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Redrose

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.06.2025

Berührender Pageturner

Der alte Apfelgarten
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Ich erinnere mich noch genau, bei meinem ersten Aufenthalt in Schottland habe ich auch einen Apfelgarten entdeckt und wir sind am Abend durch den Garten geschlendert und haben den Duft und die friedliche ...

Ich erinnere mich noch genau, bei meinem ersten Aufenthalt in Schottland habe ich auch einen Apfelgarten entdeckt und wir sind am Abend durch den Garten geschlendert und haben den Duft und die friedliche Ruhe genossen. Daher beneide ich die beiden Schwestern Bette und Nina ein wenig um ihren eigenen Apfelgarten.

Dabei sieht es zunächst nicht gut aus. Nach dem Tod des Vaters erben die beiden ungleichen Schwestern die Farm in Schottland und jede Menge Schulden mit dazu. Nina, die bereits seit 5 Jahren gemeinsam mit dem Vater die Farm bewirtschaftete und Bette, die in London in einer großen Kanzlei als Rechtsanwältin arbeitet, haben sich zunächst nicht viel zu sagen. Aber Ninas Sohn Barnaby bricht das Eis zwischen ihnen.

Beide Schwestern wachsen mir schnell ans Herz, aber das Highlight für mich war Barnaby, der Sechsjährige mit dem großen Herzen, der mich immer wieder zum Schmunzeln bringt.

Es gibt so viele schöne Szenen, die mich berühren, wie etwa die Entdeckung des Apfelgartens am Meer oder ein sehr spezielles Date, so dass ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen wollte.

Lebendige Protagonisten, ein romantisches Setting und ganz viel Liebe, das schreit nach 5 Sternen und einer Leseempfehlung, die ich sehr gerne gebe.

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Veröffentlicht am 17.06.2025

Yay, was für ein fantastisches Buch!

Yay!There
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Manchmal muss man auch aus der Komfortzone raus. Ich lese gerne Krimis und Romance, Bücher müssen mich berühren, aber niemals hätte ich gedacht, ich würde ein Buch über K-Pop lesen. Was ist das überhaupt? ...

Manchmal muss man auch aus der Komfortzone raus. Ich lese gerne Krimis und Romance, Bücher müssen mich berühren, aber niemals hätte ich gedacht, ich würde ein Buch über K-Pop lesen. Was ist das überhaupt? Koreanische Backstreet Boys?

Aber ich weiß, wie sehr mich die bisherigen Bücher der Autorin bewegt haben und deswegen habe ich Yay!There eine Chance gegeben, zum Glück.

In einer Zeit, in der weltweit der Schutz von Minderheiten immer weniger gilt und der Slogan „Hauptsache mir geht es gut“ immer mehr um sich greift, ist so ein Buch wichtig. Die Autorin weiß, worüber sie schreibt, hat Mobbing selbst und ganz besonders bei ihren beiden Kindern hautnah miterlebt. Sehr mutig finde ich, dass sie aus dem Abibuch eines ihrer Kinder zitieren darf.

Jay ist 16 Jahre alt und trauert um seine Mutter, der einzige Mensch, der ihn geliebt hat. In der Schule wird er fies gemobbt und als er sich wehrt, fliegt er vom Internat. Jetzt hat ihn sein Vater an der Backe, der Mensch, der nie für ihn da war, weil ihm sein Job als Personenschützer immer wichtiger war.

Mein Herz blutet für Jay, der so oft in seinem Leben schon enttäuscht wurde, dass er das Vertrauen in seine Mitmenschen verlernt hat, der nicht glauben kann, dass ihn jemand mag, so wie er ist.

Ich lasse mich ein auf die Geschichte, gehe mit Yay!There auf Welttournee und entdecke die Schattenseiten des so glamourös erscheinenden Bandlebens. Ganz besonders bezaubernd ist Yi.Jun, dessen Charme und sympathischer Art sich nicht einmal Jay entziehen kann.

Ich fühle die Ohnmacht, die Hilflosigkeit, den Schmerz. Die Worte der Autorin schneiden wie Messer in meine Haut und doch ist da Hoffnung: Zusammenhalt, Liebe, Verständnis, Toleranz. Die Autorin schickt mich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle und ich kann einfach nicht aufhören zu lesen.

Dieses Buch sollte in Schulen gelesen werden, ist geeignet von 9 bis 99 Jahren und bekommt von mir verdiente 5 Sterne und eine dicke Leseempfehlung. Traut euch, seid offen für Anderes!

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Veröffentlicht am 15.06.2025

Genau mein Humor

Wer die Kohlmeise stört
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Nach “Nur die Wühlmaus war Zeuge“ legt Martina Pahr mit ihrem zweiten Gartenkrimi nach und ich freue mich auf ein Wiedersehen mit den Schrebergarten-Sherlocks: Valentina, freiberufliche Kinderbuchillustratorin, ...

Nach “Nur die Wühlmaus war Zeuge“ legt Martina Pahr mit ihrem zweiten Gartenkrimi nach und ich freue mich auf ein Wiedersehen mit den Schrebergarten-Sherlocks: Valentina, freiberufliche Kinderbuchillustratorin, ihre beste Freundin Barbara Nachtigall, genannt die Lerche und ihre Gartennachbarin Elfriede Frühauf, Seniorin, aber keineswegs senil, die scharfzüngige Friedl.

Wieder stirbt ein Mensch in der Kleingartenanlage, dieses Mal erwischt es den attraktiven Heilpraktiker Sebastian. Wobei mich die schwäbischen Sprüche von Konrad, auch Maultäschle genannt, über dessen Männerdutt, sehr amüsieren, aber ist Konrad deswegen womöglich sogar verdächtig?

Wenn das infernale Trio ermittelt, bleibt kein Auge trocken und für Valentina wenig Zeit, um die Illustration für ihr aktuelles Buchprojekt fertigzustellen. Passenderweise muss eine Biene gezeichnet werden und Basti ist an einem Bienenstich gestorben.

Die Autorin weckt mein Kopfkino, ihre Protagonisten sind herrlich skurril und tanzen gerne aus der Reihe. Das Leben in einer Lauben-Kolonie ist feucht fröhlich und neben Obst und Gemüse ernten die Kleingärtner viele Lacher. Auch wenn ich selbst über einen schwarzen Daumen verfüge, würde ich mich in dieser Gartenanlage sehr wohlfühlen, ich muss mal nachfragen, ob noch eine Parzelle frei ist 😉.

Ich habe mich bestens unterhalten, vergebe begeisterte 5 Sterne und hoffe auf mehr von Valentina, Lerche und Friedl.

Zum Abschluss noch ein Zitat der lieben Friedl: „Wenn man in einem gewissen Alter morgens aufwacht und einem nichts wehtut, kann man davon ausgehen, dass man über Nacht gestorben ist.“

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Veröffentlicht am 15.06.2025

Humorvolle Garten-Lovestory

Der Feind in meinem Beet
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Kleingärten liegen gerade im Trend und obwohl ich einen schwarzen Daumen habe, fürs Ernten von frischem Obst bin ich immer zu haben 😉.

Sehr gerne würde ich auch bei Maren im Garten die Sonne und ein Stück ...

Kleingärten liegen gerade im Trend und obwohl ich einen schwarzen Daumen habe, fürs Ernten von frischem Obst bin ich immer zu haben 😉.

Sehr gerne würde ich auch bei Maren im Garten die Sonne und ein Stück Kuchen genießen, blöd nur, dass ihr Ex-Mann Lars genau den Garten nebenan hat und alles mitbekommt, was wir sprechen.

Irgendwie tut mir Lars schon ein wenig leid. Die Ehe ist gescheitert, aber erst als die Scheidungspapiere unterzeichnet werden sollen, ist er aufgewacht und kämpft mit unbeholfenen Mitteln um seine Frau. Und plötzlich muss er sich auch noch mit einem Konkurrenten befassen, denn der attraktive Tammaro zeigt ebenfalls Interessen an Maren. Welche Mittel Lars einsetzt und ob er am Schluss Erfolg hat, und seine Maren wiederbekommt, das müsst ihr selbst lesen. Ich hatte auf jeden Fall eine Menge Spaß dabei.

Ruckzuck war das Buch auch schon wieder ausgelesen und eignet sich sehr gut dazu, wie Marens Tochter Emilie einen faulen Nachmittag in der Hängematte zu verbringen und sich ein paar Stündchen angenehm unterhalten zu lassen.

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Veröffentlicht am 15.06.2025

Spannend, lebendig, authentisch

Aurelia und die Melodie des Todes
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Beate Maly beleuchtet mit ihrem Wien Krimi die harten Lebensbedingungen der armen Bevölkerung zur Kaiserzeit. Während der Adel in prunkvollen Stadthäusern residierte, wurden einfache Arbeiter wie Leibeigene ...

Beate Maly beleuchtet mit ihrem Wien Krimi die harten Lebensbedingungen der armen Bevölkerung zur Kaiserzeit. Während der Adel in prunkvollen Stadthäusern residierte, wurden einfache Arbeiter wie Leibeigene gehalten. In Ziegeleien musste hart geschuftet werden und bezahlt wurde mit Blech, welches nur in den fabrikeigenen Läden für überteuerte Lebensmittel ausgegeben werden konnte, damit sich die skrupellosen Fabrikbesitzer noch mehr die Taschen füllen konnten. Die Begrenzung der Arbeitszeit auf 12 Stunden bzw., bei Kindern auf 10 Stunden täglich galt dann später bereits als Fortschritt, mir wird wieder einmal bewusst, wie gut wir es heutzutage doch haben.

„Aurelia und die Melodie des Todes“ versetzt mich in das historische Wien. Ich fahre Fiaker mit Frieda Horvath, der einzigen Frau unter den Fiaker-Fahrern, begleite die Grafentochter Aurelia von Kolowitz auf eine Séance und lerne Janek Pokorny kennen, den attraktiven Polizeiagenten.

Die Autorin saugt mich ein in ihre Geschichte, die Schicksale ihrer Protagonisten berühren und hallen nach. Das tragische Leben eines Leierkastenmannes, wie er auf dem Cover zu sehen ist, die nahende Weltausstellung in Wien 1873, die Klassenunterschiede, die harten Schicksale der Fabrikarbeiterinnen, so viele Details machen aus einem spannenden Wien-Krimi etwas Besonderes. Ich kann mich in diese Zeit hineinversetzen und fühle wie nahe Glück und Schmerz beieinander liegen. Ich will mich auflehnen gegen die Ungerechtigkeiten, bin sprachlos ob der Unverfrorenheit mancher Menschen und stelle fest, so viel hat sich nicht geändert zu heute.

Janek und Aurelia, zwei die sich mögen, aber gesellschaftlich keinesfalls ein Paar werden können, dürfen zumindest gemeinsam ermitteln und ich freue mich schon sehr auf weitere Fälle.

Ich habe mich bestens unterhalten und gleichzeitig auch viel gelernt mit „Aurelia und die Melodie des Todes“ und wer z.B. auch wissen will, was ein Trockenschläfer ist, dem empfehle ich dieses Buch sehr gerne weiter.

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