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Redrose

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.06.2025

Alter schützt vor Torheit nicht

Verliebt, verlobt, verblichen
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„Verliebt, verlobt, verblichen“ ist hoffentlich der Beginn einer neuen Reihe von Elizabeth Horn.

Mir sind die Protagonisten in kürzester Zeit ans Herz gewachsen und ich hoffe sehr, mehr von ihnen zu lesen.

Wilhelmine, ...

„Verliebt, verlobt, verblichen“ ist hoffentlich der Beginn einer neuen Reihe von Elizabeth Horn.

Mir sind die Protagonisten in kürzester Zeit ans Herz gewachsen und ich hoffe sehr, mehr von ihnen zu lesen.

Wilhelmine, die nach dem Fenstersturz ihrer Freundin Greta, auf ein spätes Liebesglück mit Witwer Hubertus hofft.

Bruno, Studienfreund von Hubertus, der sich mit Wilhelmine anfreundet und ein unverzichtbarer Partner in Crime wird.

Lenka, tschechische Haushaltshilfe von Wilhelmine und Lukas, IT-Student und Nachbar von Wilhelmine. Diese 4 haben es faustdick hinter den Ohren und mischen das beschauliche Bad Kissingen auf.

Die Autorin greift auf humorvolle Weise ein Thema auf, welches auch im Alter auf uns lauert. Wem kann man trauen und wie schützt man sich vor Schwindlern, die es nur auf mein Geld abgesehen haben? Gerade Alleinstehende ohne Familie und Freunde, sind natürlich besonders gefährdet.

Ich liebe die Momente in Büchern, wenn mir klar wird, wie der Prolog in die Geschichte passt und ich mehr weiß als die „Ermittler“.

Verliebt, verlobt, verblichen hat mich bestens unterhalten und wartet mit etlichen Überraschungen auf. Wer Lust auf spannende Unterhaltung mit sympathischen Protagonisten hat und wissen möchte, was der „King of Rock 'n' Roll“ mit der ganzen Geschichte zu tun hat, der muss unbedingt dieses Buch lesen.

5 Sterne und eine dicke Weiterempfehlung sind hier selbstverständlich.

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Veröffentlicht am 08.06.2025

Historischer Wien-Krimi

Gold aus der Wiener Werkstätte
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Wieder einmal zeichnet die Autorin ein großartiges Stimmungsbild der damaligen Zeit. Der Tod einer Prostituierten in Wien im Jahre 1906 führt zu einem erneuten Zusammentreffen des feschen Kommissars Max ...

Wieder einmal zeichnet die Autorin ein großartiges Stimmungsbild der damaligen Zeit. Der Tod einer Prostituierten in Wien im Jahre 1906 führt zu einem erneuten Zusammentreffen des feschen Kommissars Max von Krause mit der ehemaligen Fälscherin Lili Feigl, die inzwischen in der Wiener Werkstätte als Putzhilfe arbeite.

Der Tod eines „Freimadel“ oder auch „Hübschlerin“, wie die Prostituierten auch bezeichnet wurden, ist unbequem, gehörte die Tote doch zu einem Kreis von jungen Frauen, die in einem Bordell wie Gefangene gehalten wurden und dort von vielen auch sehr angesehenen Bürgern Wiens besucht wurden. Hier zeigt sich wieder einmal die Doppelmoral, in der die Frauen, für ihre Tätigkeit verurteilt wurden, während man den Herren anerkennend auf die Schultern klopfte.

Max finde ich sehr sympathisch. Obwohl als Adeliger geboren, interessiert er sich für die modernen Ermittlungsmethoden und sein Gerechtigkeitssinn macht ihn zu einem guten Polizisten, während sein Vorgesetzter nur dank Vetterleswirtschaft seinen Job erhalten hat und „Ganz Wien weiß, dass er seine Arbeitszeit im Café Reil absitzt.“

Ich muss grinsen, wenn ich lese, dass Fingerabdrücke als neumodischer Kram galten, wo doch jeder Kriminelle und alle Krimileser wissen, wie wichtig das Tragen von Handschuhen ist, um eben keine Fingerabdrücke an Tatorten zu hinterlassen. 😉

Lili Feigl hat Glück, dass sie talentiert ist und trotz der offenkundigen Geldprobleme bisher noch nicht gezwungen war, mit ihrem Körper Geld zu verdienen. Mich schmerzt die Ungerechtigkeit, mit der Männer den Ruhm einstrichen mit den von Frauen entworfenen Schmuckstücken in der Wiener Werkstätte und ich kann mich sehr gut in die Situation dieser Frauen hineinversetzen.

Beate Maly versteht es ausgezeichnet, die historischen Begebenheiten aufleben zulassen und mich in ihre Geschichten zu saugen. „Gold aus der Wiener Werkstätte“ ist spannend und wird sehr gerne von mir weiterempfohlen.

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Veröffentlicht am 08.06.2025

Spannender Tübingen Krimi

Irrwege
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In diese Reihe bin ich letztes Jahr mit dem 12. Teil gestartet und da mich dieser so begeistert hat, rolle ich die Fälle mit Kommissar Brander von vorne auf und habe mir den ersten Teil geschnappt. Witzig, ...

In diese Reihe bin ich letztes Jahr mit dem 12. Teil gestartet und da mich dieser so begeistert hat, rolle ich die Fälle mit Kommissar Brander von vorne auf und habe mir den ersten Teil geschnappt. Witzig, da die Lebenssituation des Kommissars sich seither natürlich geändert hat.

Freizeit ist für die Kripo meistens ein Fremdwort und so muss auch Andi Brander sein freies Osterwochenende canceln als ein toter Jogger aufgefunden wurde. Wer hatte Richard Eppler so sehr gehasst, dass er ihn mit 12 Messerstichen ermordete?

In Tübingen wird ordentlich ermittelt, wie man das von den Schwaben kennt. Ich habe das Gefühl, dass die Autorin gut recherchiert hat und die Ermittlungen erscheinen realistisch und die Lösung nicht an den Haaren herbeigezogen. Auch wenn mich der Täter ziemlich schockiert hat.

Besonders amüsant war die Begegnung mit einem Zeugen, der sich ein paar Scherze erlaubt hat und damit der Polizei ziemlich auf die Nerven ging. 🤣

Nicht nur Brander, auch das Team um ihn herum, geben genügend Stoff auch aus dem Privatleben der Ermittler für weitere interessante Fälle aus dem Schwabenländle

Daumen hoch und 5 Sterne für diesen spannenden Krimi, der Lust auf mehr macht.

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Veröffentlicht am 02.06.2025

Liebe in den Highlands, einfach bezaubernd.

Highland Happiness – Die Bücherstube von Kirkby
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Ich begleite das leider nur fiktive Dörfchen Kirkby in den schottischen Highlands in der Nähe des Loch Ness seit es im April 2021 mit einem Bed and Breakfast aus dem Dornröschenschlaf erwacht ist und seither ...

Ich begleite das leider nur fiktive Dörfchen Kirkby in den schottischen Highlands in der Nähe des Loch Ness seit es im April 2021 mit einem Bed and Breakfast aus dem Dornröschenschlaf erwacht ist und seither hat sich sehr viel getan. Dank unseres umtriebigen Bürgermeisters Collum wurde das Pub wiedereröffnet und ist seither der Treffpunkt für alle, die mal wieder lecker essen und den neuesten Klatsch erfahren möchten. Es gibt eine Destillerie, eine Bäckerei, in der ich mich auch häufig von Backwaren verführen lasse, eine Weberei, eine Töpferei, ein romantisches Herrenhaus, eine Schreinerei, eine Schmiede und jetzt endlich: eine Bücherstube.

Ich frage mich, wie konnten wir in Kirkby so lange ohne eine Bücherstube auskommen? Da ist mir auch egal, was für ein Geheimnis die neue Betreiberin Grizel wohl verbirgt, Hauptsache, ich kann endlich meiner Bücherlust frönen.

Einer der wenigen unsympathischen Menschen in Kirkby war bisher der Schäfer Keith Douglas. Der ist aber inzwischen gestorben und seine Erben, die Zwillinge Ewan und Flora Douglas sind nach Kirkby zurückgekehrt. Wie ist es wohl, wenn dein Vater der meistgehasste Typ im Dorf ist und du selbst unter seiner Tyrannei leiden musstest?

Werden Ewan und Flora ihr Erbe schnellstmöglich verkaufen oder doch versuchen, sich in das Dorfleben zu integrieren? Und wird Grizel die Schatten der Vergangenheit hinter sich lassen und ihr Herz für eine neue Liebe öffnen?

Wie immer mischen sich natürlich alle Kirkbyaner in fremde Angelegenheiten ein und es gibt ein Wiedersehen mit den Paaren, die sich bisher gefunden haben. Marlin Fraser, der heimliche König von Kirkby, zeigt dieses Mal, dass er durchaus auch eine weiche Seite hat.

Charlotte McGregor ist es gelungen, einen absoluten Wohlfühlort zu schaffen, der sich positiv von der Realität abhebt. Das Kirkby Universum ist wie ein Bullerbü für Erwachsene und so einen Zusammenhalt und Unterstützung würden wir uns doch alle für uns selbst wünschen. Hier herrscht nicht kalter Egoismus, keine Ellbogenmentalität und kein „Kirkby first“. Selbst die Tiere fühlen sich wohl in Kirkby und werden auch immer mehr. Ob Hunde, Katzen, Alpakas, Ferkel, Pferde oder Schafe, sie alle bereichern das Leben in unserem Kirkby.

Viel zu schnell war mein Aufenthalt hier schon wieder vorbei und ich vermisse sie alle jetzt schon. Zum Glück winkt noch in diesem Jahr ein Wiedersehen mit „Lord Seidentüchlein“ und seiner Fanny 😉.

Frei nach Loriot bleibt mir nur noch zu sagen: Ein Leben ohne Bücher von Charlotte McGregor ist möglich, aber sinnlos. In diesem Sinne wünsche ich mir, dass wir alle noch viele weitere Abenteuer in Kirkby erleben und kann nicht anders als für die Bücherstube von Kirkby 5 begeisterte Sterne zu vergeben.

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Veröffentlicht am 02.06.2025

Tolle Neuentdeckung

Wiener Totenlieder
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Ich muss zugeben, Opern sind nicht so meine bevorzugte Musikrichtung, aber dass die Protagonistin der neuen Krimireihe von Theresa Prammer gescheiterte Opernsängerin ist und ein Großteil des Romans in ...

Ich muss zugeben, Opern sind nicht so meine bevorzugte Musikrichtung, aber dass die Protagonistin der neuen Krimireihe von Theresa Prammer gescheiterte Opernsängerin ist und ein Großteil des Romans in der Wiener Oper spielt, fand ich sehr interessant.

Mehrere Sänger kommen auf mysteriöse Weise während den Vorstellungen ums Leben und ausgerechnet zwei Underdogs sollen die Polizei als Schnüffler vor Ort unterstützen.

Das dynamische Duo besteht aus: Carlotta Fiore, Tochter einer gefeierten Opernsängerin, die sich im Metier auskennt, als Kaufhausdetektivin arbeitet und Lotta genannt werden will, da „Carlotta, das war der perfekte Name für Damenbinden oder ein Küchengerät, aber nicht für einen Menschen.“ Und der zweite im Bund ist Konrad Fürst, ein Ex-Kriminalkommissar, der derzeit als Clown arbeitet.

Was für eine herrlich verrückte Kombination und so ist auch das gesamte Buch. Ständig ergeben sich neue Verdachtsmomente, die beiden Protagonisten kämpfen mit ihrer Vergangenheit und wachsen doch gemeinsam und mir auch ganz schnell ans Herz.

Ich mag die Ironie, die Einblicke in die Akteure bei der Oper, selbst die Nebendarsteller wie Henriette oder Fanny erscheinen so lebendig, dass ich nicht mehr nur lese, sondern Teil der Handlung werde.

Es gibt jede Menge Nebenhandlungen, die aber alle gemeinsam zum großen Showdown am Ende führen, das Buch ist so spannend, dass ich es kaum aus den Händen legen mag, und am Ende bin ich einfach nur fasziniert und will sofort mehr! Was für ein Glück, dass es sich nur um den ersten Teil einer Trilogie handelt, und ich freue mich schon auf Teil 2 und 3.

Ich vergebe begeisterte 5 Sterne und empfehle „Wiener Totenlieder“ sehr gerne weiter.

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