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Claudia86

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.07.2025

Finde Dich selbst!

Weil morgen ein neuer Tag beginnt
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Als sich der 20. Todestag ihrer Zwillingsschwester Claire jährt, beginnt Emily Turner ihr Leben in Frage zu stellen. Wäre es nicht besser gewesen, wenn sie anstelle ihrer Schwester gestorben, den sie hätte ...

Als sich der 20. Todestag ihrer Zwillingsschwester Claire jährt, beginnt Emily Turner ihr Leben in Frage zu stellen. Wäre es nicht besser gewesen, wenn sie anstelle ihrer Schwester gestorben, den sie hätte mit Sicherheit ein spannenderes Leben als sie geführt. Und so entwickelt Emily von einer Dokumentation inspiriert eine Lebensliste, die sie in den nächsten Monaten umsetzen will. Ihr Ziel ist es nicht mehr durchschnittlich zu sein. Und vorallem will sie sich nicht verlieben! Doch dann begegnet sie Josh. Wir werden sehen, wie lange dieser Vorsatz hält.

Neben dem gegenwärtigen Vorhaben denkt Emily doch auch immer wieder an die Zeit mit ihrer Schwester. Und man merkt schnell, dass Emily den Tod ihrer Schwester auch nach 20 Jahren noch längst nicht überwunden hat.

Die Protagonistin Emily finde ich ehrlich gesagt zu Anfang echt anstrengend, weil sie für mich so grundsätzlich negativ auftritt. Zum Glück wird das mit dem Verlauf der Geschichte besser. Es ist auch schwer zu verstehen, warum sich Emily gerade jetzt mit ihrer Schwester misst, die mit 8 Jahren gestorben ist. Keiner kann doch realistisch einschätzen, wie Claire als Erwachsene gewesen wäre.

Insgesamt ist „Weil morgen ein neuer Tag beginnt“ ein netter Roman, der sich gut lesen lässt. Doch weiß man als Leser nicht so recht, ob man einen Liebesroman in der Hand hat oder ob hier die Trauerbewältigung im Vordergrund steht.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Der Ruf nach Freiheit

Stille Helden der Nacht
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Der Roman „Stille Helden der Nacht“ von Weina dal Randel behandelt die jüdische Geschichte Wiens. Der Generalkonsul der chinesischen Botschaft in Wien, Dr. Ho Fengshan, beschloss, durch Visa den Juden ...

Der Roman „Stille Helden der Nacht“ von Weina dal Randel behandelt die jüdische Geschichte Wiens. Der Generalkonsul der chinesischen Botschaft in Wien, Dr. Ho Fengshan, beschloss, durch Visa den Juden in Wien zur Auswanderung nach Shanghai zu verhelfen.

Seine Frau, Grace, lernte eines Tages die junge Jüdin Lola kennen, die ihr Deutschunterricht geben möchte. Doch als Lola und ihre Familie Opfer eines brutalen Überfalls werden, bittet Grace ihren Mann, auch Lolas Familie bei der Auswanderung zu helfen.

Das Wirken von Dr. Ho Fengshan in Wien ist historisch belegt. Die Freundschaft seiner Frau zur Jüdin Lola ist jedoch nur Fiktion.

Der Roman hat mir grundsätzlich gut gefallen. Der Zwiespalt, in dem sich Fengshan befindet, zwischen seinem Wunsch, den Juden zu helfen und doch die Interessen seines Landes zu bewahren, ist in jedem Satz spürbar. Grace wiederum zeichnet sich größtenteils durch ihr Selbstmitleid aus. Erst die Freundschaft mit Lola scheint ihr Denken und Handeln zu verändern. Lola ist eine starke Persönlichkeit, die trotz der ganzen Niederschläge, die sie erleidet, immer weiter kämpft. Doch bekommt man als Leser irgendwie immer das Gefühl, wie viel diese Frau ertragen muss.

Die Geschichte wechselt sich in der Erzählweise immer wieder zwischen den drei Protagonisten ab. Und auch hier kann man das Denken und Handeln der drei Figuren sehr gut spüren. Auch wenn die Geschichte ihre Längen hat, bleibt es doch immer wieder spannend und nicht vorhersehbar. Auch wenn ich schon viele historische Romane gelesen habe, die in dieser Zeit spielen, ist der Autorin doch eine Geschichte gelungen, die besonders ist.

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Veröffentlicht am 22.06.2025

Auf der Spur von Jane Austen

Frühstück mit Mr. Darcy
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Leonora lässt Hals über Kopf ihren Verlobten vor dem Traualtar stehen und flüchtet vor einem vermeintlich wundervollen Leben. Und so landet sie in Bath, in dem Haus ihrer verstorbenen Großmutter.

In Bath ...

Leonora lässt Hals über Kopf ihren Verlobten vor dem Traualtar stehen und flüchtet vor einem vermeintlich wundervollen Leben. Und so landet sie in Bath, in dem Haus ihrer verstorbenen Großmutter.

In Bath fühlte sich Leonora schon immer gut aufgehoben und auch mit ihrer Lieblingsautorin Jane Austen verbunden. Dort nimmt sie spontan einen Job im Jane-Austen-Centre an und erlebt besondere Geheimnisse zwischen Büchern, Teestunden und neuen Bekanntschaften.

Der Titel des Buches „Frühstück mit Mr. Darcy“ von Emilia Blau weckte mein Interesse sofort. Aber leider hat das Buch meine Erwartungen nicht erfüllen können.

Die Geschichte wird von einem Erzähler erzählt. Vielleicht könnte man die Protagonisten besser verstehen, wenn man sie selbst hätte zu Wort kommen lassen. Anfangs zog sich die Story doch auch etwas, aber das wurde mit der Zeit besser. An sich ist die Geschichte auch gut zu lesen.

Die Schnitzeljagd um das Geheimnis von Jane Austen ist ja ganz gut gelungen, jedoch bleibt der Kern der Geschichte doch etwas dünn. Würde ich Leonora und Charleston mit Elizabeth und Mr. Darcy, den Protagonisten aus Jane Austens Roman „Stolz und Vorurteil“ vergleichen? Eher nein.

Für Fans von Jane Austen und speziell ihrem Roman „Stolz und Vorteil“, ist das Buch gute Unterhaltung, auch wenn es mich nicht völlig mitgerissen hat. Den Figuren fehlt es stellenweise an Tiefe.




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Veröffentlicht am 14.06.2025

Wer war Ludovika wirklich?

Ludovika
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Bisher wusste man eigentlich nicht viel über Herzogin Ludovika in Bayern, nur dass was man aus den berühmten Sissi-Filmen kannte. Doch das hat nicht viel mit dem wahren Leben der Frau zu tun, die die Mutter ...

Bisher wusste man eigentlich nicht viel über Herzogin Ludovika in Bayern, nur dass was man aus den berühmten Sissi-Filmen kannte. Doch das hat nicht viel mit dem wahren Leben der Frau zu tun, die die Mutter der Kaiserin von Österreich war, zeigt der Autor Christian Sepp in seiner Biografie „Ludovika – Sisis Mutter und ihr Jahrhundert“.

Doch wer war Ludovika wirklich? Der Autor zeichnet ein Leben nach, dass durch zahlreiche Briefe und bislang unveröffentlichte Quellen belegt ist. Und so ist ihm eine lebendige Biografie gelungen.

Ludovika, wusste welches Leben für sie vorgesehen war. Als sie in eine lieblose Ehe mit Herzog Max gedrängt wurde, lernte sie ihren Weg zu gehen. Und dennoch gab es in dieser Ehe neben der bekannten Sisi, die später Kaiserin von Österreich werden sollte, noch neun weitere Kinder. Und auch ihre vielen Schwestern prägten ihr Leben. Schon durch die dynastischen Ehen ihrer Schwestern, war sie mit vielen Königsfamilien verwandt, so auch mit dem Haus Habsburg. Denn Erzherzogin Sophie, die Mutter des österreichischen Kaisers Franz Joseph, war ihre Schwester. Doch bei den Ehen ihrer Kinder stand für Ludovika immer deren Wohlergehen im Vordergrund.

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Veröffentlicht am 29.03.2025

Hat die Liebe noch eine zweite Chance?

Wild Rose Cottage
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Als Calla nach Jahren in ihr Heimatdorf zurückkehrt, trifft sie als erstes auf ihre alte Jugendliebe Rowan, als sie mit ihrem Auto in seinen Wagen fährt. Eine Situation, die definitiv nicht auf einen Neuanfang ...

Als Calla nach Jahren in ihr Heimatdorf zurückkehrt, trifft sie als erstes auf ihre alte Jugendliebe Rowan, als sie mit ihrem Auto in seinen Wagen fährt. Eine Situation, die definitiv nicht auf einen Neuanfang hoffen lässt. Noch dazu reagiert er ihr gegenüber sehr unfreundlich.

Als Calla erfährt, dass Rowan inzwischen alleinerziehender Vater ist, weiß sie nicht so recht, wie sie damit umgehen soll. Und außerdem hat er alles Recht der Welt auf sie sauer zu sein, weil sie damals mit ihrer Mutter gegangen ist und sich nicht mehr bei ihm gemeldet hat.

Die Autorin, Cassia Bieber, hat eine schöne Geschichte geschaffen, die definitiv nicht so kitschig ist, wie es das Cover vielleicht vermuten lässt.

Die beiden Protagonisten, die sich auch in der Erzählperspektive abwechseln, sind sympathisch und man kann sehr gut nachvollziehen, dass das Leben für die beiden nicht immer einfach war. Man merkt aber auch schnell, dass zwischen den beiden eine besondere Anziehung herrscht, die sich auch nach all den Jahren nicht verändert hat.

Calla, die damals, als sich ihre Eltern getrennt hatten, sich entscheidet mit ihrer Mutter zu gehen, konnte Rowan und ihre Heimat Wiltshire nie vergessen. Doch ein Schicksalschlag brachte ihr ganzes Leben durcheinander. Und Rowan möchte eigentlich immer nur das Beste für seinen Sohn.

Ob die beiden noch eine zweite Chance haben? Lest selbst!

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