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Veröffentlicht am 15.09.2016

Schöner Start der Trilogie

Die Pan-Trilogie 1: Das geheime Vermächtnis des Pan
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Die Geschichte wird aus der Sicht von Felicity erzählt, die ein ganz normales Mädchen ist und in London lebt. Ihre Familie ist ziemlich anstrengend und Felicity muss einiges ertragen, was ihr das Leben ...


Die Geschichte wird aus der Sicht von Felicity erzählt, die ein ganz normales Mädchen ist und in London lebt. Ihre Familie ist ziemlich anstrengend und Felicity muss einiges ertragen, was ihr das Leben schwer macht. Halt und Verständnis findet sie bei ihren Freunden. Die ihr auch zur Seite stehen, wenn sie die Aufmerksamkeit des "Star Clubs" erregt. Und das geschieht seit der Ankunft des neuen Schüler Leander "Lee" immer öfter. Felicity kann Lee nur schwer einschätzen. Er gehört in ihren Augen eindeutig zum "Star Club" - zu den Reichen und Schönen. Lee scheint das aber so ziemlich egal zu sein. Ständig taucht er in ihrer Nähe auf und versucht hartnäckig eine Freundschaft aufzubauen. Je besser Felicity Lee kennenlernt, desto mehr merkt sie, das Lee ein Geheimnis vor ihr verbirgt. Und nicht nur mit Lee scheint etwas nicht zu stimmen. Auf einmal hat Felicity "Visionen" der Vergangenheit und sie taumelt in den Mittelpunkt einer ihr unbekannten Welt.

Felicity war mir sehr schnell sympathisch. Sie verhielt sich für ihr Alter angemessen und wird selbst bei Stars nicht zu einem kreischenden Haufen, die kein Wort herausbringt. (Pluspunkt) Sie hat es nicht leicht und auch wenn es von ihrer eigenen Familie keine Unterstützung gibt, gibt sie ihre Träume nicht auf. Lee hingegen wusste ich am Anfang nicht richtig einzuschätzen. Da der Anfang des Buches kurz aus seiner Sicht geschrieben wurde, war er zu Beginn in meinen Augen ein selbstverliebter Schnösel, der daran gewöhnt ist, dass alles ihm zufliegt. Mit Felicity hat er da einen guten Fang gemacht. Denn sie lässt sich nicht so leicht von seinem Charme einwickeln. (Noch ein Pluspunkt) Im Laufe der Geschichte konnte ich mich jedoch für Lee erwärmen.
Die Nebencharaktere waren in meinen Augen eine Mischung aus Stereotypen (zB. der Star Club) und leicht weiterenwickelten Charakteren. Was für mich jetzt kein großes Problem ist, es sei denn die Personen würden in den nachfolgenden Bänden mehr Gewichtung erhalten. Aber davon gehe ich momentan nicht aus.

Die Handlung selbst verlief für mich sehr schlüssig. Dinge, die in den Augen Felicitys unverständlich oder nervend sind (zB. die Verliebtheit der StarClub-Felicity), sind dem Leser durch das Mehrwissen klar oder werden im Laufe der Geschichte beantwortet. Natürlich bleiben noch Fragen für die weiteren Bände offen, aber keine die das Verständnis des ersten Bandes stören würden.

Der Schreibstil ist einfach gehalten. Alltagswörter dominieren und es gibt keine lang verschachtelten Sätze, bei denen man am Ende nicht mehr weiß wie sie angefangen haben. Ich konnte mir auch gut die Orte vorstellen, an denen sich die Personen grad befinden, aber mit Details wurde leider nicht um sich geworfen. Diese werden der eigenen Fantasie des Lesers überlassen. Was ich besonders bei den historischen Sachen oder auch dem gewissen Bild in Lees Wohnung schade fand.

Alles in allem fand ich den ersten Band als Einstieg sehr schön. Die Handlung strotzt zwar nicht vor Action und erst zum Ende hin, wird deutlich, was mit "Retterin der Elfenwelt" gemeint sein könnte, aber dafür wird viel Wert auf ein authentisches Kennenlernen zwischen Felicity und Lee gelegt.

Veröffentlicht am 18.12.2025

Sympathischer Tod, grausame Welt

Whispers of Destiny
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Whispers of Destiny habe ich über Netgalley bezogen und hatte mich gefreut, in diese Dystopie einzutauchen. Ich meine, ein personifizierter Tod und die Entscheidung, wer leben und sterben darf in einer ...

Whispers of Destiny habe ich über Netgalley bezogen und hatte mich gefreut, in diese Dystopie einzutauchen. Ich meine, ein personifizierter Tod und die Entscheidung, wer leben und sterben darf in einer grausamen Welt? Das klang spannend.

Der Einstieg fiel mir leicht. Man merkte direkt die düstere Grundstimmung, die auch im ganzen Buch beibehalten wird. Kein Wunder bei der Gesellschaft. Menschen werden nach Stufen geordnet, die unteren erhalten kaum das nötigste um zu überleben, während die Reichen in Saus und Braus leben. Anscheinend sind die oberen Stufen auch besser gegen die „mutierten“ Naturgewalten geschützt. Allerdings bleibt unklar wie und vor allem warum Regen nicht mehr einfach nur Regen ist. Ich verrate an dieser Stelle mal nicht, was da vom Himmel fällt. Allgemein hätte ich mir ein bisschen mehr Hintergrundwissen gewünscht, wie genau die Erde nun aussieht, wie es zum „mutierten“ Regen gekommen ist und so weiter. Leider fiel das aus.

Allgemein muss ich sagen, dass ich mehr Infos hätte haben wollen. Death Call ist für mich ausreichend beschrieben worden, allerdings die dystopische Welt und die Gesellschaft nicht in Gänze. Aber ich bin auch jemand, der da gerne ganz viel wissen will. Die Story selbst hat auch ohne diese Informationen funktioniert.

Blue ist jemand, der von Anfang an ziemlich wütend ist. Gefühlt auf alles und jeden. Im Gegensatz zu ihrer besten Freundin Iris, die in allem das positive sucht. Bei mochte ich außerdem, dass sie sehr direkt ist. Sie lässt sich nicht unterkriegen. Nicht mal vom Tod. Die Dialoge zwischen ihr und ihm waren immer amüsant.

Vom Klappentext her lässt sich nicht wirklich ableiten wo der Plot hinverläuft. Aber das hat mir sehr gefallen. So wurde man überrascht. Das Ende hatte mir allerdings nicht so gefallen. Da ging alles ganz schnell. Hier haben mir dann wirklich Informationen gefehlt.

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Interessanter Einstieg

Till the End of the Moon 1
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Ich habe den ersten Band als eBook gelesen, und obwohl das Glossar hilfreich ist, war es im ebook nicht sonderlich gut zu erreichen. Das ständige Hin- und Herspringen hat meinen Lesefluss so sehr gestört, ...

Ich habe den ersten Band als eBook gelesen, und obwohl das Glossar hilfreich ist, war es im ebook nicht sonderlich gut zu erreichen. Das ständige Hin- und Herspringen hat meinen Lesefluss so sehr gestört, dass ich es irgendwann gelassen und im Notfall lieber Begriffe gegoogelt habe.

Der Einstieg gelang mir erstaunlich gut, was ich nicht gedacht habe. Vermutlich lag es daran, weil ich früher ein paar chinesische Serien geschaut habe und dadurch bereits mit Namen, Titeln, Hierarchien und der historischen Lebensweise bekannt war. Ohne diesen Hintergrund könnte der Anfang deutlich fordernder wirken, denn die Welt und ihre Figuren werden recht schnell und umfangreich eingeführt. Schon allein das Glossar zeigt, dass die Autorin bestimmtes Wissen voraussetzt und es nicht für „westliche“ Leser erklärt.

Li Susu mochte ich von Beginn an. Sie wirkt ruhig, überlegt, aber entschlossen. Tantai Jin dagegen bleibt ein Rätsel. Er war mal verletzlich und unterwürfig, und dann wieder kalt und bedrohlich. Besonders berührt haben mich die Rückblenden zu Tantai Jins Kindheit. Die Gewalt, die er damals ertragen musste, hat mich wirklich getroffen, und in diesen Momenten tat er mir wahnsinnig leid. Als Erwachsener hat er aber dann wenig Sympathiepunkte sammeln können.

Die Beziehung zwischen Li Susu und Tantai Jin ist eindeutig als „Enemies to Lovers“ angelegt, allerdings zeigt dieser Band wirklich nur den Anfang dieses Weges. Slow Burn meint hier tatsächlich Slow Burn. Hier wird Interesse geweckt. Gezeigt, dass der Feind auch andere Seiten hat als die Bekannten. Von Liebe ist in Band 1 aber noch keine Spur zu finden.

Kurzeitig wurde mir die Story für meinen Geschmack zu langsam, und viele Szenen fühlten sich für mich wie Wiederholungen an – vor allem jene, die zeigen sollen, dass Tantai Jin nicht wie andere empfindet. Dass er keine Empathie hat, Leid schweigend erträgt und seine Vergeltung kalt plant, wird in vielen verschiedenen Szenen gezeigt. Aber bereits nach den ersten entsprechenden Szenen war mir klar, wie sein Charakter funktioniert, sodass die Wiederholungen mich etwas gelangweilt haben. Das Ende fand ich hingegen wieder stark. Vor allem Li Susus Reise, um herauszufinden, wie man den Dämonenknochen entfernen kann, gefiel mir. Inbesondere die chinesische Mythologie und Wesen daraus waren sehr interessant. Auch gegenüber Gewalt und blutigen unschönen Szenen sollte man nichts haben, wenn man dieses Buch liest.

Ob ich die nächsten Bände lesen werde, weiß ich noch nicht. So ganz hat es mich nicht packen können. Vielleicht schaue ich mal in die Verfilmung rein.

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Veröffentlicht am 15.05.2025

Toll für Zwischendurch

Blossoms of Fire
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„Blossoms of Fire“ ist als Rezensionsexemplar bei mir eingezogen und war leicht und flüssig wegzulesen. Es wird auf der Verlagshomepage als „Urban Fantasy mit cozy Vibes“ angepriesen und ich finde, dass ...

„Blossoms of Fire“ ist als Rezensionsexemplar bei mir eingezogen und war leicht und flüssig wegzulesen. Es wird auf der Verlagshomepage als „Urban Fantasy mit cozy Vibes“ angepriesen und ich finde, dass das zu dem Buch passt.

Briar entstammt einer Linie aus Kräuterhexen, die für ihre Heilkräfte bekannt sind, und macht ihrem Ruf alle Ehre. Kein Wunder also, dass die Drachen auf sie aufmerksam werden, als einer der ihren schwer erkrankt. Und mit ihrer Entführung beginnt für Briar ein neuer Lebensabschnitt, der so allerhand an Überraschungen bereithält. Briar konnte schnell meine Sympathien wecken und auch die anderen Personen, zu denen wir mehr erfahren, sind gut gezeichnet.

Die Handlung verläuft gradlinig. Keine großen Ausschweifungen in Nebengeschichten. Alles passiert hier sehr zügig und neue Geheimnisse/Entwicklungen werden von den Protas schnell durchschaut und gelöst. So richtig tief taucht man in die Intrigen nicht ein. Auch die Konflikte zwischen den Drachen und den Hexenclans wurden zwar erwähnt, aber das Potenzial dahinter wurde für meinen Geschmack verschenkt. Was ich auch sehr schade fand, ist, dass sie als Heilerin kaum gefragt ist. Man erfährt zwar, dass sie Kunden hat, aber mit dem Wissen, dass kaum etwas über Drachen in der Welt bekannt ist und sie eigentlich erforschen wollte, inwieweit ihre Kräuterhexenmagie auf Drachen wirkt, passiert da recht wenig. Schade für mich, da ich Magiesysteme immer wieder spannend finde. Der Schwerpunkt der Handlung liegt in der Geschichte auf der Aufdeckung des Verbrechens und der Gefühlsentwicklung zwischen Briar und ihrem Auserwählten.

„Blossoms of Fire“ ist ein angenehm zu lesender Urban-Fantasy-Roman mit cozy Vibes, wie vom Verlag angekündigt. Wer keine hochkomplexe Handlung sucht, sondern Lust auf eine romantisch-magische Geschichte für zwischendurch hat, wird hier gut unterhalten. Vor allem Fans von leichten Liebesgeschichten mit einem Hauch Magie und einem klaren Plot ohne große Umwege könnten hier genau das finden, was sie suchen.

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Veröffentlicht am 20.02.2026

Solide, aber weiterlesen werde ich nicht

A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1
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Ich hatte mich auf eine Drachengeschichte gefreut und war gespannt, welches Geheimnis hinter Tamsyns schnellen Heilungen liegen. In dieser Story gibt es nämlich nicht nur Drachen, sondern auch Hexen, Huldras ...

Ich hatte mich auf eine Drachengeschichte gefreut und war gespannt, welches Geheimnis hinter Tamsyns schnellen Heilungen liegen. In dieser Story gibt es nämlich nicht nur Drachen, sondern auch Hexen, Huldras und sicherlich noch weitere magische Wesen, die in weiteren Bänden auftauchen. Zumindest könnte ich mir das vorstellen.

Die Story hat richtig gut begonnen. Man lernt gleich Tamsyns Aufgabe als Prügelmädchen kennen und ich fand es erschreckend, wie man solch eine Aufgabe als Ehre empfinden kann. Zu wissen, dass Tamsyn schon als kleines Mädchen diese Aufgabe übernommen musste, hatte mein Mamaherz schon schmerzen lassen. Ich bin bei Kindern ja jetzt ziemlich emotional geworden.

Leider hat mich die Story ziemlich schnell dann aber auch verloren. Begonnen hat es mit der Spice-Szene in der Hochzeitsnacht. Die Szene selbst ist gut geschrieben, ich fand sie in dem Setting aber irgendwie nicht glaubwürdig. Als später dann ein Rückblick aus der Sicht eines Drachen kam, hatte ich mich auch sehr gewundert, wie das beschrieben wurde.

Bei Tamsyn und Fell habe ich die Gefühle leider nicht so nachfühlen können. Das habe ich oft, wenn die Anziehung und der Spice direkt da sind. Würde ich weiterlesen, könnte sich das ändern, je mehr Szenen die beiden zusammen haben und ich wirklich erlebe, wie sich die Liebe im Alltag zeigt. Was sie einander zu schätzen lernen, abseits der Äußerlichkeiten. Ich mag persönlich Slow Burn einfach lieber.

Ansonsten fand ich nicht, dass wirklich viel passiert. Am Anfang viele Monologe, wodurch man vor allem Tamsyn und ihr Pflichtgefühl kennenlernt. Die Reise von Königspalast zu Fells Burg ist auch etwas langatmig. Hier lernt man zwar mehr über die Welt und ein bisschen was von der Magie kennen, aber es wird nur angerissen und das fand ich schade. Auch Tamsyns Geheimnis, welches wir im Laufe der Story erfahren, sorgt in dem Moment nur für einen kurzen Spannungsschub.

Da die Reihe als Dilogie aufgebaut ist, hätte ich mir im ersten Band schon mehr Action und mehr Einsichten ins Worldbuilding erhofft. So konnte es mich nicht überzeugen, den zweiten Band zu lesen.

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