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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.06.2025

Kindisch und überzogen

Der letzte erste Blick
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Emery Lance will mit dem Start ihres Studiums in West Virginia einen Neuanfang. Doch kaum dort angekommen geht es schon mit den Problemen los. Sie hat Männern abgeschworen und muss sich nun eine WG mit ...

Emery Lance will mit dem Start ihres Studiums in West Virginia einen Neuanfang. Doch kaum dort angekommen geht es schon mit den Problemen los. Sie hat Männern abgeschworen und muss sich nun eine WG mit einem teilen? Als wäre das nicht genug, versteht sie sich überhaupt nicht mit ihm und dann kommt noch sein bester Freund Dylan dazu, in den sie sich direkt verguckt. Dylan ist ein interessanter Charakter, der auch tiefgründig wirkt. Er hat keine Eltern, arbeitet ohne Ende und studiert Tiermedizin. Durch und durch ein guter Typ. Leider ändert sich meine Meinung aber schnell, denn ich habe nicht erwartet, dass er sich auf so ein Teenie-Niveau herablässt. Ihre Annäherungen bestehen aus kindischen Streichen. Es war einfach nicht süß und komplett ohne Funken. Dazu habe ich oft nicht verstanden, warum sie sich so verhalten haben, wie sie es getan haben. Das hat für mich oft nicht mit ihrer Vergangenheit zusammengepasst.

Die Story zog sich in die Länge und die Charaktere konnten mich nicht wirklich überzeugen. Es ist leider sehr vorhersehbar und nicht wirklich fesselnd. Das Problem sind auch die fehlenden Emotionen beziehungsweise die Überdramatik. Es wirkt oft so überzogen. Ich konnte nicht wirklich mitfühlen. Nicht mit Emerys Vergangenheit und nicht bei ihrer Beziehung. Da war einfach nichts. Es liest sich wie ein klassischer Teenie-Film. Dazu aber mit eher oberflächlich gehaltenen Charakteren. Emery will hart und frech wirken, das kaufe ich ihr aber nicht wirklich ab. Besonders mit diesem ambivalenten Verhalten. Ihre Aggressivität fand ich äußerst unsympathisch. Besonders schlimm fand ich, dass sie selbst ja viel durchgemacht hat, aber sobald Dylan ein Fehler macht, ist er unten durch?! Wo sie vorher zig Fehler gemacht hat, aber das ist ja nicht schlimm?! Auch die Liebesgeschichte konnte mich leider gar nicht überzeugen. Gefühle kamen aus dem Nichts und Funken gab es keine. Das Ende. Ja, ich weiß gar nicht so recht, was ich dazu sagen soll. Es war total abrupt und völlig weit hergeholt.

Fazit:

Das Buch wirkt überzogen und die Charaktere kindisch und ambivalent. Das kann die Autorin deutlich besser. Story ist vorhersehbar und überdramatisiert. Emery ist leider total ambivalent. Ich konnte ihre Verhaltensweisen oft nicht nachvollziehen und ihre toughe Art habe ich ihr erst gar nicht abgekauft. Das aggressive Verhalten war mir zu viel und macht sie unsympathisch. Dylan ist ein toller Typ, aber wirkt leider blass. Die Liebesgeschichte könnte genauso aus einem Teenie-Film kommen, leider zu kindisch. Diese Reihe ist daher leider nichts für mich.

2/5 Sterne

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.02.2025

Flop

Love will find you
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Schade, mir hat das Buch leider nicht wirklich gefallen. Das geht bei der Storyline los, geht über die Umsetzung und auch die Charaktere konnten mich nicht überzeugen. Schon von Beginn an ist Emma unglaublich ...

Schade, mir hat das Buch leider nicht wirklich gefallen. Das geht bei der Storyline los, geht über die Umsetzung und auch die Charaktere konnten mich nicht überzeugen. Schon von Beginn an ist Emma unglaublich naiv, aber immerhin auch zielstrebig. Und trotz der Naivität und ihrem vielen Geheule, läuft alles immer super glatt. Meiner Meinung nach viel zu glatt. Es wäre realistischer, wenn es hier und da wirklich mal Probleme gegeben hätte.

Die Storyline gibt gar nicht so viel her. Als sie am Anfang zu ihrer Farm gefahren ist und dort über die Renovierung nachgedacht hat, habe ich mich auf genau diesen Prozess gefreut. Tja, sie scheint wohl ein absolutes Naturtalent zu sein und hat die Farm innerhalb kürzester Zeit selbst in neuem Glanz erstrahlen lassen. Nur eine Szene zu Beginn wurde beschrieben, wo sie Schwierigkeiten hatte, was die ganze Sache umso unrealistischer macht. Aber weil es eben auch so schnell ging, fand ich die Zeitschiene recht schwer zu verfolgen. Nach solchen Aussagen wie die Arbeit, die sie da reinstecken will, und dann ist es plötzlich fertig, denkt man doch es sind mehrere Woche vergangen. Plötzlich sagt aber jemand etwas, das nur Tage her sein kann. Das hat für mich absolut nicht zusammengepasst. Die Story wirkte so total gehetzt. Man hat den ganzen Szenen keinen Raum gegeben, um sich zu entfalten. Generell hat man oft gemerkt, dass viele Szenen Mittel zum Zweck waren. Die waren dann überdramatisch dargestellt, nur damit es doch super läuft und etwas bestimmtes passiert. Bestimmte Szenen fand ich dazu absolut unmöglich. Nicht nur, dass Emma angetrunken Auto fährt und es nicht weiter thematisiert wird, auch ungeschützt mit Noah intim werden ohne darüber nachzudenken finde ich kritisch. Es gibt definitiv auch paar schöne Szenen, aber die waren eher selten.

Leider konnte die Beziehung zwischen Noah und Emma mich absolut gar nicht abholen. Ich fand es gut, dass Emma sich bei Noahs ganzen Sprüchen gewehrt hat. Noah fand ich von Anfang an absolut unsympathisch. Ein bis zwei Reaktionen von ihm kann ich vielleicht noch nachvollziehen. Aber sein Gestichel war nicht süß oder irgendwas, sondern ging einfach nur zu weit. Besonders wenn er selbst schon ein schlechtes Gewissen bekommt. Aber was macht er dann beim nächsten Mal, statt dazu zu stehen und sich die Schuld eingestehen, er stichelt mit was Neuem. Besonders mochte ich nicht wie die Beziehung zwischen den beiden von Anfang an von anderen so hochgespielt wurde. Schon nach dem ersten Treffen hieß es, sie ist ja so was Besonderes für Noah, das merkt man ihm an. Als hätte er sich direkt verliebt. Das war so übertrieben. Dabei war ihre Anziehung von Beginn an nur körperlich. Auch im Laufe des Buches gab es keine wirklichen Kennenlern-Dialoge. Wie auch, wenn Noah immer nur stichelt? Von daher absolut keine Funken oder sonst irgendwas in die Richtung. Es wirkte künstlich. Aber auch Emma hat unnötig Drama reingebracht. Ihre gemeinsamen Szenen wurden dann über die Zeit immer kitschiger und kitschiger. Ihre Probleme hätte man mit Gesprächen auch schnell regeln können.

Das Setting allerdings gefällt mir sehr. Es ist schön beschrieben und man kann sich die Idylle richtig schön vorstellen. Aber auch hier habe ich eher so ein Kleinstadt-Gefühl erwartet. Aber es geht nur um drei bis vier Charaktere. Wirklich schade, mag solche Kleinstadt-Geschichten. Hier wurden andere Anwohner einmal erwähnt.

Fazit:

Für mich war das Buch leider ein Flop. Die Charaktere sind blass und ihre Annäherung beruht nur auf Körperlichkeit. Dafür wurde es von anderen direkt von Anfang an als etwas Besonderes bezeichnet, klar. Übertrieben und kitschig, so kann man die Beziehung zusammenfassen. Die Story wirkt oft unrealistisch und leider auch künstlich. Man merkt, dass viele Szenen nur Mittel zum Zweck sind. Dazu gibt es in dem Plan von Emma keine Probleme, alles flutscht nur so. Unrealistisch.

2/5 Sterne

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.12.2024

Langweilig

The Courting of Bristol Keats
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Bristol hat zwei Schwestern und ist die mittlere der Kinder. Dennoch ist sie eher die Erwachsene in der Familie. Besonders nachdem ihre Eltern beide gestorben sind. Ihre ältere Schwester und Bristol halten ...

Bristol hat zwei Schwestern und ist die mittlere der Kinder. Dennoch ist sie eher die Erwachsene in der Familie. Besonders nachdem ihre Eltern beide gestorben sind. Ihre ältere Schwester und Bristol halten sich mit Jobs geradeso über Wasser. Doch dann kommt ein mysteriöser Brief einer angeblichen Tante, die ihr Hilfe verspricht. Bristol ist skeptisch, na immerhin. Aber schon hier hatte ich irgendwie Schwierigkeiten einen Zugang zu ihr zu finden. Es wurde noch ihr Job beschrieben und schon da gab es erste Hinweise auf ihre Gabe. Das war so offensichtlich. Wirkte aber eben auch inszeniert.

Tyghan ist aktuell Herrscher und sucht einen Menschen mit einer verborgenen magischen Gabe, weswegen er verschiedene Menschen zu sich holt. Bristol ist eine davon. Die zwei gehen aber einen Handel ein. Denn Bristol hat einen Hinweis erhalten, dass ihr Vater noch lebt und nach Elfheim verschleppt wurde. In Elfheim gibt es dann erst mal viele Beschreibungen der Wesen und der Umgebung. Waren mir schon etwas zu ausführliche Beschreibungen. Etwas interessant war dann, was die anderen Rekrutinnen von Tyghan und Bristol im Unterricht gelernt haben und ihre ersten Trainingseinheiten. Dabei ging es generell um Elfheim und um die Magie. Und natürlich darum, was deren Mission ist. Denn sie müssen eine bestimmte Tür finden und sie schließen. Tja, nun würde man meinen, jetzt geht die Story richtig los. Falsch gedacht. Nicht hier.

Es werden sehr viele wichtige Szenen übersprungen und dafür andere sehr viele unwichtige Szenen beschrieben, die absolut nichts zur Handlung beitragen. Plötzlich stehen sich Tyghan und Bristol total nah und sie empfinden was füreinander. Dabei haben sie sich am Anfang quasi gehasst. Wann ist das umgeschlagen? Bristol und die anderen Rekrutinnen sind gute Freundinnen geworden. Das kam so unglaublich plötzlich, dass ich den Zugang zu den Charakteren komplett verloren habe. Die Handlung tritt auf der Stelle. Es sind so viele Seiten, aber es ist gefühlt nichts passiert. Das Beste war dann sowieso, als es richtig kitschig wurde. Denn kaum waren sie paar mal im Bett gestehen sie sich dort die große Liebe und halten kitschige Reden über ihre Liebe. Das war total drüber. Besonders wenn man bedenkt, wie wenig Zeit die zusammen verbracht haben. Kennenlernphase? Fehlanzeige. Zumindest haben wir sie nicht zu lesen bekommen.

Sowohl zu Tyghan als auch zu Bristol habe ich leider keinen Zugang bekommen. Tyghan ist extrem blass und austauschbar. Bristol aber ebenfalls sehr klischeehaft die trotzige Heldin, der ich das halt nicht abgekauft habe. Denn ich fand ihr Verhalten oft nicht okay. War auch gut, dass sie ihre eigentliche Mission immer wieder aus den Augen verloren hat. Hilft der Spannung auf jeden Fall nicht. Es ist alles aus der dritten Person geschrieben mit einigen Sichtwechseln. Das hat es mir zusätzlich erschwert. Aber auch so konnte ich ihre Gefühle nicht nachvollziehen können. Es wirkte alles recht plump runtergeschrieben. Dazu halt mit vielen Füllszenen, die langweilig waren. Das Beste war sowieso, dass die eigentlich Mission in wenigen Seiten abgehandelt war. Es gab hier und da eine Wendung, die aber alle recht vorhersehbar waren.


Fazit:

Langweilig. Das Wort beschreibt das Buch leider ganz gut. Es sind wirklich viele Seiten, aber sehr wenig relevante Handlung. Wichtige Szenen wurden übersprungen, andere unwichtige dafür umso ausführlicher beschrieben. Es gibt zu viele Zeitsprünge, anders kann ich mir nicht erklären, dass Bristol und Tyghan sich auf einmal lieben und die Rekrutinnen beste Freunde sind. Leider ist doch genau die Annäherung das Interessante und das wurde weggelassen. Leider ist auch sonst kein Spannungsbogen vorhanden.

2/5 Sterne

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Veröffentlicht am 09.07.2024

Anstrengend

Kings of Ruin - The Auction
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Violet, genannt Lottie, hat nur noch ihren jüngeren Bruder Eric, der an Diabetes erkrankt ist. Ihre Mutter hat sie vor drei Jahren an den Krebs verloren. Nun hat sie das Sorgerecht für Eric. Nur schafft ...

Violet, genannt Lottie, hat nur noch ihren jüngeren Bruder Eric, der an Diabetes erkrankt ist. Ihre Mutter hat sie vor drei Jahren an den Krebs verloren. Nun hat sie das Sorgerecht für Eric. Nur schafft sie es nicht mit den Rechnungen hinterher zu kommen. Das Geld reicht vorne und hinten nicht. Dabei hat sie noch nicht mal alle Arzt-Rechnungen von der Krebs-Krankheit ihrer Mutter bezahlt. Um diese zu stemmen, kellnert sie. Aber es reicht eben nicht, weswegen sie noch einen Nebenjob beginnt. Nämlich im elitären Club Ruin, der aus unterschiedlichen Etagen besteht.

Dieser Club gehört Lincoln und paar anderen. Lincoln und Lottie kennen sich schon ewig. Als Kinder arbeitete Lotties Mutter für seine Eltern. Die zwei waren befreundet, aber irgendwas scheint vorgefallen zu sein, dass beide nun ein gebrochenes Herz davongetragen haben. Lottie will also nun dort arbeiten und sich auf die erste Etage hocharbeiten. Der, in dem es deutlich intimer zugeht, wo aber auch deutlich mehr Geld fließt. Ich verstehe ihre Verzweiflung und verurteile sie dafür überhaupt nicht. Was ich nicht verstehe, ist ihr Verhalten gegenüber Linc und auch seins gegenüber ihr. Beide hassen sich angeblich, aber kaum treffen sie aufeinander machen die nur noch rum und befummeln sich. Das war einfach nur verwirrend und drüber. Linc mochte ich leider generell nicht. Sein Verhalten war einfach nur unterirdisch. Er hat sich aufgeführt wie ein Höhlenmensch und hat meiner Meinung nach mehr als nur ein paar Grenzen überschritten.

Auf jeden Fall machen sie einen Deal miteinander. Sie heiratet ihn, dafür bezahlt Linc sie gut. Beide bekommen, was sie wollen und brauchen. Dabei ist Linc fest entschlossen Lotties Herz wieder zu gewinnen, wobei er auch nicht zu viel fühlen will. Seine Eifersucht ist dabei echt anstrengend und am Ende hin zu viel. Reden wäre wohl zu viel verlangt? Lottie hat auch Gefühle für ihn, will aber unbedingt ihr Herz schützen. Ich fand die Beziehung nicht schön und sie hat mir keine Funken gegeben. Stattdessen waren die Streitereien kindisch und wie gesagt, Linc ist viel zu weit gegangen. Eric war zu Beginn der Story präsent, später aber immer weniger. Dann nur noch, wenn man ihn für die Story brauchte.

Die Story hat nicht viel hergegeben. Ehrlich gesagt hatte ich das Gefühl wir springen hier von Bettszene zu Bettszene. Lottie ist natürlich immer für ihn bereit und kann nicht genug kriegen. Teilweise musste man die Story zwischen den Szenen suchen, damit es etwas interessant bleibt. Die Probleme waren innerhalb kürzester Zeit gelöst, wobei manche Lösungen wirklich konstruiert wirkten. Der Anwalt von Lottie war beispielsweise ziemlich drüber. Welcher Anwalt leiht seinen Kunden Geld, damit sie nicht auf so einen Deal eingehen müssen? Seine Erklärung, warum er das machen würde, habe ich ihm nicht abgekauft. Das wirkte einfach gestellt. Genau wie das Ende. Das Drama am Ende fand ich sowieso künstlich. Es kam im Buch häufiger vor, dass Fragen mit einem Punkt endeten. Das fand ich beim Lesen irritierend.

Fazit:

Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen. Lottie und Linc fand ich nicht wirklich sympathisch, sondern eher anstrengend. Ihre Beziehung besteht nur aus Bettszenen. Dabei ist mir Linc besonders negativ aufgefallen, weil er meiner Meinung nach Grenzen überschritten hat. Auch die Story war nicht wirklich spannend. Denn sie wirkte so dazwischen gequetscht. Die Handlungen der Personen oder auch die Lösungen generell wirken künstlich.

2/5 Sterne

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Veröffentlicht am 13.05.2024

Ganz schwierige Protagonistin

Flat-Out Love
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Julie will in Boston studieren, ist aber in eine Falle getappt und landet daher bei einer Studienfreundin ihrer Mutter, die sie erst mal aufnimmt. Erin, die Mutter, hat drei weitere Kinder: Finn, Matt ...

Julie will in Boston studieren, ist aber in eine Falle getappt und landet daher bei einer Studienfreundin ihrer Mutter, die sie erst mal aufnimmt. Erin, die Mutter, hat drei weitere Kinder: Finn, Matt und Celeste. Finn ist aktuell auf Weltreise und Matt studiert Mathe und Physik am MIT. Celeste geht noch zur Schule, ist aber ein sehr isolierter Mensch und trägt ständig eine Papp-Figur ihres Bruders rum. Relativ schnell ist mir Julie aber extrem unsympathisch geworden. Wäre es kein Rezensionsexemplar, hätte ich es schon lange abgebrochen. Sie ist arrogant, verurteilt Menschen ohne Unterlass und beleidigt sie. Scheinbar besitzt man nämlich keine soziale Kompetenz, wenn man Shirts mit Sprüchen drauf trägt. Alles klar, Julie. Und das ist nur ein glänzendes Beispiel ihrer Meinung. Immer wieder behandelt sie andere von oben herab und fängt insbesondere dieses Thema bei Matt an, statt ihn einfach in Ruhe zu lassen. Generell ist sie sehr auf Äußerlichkeiten fixiert und meint, sie weiß alles am besten. Aber ist dann jemand schlauer als sie, wird derjenige als Nerd abgestempelt. Und ja, für sie ist Nerd eine Beleidigung.

Ich kann verstehen, dass Julie neugierig ist und herausfinden will, was hinter dieser Papp-Finn Sache steckt. Teilweise fand ich es auch gut, dass sie Papp-Finn dann einfach mitgenommen und ihn akzeptiert hat. Aber ganz ehrlich? Statt sich so in die Angelegenheiten der Familie einzumischen, sollte sie einfach dankbar sein, dass sie die aufgenommen haben und sie keinen Cent bezahlen muss. Denn es wird immer wieder deutlich, dass die Familie nicht über die Sache sprechen will. Die sagen es sogar mehrmals. Aber interessiert es Julie? Nein, natürlich nicht. Sie muss immer weiter- und weiterbohren. Klar, sonst gäbe es keine Story. Aber die Art und Weise fand ich einfach nur unpassend und übergriffig. Sie geht einfach zu weit. Auch mit Finn ist sie in Kontakt und chattet viel. Die Chats sollen sicher lustig sein, find ich aber absolut langweilig. Es wirkte einfach nicht authentisch. Das Beste war ja, dass sie dann kurzzeitig einen Freund hatte und währenddessen weiter mit Finn flirtet und nach der Beziehung, immer noch während des Flirtens, einen anderen küsst. Was denkt die eigentlich, wer die ist?! Ich glaube man merkt, dass ich mit Julie einfach überhaupt nicht warm geworden bin.

Die Story war etwas anderes. Ich war von Anfang an recht gespannt auf die Umsetzung. Aber ich muss sagen, es war seltsam, künstlich und anstrengend. In diesem Buch konnte ich nur so wenige Handlungen oder Gedanken nachvollziehen. Es hat alles nicht so richtig zusammengepasst. Möglicherweise liegt das auch an meinem fehlenden Verständnis für Julie und ihr Verhalten. Auch gab es einige Szenen, die meiner Meinung nach nicht nötig für die Story waren und das Buch unnötig in die Länge gezogen haben. Leider habe ich die Wendung schon recht lange kommen sehen und fand sie nicht wirklich überraschend.

Fazit:

Es hätte was interessantes anderes sein können. Wäre da nicht die Protagonistin Julie, mit der ich einfach nicht warm geworden bin. Julie ist arrogant, überheblich und behandelt andere immer von oben herab. Dazu ist sie extrem übergriffig, was das Thema Privates angeht. Wie gesagt, wäre sie nicht so, gäbe es keine Story. Aber ich bin der Meinung, das hätte man auch anders lösen können als mit so einer unsympathischen Protagonistin. Die Story selbst war nicht wirklich spannend und auch die Wendung nicht überraschend. Ich habe mich die meiste Zeit eher durchgequält. Es ist langweilig, seltsam und unauthentisch.

2/5 Sterne

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