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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.09.2025

Angst vor dem Sandgräber

Ihr werdet sie nicht finden
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Seit vor sieben Jahren seine Tochter Isabell auf einer Teenagerparty spurlos verschwand, ist das Leben von des Polizisten Jonas aus den Fugen geraten. Er und seine Kolleginnen und Kollegen suchten und ...

Seit vor sieben Jahren seine Tochter Isabell auf einer Teenagerparty spurlos verschwand, ist das Leben von des Polizisten Jonas aus den Fugen geraten. Er und seine Kolleginnen und Kollegen suchten und ermitteln, bis sie einen Tatverdächtigen fanden. Jonas glaubte an die Schuld dieses Mannes und erstach ihn. Jetzt ist er aus dem Gefängnis entlassen worden und will weiter nach den Gebeinen seiner Tochter suchen. Hilfe erhält er von der Privatdetektivin Franka. Diese erhielt den Auftrag einer älteren Frau ihre verschwundene Enkelin Silvia zu suchen. Die Autistin Silvia hatte nur eine Freundin, Isabell, und sie ist die Tochter des von Jonas getöteten Verdächtigen. Die finden Silvia schnell, doch eine Befragung der Autistin, die erst vor kurzem aus einer Therapieeinrichtung heraus ist, gestaltet sich schwierig. Sie hat Angst vor dem Sandgräber. Findet sich dort in der Sandgrube Isabells Leiche?
Der Thriller wird mal aus Sicht von Jonas, mal von Franka erzählt, mal in der Jetztzeit, dann wieder mit den Geschehnisse von vor sieben Jahren. Spannung ist da, es gibt jedoch aus ein paar Längen in der Handlung. Sehr gut werden die Charaktere der Protagonisten geschildert.

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Veröffentlicht am 10.09.2025

man flieht und leidet mit Bird

Deckname: Bird
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Heathers Karriere bei der Armee endete als sie sich mit einem Offizier, der ihre Freundin Flavia schwängerte und sitzen ließ, gewaltsam anlegte. Nach einigen Umwegen und der Fürsprache von Richard, einem ...

Heathers Karriere bei der Armee endete als sie sich mit einem Offizier, der ihre Freundin Flavia schwängerte und sitzen ließ, gewaltsam anlegte. Nach einigen Umwegen und der Fürsprache von Richard, einem Freund ihres Vaters, landete sie beim Geheimdienst. Inzwischen ist sie in den 50er Jahren und wurde von Richard in die neu gegründete Abteilung zur Untersuchung korrupter Geheimdienstler nach Birmingham versetzt. Mit ihrem dort gekauften Traumhaus hat sie sich mächtig übernommen, da ist es gut, dass ihr Vorgesetzter Kieron Blythe ihr finanziell hilft. Bis man ihr selbst unterstellt, korrupt zu sein. Sofort hat sie zu verschwinden um ihre Unschuld und die Schuld ihres Chefs zu beweisen.
Wir erleben ihre Flucht detailliert mit, die lauernden Gefahren, die Einsamkeit, das Versteckspiel und die Angst vor Verfolgung. Wem kann sie trauen, sitzt im Cafe ein Agent, kann sie es wagen, telefonisch Kontakt aufzunehmen?
Während der Reiseepisoden gibt es immer wieder Rückblenden in früheres Leben mit ihren Eltern, mit ihrer Freundin Flavia und deren Tochter Adelina, in ihr Leben in London.
Es mehr ein spannender Roman als ein Thriller, man kann sich hervorragend in Heather, bzw. Bird, wie sie von ihrem Vater genannt wurde, hineinversetzen, man flieht, man lebt, man leidet mit ihr.

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Veröffentlicht am 17.08.2025

falsche Lieben

Wohin du auch gehst
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Während die Unruhen in Kinshasa ihren Höhepunkt zusteuern wirft ein Brief aus London Bijouxs Träume von einer künstlerischen Ausbildung über den Haufen. Ihre Eltern schicken sie zu ihrer Tante Mira in ...

Während die Unruhen in Kinshasa ihren Höhepunkt zusteuern wirft ein Brief aus London Bijouxs Träume von einer künstlerischen Ausbildung über den Haufen. Ihre Eltern schicken sie zu ihrer Tante Mira in eine für sie völlig fremde Welt. Neue Schulkameraden und die englische Sprache machen ihr das Leben nicht gerade einfach. Zudem drängt Mira sie zu Besuchen in der afrikanischen Gemeinde um einen sehr bestimmenden Pastor. Mira ist nicht nur extrem gläubig, sie ist nahezu besessen. Als sie herausfindet, das Bijoux lesbisch ist muss gehandelt werden. Eine mehrtägige Reinigung und Lossagung der Homosexualität bis zur arrangierten Hochzeit sollen sie von dem unafrikanisch Bösen befreien.
In einzelnen Episoden erfahren wir das Mira in ihrer Teenagerzeit in Zaire ganz anders war. Sie war lebhaft, ging gerne auf Partys u d war verliebt in einen mittellosen Musiker. Um diese Liebe zu unterbinden wurde Mira zu ihrer älteren Schwester und deren Mann geschickt um im Haushalt zu helfen.
Abwechselnd werden die weiteren Lebensabschnitte der beiden Protagonistinnen erzählt, ihre persönlichen Probleme aber auch das Leben im ehemaligen Zaire, jetzt Kongo, und in einigen europäischen Städten. Der Zusammenhalt afrikanischer Frauen, Männer, die größtenteils schwach sind, gewalttätig oder triebgesteuert, die politischen Verhältnisse und das Leben im Ausland werden thematisiert und sehr gut beschrieben. Manche Passagen sind ein wenig langatmig und es gibt Wiederholungen im Text, die für mich überflüssig sind und den Lesefluss hemmten.

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Veröffentlicht am 08.06.2025

verlassene Wohnwagensiedlung

Die Nacht (Art Mayer-Serie 3)
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Dies ist nun der dritte Teil der Art Mayer Serie und es ist gut, die Vorgängerromane zu kennen. Die Rahmenhandlung baut aufeinander auf. Der Ermittler Art Mayer wohnt im gleichen Haus wie die achtjährige ...

Dies ist nun der dritte Teil der Art Mayer Serie und es ist gut, die Vorgängerromane zu kennen. Die Rahmenhandlung baut aufeinander auf. Der Ermittler Art Mayer wohnt im gleichen Haus wie die achtjährige Milla, deren Mutter Dana vor einiger Zeit spurlos verschwand. Millas Oma wird zunehmend dement und Milla versucht alles, damit es keiner merkt. In der Schule wird sie gemoppt und beobachtet, die Kampftechniken, die sie von Art gelernt hat, bringen ihr noch zusätzlich Probleme in der Schule ein. Art sucht intensiv nach Dana, bis er einen Tipp zu einer verlassenen Wohnwagensiedung erhält und dort einen angesehenen, gegen die rechte Szene ermittelnden Richter ermordet auffindet. Bei seinen inzwischen nur noch privaten Ermittlungen hat er Unterstützung von Nele Tschaikowski, die gerade in Elternzeit ist. Sie finden heraus, das Dana und der Ermordete sich in Jugendjahren kannten und dass in dieser Siedlung vor 15 Jahren Danas Halbbruder spurlos verschwand.
Einiges an diesem Fall wird arg konstruiert, die Handlungen mancher Personen wenig nachvollziehbar und unrealistisch, dennoch ist ein Thriller, den man kaum aus der Hand legen kann. Der Schreibstil und die Spannung sind äußerst gelungen und man will wissen, wie es mit Art und der kleinen Milla weitergeht.

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Veröffentlicht am 24.05.2025

das kurze, intensive Leben der Anita Berber

Der ewige Tanz
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Im Jahr 1928 liegt Anita Berber in einem Berliner Krankenhaus, Schwindsucht nannte man damals die Krankheit Tuberkulose, die für viele tödlich endete. Auch die 29-jährige Anita weiß, das es zu Ende geht. ...

Im Jahr 1928 liegt Anita Berber in einem Berliner Krankenhaus, Schwindsucht nannte man damals die Krankheit Tuberkulose, die für viele tödlich endete. Auch die 29-jährige Anita weiß, das es zu Ende geht. Sie hatte ein aufregendes, außergewöhnliches Leben. Sie wuchs bei ihrer Oma Lu auf, ihre Mutter hatte als Sängerin weder Zeit noch Interesse an ihr, ihr Vater, ein berühmter Violinist, verließ die Familie und ignorierte auch Anita. Ihr größter Wunsch war Tänzerin zu werden, und sie wurde es. Sie fiel auf durch fast nackte Tänze und einen sehr maskulinen Kleidungsstil. Auch im Stummfilm hatte sie Rollen, sie traf internationale und nationale Größen aus Film und Kunst. Sie war bisexuell und suchte ihr Leben lang nach Liebe und Anerkennung. Sie traf die falschen Männer und verfiel dem Alkohol, Heroin und Morphium und da immer Geld fehlte gab es auch immer wieder Skandale um die herum.
In dieser Biografie wird nicht nur das kurze, intensive Leben der Anita Berber erzählt, auch die Zeit der 20er Jahre in Berlin und Wien mit ihren Künstlern und politischen Veränderungen werden wie ein Sittengemälde thematisiert.

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