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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.08.2025

Leider ein typischer zweiter Teil

Golden Bay − How it hurts
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Zweite Teile sind für mich die "Sandwich-Kinder" in einer Trilogie. Sie haben nicht mehr den Reiz des Neuen, dürfen aber auch nicht das große Finale offenbaren. Bei zweiten Teilen stellt sich mir ganz ...

Zweite Teile sind für mich die "Sandwich-Kinder" in einer Trilogie. Sie haben nicht mehr den Reiz des Neuen, dürfen aber auch nicht das große Finale offenbaren. Bei zweiten Teilen stellt sich mir ganz oft die Frage, warum es denn eigentlich immer drei Teile geben muss und warum die Autoren sich nicht öfter mal mit einer gut geschriebenen Dilogie zufrieden geben anstatt mit dem Sandwich-Kind die Geschichte noch unnötig in die Länge zu ziehen.

Leider ging es mir mit dem zweiten Band der Golden Bay-Trilogie von Bianca Iosivoni ähnlich. Ich hatte ständig das Gefühl, dass die Geschichte auf der Stelle tritt. Keine Ahnung, wie oft ich von Ember oder Holden den Satz "Wir müssen darüber reden!" gelesen habe - nur damit die beiden im Anschluss herausfinden konnten, dass sich das ganze Reden nicht lohnt, so lange Holden seine Geheimnisse für sich behält. Also macht man halt rum, anstatt zu reden, und bereut es dann hinterher. Ich verstehe, dass es zwischen den beiden eine große Anziehung gibt. Dennoch gefällt mir dieses ständige Hin und Her und Embers wackelige Haltung Holden gegenüber nicht.

Der Roman ist aus Holdens Sicht erzählt, worüber ich mich sehr gefreut habe, da ich im ersten Teil den Eindruck hatte, ihn überhaupt nicht zu kennen. Eigentlich mochte ich ihn nicht mal, mit seiner manipulativen, übergriffigen Art Ember gegenüber. Jetzt in Teil 2 erhält man wenigstens eine Erklärung dafür, warum er sich so verhält. Und jetzt kann ich ihn auch ein klitzekleines bisschen besser leiden.

Die Geschichte war für meinen Geschmack etwas zu vorhersehbar. Einzig das Ende sorgte für etwas Spannung und entschädigte mich für die grotesk langgezogenen ersten zwei Drittel.

Mein Fazit: Ich bin selbst ein Sandwich-Kind und weiß deshalb, wie sich dieses Buch fühlen muss. Aus diesem Grund vergebe ich wohlwollende 3 von 5 Sternen und hoffe, dass das grande finale mich nochmal so richtig packen kann.

Veröffentlicht am 08.07.2025

Lova vs. Luis

Belladaire Academy of Athletes - Rivals
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So richtig konnte mich die Geschichte von Lova und Luis nicht packen. Es ist eine klassische Second Chance-Lovestory, die mit dem Haters-To-Lovers-Trope kombiniert ist. Darüber hinaus ist die Handlung ...

So richtig konnte mich die Geschichte von Lova und Luis nicht packen. Es ist eine klassische Second Chance-Lovestory, die mit dem Haters-To-Lovers-Trope kombiniert ist. Darüber hinaus ist die Handlung aber ein wenig dünn.

Lova fand ich als Mensch ganz interessant. Ich mag, dass sie nicht so abgehoben ist, wie man es von einer jungen Frau ihrer Gesellschaftsschicht erwarten würde. Ihr Gezicke Luis gegenüber war anfangs echt anstrengend, aber mal ganz abgesehen von Ihrer anfänglichen Wut auf Luis strahlt sie sehr viel Wärme und Lebensfreude aus. Ihr Thema im Buch ist eine Identitätskrise, die ganz heimlich, still und leise daher kommt. Ich fand es sehr schade, dass eben dieses Thema total hinter Luis' zurückstand und dass es am Ende auf gänzlich unrealistische und viel zu schnelle Weise aufgelöst wurde.
Luis kam von Anfang an superlieb rüber, so dass ich überhaupt nicht verstehen konnte, was für ein Problem zwischen Lova und ihm stehen könnte. Andeutungen gab es in der ersten Hälfte des Buchs viele, aber die Auflösung kam dann erst etwas später. Für mich hat sich das ziemlich künstlich angefühlt, mit dem alleinigen Ziel, den Spannungsbogen für den Leser aufrecht zu erhalten. Gut fand ich allerdings, dass er am Ende selbstständig zu einer erwachsenen und vernünftigen Lösung gefunden hat.

Die Lovestory konnte mich nicht besonders mitreißen. Leider fühlte sich jede Entwicklung furchtbar konstruiert an, wie in einem Drehbuch. Lova und Luis zusammen geben ein zuckersüßes Pärchen ab, aber irgendwie war ihre Geschichte für mich nicht stimmig.

Der Großteil des immerhin 462 Seiten langen Romans beschäftigt sich mit dem Kampf der Protagonisten um den Platz im Eliteteam, dem Kampf untereinander und - ab der Hälfte des Buchs - auch mit Luis' Kampf gegen seine Dämonen. Ja, man kann mit diesen Themen ein ganzes Buch füllen. Aber mir wars irgendwie zu wenig, die Geschichte war manchmal richtig zäh und langatmig und ich hätte mir mehr Aktion gewünscht.

Mein Fazit: So richtig begeistern konnte mich das Buch nicht, aber es war ok. Mehr als 3 von 5 Sternen möchte ich aber nicht vergeben.

Veröffentlicht am 29.06.2025

War ok.

The Time I Stayed With You
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Der Abschlussband der Loving-You-Trilogie von Maya Hughes war ok, aber er konnte mich nicht so sehr mitnehmen wie die ersten beiden Bände. Wahrscheinlich lag das daran, dass Bay inzwischen berühmt ist ...

Der Abschlussband der Loving-You-Trilogie von Maya Hughes war ok, aber er konnte mich nicht so sehr mitnehmen wie die ersten beiden Bände. Wahrscheinlich lag das daran, dass Bay inzwischen berühmt ist und ich ihre bodenständige Art nicht mit dem hektischen Leben und dem Glamour einer Pop-Ikone vereinbaren konnte. Das war irgendwie nicht unsere Bay, die da in diesem Buch vorkam.

Außerdem war mir das Ende deutlich zu kitschig, angefangen bei der "großen Geste" bis hin zum Epilog.

Der Rest der Geschichte war ok. Keaton fand ich super gut, ein richtiger Book-Boyfriend, auch wenn er an einer Stelle mal eben in alte Verhaltensmuster zurückfallen musste. Aber ich fands total süß, wie er sich um Bay gesorgt und gekümmert hat, gleichzeitig auch nicht mehr auf so toxische Art und Weise, wie ich das im ersten Band empfunden habe.

Mein Fazit: Die Trilogie beschreibt die komplette Romanze von Bay und Keaton, angefangen bei der Highschool-Romanze, über eine heiße Affäre im Erwachsenenalter, bis hin zur reifen Beziehung. An sich ein interessanter Ansatz, aber gerade zum Ende hin war das ganze nicht mehr stimmig für mich. Dennoch eine schöne Lovestory, die man absolut lesen kann, aber nicht muss. 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 17.06.2025

Gemischte Gefühle

Season Sisters – Frühlingsgeheimnisse
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Der Auftakt der Season Sisters-Reihe von Anna Helford hat mich mit ziemlich gemischten Gefühlen zurückgelassen. Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt - zum einen in der Gegenwart, in der Spring ...

Der Auftakt der Season Sisters-Reihe von Anna Helford hat mich mit ziemlich gemischten Gefühlen zurückgelassen. Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt - zum einen in der Gegenwart, in der Spring Season ihrer betagten Freundin Sophia Fowler hilft, vergangenes Unrecht wiedergutzumachen und dabei ihrer ersten Liebe Ethan Fowler wieder begegnet, und zum anderen in der Vergangenheit, Ende des 19. Jahrhunderts, in der die Geschichte der Krankenschwester Daphne Marcy wiedergegeben wird. Die Vergangenheits-Kapitel konnten mich samt und sonders in ihren Bann ziehen - es geht um Liebe, Intrigen, Machtspielchen, Geheimnisse und Mord, die Verwicklungen sind vielfältig und meist unvorhersehbar, so dass es nicht schwer fällt, sich von den Geschehnissen mitreißen zu lassen. Die Gegenwart hingegen wird überschattet von dieser seltsamen Second-Chance-Liebesgeschichte zwischen Spring und Ethan - eine Liebe, die viel zu schnell aufflammt und hell lodert, als dass man sie für voll nehmen könnte. Die Geschehnisse rund um Sophia Fowler sind ähnlich mitreißend wie die Geschichte von Daphne Marcy, allerdings passen auch hier die äußeren Umstände nicht. Man hat das Gefühl, dass Sophia plötzlich gar keinen anderen Daseinszweck mehr hat, als den, ihre Geschichte an Ethan und Spring weiterzugeben. Und dies natürlich nicht am Stück, sondern mit sauber geplanten "Müdigkeits-"Pausen. Man würde meinen, dass Ethan und Sophia wert darauf legen, sich kennenzulernen - stattdessen darf Sophia nur noch dann in Erscheinung treten, wenn sie das nächste Kapitel ihrer Vergangenheit enthüllen darf.

Mein Fazit: Der Kern der Geschichte hat mir richtig gut gefallen, ich habe mich vom Konzept her ein wenig an die Sieben Schwestern-Reihe von Lucinda Riley erinnert gefühlt. Allerdings gab es deutliche Schwächen in der Ausarbeitung - ich hätte mir gerade in den Gegenwarts-Kapiteln mehr Ausgewogenheit im Erzähltempo gewünscht, um die Geschichte glaubwürdiger zu gestalten. Am Ende gibts von mir 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 13.06.2025

Klasse Idee mit schwacher Lovestory

What I Wish For
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Obwohl ich das Buch mitten im Sommer gelesen habe, konnte mir der Roman einen Hauch von Winterfeeling vermitteln. Das Setting in Roling Elv in Norwegen hat mir richtig gut gefallen, eine verschlafene Kleinstadt, ...

Obwohl ich das Buch mitten im Sommer gelesen habe, konnte mir der Roman einen Hauch von Winterfeeling vermitteln. Das Setting in Roling Elv in Norwegen hat mir richtig gut gefallen, eine verschlafene Kleinstadt, in der jeder jeden kennt und in der Eira auf dem Weihnachtsmarkt einen Wunschstand betreibt. Was für eine zuckersüße Idee als Rahmen für das Buch - eine schönere Möglichkeit, der Gemeinschaft in der Vorweihnachtszeit etwas zurückzugeben gibt es wohl kaum.

Anfangs hat mich auch die Liebesgeschichte zwischen Liam und Eira sehr angesprochen. Je länger das Buch allerdings dauerte, desto mehr musste ich mich über die Protagonistin ärgern. Sie beschreibt sich selbst als gebranntes Kind und lässt sich dennoch wieder auf die dummen Machtspielchen ihrer ehemals besten Freundin ein. Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich nicht verstanden habe, wo das Problem zwischen Liam und Eira lag. Hätten die beiden ordentlich miteinander geredet, wäre alles eitel Sonnenschein gewesen.

Interessant fand ich die Hochsensibiliät von Liam, seinen Umgang damit und die Reaktion seines Umfelds. Dennoch hätte ich mir hierzu noch ein bisschen mehr Hintergrundinfo und mehr Tiefe gewünscht.

Mein Fazit: Eine nette Geschichte für zwischendurch, die man im Winter aufgrund der Skandi-Vibes auf jeden Fall mal lesen kann. Wegen der Lovestory muss man das Buch meines Erachtens nicht lesen. Von mir gibts 3 von 5 Sternen.