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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.02.2026

SciFi für Kinder

Erde 13
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Dieses Buch eignet sich sehr gut für junge Leser, die sich erstmals mit dem Genre Sci-Fi auseinandersetzen möchten.
Es hat mich stellenweise an „Lost in Space“ und „Earth 2“ erinnert, ist dabei jedoch ...

Dieses Buch eignet sich sehr gut für junge Leser, die sich erstmals mit dem Genre Sci-Fi auseinandersetzen möchten.
Es hat mich stellenweise an „Lost in Space“ und „Earth 2“ erinnert, ist dabei jedoch deutlich kindgerechter.

Der Schreibstil ist flüssig, und die Geschichte wird aus der Sicht von Levi erzählt – einem Jungen, der gemeinsam mit seiner Mutter den Planeten Erde 13 besiedeln soll. Mit großer Neugier und Faszination beschreibt er die fremde Flora und Fauna. Einen gelungenen Kontrast bildet Gwendolyn, die raue, aber auch vom Verlust ihrer Mutter geprägte Tochter des Kapitäns.

Mir persönlich hat als älterem und erfahrenem Sci-Fi-Fan etwas die große Action gefehlt. Für Kinder ist es jedoch ein wunderbares Abenteuer, das in den Folgebänden noch viele spannende Entdeckungen bereithält.

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Veröffentlicht am 14.12.2025

Modern mit starken Themen

One Exit - Verloren im Untergrund
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Das Buch hat mich überrascht. Auf eine gute und auch fordernde Art.
Gleich zu Beginn hatte ich Schwierigkeiten, die vielen Figuren auseinanderzuhalten. Die Vielzahl an Charakteren hat mich als Leserin ...

Das Buch hat mich überrascht. Auf eine gute und auch fordernde Art.
Gleich zu Beginn hatte ich Schwierigkeiten, die vielen Figuren auseinanderzuhalten. Die Vielzahl an Charakteren hat mich als Leserin zunächst eher überrumpelt und ich brauchte etwas Zeit, um mich wirklich in der Gruppe zurechtzufinden. Aber je weiter die Geschichte voranschritt, desto klarer wurden die Stimmen und desto besser konnte ich eintauchen.

Inhaltlich überzeugt das Buch dafür mit einer beeindruckenden Bandbreite an Themen, die gerade junge Menschen heute beschäftigen: Rassismus, Ressourcenverschwendung, Umweltzerstörung, Krieg und eine bedrohlich wirkende Zukunft. Darkviktory verknüpft all diese Bereiche in einer Art, die spürbar macht, wie sehr diese Probleme die kommenden Generationen betreffen. Die Dystopie bleibt nicht abstrakt. Sie fühlt sich unheimlich nah und relevant an.

Die Sprache wirkt bewusst jugendlich und direkt. Manche Leser empfinden das vielleicht als zu obszön, aber ich persönlich fand es sehr authentisch. Jugendliche reden nun einmal nicht wie Goethe oder Schiller, und gerade diese ungeschönte, ehrliche Sprache gibt der Geschichte Glaubwürdigkeit.

Besonders hervorheben möchte ich die Illustrationen, die vom Autor selbst stammen. Sie verleihen dem Buch eine ganz eigene Atmosphäre und zeigen, wie viel Herzblut in dem Projekt steckt.

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Cozy und Retro

Mord auf Westwater Manor
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„Mord auf Westwater Manor“ ist ein schöner Klassiker der 50er-Jahre-Krimiliteratur und zugleich ein Wiedersehen mit Sally und Johnny. Im Vergleich zum ersten Band fällt dieser Teil etwas schwächer aus, ...

„Mord auf Westwater Manor“ ist ein schöner Klassiker der 50er-Jahre-Krimiliteratur und zugleich ein Wiedersehen mit Sally und Johnny. Im Vergleich zum ersten Band fällt dieser Teil etwas schwächer aus, dennoch hat er seinen ganz eigenen Reiz.

Man sollte das Werk unbedingt im Kontext seiner Entstehungszeit lesen. Aus heutiger Sicht wirkt Johnnys ständiges Erklären gegenüber Sally stellenweise wie Mansplaining und kann irritieren – damals entsprach es jedoch den gängigen Rollenbildern. Gerade dieser zeittypische Ton macht aber auch den besonderen Charme solcher Klassiker aus.

Der Schreibstil ist angeznehm altmodisch und hebt sich dadurch deutlich von modernen Krimis ab. Wer Lust auf ein Stück klassischer britischer Cosy-Crime-Atmosphäre hat, wird hier auf seine Kosten kommen. Für mich eine lesenswerte Fortsetzung, auch wenn der Auftakt der Reihe noch etwas stärker war.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Krimi, Retro, Nice

Mord in der Charing Cross Road
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In der Buchhandlung an der Charing Cross Road 200 wird ein unbeliebter Kollege mit einem Messer im Rücken gefunden. Während Scotland Yard ermittelt, beginnen auch die Angestellten Sally und Johnny auf ...

In der Buchhandlung an der Charing Cross Road 200 wird ein unbeliebter Kollege mit einem Messer im Rücken gefunden. Während Scotland Yard ermittelt, beginnen auch die Angestellten Sally und Johnny auf eigene Faust zu schnüffeln. Zwischen Gerüchten über Geister, verdächtigen Kunden und Wanderern Auffälligkeiten tasten sie sich Schritt für Schritt an die Wahrheit heran.

Dieser Krimi hat mich vor allem mit seinem stimmungsvollen Bild des Londons der 50er Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg überzeugt. Zwischen verregneten Straßen, der besonderen Höflichkeit jener Zeit und dem Charme eines alten Antiquariats entfaltet sich eine angenehme „Cozy-Crime“-Atmosphäre. Man merkt allerdings, dass die Art der Krimierzählung aus einer anderen Zeit stammt. Sie ist gemächlich, stellenweise ein wenig altmodisch, aber auch mit genau diesem Charme, der heute selten geworden ist.
Ich finde es schön, das Henrietta Hamilton ein Comback bekommen hat.


Wer bei einem Krimi auf gemütliche Spurensuche statt rasanter Action setzt, ist hier genau richtig.

4 von 5 Sterne, da mich doch ein paar Längen beim Lesen kämpfen haben lassen.

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Veröffentlicht am 09.06.2025

Eine verborgene, grüne Welt

Das grüne Königreich
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Cornelia Funke und die Pflanzenexpertin Tammi Hartung entführen in diesem Buch in eine faszinierende Welt, die Natur und Mensch miteinander verweben - und das alles In Brooklyn, dass eher weniger für sein ...

Cornelia Funke und die Pflanzenexpertin Tammi Hartung entführen in diesem Buch in eine faszinierende Welt, die Natur und Mensch miteinander verweben - und das alles In Brooklyn, dass eher weniger für sein grüne Vielfalt bekannt ist.

Die junge Caspia muss den gesamten Sommer gegen ihren Willen mit ihren Eltern in Brooklyn verbringen. Wenig begeistert richtet sie sich im gemieteten Apartment ein und entdeckt in einer alten Kommode in ihrem Zimmer Briefe eines blinden Mädchens, dass damals mit ihren Vater die Welt bereiste und Pflanzen erforschte. Jeder Brief endet mit einem Pflanzenrätsel und Gaspias Neugier und Interesse wird dadurch geweckt …

Mit einer eingängigen Sprache und viel Liebe zum Detail wird ein märchenhaftes Szenario, das nicht nur junge Leser*innen begeistert, entfacht. Die Charaktere sind vielschichtig, besonders die Protagonistin überzeugt mit Mut und Neugier, während das grüne Königreich selbst wie ein atmender, lebendiger Organismus erscheint.

Ein kleiner Kritikpunkt ist der gelegentlich etwas gemächliche Erzählfluss, der nicht alle Passagen gleich spannend wirken lässt. Dennoch bleibt die Botschaft des Buches – ein Appell an den Schutz der Natur und das Staunen über ihre Vielfalt – im Vordergrund und topaktuell.

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