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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.06.2025

Charmanter Krimi

Die Tea Ladies
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Allein schon der Begriff der Tea Ladies hat mich angesprochen und da ich bereits in Sydney war, war ich noch neugieriger auf dieses Buch.
Es wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, doch die Hauptperspektive ...

Allein schon der Begriff der Tea Ladies hat mich angesprochen und da ich bereits in Sydney war, war ich noch neugieriger auf dieses Buch.
Es wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, doch die Hauptperspektive ist Hazel, Tea Lady bei Empire Fashion und in dieser Position weiß sie, was in der Firma vor sich geht. Und natürlich, wer seinen Tee oder Kaffee wie trinkt und welches Gebäck bevorzugt wird.
Eines Morgens sieht sie eine Frau hinter dem Fenster des verlassenen Lagerhauses und kurze Zeit später brennt es in dem Lager. Und somit beginnen aufregende Zeiten für Hazel und ihre Freundinnen, allesamt Tea Ladies wie sie.
Neben der Krimihandlung geht es aber auch um die persönliche Geschichte und den Alltag zur damaligen Zeit. Hazels Mann ist Vertreter und nur am Wochenende zu Hause, sie hilft immer ihrer Nachbarin, die Kinder zu waschen und ihre Freundin Irene lebt in einem „Loch“ von Pension.
Es gibt hier nicht nur ein Geheimnis zu lüften, sondern neben einem Mord - ja, den gibt es auch noch - viele weitere Ungereimtheiten.
Und eine radikale Wende in der Frauenmode, denn Australien war bisher noch nicht bereit für den Minirock.
Ein charmanter Krimi mit einer vielschichtigen Protagonistin und ein gutes Zeitbild.

Veröffentlicht am 16.06.2025

Nimh und North

The Other Side of the Sky – Die Göttin und der Prinz
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Nimh ist eine Göttin und sie ist einsam, da sie die einzige Göttin ist und es ist nicht erlaubt, dass sie Menschen berührt. Sie wurde bereits im Alter von 5 Jahren auserwählt und seitdem hat sie nur einen ...

Nimh ist eine Göttin und sie ist einsam, da sie die einzige Göttin ist und es ist nicht erlaubt, dass sie Menschen berührt. Sie wurde bereits im Alter von 5 Jahren auserwählt und seitdem hat sie nur einen Findelkater, mit dem sie schmusen kann. Eine furchtbare Vorstellung, so alleine zu sein. Außerdem hat sich bei ihr immer noch keine Fähigkeit manifestiert; ihre Vorgänger hatte Heilfähigkeiten, aber bei ihr? - Nichts. Als sie von einer unbekannten Strophe einer Prophezeiung träumt, weiß sie, dass sie handeln muss, um den Stern zu finden. Dafür begibt sie sich auf das Waldmeer.
North lebt auf den schwebenden Inseln und ist der Prinz. Die Technologie ist hier viel weiter als unten, so Nimh wohnt, doch die Technik dahinter versteht kaum einer. North möchte runter in die - laut Vorstellung - feindliche Welt unten, in der keiner mehr lebt. Doch er erhält keine Zustimmung zu seinem Plan - den er natürlich doch durchzieht und auf Nimh trifft.

Zwei quasi konträre Welten, die eine technisch viel weiter entwickelt, die andere glaubt an Magie und Götter, es gibt gefährliche Nebel und Tiere. Auch hier gab es mal die Technik, es gab Einkaufszentren und Stahlkonstruktionen.

Spannend erzählt aus diesen beiden Perspektiven und als Leser erfährt man auch immer mehr über die Welten, die jedoch dabei sind sich zu ändern. Außerdem gibt es Verschwörungen und jede Menge Gefahren.

Ein guter erster Teil einer Dilogie.

Veröffentlicht am 15.06.2025

Interessante Zusammenarbeit

Holmes & Moriarty
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In den letzten Jahren habe ich mehrere Romane gelesen, die sich an den Figuren von Arthur Conan Doyle orientieren und Variationen des Stoffes bieten. Hier soll es also dazu kommen, dass Sherlock Holmes ...

In den letzten Jahren habe ich mehrere Romane gelesen, die sich an den Figuren von Arthur Conan Doyle orientieren und Variationen des Stoffes bieten. Hier soll es also dazu kommen, dass Sherlock Holmes ausgerechnet mit seinem Erzfeind, dem Schurken Moriarty, zusammen arbeiten soll. Aber bis es dazu kommt, vergeht einige Zeit im Buch und kommt es wirklich dazu?
Erzählt wird der Roman aus der Perspektive von John Watson (die Kapitel sind in der Regel länger) und von Moran, der rechten Hand von Moriarty. Hier ist die Ausdrucksweise immer ein wenig vulgär und es gibt deftigere Ausdrücke, so dass man immer sofort merkt, wer den gerade berichtet.
Sherlock Holmes erhält einen neuen Auftrag: ein Schauspieler wundert sich, dass er mit einer schlechten Truppe jeden Tag auf ein begeistertes Publikum trifft und es sind immer dieselben Menschen, nur in anderer Verkleidung. Sehr seltsam und deshalb engagiert er Holmes.
Moriarty hingegen bekommt es mit Revierkämpfen zu tun, die Gangs werden gegeneinander aufgestachelt.
Ein interessanter Roman in der Manie von Conan Doyle - mir hat das Buch gut gefallen.

Veröffentlicht am 11.06.2025

Gute Fortsetzung

Shifter Island - Der Wächter der Seelen
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Nach dem fiesen Cliffhanger am Ende des ersten Bandes, war ich froh, dass ich zeitnah weiterlesen konnte und so die Ereignisse noch gut im Kopf hatte.
Auch dieser Teil ist wieder eine gelungene Mischung ...

Nach dem fiesen Cliffhanger am Ende des ersten Bandes, war ich froh, dass ich zeitnah weiterlesen konnte und so die Ereignisse noch gut im Kopf hatte.
Auch dieser Teil ist wieder eine gelungene Mischung und konnte mich gut unterhalten. Die Charaktere entwickeln sich weiter und es gibt so einige Überraschungen. Einige offene Fragen aus dem ersten Band werden beantwortet, aber es tauchen neue Entwicklungen auf. Wir lesen etwas über Nais Geburt und mehr über die Vergangenheit, aber es geht auch in der Gegenwart actionreich und emotional weiter.
Für mich war dies kein Zwischenband mit Längen, sondern ein toller zweiter Band, der auch wieder mit einem Cliffhanger endet - zum Glück kann ich zeitnah den Abschlussband lesen.

Veröffentlicht am 05.06.2025

Sofias Neustart

Jagd unter Palmen
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Sofia ist schon seit vierzig Jahren nicht mehr auf Gran Canaria gewesen, aber nun ist sie im Vorruhestand, weil sie nach einer Schussverletzung nicht mehr einsatzfähig ist. Eigentlich hat sie sich auf ...

Sofia ist schon seit vierzig Jahren nicht mehr auf Gran Canaria gewesen, aber nun ist sie im Vorruhestand, weil sie nach einer Schussverletzung nicht mehr einsatzfähig ist. Eigentlich hat sie sich auf eine ruhige Zeit gefreut, das Haus renovieren und die Insel genießen. Aber schon auf dem Flughafen stellt sie eine Diebin und trifft da zum ersten Mal auf Inspector Jefe García, der sich direkt von ihr bevormundet fühlt und sie der Kompetenzüberschreitung betitelt. Aber Sofia kann es einfach nicht lassen und folgt zwei Männern, die ihrer Meinung nach eine Leiche vergraben möchten. Der verbale Austausch zwischen den beiden hat mir gut gefallen und war sehr witzig.
Der spektakuläre Raub wird zuerst aus Tätersicht beschrieben, so dass man mehr weiß als Sofia.
Auch Sofias Vergangenheit lässt sie auf der Insel nicht los und so deutet alles auf weitere Fälle hin, da dies nicht abschließend geklärt wird.
Eine interessante Ermittlerin vor toller Kulisse - mir hat es gut gefallen.