Profilbild von Isbel

Isbel

Lesejury Profi
offline

Isbel ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Isbel über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.01.2026

Unterhaltsam

DAVENGER
0

Schon im Einstieg zeigt sich ein Schreibstil, den ich seltener lese. Man verfolgt in einem Kapitel nicht nur eine Person, sondern sieht als Leser gleichzeitig in mehrere Köpfe rein. Die Autorin schreibt ...

Schon im Einstieg zeigt sich ein Schreibstil, den ich seltener lese. Man verfolgt in einem Kapitel nicht nur eine Person, sondern sieht als Leser gleichzeitig in mehrere Köpfe rein. Die Autorin schreibt hier eher aus der auktorialen Sicht und schafft es ganz gut, dass man immer weiß, welcher Gedankengang zu welcher Person gehört. Auch legt sie viel Wert darauf, die Gefühle und Gedanken der Personen darzulegen. Manchmal hätte ich mir aber gewünscht, dass sich das etwas mehr in der Handlung auch zeigt.

Carly, die zu Beginn als Frau dargestellt wird, die unabhängig sein will und sich der gesellschaftlichen Rolle nur aus Pflichtgefühl unterordnet, hätte ich mir später in der Ehe etwas mehr widerspenstig gewünscht. Allerdings zeigte sich schnell, dass wir es hier mit Liebe/Leidenschaft auf den ersten Blick zu tun bekommen. Avery ist da zum Glück eine Green Flag. Trotzdem war der Plot hinsichtlich der Liebesgeschichte etwas vorhersehbar für mich.

Abseits der Romantik blieben im Plot für mich auch Fragen offen. Wieso war Avery bei seiner eigenen Hochzeit nicht zugegen? Und noch ein paar Sachen, die hier jetzt allerdings stärker spoilern würden. Vielleicht wird es im nächsten Band, bei der eine weitere Davenger unter die Haube soll, wieder aufgegriffen, aber hier hat mich das etwas unbefriedigt zurückgelassen. Insbesondere, weil vieles andere schnell gelöst war. Mir fehlte es an Spannung in der Story.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.09.2025

Der Einstieg war schwierig, dann wurde es spannend

Nachtengel - Nemesis
0

Wow, an dem Buch saß ich echt lange, dabei habe ich die erste Trilogie über unseren Nachtengel geliebt und war furchtbar neugierig auf die Fortsetzung. Ich rate dringend dieses Buch nur zu lesen, wenn ...

Wow, an dem Buch saß ich echt lange, dabei habe ich die erste Trilogie über unseren Nachtengel geliebt und war furchtbar neugierig auf die Fortsetzung. Ich rate dringend dieses Buch nur zu lesen, wenn man die Vorgängerreihe kennt, da es sonst wahnsinnig verwirrend ist. Auch ich hätte mir zu Beginn eine kurze Zusammenfassung der Schatten-Trilogie gewünscht. Es war ja doch ein paar Jahre her, dass ich diese gelesen habe und daher viel es mir schwer in die Story reinzukommen. Hier wird nämlich definitiv vorausgesetzt, dass man noch die Details aus der Schatten-Reihe in Erinnerung hat.

Man wird also so ziemlich in die Geschichte geworfen und was mir sehr schnell auffiel und nach einem Blick in die erste Trilogie sich bestätigte, ist, dass der Autor die Erzählperspektive geändert hat. Und allgemein fand ich seine Schreibweise sehr anders. Gut, nach 14 Jahren hat man sich auch weiterentwickelt, aber irgendwie hätte ich es persönlich schöner gefunden, wenn wir nicht nur aus der Sicht von Kylar und den Zeitsprüngen zu Vi lesen. Das hat mich nämlich zu Beginn auch sehr verwirrt. Vi liest nämlich das Tagebuch, was wir sozusagen auch lesen.

Kylar selbst fand ich in seinem Charakter nicht mehr so stark, wie am Ende der ersten Trilogie. Als ob er einen Rückschritt gemacht hätte. Viele Selbstzweifel und auch mit seiner Magie schien er am Anfang nicht mehr so gut klarzukommen. Ja, der Kakari hatte schon immer seinen eigenen Kopf, aber hier hatte es mich schon gewundert. Kylars Selbstzweifel werden sehr humorvoll rübergebracht und ich rede hier vom schwarzen Humor. Seine doch strengen selbstauferlegten Regeln (gab es die schon vorher?) und die Tatsache, dass er oft handelt, bevor er denkt, bringen ihn in so einige schwierige Situationen.

Auch die anderen Protagonisten scheinen sich zum Teil verändert zu haben, dabei beginnt diese Fortsetzung kurz nach den Ereignissen des finalen Bandes. Nachdem ich mich aber nach der Hälfte des Buches endlich mit dem Schreibstil anfreunden und auch in die Story zurückgefunden hatte (nebenbei ein bisschen Hintergrund aus Trilogie 1 gegoogelt, dabei wäre es einfacher gewesen, einfach die Vorgänger-Trilogie nochmal zu lesen), hatte ich wieder viel Spaß mit Kylar und den Intrigen und Wendungen und Kämpfen. Denn eine spannende Handlung aufbauen, ist Brent Weeks auch hier wieder gelungen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.07.2019

Unterhaltsam

Eine Lady mit gewissen Vorzügen
1

Die Geschichte beginnt gleich mit der schlechten Nachricht für Titania und ihrem Schlachtplan, schnell einen reichen Mann zum Heiraten zu finden. Ich fand es ganz amüsant zu lesen, wie Titania, die überhaupt ...

Die Geschichte beginnt gleich mit der schlechten Nachricht für Titania und ihrem Schlachtplan, schnell einen reichen Mann zum Heiraten zu finden. Ich fand es ganz amüsant zu lesen, wie Titania, die überhaupt kein Interesse an Mode und Bällen hat, sich auf die Jagd begibt und schon bald ein paar Verehrer vorzuweisen hat. Dabei wollte sie eigentlich aus Liebe heiraten, doch die Pflicht für ihre Familie, Angestellten und Pächtern ist ihr wichtiger.

Über Edwin kann ich eigentlich gar nicht mehr sagen als der Klappentext verrät. Ich mochte ihn, auch wenn ich ihn als ziemlich dreist und seine Übertretungen der gesellschaftlichen Werte manchmal ein bisschen als zu viel empfand.

Was für mich ein kleines Highlight in der Geschichte war, waren die kurzen Kolumnentexte, die am Anfang eines Kapitels zu finden sind. Die Jagd nach einem reichen Mann mit Kriegsstrategien zu vergleichen, las sich sehr witzig und ich fand es schade, dass die Abschnitte so kurz waren.

Die Geschichte enthält immer wieder witzige Elemente und hat am Ende eine große Überraschung parat. Insgesamt hat das Buch geliefert, was ich erwartet habe. Eine seichte Liebesgeschichte mit einer Portion Humor. Allerdings fand ich es schade, dass die Gefühle, die Leidenschaft gleich bei der ersten Berührung entstand. Schöner hätte ich es gefunden, wenn es sich langsamer entwickelt hätte.

Veröffentlicht am 21.07.2019

Hoffnung und Elend im ersten Weltkrieg

Aufbruch in ein neues Leben
0

Die Geschichte startet schon sehr eindrücklich. Die Lebensbedingungen waren katastrophal. Hunger, Krankheit und das Leben in schimmeligen feuchten Kellerwohnungen mischen sich mit der täglichen Angst, ...

Die Geschichte startet schon sehr eindrücklich. Die Lebensbedingungen waren katastrophal. Hunger, Krankheit und das Leben in schimmeligen feuchten Kellerwohnungen mischen sich mit der täglichen Angst, dass einer der Lieben an der Front fällt. Ein Leben, welches von den drei Protagonisten nur Margot aus nächster Nähe kennt. Luise und Edith hingegen sind in besseren Verhältnissen aufgewachsen und dementsprechend ist auch ihre erste Reaktion auf das Elend. Doch trotz dem Elend spürt man auch in jedem Kapitel Hoffnung.

Ich fand die Handlung sehr eindrücklich. Die Probleme der Menschen wurden sehr deutlich. Die einzelnen Kapitel beinhalten verschiedene Geburten und die Probleme, die die Familien haben. Allerdings fehlte mir etwas. Ich fand die einzelnen Schicksale der Gebärenden zu abgehackt. Ich habe insgesamt keine Tiefe empfunden. Mir fehlte eine stärkere Verbindung zwischen den einzelnen Familien/Frauen und den drei Protagonisten. Da war ein roter Faden, aber er verband das Leben von den Müttern nur sehr lose mit dem Leben der drei angehenden Hebammen. So im Nachhinein habe ich nicht das Gefühl, dass diese einen großen Einfluss auf die Entwicklung von Edith, Margot und Luise hatten. Sie wirkten austauschbar. Vor allem weil alle in der Stadt mit den gleichen Problemen zu kämpfen hatte. Kaum Essen, furchtbare Wohnsituationen, Geldprobleme, Krankheiten und das klammern an ein klein bisschen Hoffnung.

Zu den Edith, Margot und Luise konnte ich auch keine starke emotionale Bindung eingehen. Ich blieb so distanziert zu ihnen. Auch hatte ich irgendwie erwartet, mehr von der Hebammenausbildung und den Geburten zu erfahren. Aber da wurde gar nicht so groß drauf eingegangen.

Alles in allem hat der erste Band der Saga einen sehr eindrücklichen Einblich in das Leben während der letzten Kriegsjahre des ersten Weltkrieges gegeben und anschaulich die Probleme der Menschen gezeigt. Allerdings konnte ich mich nicht auf die drei Protagonisten einlassen. Diese Reihe werde ich wohl nicht weiterlesen, weil sie einfach meinen Lesegeschmack nicht trifft.

Veröffentlicht am 08.06.2019

Ein interessanter Fall mit Schwächen in der Spannungskurve

Profiling Murder – Fall 2
0

"Kalter Abgrund" ist der zweite Fall der Dranbleiber-Serie "Profiling Murder" von Dania Dicken. Die Reihe erscheint monatlich beim ebook-Verlag "bethrilled" von Bastei Lübbe und ist unter anderem dadurch ...

"Kalter Abgrund" ist der zweite Fall der Dranbleiber-Serie "Profiling Murder" von Dania Dicken. Die Reihe erscheint monatlich beim ebook-Verlag "bethrilled" von Bastei Lübbe und ist unter anderem dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Bände eine Länge von 100 bis 150 Seiten haben und dadurch schnell zu lesen sind. Perfekt für zwischendurch oder einen gemütlichen Abend. Der zweite Band umfasst 120 Seiten.

Inhalt:
Fall 2: Ein Mann ersticht seine Verlobte auf brutalste Art und Weise - und ruft selbst den Notruf. Angeblich hat ein Dämon ihm befohlen, die Tat zu begehen. Doch Jake glaubt ihm sein Geständnis nicht: Der Mann hatte kein Motiv, ist nicht psychisch krank und stand auch nicht unter dem Einfluss irgendwelcher Drogen. Wieder bittet er Laurie um Unterstützung. Doch diesmal wird Laurie tiefer in den Fall gezogen, als ihr lieb ist ...


Ich selbst lese sehr gerne die Bücher von Dania Dicken und habe mehrere ihrer Bücher noch auf der Wunschliste stehen. Dank dem Verlag durfte ich den zweiten Band der Reihe lesen und muss sagen, dass mich dieser nicht wirklich von sich überzeugen konnte. Er war nicht schlecht geschrieben, aber im Vergleich war der erste Band spannender.

Zu den Punkten, die mir vom Plot her nicht gefielen: Im Nachhinein hätte ich eine gewisse Sache schon im ersten Band erahnen können, aber irgendwie hatte ich gehofft, dass genau das nicht eingebaut wird. Um das hier spoilerfrei zu halten, muss ich mich kryptisch ausdrücken: Ich sage nur Lauries Gefühle. Auch eine weitere Sache, die sich aus der Handlung ergibt, hat mir nicht gefallen. Es war logisch, so wie es sich entwickelte, aber ich fand das richtig schade, dass dieser Weg genommen wurde. Für alle die den Band kennen: Liam. Positiv am Plot gefiel mir die Phoenix-Sache, aber dazu sage ich auch nicht mehr. Diese Punkte fließen allerdings nur geringfügig in meine Bewertung ein, da das ja wirklich Geschmackssache ist und sich die Handlung logisch und nachvollziehbar ausbreitet.

Der Fall selbst fing spannend an, aber es wurde sehr schnell deutlich wer der wahre Täter war. Mir hat da etwas an Spannung gefehlt. Ich langweilte mich nach der Hälfte des Buches. Die Profiling Sicht auf den Fall war wieder informativ, was ich an der Reihe mag.

Bei den Charakteren erfährt man nicht viel Neues, sondern die Züge, die ich schon im ersten Band kennenlernte, wurden ausgebaut und vertieft. Sie bleiben sich treu und ich finde es wirklich schön, wie viel Vertrauen und Sich-Gegenseitig-Ergänzen bei Laurie und Jack zu sehen sind. Ein tolles Ermittlerteam, die solange bohren, bis sie den ganzen Fall durchschaut haben.

Ich hoffe, dass mir der dritte Band wieder mehr Spaß und Spannung bringt.