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Veröffentlicht am 10.06.2025

Entführung auf Sylt

Sylterbe
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Leonie Mahnke und Alina Tottmann sind zwei Stipendiatinnen, die auf Einladung einer Kunststiftung drei Monate auf Sylt ihre Kunst verfeinern dürfen. Leonie ist Influencerin und malt, doch ihre Kunst und ...

Leonie Mahnke und Alina Tottmann sind zwei Stipendiatinnen, die auf Einladung einer Kunststiftung drei Monate auf Sylt ihre Kunst verfeinern dürfen. Leonie ist Influencerin und malt, doch ihre Kunst und ihre Manieren passen eigentlich nicht zu Sylt und den Mäzenen. Dann ist sie auch nach einem abendlichen Dinner verschwunden. Das bedeutet, dass die Polizei von Sylt einen neuen Fall hat und er auch noch in der Öffentlichkeit steht. Außerdem ist der Chef der Polizei Reimers ein Bekannter, der Mutter der Verschwundenen und so auch noch ein bisschen unter Druck. Die beiden Kommissare Nick und Uwe tappen ein wenig im Dunkeln. Nicks Frau Anna arbeitet für den Mäzen Falk von Bergedorf und ist irgendwie mitten im Fall angekommen.
Der Krimi „Sylterbe“ von Sibylle Narberhaus handelt von einem Kunstprojekt auf Sylt, das in die Schlagzeilen gerät. Das Cover dieses Romans zeigt eine typische Szene aus den Dünen von Sylt und gefällt mir sehr gut. Die Hauptcharaktere Anna und Nick Scarren spielen in unterschiedlichen Bereichen dieses Krimis eine Rolle. Am Ende spielen sie beide einen wichtigen Part. Zu Beginn habe ich mich gefragt, wie diese Figuren agieren. Bei Nick war es klar, bei Anna erst einmal nicht. Sie spielt zwar auch mit in diesem Gesamtpaket und nimmt hier einen verbindenden Teil ein. Sie ist in der Kunstszene von Sylt unterwegs mit ihrem Gartenbau Unternehmen und Nick als Kommissar an vordere Stelle der Klärung des Falles. Das Thema ist interessant, da es junge Kunsttreibende betrifft, oder ist eine Influencerin keine Künstlerin. Ich finde im weitesten Sinne schon, aber auf jeden Fall ein Objekt der Begierde. Doch der Krimi ist nicht so vordergründig, wie er erscheint. Die Sprache der Autorin ist auf jeden Fall sehr lebendig und die Bilder, die sie malt, sind eingängig. Die Spannung ist vorhanden, weil sich das Entführungsopfer und eine weitere Person sich immer wieder melden. Der besondere Thrill fehlt ein bisschen, aber der Spannungsbogen passt bis zum Ende.
Wer in diesem Krimi Hochspannung erwartet, ist sicher nicht richtig hier, aber es handelt sich um einen soliden regionalen Krimi, der schon seine spannenden Seiten hat.

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  • Handlung
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Veröffentlicht am 21.05.2025

Der Leuchtturm

Windiges Grab (Zwischen Mord und Ostsee - Küstenkrimi 7)
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Der Leuchtturm
Es sollte alles ehr glücklich werden, doch dann liegt der erschossene Standesbeamte vor den Brautleuten. Das ist ein großer Schock für die Gesellschaft und ein Fall für die Flensburger Kommissare ...

Der Leuchtturm
Es sollte alles ehr glücklich werden, doch dann liegt der erschossene Standesbeamte vor den Brautleuten. Das ist ein großer Schock für die Gesellschaft und ein Fall für die Flensburger Kommissare Lohse und Speckmann. Die beiden sind miteinander verheiratet und auch ein gutes Team. Doch auch sie stehen hier vor einem Rätsel. Denn auch die Waffe mit der Ole Hansen ermordet wurde wirft Fragen auf. Es handelte sich um eine sehr alte Vorderlader Pistole und wohl ein Sammlerstück. Doch dem einzigen Sammler fehlt keine Pistole und Schwarzpulver auch nicht. Das ist für die beiden ein hartes Stück Arbeit und als dann der beste Freund von Ole ebenfalls erschossen wurde, werden die Fragezeichen noch größer.
Das Cover dieses Küstenkrimis „Zwischen Mord und Ostsee – Windiges Grab“ von Nele Bruun zeigt den Hauptdarsteller, den Leuchtturm. Dieser nimmt schon eine zentrale Position in diesem Krimi ein. Eigentlich könnte es auch ein Fragezeichen sein, denn die Kommissare müssen ein sehr kompliziertes Rätsel lösen, das auch viel mit der Vergangenheit zu tun hat, denn die Waffen sind Sammlerstücke. Dieser Schachzug ist der Autorin sehr gut gelungen und trägt die Spannung über den ganzen Verlauf des Krimis. Das Team um die beiden Flensburger Kommissare arbeitet sehr gut zusammen und so ist nur eine Frage der Zeit, bis das Rätsel gelöst wird. Die Spannung steigt sehr gut bis zum Ende und es sind einige Überraschungen, mit denen die Kommissare konfrontiert werden. Die Sprache unterstützt die Bilder des Krimis und der Region noch mal zusätzlich. Die Story ist hier sehr gut entwickelt und es kommt schon manchmal das Gefühl auf, hier auch soziales Gefälle eine Rolle spielt, was ja auch manchmal nicht ganz von der Hand zu weisen ist.
Alles in allem ist der Krimi sehr gut entwickelt. Es fehlt ein bisschen die mega Spannung, aber es ist ein solider Krimi, der gut und nachvollziehbar konstruiert wurde. Ich mag diese Art von Krimis.

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Veröffentlicht am 17.05.2025

Die verschwundenen Briefe

Was am Ufer lauert
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Bei einem ausgefallenen Treffen mit einem Informanten entdeckt Gianna Pitti eine tote Frau im Gardasee, Sie zeiht sie aus dem See und bemerkt, dass diese ermordet wurde. Eigentlich sollte sich Gianna mit ...

Bei einem ausgefallenen Treffen mit einem Informanten entdeckt Gianna Pitti eine tote Frau im Gardasee, Sie zeiht sie aus dem See und bemerkt, dass diese ermordet wurde. Eigentlich sollte sich Gianna mit einem Unbekannten treffen, der ihr etwas Wichtiges geben sollte. Sie findet bei der Toten eine leere CD-Hülle mit einer unleserlichen Aufschrift. Sie nimmt es mit nach Hause, wo ihr Vater und ihr Onkel warten. Sie können mit Mühe die Schrift entziffern, Churchill Briefe. Doch was soll das bedeuten. Der journalistische Spürsinn für eine Story erwacht, vor allem, als sie erfährt, dass es am See eine Schießerei gegeben hat. Am Wochenende sollte eine Veranstaltung zum Thema Churchill und dem Gardasee stattfinden. Doch der englische Professor, der den Vortrag halten sollte, ist verschwunden. Gianna und ihr Vater machen sich auf die Suche nach den verlorenen Briefen.
„Was am Ufer lauert“ ist ein regionaler Krimi von Lenz Koppelstädter, der am Gardasee spielt. Hauptcharaktere sind Gianna Pitti und weitere Familienmitglieder, wie ihr lange verschwundener Vater und ihr Onkel Francesco. Außerdem Mitglieder der regionalen Zeitung, wie die Geliebte ihres Vaters Elvira. Dann sind nach noch die Bösen, die von Professor Sheppard und der junge Historiker Pagani, die sich auf Churchill spezialisiert haben. Die Story ist recht interessant, denn es wird vermutet das Churchill mit dem rechten Duce, während des zweiten Weltkriegs dealen wollte. Es sollen scheinbar Briefe geben, die das Belegen. Diesen Briefen sind nun verschiedene Mächte und Geheimdienste auf der Spur. Ansonsten ist es eine Geschichte über die Familie Pitti, die hier in diesen historischen Angelegenheiten, schon durch ihren Großvater verstrickt sind. Die einzelnen Abschnitte sind durch die handelnden Personen gekennzeichnet. Die Spannung wird durch wechselnde Szenen erzeugt. Schön sind auch immer wieder die regionalen Besonderheiten des Gardasees, die durch die bildhafte Sprache des Autors immer wieder hervorgehoben wird.
Ich finde diesen Krimi um die Journalistin Gianna Pitti unterhaltsam, aber die Spannung könnte ein wenig höher sein und die Figur mit ein bisschen mehr Charakter bzw. Überraschendem ausgestattet sein. Die Anlagen sind da. Ich bin sicher, dass dieses auch noch geschehen wird. Ich würde ihn in den Bereich Cozy Crime einsortieren, denn er hat auch viel Interessantes zu bieten.

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Veröffentlicht am 06.05.2025

Eine verbrecherische Gemeinschaft

Devil's Kitchen
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Andy ist eine freiberufliche Agentin, die nur Spezialaufträge annimmt. Dieses ist so einer, denn es handelt sich um eine lange Einbruchserie, die immer mit einem Feuer zusammen stattfinden. Der letzte ...

Andy ist eine freiberufliche Agentin, die nur Spezialaufträge annimmt. Dieses ist so einer, denn es handelt sich um eine lange Einbruchserie, die immer mit einem Feuer zusammen stattfinden. Der letzte Einbruch sollte bei einem Juwelier durchgeführt werden, aber es lief irgendwie schief. Andy wird von FBI Agent Newler angeheuert und nimmt in einer Bar Kontakt mit Ben auf, der einen Brief an das FBI geschickt hatte, da seine Freundin und deren Sohn verschwunden sind. Gleichzeitig gehört er aber auch der Feuerwehrtruppe um deren Chef Matt an, die für die Raubzüge und den Tod zweier weiterer Menschen verantwortlich sein sollen. Der Job wird für Andy und Ben eine Menge Gefahren bieten und sehr kompliziert werden.
Der Thriller „Devil´s Kitchen“ von Candice Fox hat ein ganz besonderes Thema, eine verbrecherische Feuerwehrtruppe, die auch noch Raubzüge begeht. Das ist schon eine spannende Story an sich, aber hier wird die Spannung durch die Tatsache geschürt, dass unsere beiden Hauptcharaktere Ben und Andy sehr unterschiedlich sind und auch das Thema Angst eine Rolle spielt. Andy wird als sehr abgebrühte private Ermittlerin dargestellt, die eigentlich vor keiner Gefahr zurückweicht, da sie auch auf fast alles sich vorbereitet hat. Es sind einige Schachzüge dabei, da muss ich meinen Hut vor der Autorin ziehen. Ben hingegen ist ein sehr zerrissener Charakter, der seinem Chef Matt einiges zu verdanken hat, aber nun wo er sesshaft werden möchte seine Freundin verschwunden ist und er sein Team im Verdacht hat. Die Beziehung, die Andy und er durchführen müssen ist ein ständiges an und aus, aber darin liegt auch ein gewisser Reiz, der die Spannung noch ein bisschen triggert. Die einzelnen Kapitel sind an die beiden Hauptcharaktere gebunden und sie schildert dann die jeweilige Sicht auf die Dinge. Die weiteren Teammitglieder erden immer wieder aus deren beider Sicht geschildert. Auch sind ein paar Rückblicke eingestreut, die das vergangene Leben von Ben und Andy beschreiben. Die Spannung liegt immer über dieser Story und hat am Ende auch noch die ein oder andere Überraschung parat. Geschrieben ist dieser Thriller sehr temporeich und das macht schon Spaß ihn zu lesen.
Dieser Thriller ist mal etwas anderes und ich kann nicht sagen, dass er mir nicht gefallen hat. Allerdings ist die Betrachtungsweise aus der Sicht von Andy und Ben spannend, aber es fehlt die Hochspannung. Es läuft alles spannend ab, doch irgendetwas fehlte mir für die 5 Sterne, ich kann es aber nicht wirklich fassen. Deshalb selbst lesen, er hat schon etwas Besonderes.

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Familienangelegenheiten

Verlassen
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Die Familie Snaeberg trifft sich in einem Hotel in den Lavafedern Islands zur Feier eines der Ältesten der Familie. So sind alle Snaebergs zusammen und das Ereignis zu feiern. Teilweise haben sie sich ...

Die Familie Snaeberg trifft sich in einem Hotel in den Lavafedern Islands zur Feier eines der Ältesten der Familie. So sind alle Snaebergs zusammen und das Ereignis zu feiern. Teilweise haben sie sich schon einige Zeit nicht mehr gesehen. Das Hotel ist ein sehr modernes und so bietet es allen Komfort, den sich die Familie vorstellen kann. Aber es ist nicht alles Gold was glänzt, denn es gibt auch Zwistigkeiten innerhalb der Familie. Deshalb fließt auch der Alkohol in Strömen und man merkt auch das einige aus der Familie Probleme damit haben. Drei Tage sind sie zusammen und dann passiert ein Unglück und einer aus der Familie ist tot und die Kripo ermittelt.
Der Island – Krimi „Verlassen“ von Eva Björg Aegisdottir ist eine spannende Story über eine besondere Familie aus Island. Es werden drei Tage dieser Familie bei einer Familienfeier skizziert, die eigentlich ganz harmonisch verlaufen könnte. Doch weit gefehlt. Das Cover zeigt eine felsige einsame Bucht, wie es für einige Landstriche auf Island typisch erscheint. Eine sehr gute Einführung in diesen Krimi. Ansonsten sind es gut dargestellte Animositäten und Feindschaften innerhalb der Familie, die an so einem Wochenende zum Tragen kommen. Die Abgeschiedenheit und der Alkohol lösen so einige Gefühle untereinander aus, die schon tief versteckt waren. Die Autorin wählt die genaue zeitliche Darstellung dieses Wochenendes und beschreibt das Geschehen aus der Sicht von fünf Mitgliedern der Familie und einer Hotelangestellten in einer chronologischen Abfolge. Unterbrochen wird es nur durch die Vorblende auf die Ermittlungen der Polizei, nachdem man einen Toten gefunden hat. Die Familienmitglieder sind aus verschiedenen Perspektiven dargestellt und sie zeigen auch die Gefühle, die sie bei dieser Feier entwickeln. Ganz speziell ist die Sicht der Hotelangestellten, die eine sehr interessante und objektive Sicht beschreibt. Die Story ist spannend erzählt, da man ganz am Anfang erfährt, dass es einen Toten gibt und in den Rückblicken die Situation in der Familie bis zum überraschenden Ende aufgebaut wird.
Skandinavische Krimis, wie dieser aus Island, weisen in meinen Augen immer eine bedrohliche Gesamtsituation auf, meistens geprägt durch das schlechte Wetter. Das geschieht auch hier, doch es ist dieses bedrohliche Zusammensein, dass die Atmosphäre prägt und auch sehr bedrohlich erscheinen lässt. Ich finde es ist ein spannender Island – Krimi, der das Genre gut darstellt.

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