenträume-Trilogie nun abgeschlossen.

Ich habe mich sehr gern durch die verschiedenen Generationen gelesen und die Frauen (und Männer) begleitet. Auch wenn es nicht immer einfach war, da sehr viel geschah und sehr viele Charaktere auftauchten. Vielleicht hätte ein Stammbaum geholfen, jederzeit den Überblick zu behalten.

Der Schreibstil der Autorin macht es einem jedoch einfach, immer noch ein Kapitel lesen zu wollen. Er trägt einen durch die Geschichte(n) und lässt verschiedene Gefühle aufwallen. Es gibt auch kaum eine Emotion, die man nicht empfindet, während man versucht, hinter die Kulissen zu blicken. Es gibt wirklich viel zu entdecken.

Dennoch muss ich ebenfalls gestehen, dass es streckenweise ein bisschen langatmig wurde. Ich weiß nicht, ob es an der modernen Zeit lag, in der man sich befand. Oder an den Personen, die vorrangig auftauchten. Irgendwie hatte ich dieses mal nicht "dieses Gefühl". Bei den anderen beiden Bänden hatte mir das Setting oder besser gesagt, wie es rüber kam, mehr zugesagt.

Eine Trilogie, die ich trotzdem gerne weiterempfehlen möchte. Man sollte mit Band 1 beginnen und wenn man merkt, dass dieser einem gefällt, bereits den 2. Band besorgen, denn es ist besser, direkt weiterzulesen.

©2018

Veröffentlicht am 28.12.2017

✎ Annette Hennig - Blütenträume 2 Leilani, Die Blume des Himmels

Leilani - Die Blume des Himmels
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Anfangs kam ich überhaupt nicht in die Geschichte hinein. Meine Gedanken schweiften jedes Mal zum 1. Teil hin ab, weil ich krampfhaft versuchte, alles in Einklang zu bringen. Irgendwann habe ich mich dann ...

Anfangs kam ich überhaupt nicht in die Geschichte hinein. Meine Gedanken schweiften jedes Mal zum 1. Teil hin ab, weil ich krampfhaft versuchte, alles in Einklang zu bringen. Irgendwann habe ich mich dann ganz dem vorliegenden Buch hingegeben und ich konnte wieder abtauchen.

Annette Hennigs Schreibstil macht dies zur Leichtigkeit. Die vielschichtigen Charaktere, die interessante Story, die tollen Beschreibungen - das alles ließ unendlich viele Bilder vor meinem inneren Auge ablaufen. Kein Gefühl bleibt auf der Strecke, denn es gibt eine Menge Personen, die auftauchen und mit denen man mitfühlt, die man hasst, die man gerne in den Arm nehmen oder auch mal schütteln möchte. Mir macht eine Reise durch solch eine Familie großen Spaß, denn es gibt reichlich zu entdecken.

Wunderbar geht die Autorin auch mit Zeitsprüngen um. Es wechselt zwar ständig, aber man kommt nicht raus und das Geschehen verliert nicht Fluss. Man erfährt so viel auf den Seiten, dass ich oft das Buch nicht aus der Hand legen mochte.

Wenigstens hat dieser Roman einen nicht gar so fiesen Cliffhanger wie sein Vorgänger, dennoch würde ich raten, wenn man den ersten Teil mochte, sich direkt alle Bände zu holen. Ich hatte den 3. Band bereits hier und konnte somit direkt weiterlesen.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung - wenn man Band 1 bereits kennt. Ich bin auf die Auflösung des Gesamten gespannt.

©2017