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Ullap

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Veröffentlicht am 13.06.2025

Freundschaft über Generationen

Neuanfang in Notting Hill
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Nachdem ihr Freund sie um ihr Geld und auch alle Illusionen gebracht hat, zieht die junge Jess zur Untermiete bei der älteren Joan ein, die sich sehr aus dem Leben zurückgezogen hat. Auch sie hat mit ihrer ...

Nachdem ihr Freund sie um ihr Geld und auch alle Illusionen gebracht hat, zieht die junge Jess zur Untermiete bei der älteren Joan ein, die sich sehr aus dem Leben zurückgezogen hat. Auch sie hat mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen. Beide vereinbaren, ein wenig die Rollen zu tauschen, Jess will für einige Zeit offline gehen, Joan wird erstmals aktiv mit Handy und Internet.

Diese herzerwärmende Geschichte habe ich sehr gerne gelesen. Die Kapitel sind jeweils abwechselnd aus der Sicht von Jess und Joan geschrieben, zwei Frauen, die sich trotz des großen Altersunterschieds schnell nahe kommen und eine ganz besondere Freundschaft aufbauen. Dabei kann jede jeweils von der anderen profitieren. Durch den leichtgängigen Schreibstil war das Lesen eine wahre Freude, flott konnte ich durch die Zeilen fliegen. Dennoch wohnt dieser Geschichte neben einer großen Portion Romantik auch eine gewisse Tiefe inne, sie erzählt neben verschiedenen tollen Freundschaften auch von der Möglichkeit der zweiten Chancen. Dabei waren mir alle Charaktere, auch die Nebenfiguren, sehr sympathisch, dennoch ist mir die Geschichte der älteren Dame Joan am Meisten ans Herz gegangen.
Ein leichter und empfehlenswerter Roman!

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Veröffentlicht am 04.06.2025

Zwei junge Frauen auf dem Weg in den Süden

Tage wie Salzwasser
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Die schwangere Atlanta wartet am Bahnhof auf ihren Freund Malte, als sie die Nachricht erreicht, dass dieser tot in seiner Wohnung aufgefunden wurde. In seinem Notizbuch findet sie ihr unbekannte Adressen ...

Die schwangere Atlanta wartet am Bahnhof auf ihren Freund Malte, als sie die Nachricht erreicht, dass dieser tot in seiner Wohnung aufgefunden wurde. In seinem Notizbuch findet sie ihr unbekannte Adressen im Süden Europas. Die junge Enza wird mit der Krebserkrankung ihrer Mutter konfrontiert und von der Mutter auf den Weg nach Italien geschickt, um die dort lebende Tante zu kontaktieren. Durch einen kleinen Unfall treffen die beiden Frauen aufeinander und beschiessen, sich gemeinsam auf den Weg auf den Spuren ihrer Liebsten zu machen.

Mich hat die Geschichte dieser doch so unterschiedlichen Frauen sehr berührt und auch mitgenommen. Eine spannende Reise quer durch Südeuropa lässt einen kaum zu Atem kommen, die Frauen verlieren sich zwischendurch, um sich dann später doch wiederzufinden, treffen unterwegs auf weitere interessante, nicht immer ungefährliche Charaktere. Manchmal fand ich sie etwas kopflos, im Laufe der Geschcihte sind sie jedoch gewachsen. Es handelt sich hierbei nicht um einen reinen Wohlfühlroman, wie ich zunächst vermutet hatte, der Geschichte wohnt schon eine gewisse Tiefe inne. Immer habe ich jedoch mit den beiden Frauen mitgelitten und ein bisschen auch mit auf dem Motorrad geseen, und sie auf ihrer Reise begleitet.

Ein empfehlenswerter Roman für den Sommer!

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Veröffentlicht am 06.05.2025

Zwei Leben

Beeren pflücken
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In den frühen 60er Jahren kommt eine indianische Familie regelmäßig im Sommer nach Maine, um dort als Beerenpflücker ihren Unterhalt zu bestreiten. Eines Tages verschwindet die 4jährige Tochter Ruthie ...

In den frühen 60er Jahren kommt eine indianische Familie regelmäßig im Sommer nach Maine, um dort als Beerenpflücker ihren Unterhalt zu bestreiten. Eines Tages verschwindet die 4jährige Tochter Ruthie spurlos, ihr einige Jahre älter Bruder Joe hatte sie zuletzt gesehen. Ruthie taucht nie wieder auf, die Familie muss mit diesem Schicksal leben, Joe macht sich lebenslang Vorwürfe und verlässt nach einem Vorfall seine Familie, um rastlos durch die USA zu ziehen.
Die Geschichte wird aus zwei Sichtweisen erzählt: Der Joes und der Normas, eines Mädchens, das überbehütet bei seinen Eltern aufwächst und zeitlebens nach seinen Wurzeln sucht. Auch wenn man bald ahnt, was es mit Norma auf sich hat, dauert es doch sehr lange, bis nicht nur der Leser, sondern auch Norma selbst Gewissheit hat.
Die Autorin hat uns sehr einfühlsam die Geschichte einer Familie erzählt, die stellvertretend für die indigene Bevölkerung Amerikas steht, für die Probleme einer Bevölkerungsgruppe, aber auch mit ihrem höchstpersönlichen Schicksal zu kämpfen hat. Die innere Zerrissenheit der beiden Hauptfiguren wurde für mich sehr gut herausgearbeitet, ebenso aber auch der große Zusammenhalt einer Familie, in der jeder sein Schicksal anders verarbeitet.
Zwischendurch hatte für mich die Geschichte von Joe einige Längen und die "Auflösung" über Normas Leben hatte ich mir persönlich etwas spektakulärer vorgestellt. Es ist dennoch ein sehr lesenswertes Buch, das ich gerne empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 22.04.2025

Ungewöhnliche Mieter in einem ungewöhnlichen Haus

Ms Darling und ihre Nachbarn
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Wir lesen die Geschichte von Shelley House, eines altehrwürdigen englischen  Mietshauses, das von seinem Eigentümer abgerissen werden soll, um einem lukrativen Neubau zu weichen. Dies ruft die Mieter auf ...

Wir lesen die Geschichte von Shelley House, eines altehrwürdigen englischen  Mietshauses, das von seinem Eigentümer abgerissen werden soll, um einem lukrativen Neubau zu weichen. Dies ruft die Mieter auf den Plan, allen voran die 77jährige Dorothy, die dort bereits seit Jahrzehnten wohnt und als eine Art selbsternannte Hausmeisterin über Recht und Ordnung im Hause wacht. Dass sich die Mieter untereinander alle nicht gerade gut verstehen, macht die Sache nicht einfacher. 

Hatte ich aufgrund des Klappentextes ursprünglich mit einer humorvoll-lockeren Geschichte gerechnet, wurde ich beim Lesen im positiven Sinne eines Besseren belehrt. Neben einigen Szenen, bei denen ich gerade über Dorothys Verhalten des Öfteren schmunzeln musste, gab es hier verschiedene tiefgründige Themen, die mich doch sehr angesprochen haben: Vergangenheitsbewältigung, familiäre Probleme, unausgesprochene Wahrheiten, Schuldvorwürfe, aber am Ende auch der grosse Zusammenhalt zwischen Menschen, die zunächst gar nicht zusammenzupassen scheinen. Hierbei erscheint die Geschichte jedoch nie überladen, die Charaktere kamen für mich authentisch herüber und waren fast durchweg sympathisch. Ein kleiner Hund sorgte hier zwischendurch zusätzlich für Stimmung, ein schöner Roman mit einem ungewöhnlichen Thema, den ich gerne empfehlen kann!

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Veröffentlicht am 20.04.2025

Leben und Leben lassen?

Halbe Leben
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Das Buch beginnt mit dem Ende: Klara ist tot, einen Abhang hinunzrtgestürzt, bei ihr nur Paulina, die osteuropäische Pflegerin von Klaras an Demenz erkrankter Mutter.

Mir hat an diesem Buch sehr gut gefallen, ...

Das Buch beginnt mit dem Ende: Klara ist tot, einen Abhang hinunzrtgestürzt, bei ihr nur Paulina, die osteuropäische Pflegerin von Klaras an Demenz erkrankter Mutter.

Mir hat an diesem Buch sehr gut gefallen, dass die Geschichte von rückwärts her aufgerollt wird, bis zum Ende fragt man sich, wie es zu Klaras Tod kommen konnte oder gar musste? Die Gegensätze zwischen Arm und Reich werden hier sehr gut am Beispiel der beiden Frauen aufgezeigt, beide arbeiten hart für ihr Geld, sind aber in unterschiedlichen Strukturen und Ländern aufgewachsen. Zu den Charakteren konnte ich keine wirkliche Nähe aufbauen, werden sie hier doch eher distanziert und teilweise auch etwas gefühlsarm gezeichnet, was aber m.E. auch gut zur Geschichte passt. Das Ende hatte ich hier zwar anders erwartet, aber auch dad passt insgesamt. Daher gute 4 Sterne von mir!

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