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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.07.2025

Auf den Spuren der Geschichte

Meerträume von Liebe (Gutshof Dünenrose: Ostsee - Roman)
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Im Roman „Meerträume von Liebe“ von Hanna Holmgren geht es um die Protagonistin Clara. Claras Familie gehörte über Generationen das Gut Dünenrose. Aber nach dem ihre Mutter verstorben und ihr Großvater ...

Im Roman „Meerträume von Liebe“ von Hanna Holmgren geht es um die Protagonistin Clara. Claras Familie gehörte über Generationen das Gut Dünenrose. Aber nach dem ihre Mutter verstorben und ihr Großvater schwer an Demenz erkrankt ist, haben sie und ihr Vater das Gut verlassen.

Auf Grund der hohen Kosten für die Pflege von Großvater Henry, trafen die beiden die Entscheidung das Gut zu verkaufen. Schnell fand sich ein Interessent, der aus dem ehemaligen Wohnhaus des Gutshauses ein kleinen Küstenhotel machen wollte. Doch als Clara zum ersten Mal auf die neuen Eigentümer trifft, hört sie zufällig ein Telefonat mit. Und das was sie dort hört gefällt ihr überhaupt nicht und so tritt sie Malte und seinem Onkel von Anfang an reserviert gegenüber auf.

Aber als Clara Malte besser kennenlernt, merkt sie schnell, dass sie Traum vom kleinen Küstenhotel ernst gemeint ist. Und so beschließen sie zusammen um die Zukunft des Gutes zu kämpfen.

Das Cover des Buches reiht sich perfekt vom Stil her in die Reihe der anderen Romane von Hanna Holmgren ein und lädt zum Wegträumen ein. Die Figuren passen super in diese heimatbezogene Geschichte. Auch wenn die Geschichte anfangs so ihre Längen hat, fühlt man sich doch bald, als wäre man mittendrin. Der Roman ist perfekt geeignet als Urlaubslektüre, nicht nur für den Urlaub an der Ostsee.

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Churchill Geheimnissse?

Was am Ufer lauert
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In „Was am Ufer lauert“ wartet auch schon der nächste Fall auf die Polizeireporterin Gianna Pitti. Nach dem letzten Fall hat sie sich zunächst eine Auszeit von der Zeitung „Messagero“ genommen. Aber als ...

In „Was am Ufer lauert“ wartet auch schon der nächste Fall auf die Polizeireporterin Gianna Pitti. Nach dem letzten Fall hat sie sich zunächst eine Auszeit von der Zeitung „Messagero“ genommen. Aber als ihr Vater sie bittet, am See eine Informantin zu treffen, die ihr eine CD übergeben soll, steckt sie schon wieder mit in der nächsten Herausforderung, als sie die mutmaßliche Informantin tot im Wasser vorfindet.

Aber anstatt den Fall der Polizei zu melden, flüchtet Gianna. Angekommen in der Zeitungsredaktion überschlagen sich auch schon die Ereignisse. Aus einem mutmaßlichen Banküberfall in Malcesine wird ein Angriff auf einen angesehenen Geschichtsprofessor, der am See einen Vortrag über Winston Churchill und seine Zeit am Gardasee und seine Verbindungen zu Mussolini halten sollte. Und auch Giannas Vater Arnaldo hatte sich mit dem ehemaligen britischen Premierminister beschäftigt. Ob es da wohl einen Zusammenhang gibt?

Doch neben dieser Geschichte spielen noch etliche Nebenschauplätze mit, die Familiengeschichte der Pittis, die Trennung von Giannas Eltern, Francescos fortschreitende Krankheit, von der noch keiner weiß und dem drohenden Ende der Lokalzeitung Messagero. Und so geraten die Machenschaften um das Geheimnis von Winston Churchill doch etwas in den Hintergrund und der Showdown verpufft doch etwas.

Der Autor hat das Gardasee-Feeling jedoch wieder ganz gut eingefangen. Das Ende bleibt jedoch offen und so stellt sich die Frage, wie es wohl weitergeht. Und so möchte ich der Geschichte gern nochmal eine Chance geben!

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Veröffentlicht am 05.07.2025

Finde Dich selbst!

Weil morgen ein neuer Tag beginnt
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Als sich der 20. Todestag ihrer Zwillingsschwester Claire jährt, beginnt Emily Turner ihr Leben in Frage zu stellen. Wäre es nicht besser gewesen, wenn sie anstelle ihrer Schwester gestorben, den sie hätte ...

Als sich der 20. Todestag ihrer Zwillingsschwester Claire jährt, beginnt Emily Turner ihr Leben in Frage zu stellen. Wäre es nicht besser gewesen, wenn sie anstelle ihrer Schwester gestorben, den sie hätte mit Sicherheit ein spannenderes Leben als sie geführt. Und so entwickelt Emily von einer Dokumentation inspiriert eine Lebensliste, die sie in den nächsten Monaten umsetzen will. Ihr Ziel ist es nicht mehr durchschnittlich zu sein. Und vorallem will sie sich nicht verlieben! Doch dann begegnet sie Josh. Wir werden sehen, wie lange dieser Vorsatz hält.

Neben dem gegenwärtigen Vorhaben denkt Emily doch auch immer wieder an die Zeit mit ihrer Schwester. Und man merkt schnell, dass Emily den Tod ihrer Schwester auch nach 20 Jahren noch längst nicht überwunden hat.

Die Protagonistin Emily finde ich ehrlich gesagt zu Anfang echt anstrengend, weil sie für mich so grundsätzlich negativ auftritt. Zum Glück wird das mit dem Verlauf der Geschichte besser. Es ist auch schwer zu verstehen, warum sich Emily gerade jetzt mit ihrer Schwester misst, die mit 8 Jahren gestorben ist. Keiner kann doch realistisch einschätzen, wie Claire als Erwachsene gewesen wäre.

Insgesamt ist „Weil morgen ein neuer Tag beginnt“ ein netter Roman, der sich gut lesen lässt. Doch weiß man als Leser nicht so recht, ob man einen Liebesroman in der Hand hat oder ob hier die Trauerbewältigung im Vordergrund steht.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Der Ruf nach Freiheit

Stille Helden der Nacht
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Der Roman „Stille Helden der Nacht“ von Weina dal Randel behandelt die jüdische Geschichte Wiens. Der Generalkonsul der chinesischen Botschaft in Wien, Dr. Ho Fengshan, beschloss, durch Visa den Juden ...

Der Roman „Stille Helden der Nacht“ von Weina dal Randel behandelt die jüdische Geschichte Wiens. Der Generalkonsul der chinesischen Botschaft in Wien, Dr. Ho Fengshan, beschloss, durch Visa den Juden in Wien zur Auswanderung nach Shanghai zu verhelfen.

Seine Frau, Grace, lernte eines Tages die junge Jüdin Lola kennen, die ihr Deutschunterricht geben möchte. Doch als Lola und ihre Familie Opfer eines brutalen Überfalls werden, bittet Grace ihren Mann, auch Lolas Familie bei der Auswanderung zu helfen.

Das Wirken von Dr. Ho Fengshan in Wien ist historisch belegt. Die Freundschaft seiner Frau zur Jüdin Lola ist jedoch nur Fiktion.

Der Roman hat mir grundsätzlich gut gefallen. Der Zwiespalt, in dem sich Fengshan befindet, zwischen seinem Wunsch, den Juden zu helfen und doch die Interessen seines Landes zu bewahren, ist in jedem Satz spürbar. Grace wiederum zeichnet sich größtenteils durch ihr Selbstmitleid aus. Erst die Freundschaft mit Lola scheint ihr Denken und Handeln zu verändern. Lola ist eine starke Persönlichkeit, die trotz der ganzen Niederschläge, die sie erleidet, immer weiter kämpft. Doch bekommt man als Leser irgendwie immer das Gefühl, wie viel diese Frau ertragen muss.

Die Geschichte wechselt sich in der Erzählweise immer wieder zwischen den drei Protagonisten ab. Und auch hier kann man das Denken und Handeln der drei Figuren sehr gut spüren. Auch wenn die Geschichte ihre Längen hat, bleibt es doch immer wieder spannend und nicht vorhersehbar. Auch wenn ich schon viele historische Romane gelesen habe, die in dieser Zeit spielen, ist der Autorin doch eine Geschichte gelungen, die besonders ist.

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Veröffentlicht am 22.06.2025

Auf der Spur von Jane Austen

Frühstück mit Mr. Darcy
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Leonora lässt Hals über Kopf ihren Verlobten vor dem Traualtar stehen und flüchtet vor einem vermeintlich wundervollen Leben. Und so landet sie in Bath, in dem Haus ihrer verstorbenen Großmutter.

In Bath ...

Leonora lässt Hals über Kopf ihren Verlobten vor dem Traualtar stehen und flüchtet vor einem vermeintlich wundervollen Leben. Und so landet sie in Bath, in dem Haus ihrer verstorbenen Großmutter.

In Bath fühlte sich Leonora schon immer gut aufgehoben und auch mit ihrer Lieblingsautorin Jane Austen verbunden. Dort nimmt sie spontan einen Job im Jane-Austen-Centre an und erlebt besondere Geheimnisse zwischen Büchern, Teestunden und neuen Bekanntschaften.

Der Titel des Buches „Frühstück mit Mr. Darcy“ von Emilia Blau weckte mein Interesse sofort. Aber leider hat das Buch meine Erwartungen nicht erfüllen können.

Die Geschichte wird von einem Erzähler erzählt. Vielleicht könnte man die Protagonisten besser verstehen, wenn man sie selbst hätte zu Wort kommen lassen. Anfangs zog sich die Story doch auch etwas, aber das wurde mit der Zeit besser. An sich ist die Geschichte auch gut zu lesen.

Die Schnitzeljagd um das Geheimnis von Jane Austen ist ja ganz gut gelungen, jedoch bleibt der Kern der Geschichte doch etwas dünn. Würde ich Leonora und Charleston mit Elizabeth und Mr. Darcy, den Protagonisten aus Jane Austens Roman „Stolz und Vorurteil“ vergleichen? Eher nein.

Für Fans von Jane Austen und speziell ihrem Roman „Stolz und Vorteil“, ist das Buch gute Unterhaltung, auch wenn es mich nicht völlig mitgerissen hat. Den Figuren fehlt es stellenweise an Tiefe.




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