Profilbild von Spring

Spring

Lesejury Profi
offline

Spring ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Spring über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.11.2025

Geister, Verdächtige und ein Mord

The Morrisey Mysteries 1. Ein Mord in 3B
0

Meg Dawson ist gerade wieder ins Morrisey-Gebäude eingezogen, in dem sie früher eine lange Zeit verbracht hat. Sie ist froh, wieder an diesem Ort zu sein. Doch ihr Glücksgefühl wird abrupt gestört, als ...

Meg Dawson ist gerade wieder ins Morrisey-Gebäude eingezogen, in dem sie früher eine lange Zeit verbracht hat. Sie ist froh, wieder an diesem Ort zu sein. Doch ihr Glücksgefühl wird abrupt gestört, als ein Mord passiert. Mr. Miller, der ziemlich zurückgezogen lebte, wurde in seinem Apartment getötet.

Laurence, ihre heimliche Liebe, den sie schon, als beide Kinder waren, kannte, und der ebenfalls dorthin zurückgekehrt ist, gerät in Gefahr. Tatkräftig unterstützt wird Meg beim Ermitteln durch Ripley, ihre Geisterfreundin, mit der sie schon lange durch ein einschneidendes Ereignis in ihrem Leben verbunden ist.
Und auch so spukt es an jeder Ecke im Morrisey. Wird Meg den mysteriösen Mord aufklären? Befindet sie sich ebenfalls in Gefahr?

Der Auftakt der Reihe ist unterhaltsam und interessant. Meg gefällt mir aufgrund ihrer  sympathischen Charakterzeichnung. Sie ist tierlieb, bescheiden, könnte jedoch mehr Selbstvertrauen gebrauchen. Aber jede Reise hat ihr Ziel, und der Weg dahin kann manchmal steinig sein.

Das Gebäude und seine verschiedenen Bewohner konnte ich mir bildlich vorstellen.
Sie sind authentisch gezeichnet.

Das Buch ist unterhaltsam und spannend geschrieben, man rätselt ständig, wer der Mörder ist. Eben so eine klassische Whodunit-Geschichte.
Der Schreibstil ist angenehm, die Handlung ist nie langweilig. Ich fühlte mich an Only Murders in the building erinnert. Nur mit Geistern.

Das Buch ist schön gestaltet. Das Cover passt zum Thema, und man findet gleich zu Anfang einen Grundriss des Gebäudes und am Ende eine Liste der Bewohner.

Wer Geisterstorys mit einem gehörig eiskalten Hauch eines Krimis mag, sollte sich ins Morriseys verirren.

4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.10.2025

Gruselig und spannend

Gänsehaut in Hovenäset 1. Flammenrad
0

Heidi zieht mit ihrem Vater und seiner Freundin Jennifer in ein Haus in Hovenäset, in dem noch nicht alle Umbauten abgeschlossen sind. Dort angekommen, geschehen mysteriöse Dinge. Die Plane, die sich in ...

Heidi zieht mit ihrem Vater und seiner Freundin Jennifer in ein Haus in Hovenäset, in dem noch nicht alle Umbauten abgeschlossen sind. Dort angekommen, geschehen mysteriöse Dinge. Die Plane, die sich in Heidis Zimmer befindet, bewegt sich nachts, ohne dass es einen Luftzug gibt, und ein Untermieter zieht bei ihnen ein, der ein Riesenrad betreibt und undurchsichtig erscheint. Ist er vertrauenswürdig, oder geht eine Gefahr von ihm aus?

Zudem ist Jennifer schwanger. Heidi wird plötzlich in unheimliche Ereignisse hineingezogen, die die Grenzen zwischen Realität und Geisterwelt immer mehr verschwimmen lassen. Denn die Nachforschungen zu einer Tragödie, die vor vielen Jahrzehnten geschah, bringen Heidi und ihre beiden Freunde Alva und Harry in immer größere Bedrängnis.

"Flammenrad" ist dem Genre Horror zuzuordnen, wobei auch Krimielemente, aufgrund der Ermittlungen hinzukommen. Mir gefiel Heidi und wie sie agierte. Sie ist ein mutiges und intelligentes Mädchen.
Die Grundstimmung mit den Unwettern war passend und trug zu der schaurigen Atmosphäre bei. Die Handlung ist durchweg spannend und nie langweilig.

Zudem wird die Vergangenheit interessant mit der Gegenwart verwoben. Der Schreibstil ist einfach und angenehm. Die Geschichte ist unheimlich und in gewissen Einzelheiten nicht ohne.

Zudem rätselt man selbst mit, wie alles zusammenhängt und welche Auflösung es geben wird.

Gruselig, fesselnde Atmosphäre und eine Hintergrundgeschichte, die niemanden kalt lassen dürfte.

4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.10.2025

Von der Muse geküsst

Palace of Ink & Illusions, Band 1 - Der Kuss der Muse
0

Liv möchte für ihrem Webtoon bei einem Autorenwettbewerb auf Korfu Werbung machen. Dass sie gewinnen kann, glaubt sie nicht. Mitmachen ist das Ziel. Unterwegs begegnet ihr der geheimnisvolle, gutaussehende ...

Liv möchte für ihrem Webtoon bei einem Autorenwettbewerb auf Korfu Werbung machen. Dass sie gewinnen kann, glaubt sie nicht. Mitmachen ist das Ziel. Unterwegs begegnet ihr der geheimnisvolle, gutaussehende Flame, der zu ihrer Überraschung auch teilnimmt.

Doch Liv erlebt noch mehr Überraschungen. Denn der Wettstreit ist magisch, und anders, als sie sich in ihren kühnsten Träumen vorstellen konnte. Sie muss sich, wie die anderen Teilnehmenden, neun Musen stellen, die tatsächlich lebendig sind. Dabei wird sie von einem Mangabuch unterstützt, welches um keinen Spruch verlegen ist.

Mir hat der Auftakt richtig gut gefallen. Wenn man an Griechenland denkt, ist die spannende Mythologie mit Göttern und der antiken Kultur ein Grund mehr, sich das Land und seine Geschichte anzusehen. Oft wurde dies schon thematisiert.

Hier wird die Idee dazu interessant umgesetzt. Das Achilleion, das hier als Schauplatz dient, ist weltbekannt. Sabine Schoder vernetzt die Gegenwart mit der Vergangenheit.

Liv mochte ich, genau auch wie Flame. Mein Lieblingscharakter ist das Manga, das Liv mit Rat und Tat zur Seite steht.

Die Autorin versteht es, witzig Dialoge zu entwerfen und auch alles so zu beschreiben, dass die bildliche Vorstellungskraft auflebt. Manchmal für mich ein wenig zu ausufernd.

Der Schreibstil ist angenehm und lässt die Seiten fliegen.

Die Dilogie endet mit einem Cliffhanger, was nicht anders zu erwarten war.

Das Buch ist wunderschön gestaltet. Allein schon das Cover und der Farbschnitt sind Eyecatcher.

Mythologie trifft auf Spannung, Wortwitz und viele Emotionen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.09.2025

Eine Diebin und ein Tigergott

Prinzessin der tausend Diebe – Betrayed
2

Sora ist eine Erbin eines Firmenimperiums in Südkorea. Doch sie lebt abgeschieden auf der Insel Jeju mit ihrer kranken Mutter. Beide wurden verstoßen und betreiben ein Cafè. Sora hat nichts für ihre reiche ...

Sora ist eine Erbin eines Firmenimperiums in Südkorea. Doch sie lebt abgeschieden auf der Insel Jeju mit ihrer kranken Mutter. Beide wurden verstoßen und betreiben ein Cafè. Sora hat nichts für ihre reiche Familie, den Hong-Clan, übrig, und vor allem nicht für ihren Vater Jihoon.

Plötzlich erhält sie einen Brief, der sie veranlasst, zu ihrer verhassten Familie nach Busan zu reisen.

Was dort passiert, wirbelt ihr Leben gehörig durcheinander. Denn sie muss sich ihrer Vergangenheit und ihrer ungewissen Zukunft stellen.
Dabei trifft sie auf einen gefährlich attraktiven Tigergott, der ihre Hilfe braucht – genau so wie sie seine. Mit Magie, Mut und mächtigen Gegnern versucht Sora, zu überleben und endlich zu erfahren, welchen Weg sie gehen wird und wofür sie bestimmt ist.

Der Auftakt der koreanischen Dilogie gefällt mir richtig gut. Der Schreibstil ist sehr angenehm und poetisch. Auch die übernatürliche Welt, die sich mit der Realität vermischt, ist ideenreich und anders.

Sora mit ihrer trockenen Art mag ich, und auch Ran, der sie aus ihrer Reserve lotst. Dabei hat er auch ein Schicksal zu tragen, das sehr zermürbend ist.

Mir gefiel das Setting, das Korea näher bringt, mit Begrifflichkeiten von Anreden, Kleidungen und Essen zum Beispiel, richtig gut.

Zu Beginn des Buches gibt es eine Karte von Busan und hinten ein schönes Bild der beiden Hauptcharakter,

Außerdem bietet die Songliste Abwechslung.

In der Geschichte geht es nicht zimperlich zu. Gewalt und Zerstörung sind allgegenwärtig. Aber auch die Emotionen kommen nicht zu kurz. Ich finde, dass die Autorin dafür ein besonderes Händchen hat, denn ich konnte mitfühlen, leiden und zwischendurch lachen.

Die Prüfungen hätten meiner Meinung nach nicht so viele sein müssen, das wäre auch mit der Hälfte reichlich gewesen.

Der ganze Hong-Clan, unter dem Sora leidet, ist einfach nur schrecklich. Dabei gibt es aber auch Überraschungen. Die Figurenzeichnungen sind gelungen, ich konnte mir neben ihnen auch die einzelnen Situationen und Orte bildhaft vorstellen.

Am Ende gibt es einen gehörigen Cliffhanger, der Lust auf die Fortsetzung macht.

Magisch, poetisch, grausam, romantisch.

4 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Fantasy
Veröffentlicht am 02.07.2025

Ein ungewöhnlicher Thriller, der überrascht

Alex Brandt
0

Ein sehr ungewöhnlicher Fall beschäftigt Alex Brandt und sein Team: In einem Restaurant werden fünf Leichen entdeckt. Ihnen fehlen die Herzen, die mit Präzision entfernt worden sind. Das Makabere daran ...

Ein sehr ungewöhnlicher Fall beschäftigt Alex Brandt und sein Team: In einem Restaurant werden fünf Leichen entdeckt. Ihnen fehlen die Herzen, die mit Präzision entfernt worden sind. Das Makabere daran ist, dass die Opfer keine Angst oder keinen Schmerz in ihren Augen tragen, sondern selig lächeln. Es gibt keine brauchbaren Zeugen. Und so tappt Ermittler Brandt erst einmal im Dunkeln. Zusammen mit seinen Mitarbeitern beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn nicht nur die Bürgermeisterin und die Presse sitzt ihnen im Nacken, sondern auch die Gewissheit, dass das Morden weitergehen könnte.

Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn ich nicht gleich mit Alex Brandt warm wurde. Er hat mich mit der Zeit dennoch überzeugt, weil er sich selbst gut analysiert hat und ein fähiger Ermittler ist. Sein Sarkasmus ist triefend und manchmal huschte mir ein Grinsen über das Gesicht, wenn er einen fiesen Spruch absonderte. Er ist ein Charakter, der zwar äußerlich sich nichts anmerken lässt, der jedoch sehr an seiner Schwester hängt. Er ist schon arrogant, weil er weiß, was er kann.


Auch seine Mitarbeiter haben sehr gute Figurenzeichnungen erhalten. Oft ist es so, dass sich alles um den Hauptcharakter dreht, aber hier erfährt man auch weniger oder mehr über die Hintergrundgeschichten des Teams und kann in in die Gefühlswelten eintauchen, was ich besonders spannend bei Julia fand. Als Ermittler wollen sie den Toten eine Stimme geben und für Gerechtigkeit sorgen. Privat sind sind eben Menschen, die auch ihre Probleme, Sehnsüchte und Träume haben.

Die Suche nach dem Mörder war spannend inszeniert. Hier erfährt man sehr viel über die geradezu detektivische Tätigkeiten der Einheit, damit sie das Rätsel lösen.

Immer mal wird der Autor poetisch in seinen Beschreibungen: "Tatorte bargen stets eine düstere Mischung aus Schrecken und Trauer. Der Tod lauerte hier, in all seiner grausamen Pracht."

Das gefiel mir.

Man tappt einige Zeit im Dunkeln, was die Auflösung anbelangt, und ich war sehr überrascht, welche es dann war. Ich fand die Erklärung andersartig und ungewöhnlich. So etwas ist immer spannend, weil man es nicht so erwartet. Ich finde es wagemutig, wie die Geschichte gedreht wurde.

Zudem gesellte sich Mystik dazu, was ich zwar schon im Vorfeld las, aber in der Form nicht kommen sah.

Der Schreibstil ist flüssig. Die Beschreibungen der Handlung und der Orte und Situationen passten zu der fesselnden Atmosphäre.

Ein Thriller, der verblüfft und mit Überraschungen aufwartet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere