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Veröffentlicht am 10.06.2025

Eine tolle Fortsetzung!

Nothing but Spies 2: Erinnere dich!
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Seit die 15-jährige Celia herausgefunden hat, dass ihr schnieker Nachbarsjunge Vincent ein echter Geheimagent ist, hat sich ihr bisher recht langweiliges Leben komplett verändert. Endlich ist mal was ...

Seit die 15-jährige Celia herausgefunden hat, dass ihr schnieker Nachbarsjunge Vincent ein echter Geheimagent ist, hat sich ihr bisher recht langweiliges Leben komplett verändert. Endlich ist mal was los in dem Spießerkaff Trockenstedt! Und Vincent hat sich als gar nicht mal so übel herausgestellt. Er ist sogar ziemlich nett. Na ja, zumindest war er das bis vor kurzem noch. Denn Vincent kann sich nicht mehr daran erinnern, was er gemeinsam mit Celia erlebt hat und hält sie wieder für das nervige Mädchen von nebenan. Was hat nur dazu geführt, dass er sein eigenes Gedächtnis gelöscht hat? Als der smarte Topagent Shane Everfold nach Trockenstedt geschickt wird, um Vincents Fall zu übernehmen, wird die Luft für Vincent dünn. Ob es Celia wohl gelingen wird, die Erinnerungen in ihm wachzurütteln?

Hierbei handelt es sich um den zweiten Band der „Nothing but Spies“ – Reihe und der Vorgänger sollte bekannt sein, da die Bände aufeinander aufbauen.
Nachdem mich der erste Teil so begeistert zurückgelassen hat, konnte ich es kaum erwarten, endlich weiterzulesen. Nach gut einem Jahr Wartezeit war es endlich soweit, allerdings hat sich die relativ lange Zeitspanne bei mir leider bemerkbar gemacht. Das Buch knüpft nahtlos an die vorangegangenen Ereignisse an und obwohl es ein paar kleine Rückblenden gibt, ist mir etwas schwer gefallen, in die Geschichte zurückzufinden. Zudem musste ich feststellen, dass mich die Handlung nicht so mitreißen konnte wie im ersten Band. Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu hoch, keine Ahnung, aber irgendwie hat mir dieses Mal der letzte Pfiff gefehlt.

Nichtsdestotrotz hat es wieder viel Spaß gemacht in die Welt von Celia und Vincent einzutauchen. Mario Fesler hat ein weiteres sehr abwechslungsreiches Spionage-Abenteuer geschaffen, das mit vielen witzigen Dialogen und fancy Agententechnik punktet und eine genau richtige Portion Romantik enthält. Die Geschichte startet mit einem ähnlich rätselhaften Prolog wie im ersten Buch und wird anschließend abwechselnd aus dem Blickwinkel von Celia und Vincent geschildert, was durch kleine Bildchen (beigesteuert von Helder Oliveira) erneut gut kenntlich gemacht ist. Doch auch ohne die grafische Hilfe weiß man immer sofort, wer gerade am erzählen ist, da Cecilas Passagen abermals aus der Ich-Perspektive geschrieben sind und die von Vincent in der dritten Person. Die Sichtwechsel sind erneut wunderbar gelungen. Celia und Vincent sind zwei herrlich gegensätzliche Protagonistinnen, die für eine großartige Dynamik sorgen. Vor allem Celias Kapitel lesen sich immer äußert erfrischend und amüsant – ihre selbstbewusste und humorvolle Art muss man einfach lieben. Mario Fesler hat definitiv ein Händchen für liebenswert-spezielle Charaktere, was er hier mal wieder unter Beweis stellt.
Gemeinsam mit den beiden Teenagern begibt man sich als Leser
in auf eine neue aufregende Mission, die zwar weniger actionreich ist als die vorherige, aber dennoch zu keiner Zeit langweilig wird. Man kann wieder richtig schön beim Lesen mitfiebern und fliegt nur so durch die Seiten.
Das Ende kommt diesmal recht cliffhangerisch daher, was die Neugier auf den dritten Band schürt. Leider heißt da aber wieder ein Weilchen warten, denn das nächste Abenteuer wird voraussichtlich erst im Frühjahr 2026 erscheinen.

Fazit: Endlich geht es mit der „Nothing but Spies“ – Reihe weiter! Auch „Erinnere dich!“ ist eine spannende und unterhaltsame Geheimagenten-Story voller einmaliger Charaktere, originellen Ideen und coolen Spionage-Gadgets. Ein toller Lesespaß für alle ab 10 Jahren! Ich persönlich fand diesen Band ein wenig schwächer als den Vorgänger, bin aber dennoch begeistert und schon sehr gespannt, wie es weitergeht. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 10.06.2025

Eine wunderbare Roadtrip-Familiengeschichte!

Knäckebrothelden
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Es tut immer weh, wenn ein geliebter Mensch von uns geht. Jeder hat seine eigene Art zu trauern, was absolut okay ist! Es ist wichtig, seine Gefühle zuzulassen, auch wenn dies manchmal nicht leicht ist. ...

Es tut immer weh, wenn ein geliebter Mensch von uns geht. Jeder hat seine eigene Art zu trauern, was absolut okay ist! Es ist wichtig, seine Gefühle zuzulassen, auch wenn dies manchmal nicht leicht ist. Ebenso wichtig ist es, in solch schweren Zeiten zusammenzuhalten, füreinander da sein und nach vorne zu schauen. Genau davon handelt der neue Kinderroman von Judith Allert. Samuels Familie muss mit dem plötzlichen Tod des Großvaters klarkommen und jeder tut das auf seine Weise. Papa ist übertrieben fröhlich, Mama denkt nur noch an die Arbeit, die Zwillinge nerven ohne Ende und Oma ist still und in sich gekehrt. So kann es definitiv nicht weitergehen! Die Rettung kommt in Gestalt eines Zettels, eingeklemmt in der Sofaritze: Ein Brief von Opa, mit seinem letzten Willen – eine Reise ans Meer. Die Familie beschließt kurzerhand, Opa seinen letzten Wunsch erfüllen. In einem geliehenen klapprigen Autobus und mit Opas geklauter Asche in einer Knäckebrotdose macht sich die Familie auf den Weg. Was als ein harmloser Ausflug beginnt, entpuppt sich sehr schnell als ein haarsträubend chaotisches Abenteuer voller Pannen, Zoff, lustig-schräger Begegnungen und unvergesslicher Marmeladenglasmomente.
 
Ein wunderbares Kinderbuch hat die Judith Allert hier mal wieder gezaubert! „Knäckebrothelden“ ist eine warmherzige Geschichte über Familienzusammenhalt, das Abschiednehmen und die Kraft gemeinsamer Erinnerungen. Ein herrlich turbulenter Roadtrip-Roman für alle ab 10 Jahren, der trotz ernster Themen tröstlich und unterhaltsam daherkommt. Tragik und Komik sind hier einfach perfekt ausbalanciert. Die Geschichte wird mit viel Humor und erfrischender Leichtigkeit aus der Sicht von Sam erzählt und hält eine ganze Palette an liebenswerten Charakteren bereit. Zusammen mit ihm und seiner Familie begibt sich auf auf eine ziemlich abenteuerliche und etwas überspitzt-verrückte Reise, die unheimlich viel Spaß macht und zugleich auch sehr zum Nachdenken anregt.
„Knäckebrothelden“ ist ein wirklich schönes Kinderbuch für Lesen jeden Alters, ich kann es nur empfehlen!

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Veröffentlicht am 24.05.2025

Ein herrlicher schräger Lesespaß!

Familie von Murks
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Herzlich willkommen auf Schloss Murks, ein ziemlich heruntergekommenes altes Herrenhaus, das die Familie von Murks seit Jahrhunderten ihr Zuhause nennt. Die Murkser, wie sie sich selbst bezeichnen, gelten ...

Herzlich willkommen auf Schloss Murks, ein ziemlich heruntergekommenes altes Herrenhaus, das die Familie von Murks seit Jahrhunderten ihr Zuhause nennt. Die Murkser, wie sie sich selbst bezeichnen, gelten als die vermurksteste Familie in der vermurksten Geschichte der Murkserei. Sie besteht aus Vater Lord Manny, seiner Frau Lady Mollie, ihren Kindern Minnie und Magnus, ihrer Großmutter Lady Murks senior, dem Hausstrauß Cedric und Pegasus, dem imaginieren Pferd von Lady Murks. Obwohl die Murks adlig sind und sogar einen Butler namens Butler haben, sind sie ziemlich pleite. Als die Bank droht, Schloss Murks zu übernehmen, lässt sich Lord Manny auf einen waghalsigen Deal ein. Der Familie von Murks bleibt nur wenig Zeit, um ihren Berg an Schulden zu bezahlen. Ein total chaotisches Abenteuer beginnt, bei dem einer vermurkten Ideen der nächsten folgt. Ob es den Murks wohl gelingen wird, ihr geliebtes Heim zu retten?

Als ein absoluter David-Walliams-Fan durfte ich mir sein neues Werk „Familie von Murks“ natürlich nicht entgehen lassen. Bereits das Cover ist wieder ein Hingucker und verspricht auf den ersten Blick beste Unterhaltung. Etwas schade ist nur, dass dieses Mal der sonst übliche, schön gestaltete Schutzumschlag fehlt – den habe ich persönlich ein wenig vermisst. Und wo ist eigentlich Kioskbesitzer Raj abgeblieben, den der Autor sonst immer gerne als kleinen Running-Gag in seinen Büchern eingebaut hat?

Nichtsdestotrotz handelt sich hierbei um einen typischen Walliams, der von Beginn an in gewohnter Manier daherkommt. Ehe es mit der eigentlichen Geschichte losgeht, werden einem kurz die wichtigsten Personen vorgestellt und schon da wird einem sofort klar, dass man es mal wieder mit unvergesslichen schrägen Vögeln zu tun bekommt. Kleine Kostprobe gefällig? Nun, da hätten wir an erster Stelle natürlich die titelgebende Familie von Murks, die zurecht als die vermurkste Familie der Welt gilt. Lord Manny beispielsweise erfindet die verrücktesten Dinge (mein persönliches Highlight: Eine Toilette für zwei, auf der Verliebte zusammen ihr Geschäft verrichten können. Super romantisch...oder auch nicht, lol). Seine Frau Lady Mollie ruft ständig Hüa, obwohl sie gar kein Pferd besitzt und ihr Sohn Magnus liebt alles, was eklig ist. Eins ist sicher: Langweilig wird es mit dieser skurrilen Truppe zu keiner Zeit! Die Geschichte sprüht nur so vor köstlich irrsinniger Dialoge, haarsträubenden Wendungen und absurden Szenen. Bisweilen ist die Story schon recht klamaukig, aber Kinder werden den Humor garantiert lieben, allen voran das viele Gepupse.

David Walliams weiß einfach, wie man lustige Kinderbücher schreibt und sogar Lesemuffel durchweg bei Laune hält. Von den über 370 Seiten sollte man sich nicht abschrecken lassen, diese sind wirklich im Nu gelesen. Die Kapitel sind angenehm kurz, es gibt die vertrauten Schriftspielereien und der Text wird von zahlreichen humorvollen schwarz-weiß Illustrationen begleitet, beigesteuert von dem wunderbaren Adam Stower. Ein großes Lob gebührt allerdings auch wieder der Übersetzerin Bettina Münch, die den wortwitzigen Text hervorragend ins Deutsche übertragen hat.

Dies wäre jedoch kein echter Walliams, wenn in dem ganzen Aberwitz nicht auch etwas fürs Herz sowie wichtige Lebenslektionen stecken würden. So vemurkst die Murks auch sein mögen, sie zeigen uns auch einmal mehr, dass es nichts Wertvolleres im Leben gibt als Familienbande.

Fazit: „Addams Family“ – Fans aufgepasst: Hier kommt die Familie von Murks! „Familie von Murks“ ist eine turbulente, warmherzige und urkomische Geschichte über Familie, Zusammenhalt und Heimat. Ein herrlich abgedrehter und vermurkster Lesespaß für alle ab 9 Jahren. Ich habe mich beim Lesen mal wieder prächtig amüsiert und kann das nächste Buch von David Wallaims schon jetzt kaum erwarten. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Ein gelungener Abschluss der Reihe!

Whisperworld 7: Duell in der Wildnis
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Die jungen Tierflüsterinnen Coco, Chuck, Amy und Co. reisen immer noch mit Doktor Noa und deren Lehrerteam durch das Land, um ihrem Wiedersacher Devin Dolor zu stoppen. Auf ihrer Reise machen sie eine ...

Die jungen Tierflüsterinnen Coco, Chuck, Amy und Co. reisen immer noch mit Doktor Noa und deren Lehrerteam durch das Land, um ihrem Wiedersacher Devin Dolor zu stoppen. Auf ihrer Reise machen sie eine unglaubliche Entdeckung: Es gibt tatsächlich Dinosaurier in Whisperworld! Viel Zeit, sich darüber freuen, bleibt ihnen jedoch nicht. Der fiese Devin Delor plant bereits seinen nächsten Angriff für den er die Dinosaurier benötigt. Die Menschen und Tiere von Whisperworld müssen nun fest zusammenarbeiten, damit die Rettung ihrer Heimat gelingt. Ob sie es wohl schaffen werden, ihren Feind endgültig zu besiegen?

Hierbei handelt es sich um den siebten und letzten Teil der Whisperworld-Reihe. Die vorherigen Bände sollten zum besseren Verständnis bekannt sein, da die Bücher aufeinander aufbauen.
Mir ist diese Reihe mit all ihren Charakteren in den letzten Jahren sehr ans Herz gewachsen. Dem siebten Band habe ich daher etwas wehmütig entgegen geblickt, schließlich heißt es dieses Mal Abschied nehmen von Whisperworld. Gleichzeitig war ich aber natürlich auch äußerst gespannt, was sich Barbara Rose für den finalen Showdown gegen Bösewicht Devin Dolor hat einfallen lassen. Diesbezüglich muss ich nur leider sagen, dass ich ein wenig enttäuscht wurde. Nachdem man so lange darauf hingefiebert hat, hatte ich ein bisschen mehr Spannung und Action erwartet.

Abgesehen davon bin ich aber mal wieder begeistert! Es hat erneut großen Spaß gemacht, in die faszinierende Welt von Whisperworld einzutauchen und die inzwischen sieben jungen Tierflüster
innen zu begleiten und ihre Entwicklung mitzuerleben. Im Fokus steht diesmal vorrangig Bo, der zuletzt zu der Gruppe dazugestoßen ist. Nachdem er es anfangs etwas schwer hatte, von allen akzeptiert zu werden, hat er sich mittlerweile gut im Team eingelebt, was richtig schön zu sehen ist. Freundschaft und Zusammenhalt werden hier mal wieder großgeschrieben. Darüber hinaus lernt man auch wieder viel über die Tierwelt und den Artenschutz und begegnet außergewöhnlichen Tierwesen, sowohl real existierende als auch ausgestorbene und magische. Vor allem Dinofans haben diesmal Grund zur Freude, denn es zeigt sich, dass sogar Dinosaurier ihren Weg nach Whisperworld gefunden haben.
Die Mischung aus Realität und Fantasy gepaart mit aufregenden Abenteuern und interessantem Wissen ist und bleibt absolut gelungen. Aber auch die Gestaltung überzeugt wie gewohnt auf ganzer Linie. Neben einem echten Hingucker-Cover hat die Alina Brost auch das Innenleben wieder wunderschön bebildert, angefangen bei der farbigen Landkarte von Whisperworld auf den Vorsatzpapieren bis zu den ganz - und doppelseitigen schwarz-weiß Illustrationen, die die Geschichte gekonnt untermalen. Das Ende lässt einen zufrieden zurück und ein mehrseitiges Glossar über bedrohte Tierarten im Anschluss rundet das Ganze perfekt ab.

Fazit: Ein letztes Mal werden wir von Barbara Rose nach Whisperworld entführt und erleben ein spannendes und lehrreiches Abenteuer voller magischer Tierbegegnungen, Fantasie und Freundschaft. „Duell in der Wildnis“ ist ein wirklich schöner Abschlussband der Reihe und zieht nicht nur Kinder ab 9 Jahren in den Bann. Auch wenn ich mir ein bisschen mehr erhofft habe, habe ich das Buch mit Begeisterung gelesen und kann diese tolle Reihe nach wie vor nur wärmstens empfehlen. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Ein vielversprechender Auftakt einer bezaubernden Fantasycomic-Reihe!

Hooky (Band 1)
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Als die zwölfjährigen Hexenzwillinge Dani und Dorian ihren Bus zur Zauberschule verpassen und unweigerlich blaumachen (playing hooky), hätten sie nie gedacht, dass dies der Beginn eines unglaublichen Abenteuers ...

Als die zwölfjährigen Hexenzwillinge Dani und Dorian ihren Bus zur Zauberschule verpassen und unweigerlich blaumachen (playing hooky), hätten sie nie gedacht, dass dies der Beginn eines unglaublichen Abenteuers ist. Da sie den Weg zur Schule nicht alleine finden und ihren Eltern aus dem Weg gehen möchten, begeben sie sich auf die Suche nach einer neuen Unterkunft für die nächsten Monate. Ehe es sich die beiden versehen, geraten sie mitten hinein in die Intrigen der alten Hexenfamilien. Diese streben nach Rache und haben überhaupt nichts Gutes gegen die Menschen im Sinn, was wiederum deren Hass auf die Hexen schürt. Als dann auch noch ein vermisster Prinz und eine mysteriöse Prophezeiung ins Spiel kommen, ist das Chaos perfekt. Zum Glück sind Dani und Dorian nicht auf sich alleine gestellt. Gemeinsam mit ihren neuen Freunden – einem mächtigen Seher, dessen (zeitweise geschrumpften) Gehilfen Nico und einer romantikliebenden Prinzessin namens Monica werden sie dieses verhexte Abenteuer garantiert meistern.

Als großer Hexenfan und begeisterte Comicleserin konnte ich an „Hooky“ einfach nicht vorbeigehen. Schon allein das Cover verspricht zauberhafte Unterhaltung, mich hat es sofort angesprochen. Es war mein erstes Werk von Míriam Bonastre Tur und ich war dementsprechend sehr gespannt, was mich erwarten wird.

Mit viel Liebe zum Detail entführt Míriam Bonastre Tur ihre Leserschaft in eine märchenhaft anmutende Welt, in der es ziemlich turbulent und lustig zugeht, aber auch jede Menge Geheimnisse und dunkle Machenschaften an der Tagesordnung stehen. Gekonnt vereint die spanische Comickünstlerin warmherzigen Humor mit Ernsthaftigkeit und zaubert daraus eine Geschichte, die weitaus tiefgründiger ist als man zunächst vielleicht vermuten würde. Es haben hier einige vielschichtige Themen ihren Platz gefunden haben wie Macht, Ungerechtigkeit, Vorurteile, Eifersucht, der Wunsch nach Zugehörigkeit, Freundschaft und Geschwisterbande. Stellenweise wird die Geschichte sogar unerwartet düster, ohne etwas von ihrer Wohlfühlatmosphäre zu verlieren.
Einziger kleiner Wehmutstropfen ist die sprunghafte Erzählweise. Bisweilen wirkt die Handlung ein wenig chaotisch, was vermutlich der Tatsache geschuldet ist, dass es sich hierbei um einen Webtoon handelt. Vor allem der Einstieg ist etwas verwirrend, da man ohne große Erklärungen direkt ins Geschehen hineingeworfen wird und sich erst einmal zurechtfinden muss. Nichtsdestotrotz lohnt es sich definitiv, zu diesem Buch zu greifen. Míriam Bonastre Tur hat eine wunderbar schrullige Figurentruppe ins Leben gerufen. Alle Charaktere haben ihren ganz eigenen Charme und sorgen mit ihren unterschiedlichen Macken für viele vergnügliche Lesemomente. Vor allem die beiden Hauptprotagonisten Dani und Dorian schließt man mit ihrer aufgeweckten Art sofort ins Herz, aber auch die Nebenfiguren muss man einfach gernhaben. Langeweile kommt hier garantiert nicht auf, es macht richtig Spaß, die Hexenzwillinge beim „Schuleschwänzen“ zu begleiten und von einer aufregenden Situation in die nächste zu stolpern.

Wodurch dieser Comic besonders besticht, ist das Artwork. Míriam Bonastre Turs Illustrationen im Manga-Stil sind fröhlich, bunt und ausdrucksstark und fangen die magische Stimmung der Erzählung perfekt ein. Jede Seite steckt voller liebevoller Details und ist sehr übersichtlich gestaltet. Trotz seiner über 380 Seiten hat man den Band im Nu durchgeschmökert, auch Lesemuffel werden dank der recht geringen Textmenge viel Freude an der Lektüre haben.

Fazit: „Hooky“, aus der Feder von Míriam Bonastre Tur und übersetzt von Nadine Mannchen, ist ein vielversprechender Auftakt einer bezaubernden Fantasy-Comic-Reihe ab 10 Jahren. Ein verhext schöner und herzerfrischender Lesespaß für alle Hexenfans und Comicliebhaber*innen. Spannend, unterhaltsam, liebenswert-verrückt und voller Abenteuer, Magie und Überraschungen. Mir hat der erste Band von „Hooky“ viel Vergnügen bereitet, auf den zweiten Teil freue ich mich schon sehr. Von mir gibt sehr gute 4 von 5 Sternen!

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