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Veröffentlicht am 12.06.2025

Akademie voller Geheimnisse

Lessons of Hearts and Magic
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Die 22jährige Lou möchte an einer berühmten Akademie Runenmagie erlernen. Das Problem ist nur, dass nur Männern dieses Recht vorbehalten ist. Zu allem Übel kommt noch, dass Frauen, die selbst über eine ...

Die 22jährige Lou möchte an einer berühmten Akademie Runenmagie erlernen. Das Problem ist nur, dass nur Männern dieses Recht vorbehalten ist. Zu allem Übel kommt noch, dass Frauen, die selbst über eine starke Herzmagie verfügen, verfolgt werden, denn diese soll angeblich sehr gefährlich sein.

Als Mann verkleidet, wird sie dem Ganzen auf den Grund gehen, ohne zu ahnen, mit welch düsteren Geheimnissen sie dort konfrontiert wird.
Hinzu kommt, dass dort auch Tom ist, ein aus gutem Hause stammender Mann, in den sie sich verliebt hat.

Mir hat das Buch gut gefallen. Anfang brauchte ich ein wenig, um in die Geschichte zu kommen, da Einiges ausufernd beschrieben war. Das hat maßgeblich dafür gesorgt, dass man sich diese Welt gut vorstellen konnte, jedoch kam die Handlung etwas später dadurch in Gang.

Dann aber, als Lou an der Akademie angenommen wurde, entwickelte sich die Geschichte rasanter und spannender.

Man kann selbst mutmaßen, was es mit der Herzmagie der Frauen auf sich hat, und ob Lou mit ihrem Schwindel irgendwann auffliegt.

Lous Charakter mochte ich. Sie war zwar manchmal sehr schnell in ihren Entscheidungen, aber Mut und Willensstärke können nun mal nur Leben verändern. Sie hat das Herz am rechten Fleck.

Auch die Beschreibungen über die Magie und die Runen und der Ablauf in der Akademie waren interessant.

Das Thema der Unterdrückung der Frauen gewinnt hier Brisanz. Und das Finale ist überraschend. Trotzdem hätte ich mir hier einen Blick in die Zukunft gewünscht, da es sich mehr als angeboten hätte.

Der Titel des Buches passt gut zum Inhalt.

Alles in allem eine spannende Geschichte mit einer mutigen Heldin.

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Veröffentlicht am 27.05.2025

Von Jägern und Gejagten

Heartless Hunter. Der rote Nachtfalter, Band 1
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Rune ist eine Hexe. Seit einem für sie prägenden Ereignis setzt sie sich dafür ein, Hexen zu retten. Sie glaubt, dass sie so einen Fehler aus der Vergangenheit wieder gut machen kann. Die Hexe betreibt ...

Rune ist eine Hexe. Seit einem für sie prägenden Ereignis setzt sie sich dafür ein, Hexen zu retten. Sie glaubt, dass sie so einen Fehler aus der Vergangenheit wieder gut machen kann. Die Hexe betreibt ein gefährliches Katz- und Mausspiel, um an Informationen zu kommen, welche ihr ermöglichen sollen, ihre Zauberschwestern in Sicherheit zu bringen und vor dem sicheren Tod zu bewahren. Die Maus stellt in diesem Fall Gideon Sharpe dar, ein Hexenjäger, der unbedingt alle Hexen lieber tot als lebendig sehen will. Er ist Rune seit zwei Jahren auf den Versen, weiß natürlich nicht, wer sie ist, denn sie ist nur als Roter Nachtfalter bekannt. Er hat aber einen Verdacht.

Rune ahnt nicht, dass der eiskalte und gut aussehende Hexenjäger sie zu seiner Beute auserkoren hat. Und so entwickelt sich ein betörendes und spannendes Spiel zwischen den beiden, bei dem man nicht ahnt, wer am Ende Sieger oder Verlierer ist, wer Jäger und wer die Beute.

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Sehr positiv ist, dass das Buch nie wirklich langweilig wurde, und somit auch nicht die Handlung. Es war unterhaltsam, wie sich die beiden verdächtigen und versuchen, sich gegenseitig auszuhorchen oder wie Gideon Beweise sucht, um Rune zu überführen.

Beide Charaktere sind interessant, geradezu zerrissen und nachfühlbar dargestellt. Man spürt, dass man öfter nicht hinter die Fassade schaut, was da wirklich geschieht und sich erst einmal eine vorgefertigte Meinung bildet.

Da die Geschichte aus beiden Perspektiven geschrieben wurde, aus Runes und Gideons, lässt den Leser viel mehr in die Tiefe der beiden Seelen eintauchen. Und spannend ist auch die Komponente, dass man nie weiß, wem man selbst als Leser trauen kann, denn die unterschiedlichen Figuren scheinen alle ihre Geheimnisse zu haben.

Die Beschreibung der Hexenrituale gefiel mir ausgesprochen gut.

Einen Stern ziehe ich ab, weil ich manche Handlungen nicht immer nachvollziehen konnte. Das tat insgesamt dem Lesevergnügen keinen allzu großen Abbruch. Dennoch wünsche ich mir für den zweiten Band, dass sich hier mehr tut und es darf auch wieder so viel Spannung entstehen. Zudem hoffe ich, dass die Hexenwelt, in der sich da bewegt wird, noch mehr beschrieben wird.

Interessante Charaktere und eine Story, die durchaus zu fesseln weiß.

4 Sterne.

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Veröffentlicht am 28.05.2026

Überraschende Dystopie, die nachhallt

Die unendliche Sehnsucht der Haushaltsgeräte
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Scout, ein kleiner Saugroboter, der bei dem älteren Ehepaar Edie und Harold seinen Dienst verrichtet, ist hier der kleine Star des Buches. Nach und nach erfragt er fast schon philosophisch, was hinter ...

Scout, ein kleiner Saugroboter, der bei dem älteren Ehepaar Edie und Harold seinen Dienst verrichtet, ist hier der kleine Star des Buches. Nach und nach erfragt er fast schon philosophisch, was hinter allem steckt - und scheint dabei selbst echte Gefühle zu entwickeln.

Als Edie stirbt, und Adrian, ein Klavierschüler von ihr, in Harolds Leben tritt, verändert sich vieles.

Die Geschichte erzählt von Haushaltsgeräten, die den Bewohnern das Leben erleichtern sollen. Dreh- und Angelpunkt ist dabei Scout, der eigentlich nur dafür da ist, das Haus sauber zu halten. Zwar kommt er dieser Aufgabe nach, er belauscht jedoch die Gespräche und möchte unbedingt mehr über die Menschen wissen, was den meisten anderen Haushaltsgeräten missfällt. Schließlich hat jeder von ihnen seinen Dienst zu verrichten. Nicht mehr und nicht weniger.

Die Dialoge sind gut gelungen zwischen den Geräten. Man spürt förmlich, wie sich Scout mehr und mehr hervor tastet, um die Menschen besser zu verstehen. Das hat mir gefallen.

Doch das Buch wandelt sich nach und nach in eine bedrückende Dystopie. Wer eine Geschichte erwartet, die witzig und voller Wärme ist, dürfte enttäuscht werden. Zwar weist die Handlung leise Zwischentöne auf, ist immer wieder äußerst gefühlvoll, aber die Geschichte dreht sich auch in eine ganz andere Richtung. Big brother is watching you, kann man da kryptisch andeuten.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, auch bildlich. Was mir nicht so gut gefiel, dass manches nicht logisch und nachvollziehbar war

Insgesamt gefiel mir die Geschichte, weil sie anders war, und auch wenn sie aufgrund der farbenfrohen Covers etwas anderes vermuten ließ. Zudem macht sie begreiflich, was geschehen kann, wenn man einer KI eine freie Hand lässt - oder sie einfach alle Entscheidungen übernimmt. Sehr bedrohlich entwickelte sich daher das Szenario.

3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 10.10.2025

Wenn eine Hexe auf einen Dämonen trifft

Spookily Yours
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Die Hexe Willow lebt in Pleasant Grove. Sie arbeitet im Cafè ihrer Schwester und sehnt sich nach einer neuen Katze. Als sie in dem örtlichen Tierheim auf einen schwarzen Kater trifft und ihn mit nach Hause ...

Die Hexe Willow lebt in Pleasant Grove. Sie arbeitet im Cafè ihrer Schwester und sehnt sich nach einer neuen Katze. Als sie in dem örtlichen Tierheim auf einen schwarzen Kater trifft und ihn mit nach Hause nimmt, staunt sie nicht schlecht, weil dieser ihr offenbart, ein Dämon zu sein, der verzaubert wurde. Sie schafft es, ihn in seine menschliche Gestalt zurück zu verwandeln.

Damien (der Name passt) ist ein ansehnliches Exemplar von einem Mann. Willow spürt die gegenseitige Anziehungskraft, und auch Damien kann ihr kaum widerstehen. Doch er hütet ein Geheimnis.

An dem Buch gefiel mir die herbstliche Stimmung, die cozy in die Jahreszeit passte. Willow und Damien sind mir beide sympathisch gewesen. Zudem waren die Gedanken von Damien witzig. Jennifer Chapmans Schreibstil ist locker und leicht.

Dass es ab dem letzten Drittels der Geschichte so spicy wurde, hätte ich nicht gedacht. Eher, dass es sich um eine Romantasy oberhalb der Gürtellinie handelt.

Was mir nicht so gefiel, war, dass es gar keinen Spannungsbogen gab. Ich hatte mir vorgestellt, dass zum Ende hin noch viel mehr passiert. Leider war das nicht der Fall.

Ich habe das Hörbuch gehört. Marie Langenfeld und Leon Wander machen ihren Job richtig gut in ihren Rollen, das hat die Handlung aufgewertet.

Locker leichte Story zum Wohlfühlen, aber ohne allzu hohen Anspruch.

3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 29.07.2025

Ermittlungen auf die andere Art

Die Bibliothek meines Großvaters
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Kaede ist Lehrerin und ein echter Krimifan. Sie lebt allein. Ihr Großvater leidet unter Lewy-Körper-Demenz. Dadurch hat er bereits im frühen Stadium Halluzinationen.

Er war Direktor einer Schule und sehr ...

Kaede ist Lehrerin und ein echter Krimifan. Sie lebt allein. Ihr Großvater leidet unter Lewy-Körper-Demenz. Dadurch hat er bereits im frühen Stadium Halluzinationen.

Er war Direktor einer Schule und sehr beliebt, weil er sich um seine Schüler immer gekümmert hat.

Als Kaede auf Zeitungsausschnitte stößt, die ihren Sinn zum Lösen von Kriminalfällen wecken, fängt sie an, mit ihrem Großvater zu ermitteln. Aber auch in ihrem Umfeld schlittert sie in interessante Fälle. Ob ein Mord in einer Bar oder dem plötzlichen Verschwinden einer Lehrerin.

Man spürt, dass die beiden ein Faible für die Kriminalliteratur haben. Dabei werden auch immer wieder berühmte Schriftsteller dieses Genres erwähnt.

Ich war fasziniert, wie intelligent und brillant Kaedes Großvater immer noch ist. Und mit ihren Ermittlungen hat sie ihm das Gefühl gegeben, immer noch wichtig zu sein und ihn von seiner Krankheit abgelenkt.

In der Geschichte wird das Krankheitsbild dieser Demenzform näher gebracht, die ich vorher so noch nicht kannte, mit dem speziellen Begriff.

Der Schreibstil ist angenehm. Manchmal waren es mir zu viele Wiederholungen und Erklärungen in den einzelnen Fällen. Das hat den Lesefluss ins Wanken gebracht.

Mir gefiel, dass man merkt, dass man sich in Japan befindet. Das Buch ist „ruhig“. Es ist zwar spannend, zu sinnieren, was alles passiert sein könnte, trotzdem wird es unaufgeregt erzählt. Und am Ende ist es überraschend.

Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen. Jedoch habe ich an manchen Stellen Emotionen vermisst. Da wäre mehr tatsächlich mehr gewesen.

Das hat mir gefehlt, auch wenn die Ermittlungen selbst zum Nachdenken brachten.

Das Cover ist wunderschön gestaltet, so dass man gleich spürt, dass die Geschichte in Japan handelt.

3,5 Sterne

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