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Veröffentlicht am 19.07.2025

Eine so schöne Reihe

Sommernächte unter dem Eiffelturm
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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Mittlerweile ist es schon zur kleinen Tradition geworden, gemeinsam mit der lieben Virginia (virginias.lesewelt, Insra) die Bücher von Anne Stern unter ihrem Pseudonym ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Mittlerweile ist es schon zur kleinen Tradition geworden, gemeinsam mit der lieben Virginia (virginias.lesewelt, Insra) die Bücher von Anne Stern unter ihrem Pseudonym Lily Martin zu verschlingen. Wir freuen uns jedes Mal riesig darauf, in eine neue Geschichte einzutauchen und dabei ein weiteres Pariser Stadtviertel zu entdecken. Dieses Mal lädt uns Montmartre zum Träumen ein.

🔎 Worum geht’s?

Aurélie, eine Schriftstellerin mit akuter Schreibblockade, soll für ihren Verlag eine sommerlich-leichte Liebesgeschichte verfassen. Doch als ewige Single-Frau fehlt ihr die zündende Idee. Auf der Suche nach Inspirationen meldet sie sich bei einer Datingplattform an, ahnt jedoch nicht, dass ihr Herz längst für jemand anderen schlägt. Mathieu, den Buchhändler mit eigenem emotionalen Gepäck. Zwei verschlossene Herzen auf der Suche nach dem großen Glück.

🧠 Meine Meinung:

Die ersten Sätze treffen die Stimmung der Geschichte perfekt!
„Wissen Sie, weshalb ich so gerne lese? Ein gutes Buch ist wie ein perfektes Rendezvous.“
Und genau das war es, - und auch ein Match!
Ich liebe Lily Martins Romane. Sie sind wie eine warme Umarmung für zwischendurch. Wohltuend, charmant, heiter und mit jeder Seite fühlt es sich ein bisschen mehr nach Heimkommen an. Besonders schön finde ich auch, dass man immer wieder vertrauten Figuren aus den vorherigen Bänden begegnet. Und trotzdem kann man diese Bücher auch unabhängig voneinander lesen.
Aurélie war mir von Anfang an sympathisch, ebenso wie Mathieu, dessen Hintergrund berührt. Und dann ist da noch die allwissende Erzählstimme, die jedes der Bücher einleitet. Sie vermittelt Bridgerton-Vibes, wirkt reif, lebenserfahren und ist voller kluger Beobachtungen. Ich liebe diese Perspektive, weil sie Tiefe und Herz verleiht und ganz vielleicht kennt man sie ja auch, oder Jacobine. Du kennst bestimmt die Antwort.
Das Setting ist, wie immer, traumhaft schön. Paris, das sonst oft mit Hektik und Menschenmengen assoziiert wird, zeigt sich hier von seiner märchenhaften Seite. Klischee? Vielleicht. Aber genau die machen den Zauber aus, den man mit dieser Stadt verbindet.
Auch der Schreibstil verdient eine Erwähnung. Leicht und beschwingt, aber mit Feingefühl und Tiefgang. Manche Metaphern laden zum Innehalten ein, geben Gedanken eine neue Richtung und führen die Figuren weiter in ihren Entscheidungen.
Wer jedoch dramatische Plot-Twists oder ein ewiges Hin und Her erwartet, könnte enttäuscht werden. Denn obwohl es emotionale Konflikte gibt und auch geben muss, sind diese nachvollziehbar, nicht überzogen und angenehm zu lesen. Für mich ist das wichtig, für ein perfektes Happy End auf beider Seiten.
Ein wunderschöner Abstecher in Europas drittgrößte Metropole. Paris ist und bleibt einfach immer eine Reise wert, - auch zwischen zwei Buchdeckeln.
Bis zum nächsten Mal, liebe Lily Martin aka Anne Stern,  wir freuen uns schon sehr! 👋
P.S. Geht es weiter? 🙏

✅️ Fazit:

Koffer packen und ab nach Paris!
Montmartre überzeugt mit einem Buchladen, in dem das Herz wohnt.
Dazu fein gezeichnete Charaktere, eine zarte Liebesgeschichte und ganz viel Atmosphäre.
Eine Wohlfühl-Reihe, die glücklich macht.

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Veröffentlicht am 16.07.2025

Genialer Auftakt

Der Trailer
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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Das hat zwei Gründe. Zum einen wollte ich schon länger mal etwas von Linus Geschke lesen. Und zum anderen hat die liebe Virginia so davon geschwärmt, dass ich diese ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Das hat zwei Gründe. Zum einen wollte ich schon länger mal etwas von Linus Geschke lesen. Und zum anderen hat die liebe Virginia so davon geschwärmt, dass ich diese Gelegenheit sofort nutzen wollte.

🔎 Worum geht’s?

Ein Cold Case: Die Studentin Lisa wurde das letzte Mal vor 15 Jahren auf einem Campingplatz in den Ardennen gesehen.
Kommissarin Frieda Stahnke kannte Lisa persönlich und deshalb lässt ihr dieser längst in Vergessenheit geratene Fall keine Ruhe.
Und was hat ein verurteilter Stalker, der sein Wissen hartnäckig für sich behält, damit zu tun?

🧠 Meine Meinung:

Schon auf den ersten Seiten Kopfkino pur. Mitten in der Nacht diese Schreie aus dem anderen Wohnwagen. Was ist da passiert? Atmosphärisch genau der Thriller-Start, den ich mir wünsche. Keine lange Einführung, sondern direkt mittendrin. Man hat das Gefühl, selbst Teil der Szenerie zu sein, und fragt sich lange was Schreckliches sich dort eigentlich abspielt.
Besonders stark fand ich die Charaktere. Frieda Stahnke, eigentlich suspendierte Kommissarin, mochte ich sofort. Sie weiß genau, was sie will, bleibt unbeirrbar, eben eine Figur mit ein paar Ecken und Kanten. Und dann ist da noch Wout. Ein Stalker, Sexist, vorbestraft, moralisch alles andere als ein Held. Und doch gelingt es Geschke, ihn so zu zeichnen, dass man als Leser*in plötzlich Sympathie für ihn entwickelt. Das muss man erst mal schaffen!
Auch Tayfun und Kathinka, die beiden anderen aus der Truppe, sind genauso eigenwillig, schräg und wunderbar unkonventionell. Ihre bissigen, oft auch witzigen Dialoge geben der düsteren Geschichte immer wieder leichte Momente. Das macht richtig Spaß.
Der Fall selbst ist heftig, so heftig, dass Geschke im Nachwort noch einmal darauf eingeht. Zurück bleibt ein beklemmendes Gefühl, weil einem klar wird, dass es leider wahr ist. Zurück zum Fall:
Die Frage „Was ist mit Lisa geschehen?“ zieht sich wie ein bedrohliches Damoklesschwert durch die Kapitel und sorgt für permanente Spannung. Die Auflösung hat mich komplett überrascht. Ein Plot-Twist, den ich nicht habe kommen sehen. Großes Kino!
Für mich ist „Der Trailer“ ein grandioser Auftakt der Trilogie. Ich kann es kaum erwarten, wie es weitergeht.

Band 2 „Das Camp“, ET: 02/26
Band 3 „Die Schlucht“, ET: 07/26

Und zum Schluss noch ein Extra-Lob für das Cover-Design. Es sieht nicht nur genial aus, sondern ergibt zusammen mit den anderen beiden Bänden ein Gesamtmotiv, wie ein Puzzle, das man Stück für Stück zusammensetzt. Eine tolle Idee, die das Gesamtpaket perfekt abrundet.

✅️ Fazit:

Campingplatz mit Auszeichnung!

Ein atmosphärischer Thriller, der von der ersten Seite an fesselt, mit starken Figuren und einem Twist, der überrascht.
Absolute Leseempfehlung für alle, die Spannung mit Gänsehautmomente mögen.

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Veröffentlicht am 30.06.2025

Jahreshighlight und Lieblingsbuch

Die Hummerfrauen
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❓ Warum wollte ich das Buch lesen?

Empfohlen wurde es mir als Tipp für Fans von Der Papierpalast. Da mir dieser gar nicht so gut gefallen hat, war ich zunächst skeptisch – doch meine Neugier hat gesiegt. ...

❓ Warum wollte ich das Buch lesen?

Empfohlen wurde es mir als Tipp für Fans von Der Papierpalast. Da mir dieser gar nicht so gut gefallen hat, war ich zunächst skeptisch – doch meine Neugier hat gesiegt. Und das war gut so!


🔎 Worum geht’s?

Ein Sommer vor der Küste Maines verändert alles: Für Mina, die dort unbeschwerte Kindheitstage verbringt, und für Sam, Ann und Julie, die ihr Leben begleiten. Jahre später holt die Vergangenheit sie alle wieder ein.


🧠 Meine Meinung:

Zuerst einmal muss ich die Gestaltung des Buches loben: Wie schön kann ein Cover bitte sein? Dazu der blaue Hummer innen auf dem Einband – man merkt, wie viel Liebe ins Detail geflossen ist. Und das passende Geschirrhandtuch hat mein Herz endgültig gewonnen: So bleibt Mr. Darcy (der Hummer, nicht der Romanheld 😉) noch lange Teil meines Lebens.
Aber auch inhaltlich hat mich das Buch begeistert – so sehr, dass ich meine höchste Auszeichnung vergebe: Prädikat Lieblingsbuch! Die drei Frauen – Ann, Julie und Mina – haben die Geschichte für mich zu etwas ganz Besonderem gemacht.
Anfangs war vor allem das Setting sehr präsent: Ich habe mich dort sofort wohlgefühlt und dieses Freiheitsgefühl gespürt, das Mina als Kind erlebt hat. Doch mit jenem Sommer bekam die Geschichte eine neue Tiefe und Schwere, die ich spannend und berührend fand – ganz im Gegensatz zum Papierpalast, der mich damals nicht so gepackt hat.
Ich steckte plötzlich mitten im Dorfklatsch, war beim Hummerfang dabei und pendelte zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Alle Figuren sind mir dabei ans Herz gewachsen – besonders Julie, die mit ihrer rauen, burschikosen Art für mich der außergewöhnlichste Charakter war. Was sie manchmal raushaut, ist sicher nicht jedermanns Geschmack, aber ich habe es geliebt.
Natürlich braucht jede Geschichte auch Figuren, mit denen man fremdelt – in meinem Fall war das meine Namensvetterin. Trotzdem habe ich mit allen gefühlt, gehofft und gelitten. Auch wenn Streit, Alkohol und unschöne Momente vorkamen, fühlte ich mich in dem fiktiven Ort Stone Harbor und auf Eagle Island irgendwie zu Hause.
Gegen Ende spürte ich schon, wie sich ein Kloß im Hals bildete – und schließlich flossen Tränen. Ich mochte Ann, Julie, Mina und Mr. Darcy so sehr, dass mir der Abschied schwerfiel. Ja, es bleiben ein paar Fragen offen, aber das gute Gefühl beim Lesen überwog am Ende alles.
Und deshalb gilt: Wer Der Papierpalast mochte, wird dieses Buch lieben – und wer ihn nicht mochte, wird es wahrscheinlich trotzdem tun!

✅ Fazit:

Ein Sommerroman, der mich glücklich zurücklässt – mit etwas Wehmut, meinem Geschirrhandtuch und dem unsterblichen Mr. Darcy.
Große Hummerliebe! 🦞

jahreshighlight

PrädikatLieblingsbuch

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Veröffentlicht am 15.06.2025

Level zum sehr guten Vorgänger gehalten

Aschesommer
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Warum wollte ich das Buch lesen? ⁣

Der erste Band „Krähentage“ hat mich komplett überzeugt – da musste ich wissen, ob Benjamin Cors das Level halten kann. ⁣

🔍 Worum geht’s? ⁣

Ein halbes Jahr nach ...

Warum wollte ich das Buch lesen? ⁣

Der erste Band „Krähentage“ hat mich komplett überzeugt – da musste ich wissen, ob Benjamin Cors das Level halten kann. ⁣

🔍 Worum geht’s? ⁣

Ein halbes Jahr nach dem ersten Fall wird Gruppe IV erneut aktiv. Der Sommer brennt, Hitzerekorde werden gemessen und eine rätselhafte Todesanzeige führt das Team zu zwei eingefrorenen Leichen, innig umschlungen. Dazu eine unheimliche Botschaft: „Das Sterben hat begonnen.“ ⁣

🧠 Meine Meinung: ⁣

Ich liebe dieses Ermittlerteam! Jakob und Mila, aber auch der Rest der Gruppe sind keine glattgebügelten Superhelden, sondern echte Charaktere mit Tiefe, Witz, Ecken und Kanten. Das macht sie so nahbar und sympathisch.⁣
Der Fall ist grausam, spannend und überraschend gut durchdacht. Kein billiger Horror, sondern eine kluge, düstere Geschichte mit psychologischem Tiefgang. Teilweise fühlte ich mich an Szenen aus „Das Schweigen der Lämmer“ erinnert – Hannibal lässt grüßen.⁣
Besonders spannend: Die Verbindung zur Geschichte unseres Planeten und den fünf Massenaussterben der Erdgeschichte. Mehr verrate ich nicht – nur so viel: Ich war wieder komplett gefesselt und brauche definitiv mehr von dieser Reihe! ⁣

✅ Fazit: ⁣

Stark, spannend, mitreißend – Aschesommer ist ein würdiger Nachfolger. Gruppe IV macht einfach süchtig!

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Veröffentlicht am 10.06.2025

Emotionale Geschichte über Trauer und der Weg daraus

Endlosschleifentage
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🅆🄴🅁🄱🅄🄽🄶⁣
Rezension selbstgekauft haymonverlag fabianneidhardt endlosschleidentage Roman Trauer Trauerbewältigung Freundschaft Liebe Tod Unfall ⁣

Warum ich das Buch lesen wollte: ⁣

Aufmerksam wurde ...

🅆🄴🅁🄱🅄🄽🄶⁣

Rezension

selbstgekauft

haymonverlag

fabianneidhardt

endlosschleidentage

Roman

Trauer

Trauerbewältigung

Freundschaft

Liebe

Tod

Unfall ⁣

Warum ich das Buch lesen wollte: ⁣

Aufmerksam wurde ich durch eine Empfehlung von einer Freundin, die immer ein gutes Gespür für besondere Geschichten hat. Der Satz im Klappentext „Sie war jedes seiner ersten Male, ist in jeder seiner Erinnerungen“ , in Kombination mit Trauerbewältigung, hat mich sofort überzeugt. Ich wusste, das muss ich lesen. ⁣

Inhalt: ⁣

David trauert um Katha – seine beste Freundin, seine große Liebe, sein Zuhause. Zwischen Erinnerungen und Gegenwart sucht er einen Weg, mit dem Verlust umzugehen. Die Geschichte ist eine berührende Auseinandersetzung mit Tod, Freundschaft und Neuanfang. ⁣

Meine Meinung: ⁣

Teresa Reichl (Autorin und Kabarettistin) sagt zu dieser Geschichte:⁣
„Ich lasse mir ungern mein Herz rausreißen, aber Fabien Neidhardt bastelt es mir danach so schön wieder zusammen, dass es das wert war.“ ⁣
Wie recht sie hat! ⁣

Schon nach den ersten Seiten hatte ich einen Kloß im Hals. Fabian Neidhardt schafft es, mit feinem Gespür und liebevoll gezeichneten Charakteren eine intensive emotionale Tiefe zu erzeugen. Besonders die Dialoge haben mich berührt. Viele Sätze habe ich mehrmals gelesen, weil sie so schön waren.⁣
Marie, die Gärtnerin auf dem Friedhof, wo Davids Frau beerdigt liegt, war mein Lieblingscharakter. Sie ist direkt, ehrlich und dabei unglaublich menschlich. Der Umgang mit David, aber auch die Gemeinschaft auf dem Friedhof und die Rückblicke auf frühere Freundschaften zwischen Katha und Kinga, ergeben ein stimmiges Gesamtbild, womit man sich wohl fühlt. ⁣
Im letzten Drittel hatte ich eine kurze Flaute. Einige Entwicklungen konnte ich nicht mehr ganz nachvollziehen. Der Autor findet aber ein starkes, nicht ganz typisches Ende, wie man sich das vielleicht erhofft, aber ich bin damit versöhnt und letztlich auch zufrieden. Ausschlag dafür war nochmal das Nachwort. Es hat mich richtig beeindruckt und es hallt für mich auch nach. ⁣
Ich bin ein wenig erstaunt, dass ich dieses Buch kaum bis gar nicht auf Social Media gesehen habe, umso froher bin ich, dass ich so eine aufmerksame Freundin habe. ♡⁣

Fazit: ⁣

Ein kraftvolles Buch über Trauer, Freundschaft und das Leben danach. Bewegend und auch, wenn ich ein bisschen gemeckert habe, absolut lesenswert – vor allem für Leser*innen, die emotionale Tiefe und zwischenmenschliche Feinfühligkeit schätzen.⁣

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