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Veröffentlicht am 15.09.2016

Neue Liebe, neue Probleme, neue Feinde

Das Flüstern des Blutes
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Das Flüstern des Blutes ist der 24. Band der Karpathianer Legenden. Ich habe mit 15 Jahren den dritten Band auf einem Flohmarkt gefunden und nach dem Lesen mit der Reihe begonnen. Vor zwei Jahren habe ...

Das Flüstern des Blutes ist der 24. Band der Karpathianer Legenden. Ich habe mit 15 Jahren den dritten Band auf einem Flohmarkt gefunden und nach dem Lesen mit der Reihe begonnen. Vor zwei Jahren habe ich dann aufgehört zu lesen, weil ich einfach eine Pause brauchte. Trotzdem wusste ich schon damals, dass ich weiterlesen würde, einfach weil es noch so viele Männer und Frauen gibt, deren Geschichte ich lesen will. Seid dem siebten Band fiebere ich zum Beispiel der Geschichte von Skyler entgegen (Band 25).

Was sind Karpathianer?
Karpathianer sind "gute Vampire". Sie leben hunderte von Jahren und trinken Blut, aber sie töten dabei nicht. Nach ca. 200 Jahren verlieren die Männer die Fähigkeit Gefühle zu spüren und Farben zu sehen. Und sind der Gefahr ausgesetzt ihre Seele aufzugeben für kurze Gefühlsrausche. Dabei werden sie dann zu blutrünstigen Vampiren. Die Karpathianer vernichten Vampire und sind auf der Suche nach ihrer Seelengefährtin. Nur durch diese können sie wieder Gefühle haben und Farben sehen. Und sind sicher vorm Vampirdasein.
In den letzten Bänden sind noch weitere "Wesen" aufgetaucht: Leopardenmenschen, Lykaner und Magier.

Jedes Buch der Reihe erzählt die Geschichte von einem Karpathianer und wie er seine Seelengefährtin findet. Dabei haben sie immer Gegner, die versuchen einen von beiden zu töten und dann muss die Seelengefährtin, die in den meisten Bänden ein unwissender Mensch ist, noch davon überzeugt werden, dass sie zum jeweiligen Karpathianer gehört. Durch die Bände hinweg entwickelt sich eine größere Verschwörung. In jedem Band wird Neues aufgedeckt und endet in irgendeinem Band im großen Finale.

Das Flüstern des Blutes erzählt die Liebesgeschichte von Tatijana und Fenris. Tatijana lernte man in einem vorhergehendem Band kennen. Sie ist die Tochter von einem sehr bösen Magier, der sie und ihre Schwester Branislava hunderte Jahre im Eis gefangen hielt. Nach ihrer Befreiung trifft sie auf Fenris Dalka, einem Karpathianer, dessen Blut mit Lykanerblut gemischt ist und der sich deswegen von seiner Spezies fernhält. Die Lykaner töten jeden Mischling und Fenris hat Angst davor, wie die Karpathianer reagieren werden, wenn sie von seinem gemischten Blut erfahren. Und mit dieser Problematik hat die Autorin das nächste Grundproblem für die folgenden Bände aufgeworfen.
Während Fenris und Tatijana sich kennenlernen und ineinander verlieben, haben sie mit weiteren Problemen zu kämpfen. Zwei "Sange Rau" (Vampir-Werwolf-Mischling) und ihr riesiges Werwolfrudel (böse Lykaner) machen Jagd auf sie und den karpathianischen Prinzen. Des Weiteren sind die Elitekämpfer der Lykaner eingetroffen, welche dem Werwolfrudel gefolgt sind und Fenris sofort töten würden, wenn sie die Wahrheit über ihn erfahren. Genug Probleme für eine spannende Story.
Fenris ist etwas anders als die karpathianischen Männern und zählt zu meinen Lieblingen. Er ist im Gegensatz zu anderen etwas weniger machohaft und sein Beschützerinstinkt gegenüber Tatijana ist zwar stark, aber nicht so überaus nervtötend wie bei anderen. Was bei mir schon mal direkt Pluspunkte gab. Tatijana ist gebürtige Karpathianerin und eine Kämpfernatur. Sie ist von ihren Erlebnissen traumatisiert, aber ist eine starke Persönlichkeit, die sich ihrem Trauma stellt, um ihren Seelengefährten und andere zu retten. Sie zählt zwar nicht zu meinen Lieblingsfrauen, aber ich mochte sie.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr schön. Sie beschreibt Landschaften und Personen sehr genau, sodass man sich alles sehr gut bildhaft vorstellen kann. Was mir nicht gefiel, waren die ständigen Liebeserklärungen, die immer das gleiche beinhalteten. Sie verdeutlichen die Gefühle zwar sehr gut, aber irgendwann nervt es dann doch. Die sehr ausführlichen beschriebenen Liebesnächte waren im Gegensatz zu den ersten Bänden seltener zu finden. Wenn ich richtig gezählt habe fünf Stück. Was für mich positiv war. In den ersten Bänden las man dies in fast jedem Kapitel. Also prüde sollte man als Leser nicht sein.
Und auch in diesem Band lernt man weitere Karpathianer bzw. Karpathianerinnnen kennen, die einen auf ihre Geschichte neugierig machen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Schöner und gelungener HighFantasy Roman

Das Licht hinter den Wolken
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Das Licht hinter den Wolken habe ich im Zuge einer Leserunde bei Lovelybooks gelesen und ich muss gestehen, dass ich ohne diese Leserunde wohl gar nicht darauf aufmerksam geworden wäre. Zumindest habe ...

Das Licht hinter den Wolken habe ich im Zuge einer Leserunde bei Lovelybooks gelesen und ich muss gestehen, dass ich ohne diese Leserunde wohl gar nicht darauf aufmerksam geworden wäre. Zumindest habe ich das Buch noch nie in meiner Lieblingsbuchhandlung gesehen. Ein Grund warum ich so gerne in Buchcommunitys stöbere: Man entdeckt immer wieder neue Schätze. Oliver Plaschka hat so einen Schatz geschrieben und zu meiner Freude auch veröffentlicht.

Die Geschichte enthält drei Handlungsstränge, die die jeweiligen Wege der vier Hauptpersonen erzählen. Ab und zu kreuzen sich diese Wege, bis am Ende alle Fäden zusammenlaufen und es zum großen Finale kommt.

Zuerst lernt man April kennen. Sie wächst bei ihrem Vater auf, der ständig betrunken ist und ihr keine Liebe entgegen bringt. April ist anders als andere Kinder. Sie spürt/sieht seit ihrer Geburt ein Licht, "die andere Sonne", welches sie zu rufen scheint. Irgendwann hat sie genug davon, wie eine Aussätzige behandelt zu werden, und macht sich auch die Suche nach diesem Licht. Auf ihrem Weg trifft sie Janner, einen Söldner, der seinen Vater sucht. Sie ziehen gemeinsam weiter und ihr Wunsch berühmt und berüchtigt zu werden, wird bald Realität und gefällt so einigen der Orbigkeiten nicht.
Der zweite Handlungsstrang verfolgt den Weg von Sarik, einem Magier, der 800 Jahre lang geschlafen hat. Er hat einen Großteil seiner Erinnerung verloren und erkennt bald, dass er zu den letzten noch lebenden Magiern gehört. Da die Magie zu versiegen droht, macht er sich zusammen mit einem Irrlicht auf den Weg, seine Erinnerung wiederzufinden, seinen Eid gegenüber seinem Orden einzuhalten und zu versuchen, die Magie wieder in die Welt zu lassen.
Cassiopeia ist die Hauptperson des dritten Handlungsstrangs. Geboren als Senatorentochter lässt sie sich nach schrecklichen Ereignissen zur Kriegerin ausbilden und folgt dem Weg der Rache.
Neben der Gegenwart sind auch immer wieder Rückblenden zu finden und Sagen aus dem Reich, die wichtige Hinweise für das Zukünftige liefern, wenn man sie aufmerksam liest.

Von den Personen gefiel mir Cassiopeia am besten. Auch wenn ich einige ihrer Entscheidungen nicht mittragen konnte, habe ich am meisten mit ihr mitgefühlt. Sie hat ein Ziel vor Augen und tut alles um dieses zu erreichen. Dabei geht sie aber nicht skrupellos vor, sondern versucht es erst auf friedlichem bzw. dem wenigsten schmerzhaften Weg. Was sie mir total sympathisch gemacht hat, trotz ihrer Fehler. Zu Janner und April konnte ich nicht so den Zugang finden. Beide haben für mich zu unreflektiert gehandelt. Bei April entschuldigt das vielleicht ihr Alter (17), aber Janner hat so viel hinter sich. Da hat der Alkohol wohl ein paar Gehirnzellen zu viel geschmolzen. Sarik tat mir leid. 800 Jahre seines Lebens verschlafen. Dafür findet er sich in der neuen Welt erstaunlich gut zurecht, obwohl er die meiste Zeit auf mich einen sehr abwesenden Eindruck gemacht hat.

An die Art und Weise wie die Geschichte erzählt wird, musste ich mich erst gewöhnen, aber danach konnte ich sie genießen. Es ist sehr anspruchsvoll geschrieben und wie ich selbst erlebt habe, sollte man es nicht müde lesen. Wie ein Puzzle setzen sich die einzelnen Handlungen zusammen. Dinge, die im ersten Augenblick unwichtig wirkten oder die ich nicht direkt einordnen konnte, werden ein paar Kapitel weiter wieder aufgegriffen und es kommt zum Aha-Effekt. Trotz der Häppchen, die einem immer wieder zugeworfen werden, überrascht die Geschichte ständig mit Wendungen und Dingen, die ganz anders sind als von mir geahnt. Ich habe mich immer riesig gefreut, wenn ich dann doch mal den richtigen Riecher hatte. Die Auflösung am Schluss konnte mich noch einmal komplett überraschen. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet.

Alles in allem ist Das Licht hinter den Wolken ein sehr schöner und gelungener High Fantasy Roman, der mit gelungenen Charakteren und viel Spannung aufwartet.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Schöner Start der Trilogie

Die Pan-Trilogie 1: Das geheime Vermächtnis des Pan
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Die Geschichte wird aus der Sicht von Felicity erzählt, die ein ganz normales Mädchen ist und in London lebt. Ihre Familie ist ziemlich anstrengend und Felicity muss einiges ertragen, was ihr das Leben ...


Die Geschichte wird aus der Sicht von Felicity erzählt, die ein ganz normales Mädchen ist und in London lebt. Ihre Familie ist ziemlich anstrengend und Felicity muss einiges ertragen, was ihr das Leben schwer macht. Halt und Verständnis findet sie bei ihren Freunden. Die ihr auch zur Seite stehen, wenn sie die Aufmerksamkeit des "Star Clubs" erregt. Und das geschieht seit der Ankunft des neuen Schüler Leander "Lee" immer öfter. Felicity kann Lee nur schwer einschätzen. Er gehört in ihren Augen eindeutig zum "Star Club" - zu den Reichen und Schönen. Lee scheint das aber so ziemlich egal zu sein. Ständig taucht er in ihrer Nähe auf und versucht hartnäckig eine Freundschaft aufzubauen. Je besser Felicity Lee kennenlernt, desto mehr merkt sie, das Lee ein Geheimnis vor ihr verbirgt. Und nicht nur mit Lee scheint etwas nicht zu stimmen. Auf einmal hat Felicity "Visionen" der Vergangenheit und sie taumelt in den Mittelpunkt einer ihr unbekannten Welt.

Felicity war mir sehr schnell sympathisch. Sie verhielt sich für ihr Alter angemessen und wird selbst bei Stars nicht zu einem kreischenden Haufen, die kein Wort herausbringt. (Pluspunkt) Sie hat es nicht leicht und auch wenn es von ihrer eigenen Familie keine Unterstützung gibt, gibt sie ihre Träume nicht auf. Lee hingegen wusste ich am Anfang nicht richtig einzuschätzen. Da der Anfang des Buches kurz aus seiner Sicht geschrieben wurde, war er zu Beginn in meinen Augen ein selbstverliebter Schnösel, der daran gewöhnt ist, dass alles ihm zufliegt. Mit Felicity hat er da einen guten Fang gemacht. Denn sie lässt sich nicht so leicht von seinem Charme einwickeln. (Noch ein Pluspunkt) Im Laufe der Geschichte konnte ich mich jedoch für Lee erwärmen.
Die Nebencharaktere waren in meinen Augen eine Mischung aus Stereotypen (zB. der Star Club) und leicht weiterenwickelten Charakteren. Was für mich jetzt kein großes Problem ist, es sei denn die Personen würden in den nachfolgenden Bänden mehr Gewichtung erhalten. Aber davon gehe ich momentan nicht aus.

Die Handlung selbst verlief für mich sehr schlüssig. Dinge, die in den Augen Felicitys unverständlich oder nervend sind (zB. die Verliebtheit der StarClub-Felicity), sind dem Leser durch das Mehrwissen klar oder werden im Laufe der Geschichte beantwortet. Natürlich bleiben noch Fragen für die weiteren Bände offen, aber keine die das Verständnis des ersten Bandes stören würden.

Der Schreibstil ist einfach gehalten. Alltagswörter dominieren und es gibt keine lang verschachtelten Sätze, bei denen man am Ende nicht mehr weiß wie sie angefangen haben. Ich konnte mir auch gut die Orte vorstellen, an denen sich die Personen grad befinden, aber mit Details wurde leider nicht um sich geworfen. Diese werden der eigenen Fantasie des Lesers überlassen. Was ich besonders bei den historischen Sachen oder auch dem gewissen Bild in Lees Wohnung schade fand.

Alles in allem fand ich den ersten Band als Einstieg sehr schön. Die Handlung strotzt zwar nicht vor Action und erst zum Ende hin, wird deutlich, was mit "Retterin der Elfenwelt" gemeint sein könnte, aber dafür wird viel Wert auf ein authentisches Kennenlernen zwischen Felicity und Lee gelegt.

Veröffentlicht am 18.12.2025

Sympathischer Tod, grausame Welt

Whispers of Destiny
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Whispers of Destiny habe ich über Netgalley bezogen und hatte mich gefreut, in diese Dystopie einzutauchen. Ich meine, ein personifizierter Tod und die Entscheidung, wer leben und sterben darf in einer ...

Whispers of Destiny habe ich über Netgalley bezogen und hatte mich gefreut, in diese Dystopie einzutauchen. Ich meine, ein personifizierter Tod und die Entscheidung, wer leben und sterben darf in einer grausamen Welt? Das klang spannend.

Der Einstieg fiel mir leicht. Man merkte direkt die düstere Grundstimmung, die auch im ganzen Buch beibehalten wird. Kein Wunder bei der Gesellschaft. Menschen werden nach Stufen geordnet, die unteren erhalten kaum das nötigste um zu überleben, während die Reichen in Saus und Braus leben. Anscheinend sind die oberen Stufen auch besser gegen die „mutierten“ Naturgewalten geschützt. Allerdings bleibt unklar wie und vor allem warum Regen nicht mehr einfach nur Regen ist. Ich verrate an dieser Stelle mal nicht, was da vom Himmel fällt. Allgemein hätte ich mir ein bisschen mehr Hintergrundwissen gewünscht, wie genau die Erde nun aussieht, wie es zum „mutierten“ Regen gekommen ist und so weiter. Leider fiel das aus.

Allgemein muss ich sagen, dass ich mehr Infos hätte haben wollen. Death Call ist für mich ausreichend beschrieben worden, allerdings die dystopische Welt und die Gesellschaft nicht in Gänze. Aber ich bin auch jemand, der da gerne ganz viel wissen will. Die Story selbst hat auch ohne diese Informationen funktioniert.

Blue ist jemand, der von Anfang an ziemlich wütend ist. Gefühlt auf alles und jeden. Im Gegensatz zu ihrer besten Freundin Iris, die in allem das positive sucht. Bei mochte ich außerdem, dass sie sehr direkt ist. Sie lässt sich nicht unterkriegen. Nicht mal vom Tod. Die Dialoge zwischen ihr und ihm waren immer amüsant.

Vom Klappentext her lässt sich nicht wirklich ableiten wo der Plot hinverläuft. Aber das hat mir sehr gefallen. So wurde man überrascht. Das Ende hatte mir allerdings nicht so gefallen. Da ging alles ganz schnell. Hier haben mir dann wirklich Informationen gefehlt.

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Interessanter Einstieg

Till the End of the Moon 1
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Ich habe den ersten Band als eBook gelesen, und obwohl das Glossar hilfreich ist, war es im ebook nicht sonderlich gut zu erreichen. Das ständige Hin- und Herspringen hat meinen Lesefluss so sehr gestört, ...

Ich habe den ersten Band als eBook gelesen, und obwohl das Glossar hilfreich ist, war es im ebook nicht sonderlich gut zu erreichen. Das ständige Hin- und Herspringen hat meinen Lesefluss so sehr gestört, dass ich es irgendwann gelassen und im Notfall lieber Begriffe gegoogelt habe.

Der Einstieg gelang mir erstaunlich gut, was ich nicht gedacht habe. Vermutlich lag es daran, weil ich früher ein paar chinesische Serien geschaut habe und dadurch bereits mit Namen, Titeln, Hierarchien und der historischen Lebensweise bekannt war. Ohne diesen Hintergrund könnte der Anfang deutlich fordernder wirken, denn die Welt und ihre Figuren werden recht schnell und umfangreich eingeführt. Schon allein das Glossar zeigt, dass die Autorin bestimmtes Wissen voraussetzt und es nicht für „westliche“ Leser erklärt.

Li Susu mochte ich von Beginn an. Sie wirkt ruhig, überlegt, aber entschlossen. Tantai Jin dagegen bleibt ein Rätsel. Er war mal verletzlich und unterwürfig, und dann wieder kalt und bedrohlich. Besonders berührt haben mich die Rückblenden zu Tantai Jins Kindheit. Die Gewalt, die er damals ertragen musste, hat mich wirklich getroffen, und in diesen Momenten tat er mir wahnsinnig leid. Als Erwachsener hat er aber dann wenig Sympathiepunkte sammeln können.

Die Beziehung zwischen Li Susu und Tantai Jin ist eindeutig als „Enemies to Lovers“ angelegt, allerdings zeigt dieser Band wirklich nur den Anfang dieses Weges. Slow Burn meint hier tatsächlich Slow Burn. Hier wird Interesse geweckt. Gezeigt, dass der Feind auch andere Seiten hat als die Bekannten. Von Liebe ist in Band 1 aber noch keine Spur zu finden.

Kurzeitig wurde mir die Story für meinen Geschmack zu langsam, und viele Szenen fühlten sich für mich wie Wiederholungen an – vor allem jene, die zeigen sollen, dass Tantai Jin nicht wie andere empfindet. Dass er keine Empathie hat, Leid schweigend erträgt und seine Vergeltung kalt plant, wird in vielen verschiedenen Szenen gezeigt. Aber bereits nach den ersten entsprechenden Szenen war mir klar, wie sein Charakter funktioniert, sodass die Wiederholungen mich etwas gelangweilt haben. Das Ende fand ich hingegen wieder stark. Vor allem Li Susus Reise, um herauszufinden, wie man den Dämonenknochen entfernen kann, gefiel mir. Inbesondere die chinesische Mythologie und Wesen daraus waren sehr interessant. Auch gegenüber Gewalt und blutigen unschönen Szenen sollte man nichts haben, wenn man dieses Buch liest.

Ob ich die nächsten Bände lesen werde, weiß ich noch nicht. So ganz hat es mich nicht packen können. Vielleicht schaue ich mal in die Verfilmung rein.

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